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Congo

Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction,
Mystery
Alternativtitel:Congo - Wo der Mensch zur bedrohten Art wird
Kongo
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,59 (17 Stimmen) Details
inhalt:
Tief im dunkelsten Herzen Afrikas, dem unerforschten Kongo, verbirgt sich das mysteriöse Geheimnis einer untergegangenen Stadt. Ihr Name: Zinj. Ein Ort mit unermesslichen Reichtümern. Das amerikanische High Tech-Unternehmen TraviCom schickt eine achtköpfige Crew in den Kongo. Die Staellitenübertragung zeigt, dass das Team Zinj gefunden hat. Doch dann erreichen die Gesellschaft in Amerika nur noch Bilder des Grauens. Völlig zerstörte Ausrüstungne, sowie die Leichen sämtlicher Teammitglieder zeugen von einem grauenvollen Ereignis. Danach bricht die Verbindung komplett ab. Unter der Leitung der Technologieexpertin Karen Ross startet eine zweite Expedition und wird im Dschungel mit dem tödlichen Geheminis von Zinj konfrontiert.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von mcguinness:

" Wir beobachten Euch " 

 

 

Nachdem aus bislang unbekannten Gründen die Verbindung zu Ihrem Verlobten Charles Travis, welcher eine Expedition für die Firma seines Vaters in den Kongo leitete, abgebrochen ist, macht sich Dr. Karen Ross nun selbst auf die gefährliche Reise, um ihren Verlobten zu suchen und obendrein noch nach einem außergewöhnlichen Diamanten Ausschau zu halten, welcher von existenzieller Bedeutung für ihren Boss R. B. Travis und den Fortbestand seiner Firma ist. Dabei stößt sie auf den Forscher Dr. Peter Elliot, welcher es geschafft hat durch eine Art Gebärdensprache und ein computergesteuertes Auswertungsverfahren der Gorilladame Amy das Sprechen beizubringen, sowie seinen ihn begleitenden besten Freund Richard. Auch gesellt sich der zwielichtige Geschäftsmann Herkermer Homolka dazu, welcher bereit ist die Kosten für die lange Reise zu übernehmen, ohne jedoch seine wahren Motive preiszugeben. Obwohl alle Teilnehmer unterschiedliche Ziele zu verfolgen scheinen, schweißt das bevorstehende Abenteuer sie doch gezwungenermaßen zusammen, wobei ihr Überlebenswillen nur zu oft auf eine harte Probe gestellt wird.

Bereits durch namenhafte Filme wie " Jäger des verlorenen Schatzes " (1981) oder aber " Poltergeist " (1982) sowie " Die Farbe Lila " (1985) Steven Spielberg war übrigens an allen genannten Titeln maßgeblich beteiligt, machte der nun vorgestellte " Congo " Regisseur Frank Marshall als ausführender Produzent von sich reden, bevor er uns 1995 mit dem hier besprochenen Film einen äußerst spannenden und actiongeladenen Abenteuerfilm präsentiert, welchen ich früher etliche Male regelrecht verschlungen habe und dessen letzte Sichtung erst kürzlich erfolgte.

Dabei kann Regisseur Marshall durchaus auf eine Riege von namenhaften Schauspielern zurückgreifen, u. a. auf Laura Linney als Dr. Karen Ross, welche es bereits zuvor schon in George Millers Filmdrama " Lorenzo's Öl " (1992) oder aber in der Filmkomödie " Dave " (1993) von Ivan Reitman zu bestaunen galt. Ihre einprägsamste Rolle dürfte jedoch die als Ehefrau Meryl Burbank an der Seite ihres Mannes Truman Burbank, gespielt von Jim Carrey, in dem gleichnamigen Film " Die Truman Show " (1998) sein. 

Auch Dylan Walsh als Dr. Peter Elliot dürfte Freunden der Serie " Nip / Tuck - Schönheit hat ihren Preis " (2003 - 2010) in der Rolle des Schönheitschirurgen Sean McNamara, kein Unbekannter sein.

Dazu gesellen sich Namen wie Tim Curry, als dubioser Geschäftsmann Herkermer Homolka. Curry wurde vor allem in der Rolle des Dr. Frank N. Furter in " The Rocky Horror Picture Show " aus dem Jahr 1975 bekannt, sowie durch die Verkörperung des Clowns Pennywise in dem zweiteiligen Fernsehfilm " Es " (1990) welcher auf dem bekannten Roman von Stephen King basiert.

Von Ernie Hudson als Captain Munro, als auch von Joe Don Baker in der Rolle vom profitorientierten und gefühllosen Industrieboss von " Travi Com " sollte man schon mal gehört haben. Hudson kennen wir z. B. aus " Ghostbusters 1 + 2 " (1984 + 1989) als einen der vier Geisterjäger Winston Zeddemore oder aber aus " Mörderischer Tausch " (1996) als Schuldirektor Claude Rolle und Gegenspieler von Tom Berenger.

Joe Don Baker dürfte uns aus " Fletch - Der Troublemaker " (1985) als Polizeichef Jerry Karlin und insbesondere als CIA - Agent Jack Wade in " James Bond 007 - Goldeneye " (1995) sowie dessen Nachfolger " James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie " bekannt vorkommen.

Bruce Campbell als Karens Verlobter und Sohn des Industriebosses von " Travi Com " braucht wohl nicht mehr vorgestellt zu werden, auch wenn er hier nicht wie vom Teufel besessen zu tanzen beginnt... ;-)

Das Filmjahr 1995... Was wurden uns nicht für hervorragende Titel beschert, insbesondere aus dem Action - Genre, wie z. B. " Bad Boys - Harte Jungs " , " Desperado " , " Heat " oder aber " Stirb langsam - Jetzt erst recht ". Zu doof nur, dass ich mit meinen zarten 12 Jahren noch etwas zu jung gewesen bin, um mir einige der zuvor genannten Meilensteine zumindest auf " legalem " Wege im Kino anzusehen. Wenn nicht gerade mein alter Herr oder aber ein Kumpel aus der Nachbarschaft für Abhilfe mittels VHS - Kassette sorgte, musste ich leider auch des öfteren mal " in die Röhre " gucken und mir blieb dann nichts anderes übrig, als meinen Träumereien von ausgiebigen Schießereien und wuchtigen Explosionen nachzuhängen.

Umso mehr freute ich mich natürlich als " Congo " in die Kinos kam, welcher mir schon im Vorfeld durch die Kinowerbung schmackhaft gemacht worden ist und dazu auch noch mit einer Freigabe ab 12 Jahren abgesegnet wurde. Ich kann nur sagen, dass ich wirklich allen Grund zur Freude haben konnte, denn das gezeigte ging meiner Meinung nach damals doch stark über die Verhältnismäßigkeiten des zumutbaren für 12 - jährige hinaus. So ließ man mich und meine Freunde im Kino u. a. daran teilhaben wie blutüberströmte und verstümmelte Leichen zur Schau gestellt wurden, jmd. ein abgetrennter Menschenkopf gegen die Brust geschleudert wird, die bösen Gorillas von MG - Salven blutigst durchlöchert werden, Hände mittels Laserstrahl abgetrennt und die Körper der Primaten von Lavamassen begraben werden. Dies und auch der sonst spannende Aufbau des Films veranlasste mich dementsprechend dazu, mir diesen stolze 8 mal im Kino anzusehen, so ergriffen bin ich damals gewesen. Heute, gut 25 Jahre später bin ich immer noch beeindruckt von " Congo " auch wenn mich dieser nicht mehr ganz so sehr in seinen Bann zu ziehen vermag, wie es einst der Fall gewesen ist und dies hat nichts damit zu tun, dass ich den Film so oft gesehen habe.

Der Spannungsbogen steigert sich kontinuierlich und zwischendurch wird unser Auge mit beeindruckenden Naturaufnahmen aus dem Herzen Afrikas verwöhnt, doch herrscht für mich aus heutiger Sicht ein leichtes Ungleichgewicht zwischen dem Anfang und dem knallharten Finale. So werden zwar über den gesamten Film actionlastige Momente geboten, doch erst zum Ende hin entladen sich diese in einem für meine Verhältnisse viel zu kurzen Finale. Kaum ist unser Team nämlich in der sagenumwobenen Stadt Zinj angekommen, wird diese durch einen ausbrechenden Vulkan bedroht und um sich einen Weg in die Freiheit zu bahnen, wird kurzerhand alles niedergestreckt was nicht auf zwei Beinen läuft. 

Damals hat mich das regelrecht umgehauen und ich bin froh gewesen, diesen Film aufgrund der Altersfreigabe überhaupt sehen zu können. Heute hätte ich mir jedoch eine höhere Freigabe und somit wohl längere und ausuferndere Brutalitäten gewünscht, welche den Film nicht unbedingt besser, aber für mich doch irgendwie interessanter und vor allem länger machen würden. Insbesondere hätte man in Rückblenden zeigen sollen, wie die Primaten von den Menschen auf ihre mörderische Ausübung ihrer Fähigkeiten trainiert worden sind und wie sie sich letztendlich doch gegen ihre Ausbilder stellten und sich dieser entledigten, wodurch es unweigerlich zum Untergang der Diamantenstadt Zinj gekommen ist. Allerdings wäre dies dann wohl kaum noch für die Augen von 12 - jährigen geeignet gewesen. 

Trotzdem ist und bleibt " Congo " ein äußerst spannender Mix aus Action - und Abenteuerfilm, der bei mir zwar nicht mehr die gleichen Begeisterungsstürme hervorruft wie noch in grauer Vorzeit, jedoch heutzutage immer noch recht gut zu unterhalten weiß. 

8/10
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Kommentare

16.02.2020 23:51 Uhr - Cabal666
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Sehr schöne, leidenschaftliche Kritik, bei der man deine Liebe zum Film deutlich spürt. Ich würde höchstens anmerken, dass du nicht so detailliert auf die Besetzung hättest eingehen müssen bzw. hätte es gereicht, bei den Schauspielern ihre anderen bekannten Rollen einfach in Klammern zu setzen.
Aber ansonsten: sehr schön geschrieben. Du bietest einen guten Eindruck vom Film.
Ich hab von "Congo" bisher leider nur die erste halbe Stunde gesehen. Und das ist auch schon ewig her. Müsste mir den mal komplett zu Gemüte führen.

17.02.2020 05:09 Uhr - McGuinness
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@Cabal666

Ich danke dir für das lesen meiner Review und deinem Lob hierzu 😊

Auf die Namen der Beteiligten samt ihrer Filme gehe ich gern öfters mal ausführlicher ein, da ich es immer recht interessant finde, wo diese sonst noch so mitgespielt haben, wie wandelbar ihre Rollen doch sein können und ob diese nicht sogar eventuell schon mal mit demselben Schauspielkollegen oder Regisseur zusammengearbeitet haben.

" Congo " solltest du dir ruhig mal gönnen... Glaube nicht, dass du enttäuscht sein wirst 😉

17.02.2020 08:35 Uhr - sonyericssohn
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Sehr stark !
War von dem Film echt überrascht. Zwar gibt der seinen Charme nicht sofort preis, aber dann...
Gut verfasst, dein Stil. Weitermachen ;-)

17.02.2020 09:02 Uhr - McGuinness
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@sonyericssohn

Danke sony, freue mich sehr über dein Lob ☺️

Es dauert tatsächlich etwas bis " Congo " sein volles Aroma entfalten kann 😊

17.02.2020 16:20 Uhr - Pratt
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Schöne Kritik zu einem guten Film, habe den damals wegen Bruce Campbell erstmals auf Video gesehen und war etwas enttäuscht, jedoch nicht wegen dem Film sondern wegen BC ;-) . Gute Unterhaltung und trotz FSK 12 mit ein paar kleinen Gewaltspizzen.

18.02.2020 04:42 Uhr - McGuinness
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@Pratt

Besten Dank auch dir für's Lesen und Meinung hierzu 😊

Der gute Bruce hätte wirklich einen längeren Auftritt verdient gehabt... Schade 😔



18.02.2020 08:59 Uhr - TheMovieStar
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Ein feines Review, McGuinness, was dir da gelungen ist. Den Film habe ich leider noch nicht gesehen! Muss ich wohl nachholen, wenn ich deinen Zeilen Glauben schenke! Und da wir ja meistens den gleichen Filmgeschmack habe, vertraue ich Dir!

18.02.2020 10:50 Uhr - McGuinness
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@TheMovieStar

Besten Dank auch dir für Meinung und Lob hierzu ☺️

Du kannst dir den Film ruhigen Gewissens anschauen... Enttäuscht sein wirst du am Ende ganz sicher nicht 😊

22.04.2020 18:28 Uhr - alraune666
Gutes review fuer guten Film, gute Idee den auch den juengeren Genre Freunden zu vermitteln ...

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