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hudeley
Level 7
XP 777
Eintrag: 23.02.2020

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Das Haus der fleischlüsternen Mannequins

(Originaltitel: House of Flesh Mannequins)
Herstellungsland:USA (2009)
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Sebastian wurde als Junge brutal missbraucht und leidet auch als Erwachsener noch darunter. Was ihm sein Vater antat, dokumentierte er auf Film, da er davon besessen war, das Leben seines Sohnes so vollständig wie möglich zu filmen. Auch daher stammt wohl Sebastians Faszination für Kameras, auch wenn er nun dahinter und nicht mehr davor steht. Verkorkst wie er ist, arbeitet er als Kameramann für einen Kinderpornographen. Zugleich besitzt er ein Mietshaus, dessen neueste Bewohnerin Sarah sich für seine andere "Arbeit" interessiert. Was folgt, ist eine seltsame Beziehung, die in ihrer Konsequenz immer brutaler wird.
eine kritik von hudeley:
House Of Flesh Mannequins
 
Über den Namen Domiziano Christopharo bin ich das erste Mal im Jahre 2017 gestolpert. Nicht nur seine Beteiligung am vierten Teil der American Guinea Pig Serie erregte meine Aufmerksamkeit, sondern auch die äußerst brutalen Cover zu seinem damals neu angekündigten Film Xpiation sprangen mir direkt ins Auge. Ein schneller Blick in die imdb zeigte mir, dass er innerhalb von 10 Jahren knapp 30 Filme gedreht hat und diese sich alle im extremen Filmsektor bewegen. Obwohl mir einige Titel wie der hier besprochene oder Doll Syndrome durchaus geläufig waren und ich Red Krokodil sowie seinen Beitrag zu POE - Project Of Evil zuhause hatte, war mir sein Name bis dato nicht geläufig. So erging es wohl nicht nur mir und siehe da: Seit knapp einem Jahr, kommt man als Fan abseitig brutaler Filmkunst nicht an dem volltätowierten Italiener vorbei. Manche Kritiker beschreiben in gar als italienischen Marian Dora. Dank seines eigenen Labels Tetro Video kommen nun (neben anderen Veröffentlichungen teils wirklich seltener Schocker) einige seiner Filme ans Tageslicht, sodass man sich das Suchen nach vergriffenen Releases aus den Staaten von Wild Eye Releasing und Konsorten sparen kann.
 
Christopharos Filme sind nicht nur hundsbrutal sondern meist auch mit pornographischen Elementen versehen und dank hochgedrehter, an Gialli erinnernde Farbfilter und einer teils sehr eigenwilligen Inszenierung optisch eher im Arthouse Kino anzusiedeln. Wieso ich optisch sage? Nur, weil in seinen Filmen teils kein Ton gesprochen wird und sie eine extreme Farbgestaltung aufweisen, sind dargestellte Foltereskapaden nicht zwangsweise ein Fall fürs Nachtprogramm von arte. Wäre man böse, könnte man von style over substance sprechen, denn meist verlieren sich seine Filme in recht trögen Darstellungen von Foltereien, die meist wirkungslos an mir vorbeilaufen. Das könnte an meiner Abgestumpfheit in Bezug auf filmische Gewalt liegen, oder Christopharos teils aufgeblasener Inszenierung geschuldet sein. Meist ohne große Schauplatzwechsel, scheint dieser sich nämlich eher damit zu begnügen, dass irgendeiner der Schauspieler sein Genital ins Bild blitzen lässt und dann erstmal ordentlich gefoltert wird. Für verwerflich halte ich das nicht, aber gut oder unterhaltsam muss ich es auch nicht finden. Eine ähnliche Aussage kann ich auch über die von ihm produzierten Filme Torment, den ersten Eintrag in der von Unearthed Films extra für ihn gegründeten Too Extreme For Mainstream Reihe, sowie den von ihm geschriebenen und von dem ehemaligen Aktmodel Sarah Poison Rouge inszenierten American Guinea Pig - Sacrifice sagen, die sich allesamt wie ein Christopharo Film anfühlen und anschauen. 
 
Laut Labelinfo und der ofdb ist Das Haus Der Fleischlüsternen Mannequins - so der deutsche Titel - die ungeschnittene Fassung. Dies glaubten wohl auch die Filmfans weltweit, die aufgrund Ermangelung einer Alternative eifrig den Film aus Deutschland importieren. Christopharo, verwundert von den teils vernichtenden Kritiken die sein Debütfilm in den Jahren nach seinen positiv aufgenommen Festivalaufführungen erhielt, legte sich die DVD selbst zu um festzustellen, dass der Film in Grund und Boden geschnitten war. Wie immer beraubt eine gekürzte Fassung dem Ursprungswerk nicht nur die Wirkung, sondern schlimmstenfalls auch den Sinn. Grob gesetzte Schnitte sorgen für Verwirrung beim Zuschauer und fallen bei Unwissenden eher zu Lasten der Macher als des Verleihers. Ein weiterer Grund, weswegen mir nachträgliche Bearbeitungen deutscher Labels zwar im Grunde egal sind, ich sie aber ohne deutliche Kenntlichmachung auf dem Frontcover als einen Fall für den Verbraucherschutz sehe, da offensichtlich im Namen aller Beteiligten sowie meist im Originaltitel ein Produkt beworben wird, welches dem "internationalen Standard" in keinster Weise gerecht wird. Da in diesem Fall aber sogar die amerikanische DVD wohl nicht die wirklich ungeschnitte Fassung enthielt, war das hauseigene Label Tetro Video hier wirklich hilfreich und liefert endlich den Film in der vom Regisseur angedachten Fassung ab.
 
Und diese hat es in sich. So belanglos ich Christopharos spätere Arbeiten auch meistens fand, so faszinierend war sein Erstlingswerk. Die grundlegende Story um den Fotografen und Filmemacher Sebastian, der sich rund um die Uhr seinen teils widerwärtigen Filmergüssen widmet und gedanklich Ausflüchte in eine Welt unternimmt, die all seine perversen Neigungen für ihn bereithält, ehe seine Mieterin Interesse an ihm und seiner Arbeit findet, sollte man so kurz und bündig wie nur irgendmöglich stehen lassen. Zum einen, weil House Of The Flesh Mannequins, so ebenfalls der Titel von Sebastians mentalen Refugiums, am besten ohne Vorkenntnis gesehen werden sollte, zum anderen weil der Film viel eher aus seiner Machart seinen Reiz und Wirkung zieht. Auch wenn meine Aussage in Relation gesetzt werden sollte, hat der Film deutliche Lynch Anleihen. Es wäre, als müsste man den Inhalt von Twin Peaks zusammenfassen - man kann es nur sehr schwer. Und man braucht es auch nicht, da diese Art des Filmemachens sich deutlich von regulären Bewegtbilderfahrungen unterscheidet. 
 
House Of The Flesh Mannequins saugt den Zuschauer direkt ein und schaut sich wie ein kruder Traum. Teils schön, teils verstörend zieht dieser nur schwer zu beschreibende, aber trotz allem verständlich inszenierte Geheimtipp in seinen Bann. Man hat bestenfalls Mühe, zwischen Traum, Einbildung und Realität zu unterscheiden, aber man kann sich ebenso einfach der größtenteils wirklich ruhigen und grotesken Atmosphäre hingeben, da man alsbald erkennt, dass der komplette Film sich selbst als das perverse Refugium für den Zuschauer versteht, wie es innerhalb dessen für den Protagonisten dargestellt wird. So kann man sich an einigen Momenten als ertappt betrachten und man fühlt sich gezwungen, seine eigenen Grenzen zu ziehen. Denn das im Film Dargestellte übersteigt oftmals diverse moralische Stopschilder.
Christopharos Film ist keineswegs nur ein weiterer Tabubrecher um des reinen Schocks willen, sondern ein den Zuschauer vereinnahmendes Kunstwerk. Ein transgressives Werk, wie es sich andere Regisseure aus dem Underground Sektor wünschten zu drehen. Müsste ich dessen meterdicke Atmosphäre beschreiben, so fällt neben David Lynch wohl auch der Name Dario Argento. Die Farbgebung ist deutlich an italienische Gialli angelehnt und erinnert oftmals an Suspiria, abgeschmeckt mit der unwirklichen, psychedelischen Stimmung von Andreas Marschalls Alraune aus der Anthologie German Angst oder der Flashback Einstellung aus A Serbian Film, in welcher Milos unter Steroide gesetzt wurde. Die ruhige und künstlerische Kameraführung von House Of Flesh Mannequins tragen viel dazu bei, genauso wie die Darsteller der Protagonisten Sebastian und Sarah den Charakteren Tiefe verleihen. So wenig man sich mit den Figuren im Film identifizieren kann und will, so vereinnahmend ist teilweise deren Präsenz. Der als Kind misshandelte und offensichtlich schwer gestörte Sebastian gibt immer mehr Einblicke in seine Abgründe, denen man teilweise gar nicht mehr folgen will, während Schauspielerin Irena Violette als Femme Fatale Sarah alle Blick auf sich zieht. So schockverliebt in eine Figur aus einem Film war ich wirklich noch nie. 
 
Im Gegensatz zu sonst möchte ich hier wirklich die Details der Grausamkeiten auslassen. Nicht aus Gründen des guten Geschmacks, sondern weil es dem Film nicht gerecht werden würde. Es wäre, als würde man Martyrs auf fünfzig Ohrfeigen und Nägel aus dem Kopf Ziehen reduzieren. Trotzdem sei erwähnt, dass House Of Flesh Mannequins sich extrem im Fetisch Bereich wälzt. Es gibt nicht nur pornographische Sequenzen, sondern auch deutliche Anspielungen auf Kindesmissbrauch, überkrasse Fakesnuff-Sequenzen die man in dieser Härte nicht oft sieht, sowie Sado-Maso Foltereien wie die bekannte Bohrerszene, die nicht gestellt war. Besagte Szene war in der kompletten Drastik wohl auch in der amerikanischen Fassung nicht zu sehen, was wenig verwundert, da hier Erinnerungen an japanische Torture Bondage Streifen, die meist nur unter den Katalognummern wie beispielsweise GSKD-00X gehandelt werden, aufkommen. So beinhaltet dieser Film das, was ich gerne den Cannibal Holocaust Kniff nenne: zwischen all der fiktiven und drastisch dargestellten Gewalt, finden sich immer wieder Aufnahmen von kleinen, echten Gewalteinlagen und inszenierten "Snuffeinstellungen". Diese werden so bunt gemischt, dass der Zuschauer ab einem gewissen Zeitpunkt unterbewusst nichts mehr auseinanderhalten kann und die Wirkung dieser Szenen ins Unermessliche schießt.
 
Ob man in alldem eine Gesellschaftskritik über den Umgang der Medien mit Gewalt oder das unter den Tisch Kehren von Kindsheitstraumata entdecken kann, wie es einige Kritiker schreiben, möchte ich milde anzweifeln. Obgleich ich die grundlegenden Ansätze dafür nachvollziehen kann, müsste der Film einer weiteren Sichtung unterzogen werden, die ich erstmal ablehnen muss. Für mich wälzt sich House Of Flesh Mannequins durchs Unterbewusstsein eines psychisch kaputten und vereinsamten Menschen und zeigt bestenfalls auf, dass eine Kompensation dessen durch den Konsum von filmischer Gewalt oder dem Ausleben sexueller Perversion einen Teufelskreis lostritt. Ob man das jetzt als Warnung hinnimmt oder es als tiefenpsychologische Charakterstudie ansieht, liegt im Auge des Betrachters. Vielleicht war es auch das einzige Mal, dass Regisseur Domiziano Christopharo mich täuschen konnte und ich ihm hier keine prätentiöse Inszenierung unterstellen kann. Die Tatsache, dass er an die Qualität dieses Films in seinen 28 darauffolgenden Regieversuchen kein weiteres Mal mehr anknüpfte, spricht unter Umständen Bände.
 
Und trotzdem bleibt zwischen all den farblich gesättigten Einstellungen, der intensiven Gewaltakte, tollen Setdesigns und der zum Schneiden dicken Stimmung ein Film zurück, der ab der ersten Minute in seinen Bann zieht. Nicht jedem wird er gefallen und nicht jeder wird die surreale Szenerie durchsteigen. Doch um den Film zu mögen, muss man sich auf ihn einlassen, ihn wie einen aufkommenden Traum über sich ergehen lassen. Je weniger man vorher weiß, desto besser - obgleich man sich darauf einstellen sollte, hier ein paar Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Was ihn der Höchstpunktzahl beraubt, ist der Tatsache geschuldet, dass ich Filme immer in ihrem Genre werte, sowie sie der Konkurrenz gegenüberstelle. In diesem Fall bewegt man sich leider in einem Bereich, in welchem sich Obergranaten wie Martyrs oder Melancholie Der Engel befinden. Im Gegensatz zu den beiden, fehlt House Of The Flesh Mannequins ein finaler Kniff - eine Erkenntnis. Etwas, das dem Zuschauer auch lange nach dem Abspann, außerhalb des direkt Dargestellten zu denken geben wird. Wem ich das Alles jetzt empfehlen würde? Niemandem. Ein solcher Film ist nur dann gut, wenn er zum richtigen Zeitpunkt entdeckt und angeschaut wird. Je nach Tagesform oder Erwartungshaltung können solche filmischen Grenzgänger ganz übel enttäuschen oder nur blank anwidern. Die Durchschnittswertungen in Filmdatenbanken sprechen hier Bände.
 
9/10
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Kommentare

23.02.2020 18:04 Uhr - dicker Hund
2x
User-Level von dicker Hund 14
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.430
Abgründiger Tipp. Werde ich mir merken.

24.02.2020 20:37 Uhr - Brti
Finde ich gut. Manchmal will man einfach nur sehen wie sich Menschen missbrauchen, foltern und umbribgen.

25.02.2020 08:29 Uhr - Max Bailey
2x
Wirklich tolle und differenzierte Kritik. Ich glaube zwar nicht, dass der Film etwas für mich ist. Dennoch bin ich dann Deiner Kritik sehr neugierig geworden. Ich freue mich zukünftig noch mehr von Dir zu lesen. Danke dafür.

25.02.2020 18:10 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.036
Eine sehr breit gefächerte, schön verfasste, interessante Vorstellung!

25.02.2020 19:13 Uhr - hudeley
2x
User-Level von hudeley 7
Erfahrungspunkte von hudeley 777
Danke Euch allen!

@brti:
Sollte Dein Kommentar sarkastisch gemeint sein, hast Du Dein Ziel erreicht. Falls nicht, ist er ziemlicher Mist.

26.02.2020 15:47 Uhr - Brti
Beides ? Ich weiß es nicht genau. Warum schaut man solche Filme wenn nicht wegen der dargestellten Gewalt ?
Mich würde im übrigen wirklich eine Antwort interessieren. Ich würde (würde weil ich nicht weiß wie ich mir solche Filme als vod beschaffen kann) nur unter der Prämisse schauen was möglichst krasses zu sehen. Hast du einen anderen Grund? Die schauspielerische klasse oder die Tiefgründigkeit der Handlung werden es ja bei solchen Filmen nicht sein oder ? Da gehts doch nur um das ausloten von Grenzen oder ? Die möglichst krasse Darstellung wie sich Menschen töten oder totgefoltert werden.

27.02.2020 15:50 Uhr - Brti
25.02.2020 19:13 Uhr schrieb hudeley
Danke Euch allen!

@brti:
Sollte Dein Kommentar sarkastisch gemeint sein, hast Du Dein Ziel erreicht. Falls nicht, ist er ziemlicher Mist.


Aus versehen deinen Kommentar gemeldet.

Was sagst du denn jetzt zu meiner Frage ? Deine habe ich ja beantwortet

28.02.2020 21:58 Uhr - hudeley
1x
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Erfahrungspunkte von hudeley 777
@Brti

Da ich nicht täglich online bin, musstest Du zwei Tage auf meine Antwort warten ;)

Gut, Dein Statement gibt Deinem Kommentar von weiter oben zumindest etwas Kontext. So, wie er ursprünglich dastand, empfand ich ihn als eine blanke Unterstellung.
Deine Gründe die Du aufgezählt hast, sich solche Filme anzuschauen, sind mit meinen nahezu deckungsgleich. Der wichtigste ist jedoch für mich, dass für mich das Sammeln physischer Medien damit begonnen hat, dass ich alle §131 StGB Filme besitzen wollte seit ich wusste, dass es in Deutschland "verbotene" Filme gibt. Somit hat sich bei mir eine Präferenz auf das Sammeln extreme Filme ausgebildet und da ich nicht nur eine DVD besitzen, sondern natürlich auch anschauen will, "muss" ich mich des Öfteren durch Gewaltkram kämpfen, den ich auf meinen wirklichen Geschmack bezogen teilweise gar nicht sehen will. Natürlich ist das "Müssen" hier relativ zu verstehen.
Im Grunde möchte ich bloß geschockt werden. Schafft ein Film das, vergebe ich auch gerne die Höchstpunktzahl. Dass das nicht zwingend mit objektiv filmischer Qualität einhergeht, kann man dann meinen Kritiken entnehmen. Aber ich behaupte, dass ich nur dem Erlebnis meiner ersten Horrorfilme hinterherjage. Den "aha-Effekt", wie ich damals im Kindesalter nach meinen ersten gesehenen, brutalen Filmszenen hatte, erlebe ich wohl so nie wieder. Ich erinnere mich gerne daran zurück, wie wir an einer Halloween Party dutzendfach die Anfangssequenz von "Haunted Hill" zurückgespult haben weil wir nicht fassen konnten, was man da zu sehen bekam. Oder wie das ganze Matrazenlager in der Skifreizeit würgend und teilweise auch kotzend auf einem winzig kleinen tragbaren DVD Player die Hirn-OP aus Saw 3 über sich ergehen ließ. Das waren Momente an die ich mich gerne zurückerinnere und manchmal schaffen es Filme, dass es mir geht wie damals.

Zur VOD Sache: Ich kenne mich mit Streaming null aus, da ich nur physische Medien schaue. Ich weiß lediglich, dass das Label Blacklava letzte Woche einen Streaming Service eröffnet haben. Unearthed Films müsste auch einen haben. Diese Labels sind ein guter Einstieg in den extremen Sektor, obgleich es da draußen auf kuriosen VHS Kassetten noch soviel mehr zu entdecken gibt.

29.02.2020 00:31 Uhr - Brti
Danke für deine ausführliche antwort

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