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Sound of Noise

Herstellungsland:Schweden, Frankreich (2010)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Komödie, Krimi, Musikfilm
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (2 Stimmen) Details
eine kritik von kokoloko:

Sound of Noise

Och, irgendwie stellen sich bei den immer ähnlichen skandinavischen Oddball-Comedies doch so langsam die Ermüdungserscheinungen bei mir ein, ich weiß nicht: Immer skurille oder unübliche Charaktere, schräge Vögel halt, dazu oft außergewöhnliches Pacing und verhalten ruhige Situationskomik, ungewöhnlich lange Szenen und Spieldauer für das Genre auch und so wirklich überspringen will der Funke dann irgendwie doch nicht - Eagle vs. Shark, Fatso usw., kann man alle gut mal gucken und haben fast alle ihren genialen kleinen Szenen oder Schachzüge, aber man wünscht sich fast schon etwas Normalität oder Mainstreamfähigkeit wenn da wirklich gute Konzepte oder Ideen in der Inszenierung untergehen.

Nun würde es dem Film natürlich absolut nicht gerecht werden, minimierte man ihn auf eben jenen Charakterzug, schließlich ist „The Sound of noise“ in erster Linie wohl ein Musikfilm und ein ziemlich origineller zudem noch, aber die Grundtendenz ist tatsächlich die gleiche: Aus einer absolut ungewöhnlichen und prinzipiell potentialreichen Idee wird ein überlanger und zu oft gestoppter, stranger Indiefilm gemacht, der eine der besten und coolsten Ideen unerklärt einfach so reinwirft und als bloßen Plotdevice verschwendet, Hintergründe zu den Charakteren oder Motivationen bleiben auch ziemlich anarchistisch und schleierhaft und schlußendlich klappt der Film weder als Comedy noch als Drama, weder als Thriller noch als Musikfilm so richtig: Die vier Songs, die allesamt aufwendig produziert und inszeniert sind müssten, um so sowohl für den Zuschauer als auch für die Charaktere als Highlight des Films zu werden, musikalisch deutlich fetziger, komplexer und motivierter ausfallen, die einzige Ausnahme wird direkt am Anfang verpulvert, von da an kann man sich durch durchschnittliche rund 70 Minuten ungewöhnlich langsam gepaceten Film schnaufen, der erst am Ende noch einmal audiovisuell richtig aufdreht und auf romantische und gefühlstechnische Weise wirklich zu begeistern weiß.

Ich habe Musik durchaus im Blut, ich habe Spaß an Rhythmen und Melodien und konnte dem Ganzen teilweise wirklich was abgewinnen, zumal die Schauspieler wirklich nicht schlecht sind und die Idee was für sich hat, aber wenn die Story so lose und unerklärt bleibt, die technisch beste Idee nicht aufblühen kann, die Songs mich nicht vom Hocker reißen, die Comedyparts zu selten durchbrechen, die spannenden Sequenzen immer wieder ausgebremst werden, dann kann ich leider nicht mehr als eine Guckempfehlung für Leute aussprechen, die das Konzept allein spannend genug finden. 6/10

6/10
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Kommentare

13.02.2020 10:36 Uhr - cecil b
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Coole, Review, deine Perspektive auf die " skandinavischen Oddball-Comedies" und damit auch auf diesen Film ist ein verständlicher Eindruck vom Film.

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