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VelvetK
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Eintrag: 15.02.2020

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Gesetz der Rache

(Originaltitel: Law Abiding Citizen)
Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,25 (73 Stimmen) Details
inhalt:
Clyde Shelton (GERARD BUTLER) ist ein guter Familienmensch, dessen Leben schlagartig aus den Fugen gerät, als seine Frau und seine Tochter bei einem Einbruch brutal ermordet werden und er selbst nur um ein Haar überlebt. Als die Mörder gefasst werden, übernimmt der ehrgeizige Staatsanwalt Nick Rice (JAMIE FOXX) aus Philadelphia den Fall. Gegen seine eigene Überzeugung zwingt ihn sein Vorgesetzter dazu, einem der Täter ein mildes Urteil anzubieten, wenn dieser gegen seinen Komplizen aussagt.Zehn Jahre später wird der Mann, der damals seiner Strafe entkommen ist, tot aufgefunden. Clyde Shelton bekennt sich des Mordes schuldig und beginnt ein erpresserisches Spiel mit Rice: Entweder dieser setzt seine Position für eine Änderung des Rechtssystems ein oder Schlüsselfiguren der damaligen Gerichtsverhandlung werden sterben. Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, lässt Shelton von seiner Gefängniszelle aus eine Reihe spektakulärer Hinrichtungen ausführen. Der Einzige, der das Töten stoppen könnte, ist Rice. Als schließlich dessen eigene Familie in Sheltons Fadenkreuz gerät, beginnt für den Staatsanwalt ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit, bei dem sein Gegner immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von velvetk:

Und so schnell verstreichen zehn Jahre. Gesetz der Rache ist tatsächlich schon wieder über eine Dekade alt und auch der dritte Kontakt lässt keinen Zweifel an der filmischen Zwiespalt zwischen dem packenden ersten zwei Dritteln und dem desaströsen Finale - wenn da für anderthalb Stunden moralisch gesehen die Sau rausgelassen wird, kommt es umso seltsamer, wenn da zum Schluss der Schwanz eingezogen wird. Da ändert auch der etwas härtere und inhaltlich aufgestockte Directors Cut nicht viel, den man nun verspätet mit dem angehobenen FSK 18-Siegel in deutschen Gefilden veröffentlicht hat. Die ersten 10 Minuten sind wie gehabt ziemlich heftig und reißen definitiv mit, auch weil der Cast für diese Art von B-Film im A-Gewand intensiv agiert. Egal ob Gerad Butler oder Jamie Foxx, die bestialisch handelnden Mörder am Beginn oder die Stichwort gebende Nebenriege - Gesetz der Rache ist klasse besetzt und viel besser gespielt, als es die am Ende in mehrfacher Hinsicht unglücklich ausrutschende Rachegeschichte an sich verdient hat.

Die Handlung beginnt mit dem Mord an der Familie von Clyde Sheldon (Butler) durch zwei besonders widerliche Gestalten (Christian Stolte, Josh Stewart). Einer wird aufgrund eines zweischneidigen Deals durch den Anwalt Nick Rice (Foxx) nur zu einer recht milden Haftstrafe verurteilt, während sein weniger boshafter Komplize zum Tod verurteilt wird, womit Sheldon nicht wirklich einverstanden ist. Zehn Jahre vergehen. Und dann schlägt Clyde Sheldon zurück. Das Perfide daran ist, dass er nicht nur die eigentlichen Mörder seiner Nächsten besonders rabiat und fragwürdig zur Strecke bringt, wofür er auch schnell verhaftet wird, sondern auch alle am unfairen Prozess beteiligten Personen seiner Ansicht von Gerechtigkeit nach richten will. Sheldon sitzt also schnell ein und dennoch sterben bald weitere Diener des Rechtsstaates. Wie kann das sein?

Regisseur F. Gary Gray und sein Autor Kurt Wimmer lösen zunächst die Eintrittskarte für einen ziemlich genial klingenden, kinetisch brutalen und über einen Groß der Laufzeit clever gedachten Film, der mehr und mehr - und sogar noch mehr - als vergleichbare Werke verspricht. Gesetz der Rache liefert über weite Strecken dann auch hochspannend ab und steigert sich auf Kosten der im Detail wackelnden Plausibilität in eine enorme Höhe, von der ein strauchelnder Fall nunmal ganz schön schmerzhaft ist. Clyde Sheldon wird hier nachvollziehbar zum von Nick Rice unterschätzten wie gefährlichen Spielführer - bis dieser wiederum den Spieß zu drehen versucht. Gesetz der Rache lässt einen lange im Dunkel nach einer vernünftigen Klärung für die teils ziemlich an den Haaren herbeigezogenen Begebenheiten suchen, doch das Spiel der Darsteller bleibt weiterhin und trotz der unübersehbaren Löcher im Skript und unglaublichen Zufälle erstklassig, während einen einige immer wieder zum Besten gegebene Lines und die an sich gute Inszenierung weiterhin mitfiebern lassen.

Kneift man die Augen dabei etwas fester zusammen, lässt sich das beinahe selbstgerechte und handwerklich ausgezeichnet produzierte Wunschszenario mit all seinen über den Rand schnellenden Ausrastern, den Spezialerklärungen und den wundersamen Irrungen akzeptieren. Wie, wann und warum - Gray und Wimmer lösen diese Fragen zwar irgendwie am seidenen Faden hängend auf, aber so richtig zufriedenstellend wird es hinten raus nicht, egal welcher Perspektive man Recht geben wollte. Ja, es ergibt schon halbwegs Sinn, dass sich Clyde in Einzelhaft wiederfindet. Ja, der Weg dorthin (und auch wieder hinaus) scheint sich im geschnürten Knoten des Films selbst zu genügen. Und ja, man bleibt immer irgendwie bei Clyde hängen, bis man am Schluss - wie aus dem Nichts - über Nick Rice stolpert, was einfach furchtbar gelöst worden ist. Etwas weniger Überdosis hinsichtlich des Endes hätte dem Film gut getan. Doch auch wenn die tatsächliche Masse des eigentlichen Eisberges zum Schluss für reichliches Stirnrunzeln über seine sichtbare Spitze hinaus sorgt, so bleibt der letzte, verbissene und flammende Moment mit Gerad Butler und den Gedanken daran, wie schwer ein solches Schicksal letztlich ohne Aussicht auf Genugtuung oder Erlösung wiegt, egal welche Phantasie man in so einer Situation verwirklicht vor sich hat.

Gesetz der Rache, dessen originaler Titel Law Abiding Citizen ein wenig mehr Öl ins Feuer kippt als der deutsche Verleihtitel, ist kein schlechter Film. Vielleicht ist er auch nicht wirklich gut, was bei solch einem Genrefilm nicht ungewöhnlich ist. Wer weiß das schon, trotz seiner martialischen und einseitigen Effektivität. Gesetz der Rache ist zerrissen, übermütig und fern einer neutralen und vielleicht nötigen Distanz. Die letzten Momente zwischen Foxx und Butler gefallen mir nach wie vor nicht - es ist schwer auszumachen, wer falscher liegt und ob sich der Film auch auf einem anderen Fuß richtig oder besser anfühlen würde. Aber so ist das nunmal. Zehn Jahre hier, zehn Jahre da. Einfach dahin.

5/10
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