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lappi
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XP 133
Eintrag: 18.02.2020

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Spion zwischen 2 Fronten

(Originaltitel: Triple Cross)
Herstellungsland:Frankreich, Großbritannien (1966)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Drama, Krieg,
Thriller
Alternativtitel:Fantastique histoire vraie d'Eddie Chapman, La
Im Dienste der deutschen Armee
Spion zwischen zwei Fronten
Terence Young's Triple Cross

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Als die Deutschen 1940 auf der Kanalinsel Jersey landen, wittert der dort in Haft sitzende Safeknacker Eddie Chapman (Christopher Plummer) seine große Chance: Er bietet seine Dienste dem deutschen Geheimdienst an und lässt sich zum Spion ausbilden. Mit einem Spezialauftrag versehen, macht er sich auf in Richtung England, wo er sich heimlich dem britischen Geheimdienst anvertraut. Sein Angebot, für Geld und Straferlass als Agent gegen die Deutschen tätig zu sein, wird prompt angenommen. Von nun an ist Chapman als äußerst trick- und erfolgreicher Spion zwischen zwei Fronten tätig …
eine kritik von lappi:

1940, was für ein Jahr! Fanta wird in Deutschland erfunden, das erste McDonalds Restaurant wird in den USA eröffnet, meine Oma wurde geboren. Und irgendwas mit Krieg war auch noch ...

Der äußerst charismatische Held der Geschichte und bis zur Inhaftierung auch recht erfolgreicher Einbrecher Eddie Chapman, grandios von Christopher Plummer gespielt, wird 1940 von den Nazis, die dabei sind England zu erobern - oder es zumindest versuchen - gefangen genommen und vor die Wahl gestellt, für sie als Spion zu arbeiten oder das Zeitliche zu segnen. Da er das Leben und die Frauen zu sehr liebt, geht er einen Deal mit ihnen ein und arbeitet von nun an als Agent und wird in Deutschland ausgebildet. Kaum wieder auf heimischen und britischen Boden handelt er, immer noch von Vorstrafen belastet, auch einen Deal mit dem britischen Geheimdienst aus. 

Wer spioniert hier wen aus? Wer arbeitet für wen? Für dich, ihn, mich? Der englische Titel Tripple Cross deutet mit seinem Wortspiel da schon einiges an. Spion zwischen zwei Fronten aus dem Jahr 1966 ist ein international hochkarätig besetzter Agentenfilm, der es mit viel Charisma, Galgenhumor und Sarkasmus mit jedem modernen Agentenstreifen aufnehmen kann. Christopher Plummer besticht als Eddie nicht nur den geneigten Zuschauer, sondern auch sämtliche Frauenherzen. Ja, selbst James Bond sieht gegen Chapman blass aus, was Frauen angeht. Wenn ich mir diesbezüglich ein Vorbild suchen müsste, dann Chapmann. Aber nicht nur Plummer macht diesen Film zu etwas Besonderem. Gert „Goldfinger“ Fröbe, Romy „Sissi“ Schneider und Yul „Locke“ Brynner spielen mal überzeugte und nicht ganz so überzeugte Vertreter der Herrenrasse, die feinste Unterhaltung und Spannung bis überraschenden Ende liefern. 

Man merkt es Terence Young an, dass er sich mit der Materie des Agenten- und Spionagefilms auskennt. Nach seinen Bond Filmen konnte er wohl die Finger nicht vom Genre lassen und lieferte mit Spion zwischen zwei Fronten ein bondesquen Film, der aber um ein Vielfaches bodenständiger ist als seine geistigen Vorgänger und ein reales Setting zum Vorbild nimmt. Für einen Kriegsfilm zuweilen erstaunlich unbeschwert und der reinen Unterhaltung dienend, erlangt der Film im weiteren Verlauf durchaus noch an Tiefe und Ernsthaftigkeit, verliert dabei aber durch Plummer nie vollends seinen Humor. 

 

Trotz seines Alters ist Spion zwischen zwei Fronten eine kleine Perle, die auch heute noch frisch und frech daherkommt. Wem James Bond zu verspielt ist, aber den feinen Humor und das charismatische Element des Spions nicht missen möchte und dabei was bodenständigeres und realistischeres sucht, der ist mit diesen wundervoll besetzten Werk bestens bedient.

8/10
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