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Ghostfacelooker
Level 18
XP 6.366
Eintrag: 23.02.2020

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Message Man - Schatten der Vergangenheit

(Originaltitel: Message Man)
Herstellungsland:Indonesien, Australien, Großbritannien, Vereinigte Arabische Emirate (2018)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Kill Vengeance

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,25 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Der ehemalige Auftragsmörder Ryan (Paul O'Brien) hatte sich eigentlich zur Ruhe gesetzt und sein neues Leben in Indonesien genossen. Doch als ihn seine Vergangenheit wieder einholt, beginnt ein gnadenloser Gewaltakt, bei dem Ryan alles aufbringen muss.
eine kritik von ghostfacelooker:

Eigentlich, ist der Action-Genrefilmfan-, und dazu möchte ich mich zählen-, geneigt, ob einer guten Story wegen, auch Tragödien zu akzeptieren und den todbringenden Weg des Helden gutheißen zu wollen, egal welchen Hintergrund dieser nun tatsächlich hat, ungeachtet der Mittel, welcher dieser sich bedienen, und ob es den realen Maßstäben der Moral und Ethik entsprächen.

Doch, und dies ist mir eigentlich nie so deutlich bewusst geworden, wie in diesem Film, wenngleich es bestimmt mehr Beispiele hierfür als allein den Punisher, zumindest in der Verfilmung mit Thomas Jane hierfür gäbe-, betrachten wir, wenn wir uns einmal für den Helden entschieden haben, seinen Antagonisten immer als Nemesis, der die Strafe gerechtfertigterweise zu erhalten hat.

Es ist uns ehrlich gesagt egal, oder aber wir ignorieren es, daß es auch mal zwei Seiten der Rachefeldzüge geben könnte, in denen nicht der Vater, Bruder, Schwester Sohn Hund, Katze Maus (vorzugsweise die Zweibeinigen) eines Protagonisten entstellt, entführt, ermordet erdrosselt vergewaltigt oder entführt werden, sondern der Ursprung dessen ein ebensolch tragischer wäre.

IN DIESEM Film ist der vermeintliche Held, Ryan Teller (Paul O'Brien), der außer, daß er der „Lieblingsprotagonist“ des Regisseurs Cory Pearson zu sein scheint, welcher ihn in mindestens drei seiner Filme einschließlich diesem besetzte, für mich keinerlei bemerkenswert physisch oder darstellerische Fähigkeiten hat.

Der Schauspieler verströmt weder Sympathie noch glaubwürdige Kampfsportfähigkeiten und nur weil er den ein oder anderem Bösewicht vierteilen und in den Kopf schießen kann, gewinnt man bei mir als Zuschauer, der von Michael Dudikoff aufgrund fehlendem Internet im Glauben gelassen wurde, daß jener eventuell tatsächlich Kampfsportfähigkeiten besäße, bis ich mit dessen tollen Beiträgen in Radioaktiv Dreams und Beachlor Party zu zweifeln begann und der Mime selbst leider weder so etwas lustiges oder Kampfsport ähnliches drehte wie American Ninja nebst Night Hunter-, keinen Blumentopf.

Aber ich schweife ab.

Ryan also, ist ein beliebiger Tourist und geht seinem Leben auf den Inseln rund um Indonesien nach. Der Film wirkt auch wie ein gelangweiltes Touristenvideo, während man dem Protagonisten folgt wie er dem naiv aber sympathisch aufdringlichen Jungen Doni (Aji Santosa) in seine Dienste nimmt und ihn dessen Einkäufe schleppen lässt.

Dieses Gönnerhafte, daß man hierbei wiederum dem Weißen zuspielt, könnte schon genug Würgereiz erzeugen, doch wird uns davor noch schnell das Element des Menschenhandels und der Zwangsprostitution durch Piraten untergemischt, was den Reflex hemmt und die Handlung des Films, Gott sei Dank in dessen eigentliche Bestimmung lenkt, denn wenn man schon einen FSK 18 gezeichneten Film sieht, möchte man keine indirekte Dokumentation über die schönsten Reiseziele Indonesiens und Umland.

Mit der vorhin erwähnten Methodik, entledigt sich Ryan dieser in jedem Actionfilm vorhandenen, ersetzbaren Statisten, die nur dazu eingesetzt werden um ihr Leben auf dramatische Weise aushauchen zu dürfen und den Held in einem glaubwürdig gefährlichem Licht darstehen zu laßen, dass der Zuschauer teilshypnotisiert ob dessen Fähigkeiten, kleinere Logik und Anschlußfehler gar nicht mitbekommt oder nicht wirklich über solche nachdenkt.

Und hierbei sind wir bei meinem anfänglichen Gedankengang, denn die just noch ihres Lebens beraubten Handlanger, samt Piratencrew und ihrem Kapitän, sind natürlich Mitglieder des Antagonisten-Clans, der in dieser Verfilmung von Mr. Lee (Verdi Solaiman) verkörpert wird.

Jener wiederum hätte auch all daß Recht dieser Welt unseren Helden über den Haufen zu ballern, denn plötzlich erfährt man, daß man eventuell aufs falsche Pferd gesetzt und Mr. Saubermann, mit dem eigenen Boot, vielleicht gar nicht wirklich ein Insel hüpfender Tourist, sondern ein Killer mit langwierigem Hintergrund sein könnte.

Zugegeben dieser Storyaufbau hingt schon allein wegen der optischen Tatsache, daß Lee ein Kind war, als er Ryan zum ersten Mal begegnete und jener sich bis heute optisch kaum veränderte, obwohl beide nun „erwachsen“ sind und andererseits, weil man Mr. Lee irgendwie sympathisch findet, während man für den eigentlichen Helden, bisher keinerlei Emotion aufbringen konnte.

Nur weil mir der Regisseur dies als Preis der Vergangenheit und der eigen auferlegten Reue des Helden verkaufen will, muß ich den Darsteller nicht wirklich mögen, und wie kann man denn auch jemanden sympathisch finden, der einem Jungen, dessen Hühner einem noch am Vortag stolz präsentiert wurden und über Nacht zwar nicht von Meister Isegrim gestohlen, aber von einem verwilderten Hund gemordet wurden, sagt, daß er nun zwei Optionen habe, nämlich den Hund gewähren zu lassen oder ihn zu töten.

Allein die Antwort, des wirklich sympathisch schauspielernden Doni, er könne einen verbesserten Stall bauen, denn töten sei böse, zeigt schon, daß es mit dem zwischenmenschlichen Verständnis des Helden nicht weit her sein kann und so wirkt er auch den gesamten Film über, als jemand der einfach emotional isoliert, klarkommt.

Da ist mir Mr. Lee wesentlich sympathischer, auch wenn er mich optisch und von seiner Atittüde ein wenig an Dr. Ken Jeong´s Figur aus Hangover erinnert, nur eben nicht nackt und machen wir uns nichts vor, als absoluter Antagonist, bleibt auch Verdi Slaiman genauso fehlbesetzt wie der Piratenkapitän oder der Held selbst.

Der Schlußteil parodiert die Handlung scheinbar unbewusst selbst, denn plötzlich avanciert der vermeintliche Held zu einem in einem Netzwerk von Killern oder ähnlich gelagerten Profis, zugehörigem Mitglied, mit allerlei Features, die einem John Wick auf der Flucht gefallen hätten.

Durch diesen Kniff, erlaubt der Regisseur, seinem Protagonisten natürlich noch daß obligatorisch mit „Fachkräften“ ausgestattete Hauptquartier, des Bösewichts Lee blutgierend und selbiges verteilend zu unterwandern, was zwar für den ein oder anderen sehenswerten Shootout und die ein oder andere Tötungssequenz, nicht aber über die Meßlatte des schon in anderen Filmen gezeigten hinausreicht.

Diesen Film kann ich als Fan des Genres, in selbigem, als kaum wirklich wertvollen oder innovativen Beitrag einstufen, sondern vielmehr als Option, wenn er mal günstig zu leihen ist und man sonst schon alle aktuellen Beiträge aus diesem Bereich gesehen haben könnte.

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Kommentare

23.02.2020 13:29 Uhr - Wong Fei Hung
2x
Und so eine Gurke darf für das Heimkino veröffentlicht werden. Während ein Kracher wie "The Night Comes For Us" nur digital anschaubar ist.

23.02.2020 20:02 Uhr - TheMovieStar
3x
User-Level von TheMovieStar 7
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Hervorragenes Review im ansprechenden Ghost Stil! 😀Wertungsmäßig sind wir ja auch ungefähr gleich, solide Genrekost, nicht mehr, aber auch nicht weniger...

23.02.2020 20:05 Uhr - TheMovieStar
2x
User-Level von TheMovieStar 7
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 628
@Wong: es gibt bestimmt auch genügend Leute die den Knaller in Message Man und die Gurke in the night comes for us sehen von daher ist alles wie immer höchst subjektiv....

24.02.2020 07:53 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
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23.02.2020 20:05 Uhr schrieb TheMovieStar@Wong: es gibt bestimmt auch genügend Leute die den Knaller in Message Man und die Gurke in the night comes for us sehen von daher ist alles wie immer höchst subjektiv....

Also da hat Wong recht. Wer Message Man als besseren Knaller bezeichnen würde, hat von diesem Genre soviel Schimmer wie der Hund vom Auto

24.02.2020 07:55 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 18
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23.02.2020 20:02 Uhr schrieb TheMovieStarHervorragenes Review im ansprechenden Ghost Stil! 😀Wertungsmäßig sind wir ja auch ungefähr gleich, solide Genrekost, nicht mehr, aber auch nicht weniger...

Wertungsgemäss bekäme er eine 3,aber danke das das Review dir zusagt

24.02.2020 16:28 Uhr - Underdog78
Du beschreibt ja die komplette handlung mach mal ne spoilerwarnung am anfangs.

24.02.2020 16:56 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 18
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24.02.2020 16:28 Uhr schrieb Underdog78Du beschreibt ja die komplette handlung mach mal ne spoilerwarnung am anfangs.


Sehe ich nicht so sonst hätte ich es getan

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