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Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

Herstellungsland:Japan (2013)
Standard-Freigabe:USK Keine Jugendfreigabe
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,50 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Metal Gear Solid V: Ground Zeroes fungiert als Prolog zu Metal Gear Solid V: The Phantom Pain und spielt ein Jahr nach den Geschehnissen von Metal Gear Solid: Peace Walker. Spieler übernehmen die Kontrolle des legendären Snake (a.k.a. Big Boss) und infiltrieren das kubanische Lager Camp Omega, wo Paz und Chico als Geiseln festgehalten werden. Diese sind im Besitz wichtiger Informationen, welche Snake und sein Vertrauter Kaz Miller für die Fortführung der eigenen, privaten Militärorganisation unbedingt geheim halten möchten.

Ground Zeroes beinhaltet eine waghalsige Rettungsaktion, deren unvorhersehbaren Folgen die Ausgangsituation für ‚The Phantom Pain‘ bilden. Ground Zeroes führt zudem in die sehnlichst erwarteten Open-World Spielmechaniken ein und bildet somit den perfekten Brückenschlag zu früheren Titeln der Serie.
eine kritik von inferis:

Ein Prolog zu einem Spiel, welches man in einer halben Stunde abschließen kann und für 30 € verkauft wurde? Das klingt schon mal nicht gut...

Ich hatte aber das Glück das Teil in der Definitive Edition mit GZ, TPP und allen Dlcs für die PS4 für nur 15 € zu ergattern. Und da wir wohl nichts weiteres in die Richtung MGS bekommen (das Spin-Off Metal Gear Survive zähle ich hier nicht), war ich gespannt und wollte die ganze "Experience", also auch die Nebenmissionen, aber alles der Reihe nach.

Nach den Ereignissen von Peace Walker, hat Chico, ein Kindersoldat, sich auf die Suche nach der totgeglaubten Paz gemacht. Blöderweise wurde er bei seiner Suche jedoch gefangen genommen. Big Boss versucht nun in einer verdeckten Mission Chico und, falls sie noch lebt, Paz zu retten. Im Omega Camp wird jedoch bald klar, dass XOF, eine scheinbar neue Geheimorganisation unter Führung des entstellten Skullface, die Kontrolle über die Basis übernommen hat. Die Gefangenen werden grausam gefoltert und die ganze Szenerie erinnert stark an Guantanamo, allerdings in den 70ern und in der Welt von Metal Gear...

Das ist die Hauptmission und man kann sie tatsächlich in wenigen Minuten abschließen, wenn man weiß, wo man hin muss. Es gibt aber trotzdem eine Menge zu tun. Man kann bspw. Kassetten sammeln um Hintergründe zu erfahren (meist von der Gefangenschaft von Chico und Paz) oder Abzeichen, mit denen man  auch zwei weitere Missionen freischalten kann. Nachdem man die Hauptmission abgeschlossen hat, werden auch die mesiten Nebenmissionen freigeschaltet. In den Nebenmissione eliminiert man zwei Soldaten, rettet einen Agenten (hier ein Cameo von einer bekannten Videospielgröße), zerstört Flaks und sammelt Informationen von einem Kontakt. In den letzten zwei Missionen, die man durch Collectibles freischaltet, übernimmt man einmal die Rolle von Raiden (leider benutzt er auch nur öde Feuerwaffen und nicht seine Katana) und eliminiert Formwandler bzw. stellt in dem Camp Szenen aus dem Original nach. Also ist schon Abwechslung geboten, leider nur in der immergleichen Basis, lediglich Wetter und Tageszeit ändern sich hier.

Nachdem die jeweilige Mission abgeschlossen ist, kann man sie nochmal auf schwer durchspielen. Nach jedem durchspielen und erreichen von bestimmten Vorgaben oder Zielen schaltet man auch neue Objekte frei, wie Waffen oder Kostüme. Damit kann man dann beim erneuten durchspielen experimientieren. Das ist auch ganz gut so, da man das Spiel actionreicher spielen kann, als die anderen Teile. Wird man hier entdeckt, bekommt man auch die Chance seinen Feind auszuschalten, bevor er Alarm schlägt. Man wechselt nämlich in den Reflexmodus und kann dann in Zeitlupe seinen Feind mit einem gezielten Kopfschuss auschalten. Das klingt jetzt vielleicht plump, macht aber überraschend viel Spaß und hilft wenn man schnell vorgehen will und dabei mal entdeckt wird.

Die Grafik ist immer noch recht gut, hässliche Texturen oder ungelenke Animationen sucht man hier vergebens, lediglich die Bluteffekte wirken etwas seltsam. Es gibt nämlich keine Schadenstexturen, dafür bluten die Gegner recht viel, was dann so aussieht als wären sie mit Farbbomben beworfen worden.

Die Story ist leider nicht gut gelungen, wie ich finde. Es werden schwierige Themen angesprochen, wie Folter, Kriegsverbrechen, Kinder in der Kriegsführung, das Handeln der USA usw. . Allerdings werden diese Themen nur oberflächlich behandelt und man hat zu keinem der Charaktere eine richtige Bindung. Ich habe Peace Walker nicht gespielt, war aber damals begeistert von Snake Eater und Big Boss. Dieser Big Boss hier spricht jedoch kaum, man geht schnell und brutal vor, die Feinde sind grausam und werden nicht gut eingeführt, ich weiß gar nicht gegen wenn ich hier eigentlich kämpfe. Mein Team kenne ich auch nicht wirklich, geschweige denn die Kinder, die ich hier retten soll. Ich kenne nicht ihre Vorgeschichte oder die Beziehung die sie zueinander haben. Die geschichte endet mit einem Knall, der mich aber verwirrt und mit einer Menge Fragen zurücklässt, bei denen ich mir sicher bin, dass die meisten nicht beantwortet werden.

Ground Zeroes ist kein schlechtes Spiel. Was man hier hat, ist gut, aber es ist auch recht wenig Content, denn man sich aber mehrmals mit einigen Unterschieden reinziehen kann und der auch echt Spaß macht. Zu dem günstigen Preis zu dem es immer wieder angeboten wird, ist es auch definitiv einen Blick wert, besonders gebundled mit The Phantom Pain. Das Gameplay ist gut und macht Spaß und es gibt eine Menge zu entdecken. Allerdings wird wohl niemand mit der Story zufrieden sein. 

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Kommentare

13.05.2020 08:25 Uhr - TheMovieStar
1x
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Da ist ja dein gut formuliertes Review bald länger wie das ganze Spiel, oder wollen wir eher sagen kostenpflichtige Demo von Phantom Pain? Ich hatte es mir damals gekauft für 30 Euro bei erscheinen und war danach mehr als enttäuscht, dass eine Level als komplettes Spiel zu vermarkten ist schon frech, da ist so manches Demo umfangreicher. Aber gut, dass wenige war interessant und hat damals Appetit auf Phantom Pain gemacht.

Mittlerweile gibt es ja in der ultimativ Edition zusammen mit Phantom Pain....

Zur Story möchte ich noch sagen dass die mir ziemlich egal ist. Das Gameplay muss stimmen die Grafik etc. aber die ganzen Zwischensequenzen brauche ich persönlich nicht, im Gegenteil das nervt manchmal wenn man die bei manchen Spielen nicht wegdrücken kann.

13.05.2020 21:26 Uhr - Inferis
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Ui, ja zum Release und für die 30 € hätte es mich auch geärgert, als Definitive Edition für den momentanen Preis ist es aber okay, da TPP mit dabei.

Ich gebe der Story bei einem Spiel immer zuerst eine Chance und schaue mir die Cutscenes auch immer an, muss dir aber trotzdem zustimmen, dass es nervt, wenn man diese nicht überspringe kann, da man ja teilweise Missionen neustartet bzw. Spiele auch ein zweites Mal durchspielt. Zum Glück kommt das nicht oft vor, allerdings habe ich gerade tatsächlich mit Assassins Creed: Liberation genau so einen Fall. Ich dachte zuerst die Cutscenes dort tarnen die Ladezeiten und man kann erst nach einer Weile wegdrücken, doch tatsächlich ist dies einfach nicht möglich, was wirklich blöd ist.

Und danke für das Lob :)

14.05.2020 10:35 Uhr - FordFairlane
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"Metal Gear Solid - Phantom Pain" hat eine furchtbare Geschichte von Gier hinter sich, da man hier versucht hatte das Spiel in eine Art Episoden-Game zu verkaufen. Das heißt das die Spieler eigentlich für jedes Level Geld bezahlen sollte, um es dann zu Downloaden.
Das erklärt auch, weshalb man nach jeder Episode den kompletten Cast im Vor-und Abspann aufgezählt bekommt, wie in eine Art Film.
Ground Zero löste dabei schon sehr viel Wut bei den Fans aus, da es sich nicht um ein komplettes Spiel gehandelt hatte, sondern nur um den Prolog des unfertigen Phantom Pain.
Es macht schon Spass, doch mehr als 2-4 Stunden wird der geneigte Fan auch damals schon nicht gebraucht haben.

Phantom Pain ist trotz der letzten fehlenden Episode zwar ein unfertiges Game, doch dafür eines der besten Kriegspiele überhaupt und eins meiner Lieblingsspiele.

Schönes Review zum Prolog-Game.

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