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Frankensteins Todesrennen

(Originaltitel: Death Race 2000)
Herstellungsland:USA (1975)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Komödie, Science-Fiction, Trash
Alternativtitel:Herrscher der Straße
Frankensteins Todes-Rennen
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,37 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Amerika 2030, die Massen werden mit einem spektakulären Autorennen bei Laune gehalten. Die Fahrer sammlen Punkte, indem sie sich gegenseitig vernichten … Der Star ist ‚Frankenstein‘ (David Carradine), sein größter Konkurrent ‚Machine Gun‘ (Sylvester Stallone). Beide kämpfen mit Gewalt, Hass und einer großen Menge Sprengstoff. Mögen die Spiele beginnen...
eine kritik von kokoloko:

Death Race 2000

Waha, was fürn knallhart bekloppter und doch cleverer, trashiger und eben doch satirischer 70er Rennfahrerdystopiestreifen, Elemente der italienischen Endzeitkracher genau so drin wie Battle Royale Gesellschaftskritik oder „They live“, dazu ein dauerhaft sprücheklopfender Sly, natürlich auch von Roger Corman inszeniert und nicht zu vergessen „Herman the German“ im Naziauto mit „Siiieg Heil!“-Freudenschrei bei jedem Kill unschuldig umherwandernder Zivilisten.

Und als wäre das noch nicht durchgedreht und unterhaltsam genug, so hat mich „Frankensteins Todesrennen“ von Anfang an eiskalt erwischt: Erwartet habe ich eine billige Produktion, die sowas wie ne richtige Handlung mit persönlichen Verstrickungen etc. hat und das titelgebende Rennen natürlich als Highlight inszeniert für, ka, 30-40 Minuten maximal vielleicht aber nein, statt das Rennen als Finale zu nutzen und darauf hin zu arbeiten geht es direkt am Anfang mit der herrlichen Ansage los, die Fahne wird geschwungen und von da sieht man die herrlich überzogenen und lächerlichen Autos, inkl. des undurchsichtigen Frankensteins für 80 Minuten Rumfahren und Leute umbringen, Sprüche reißen zu und Sly hasst dabei sowieso prinzipiell alles, einfach weil er sone coole Sau ist, fantastisch. Blondi als Navigator auch dabei, in einer leicht verstörenden oder doch erotischen Szene fangen Frankenstein und seine Navigatorin einfach an zu halbnackt zu tanzen und abseits davon gibt’s noch die Widerstandstruppe inkl. rebellischer Oma mit grauenhafter Tonhöhe und Aussprache, ein ernsthaft überraschendes und cooles Ende, keinen wirklichen Klimax und viele halbsplattrige, witzige und überzogene Kills mit Spikes oder auch Gewehren am Auto.

Es gibt eine „Unterhaltungs/Trash“-Skala für den Trashthread und es gibt eine Skala für ernsthaft gute und gelungene Filme und dann kommt so ein Film wie „Death Race 2000“ darein gecrasht und überfordert einfach das System: Inszenatorisch ziemlicher over-the-top-Trash was Charaktere und Fahrzeuge, Effekte und Storytelling angeht, sind die satirischen Elemente des Films dafür umso stärker und eindeutiger als gelungen zu bezeichnen, eben weil der Film die Gewaltgeilheit und mediale Zelebrierung anprangert und das mit einigen schön garstigen Lines. Auch nimmt der Film sich selber nicht ganz ernst, was dem generellen Tonfall gut tut. Es bleibt ein obskures aber absolut sehenswertes und unterhaltsames Spektakel irgendwo zwischen Comedy und Actionfilm, schön handgemacht und mit fetzigem Soundtrack, Slys Performance ist eh der Brüller und dazu dann noch ein paar Brüste und skurille Kostüme. Dass das Remake mit Statham dann so derart düster und ernst, selbstironieresistent und humorpenetrant daherkommt, mit umso splattriger, aber eben ernst gemeinter Gewalt und harten Typen ist wirklich bezeichnend und eine Karikatur seiner selbst, den Witz dieser Entwicklung hat man mit dem ersten Film quasi schon vorweggenommen. – Trotzdem unterhaltsam, das neuere Teil. 7/10

 

7/10
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Kommentare

11.02.2020 07:53 Uhr - ActionJackson77
1x
Die Kritik gefällt mir, ebenso wie der Film. Kleiner Klassiker mit akutem Trash Faktor!

13.02.2020 10:38 Uhr - cecil b
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.136
Deine Sprache funktioniert bei dieser Vorstellung wirklich gut, finde ich. Lesenswert.

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