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Man Behind The Sun
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Eintrag: 21.02.2020

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Spurlos verschwunden

(Originaltitel: Spoorloos)
Herstellungsland:Niederlande, Frankreich (1988)
Genre:Thriller, Mystery
Alternativtitel:George Sluizer's The Vanishing - Spurlos verschwunden
Homme qui voulait savoir, L'
Vanishing, The

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,80 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Saskia und Rex, ein junges Paar aus Amsterdam, befinden sich auf Urlaubsreise durch Frankreich. An einer Takstelle ist Saskia plötzlich verschwunden. Für immer. Niemand hat etwas gesehen. Rex kann es nicht fassen und ist auch noch drei Jahre später mit der Suche nach seiner wie vom Erdboden verschluckten Freundin beschäftigt. Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, Suchaktionen. Nichts. Bis sich eines Tages sein verdächtiger harmloser Chemielehrer meldet. Der Mann weiß alles, doch er gibt seine Informationen nur bruchstückartig weiter...
eine kritik von man behind the sun:

Ein gutes Ende kann einen schlechten Film retten. Dies trifft zwar nicht in allen, aber in vielen Fällen zu. Dabei muss es noch nicht einmal sein, dass der Film an sich schlecht ist; vielleicht dümpelt er auch so dahin, gewinnt aber zum Schluss plötzlich dermaßen an Fahrt, dass der Gesamteindruck noch wesentlich verbessert wird. In jüngerer Zeit habe ich dies zuletzt bei "Summer of '84" gesehen, welcher eine ähnliche Gangart nutzt, um den Zuschauer am Ende des Films noch eine schlaflose Nacht bescheren zu können.

Dass "Summer of '84" und der hier vorliegende "Spoorloos" (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Remake "The Vanishing") von der Thematik her zwei grundverschiedene Filme sind, ändert nichts an der Tatsache, dass diese sich von diesem Konzept her ähneln.

Ein junges holländisches Paar will in den Urlaub fahren. Bei einer Pause an einer Autobahnraststätte möchte die Frau etwas zu trinken besorgen. Rex, ihr mitreisender Freund, verfällt in Panik, als auch nach mehreren Stunden seine Freundin nicht mehr auftaucht.

Etwa drei Jahre später: Rex ist mittlerweile mit einer anderen Frau zusammen. Ihn lässt allerdings das Verschwinden seiner Freundin nicht los. Nach einem Aufruf im Fernsehen, richtet sich ein Fremder an Rex, der vorgibt, mit dem Verschwinden seiner Freundin zu tun zu haben.

Betrachtet man den Inhalt, könnte man an eine einfache Entführungsgeschichte, samt Jagd nach dem Opfer und dem Täter denken. So ist dem auch, denn "Spoorloos" baut das Thema relativ langsam und detailliert auf. So wird der Vorfall an der Raststätte über eine halbe Stunde geschildert und auch im späteren Verlauf des Films werden sowohl Rex als auch der Zuschauer immer wieder in die Irre geführt.

Der Film macht auf keinen Hehl daraus, wer der Täter ist. In einer zeitlich versetzten parallelen Erzählung wird dieser samt seiner Taten und dessen Vorgehensweise näher beleuchtet und dem Zuschauer nahe gebracht.

Das hat naturgemäß den Nachteil, dass darunter die Spannung leidet; der Schwerpunkt liegt eher darauf, die verzweifelte Suche des Rex nach seiner Freundin, sowie den Charakter des Täters zu schildern.

Das mag zwar alles durchaus realistisch und auch eindringlich und interessant geschildert sein; wer allerdings einen spannenden Film sucht, der ohne größeren Sinn auskommt, wird bei dieser holländisch/französischen Co-Produktion herb enttäuscht werden. Weder stellt "Spoorloos" einen Action-Film dar, noch wartet dieser mit einer übermäßig spannungsgeladenen Story auf.

Dennoch: Trotz der nahezu fehlenden Spannung ist der Film durchweg interessant anzusehen, erzählt gekonnt auf zwei Zeitebenen die Situation des Entführers, sowie die verzweifelte, in eine Obsession gleitende Suche des Rex nach seiner verschwundenen Freundin, wobei die Erzählungen zum Ende hin kumulieren und eine dementsprechende Wirkung haben.

Doch wer schon nach der Hälfte den Drang verspürt, abzuschalten, sei hier dringend gewarnt, denn: Das Beste kommt kommt hier wie sprichtwörtlich zum Schluss. Ein unglaublich böses, grauenerregendes Ende, das den gesamten Film zu erklären vermag, dabei aber ein gräßliches Gefühl in der Magengegend hinterlässt und dem ein oder anderen eine schlaflose Nacht bereiten dürfte.

Man kann wohl ohne Gewissensbisse behaupten, dass "Spoorloos" mit einem der besten, sowie schockierendsten Enden der Filmgeschichte aufwartet. Wem der Film insgesamt nicht wirklich gefällt, der sollte seine endgültige Wertung erst nach Sichtung des Schlusses abgeben, denn so etwas abgrundtief ironisch Böses wird man so schnell in keinem Film mehr zu sehen bekommen.

Kurzer Exkurs: Genau aus diesem Grund sollte man auch die US-Vewrfilmung "The Vanishing" meiden, weil dieser hollywood-mäßig und damit mainstream-tauglich ein anderes Ende präsentiert, dessen Wirkung nicht mal im Ansatz die Wirkung des Originals erreicht.

Das Prädikat "Meisterwerk" kann "Spoorloss" leider nicht ganz erreichen, eben wegen genau dieser Längen und der nahezu fehlenden Spannung in der Storyline. Man sollte sich - wie eigentlich immer - ganz auf den Film einlassen, um die Zeit bis zu einem der besten Filmenden aller Zeiten durchzustehen - wobei "Durchstehen" nicht unbedingt die richtige Bezeichnung ist, denn man darf diese Kritik nicht so verstehen, dass der Film an sich eine "Schlaftablette" ist und man getrost bis zum Ende weiterspulen kann.

Leider gibt es bis heute weltweit keine HD-Veröffentlichung des Films. Die deutsche DVD ist schon lange "Out of Print" und wenn man sie mal findet, einen ordentlichen Verkaufspreis aufweisen dürfte.

Dennoch sollte man diesen Geheimtipp (welcher übrigens auf der Kurzgeschichte "Das Goldene Ei" von Tim Krabée basiert) bei Gelegenheit nicht verpassen.

Ein Actionfilm ist "Spoorloss" nicht, dafür gibt es eine ordentlich erzählte Geschichte mit einem agrundtief bösen Ende. Insgesamt vergebe ich 7/10 Punkten.

7/10
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Kommentare

22.02.2020 20:13 Uhr - JasonXtreme
1x
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Grandioser Film, den ich wie das Remake sehr schätze, Längen fielen mir nie wirklich auf, weil die Filme als Gesamtwerk mit den jeweiligen Enden einfach wirken. Aber das Original ist kla besser!

23.02.2020 08:41 Uhr - Dissection78
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Ein exzellenter Thriller! Auch ich konnte keine sonderlichen Längen ausmachen. Das Grauen schleicht sich hier auf leisen Sohlen an und packt den Zuschauer dann so richtig kalt an der Gurgel. Ja, "Spurlos verschwunden" ist ruhig, doch auch atmosphärisch dicht, verstörend und beklemmend. Das ultrafiese Finale brennt sich definitiv ein. Ich denke, 9 Punkte sind meinerseits drin. Aber so weit liegen wir ja gar nicht auseinander. Hast Du insgesamt nachvollziehbar beschrieben :)

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