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Geschichten aus der Gruft

Originaltitel: Tales from the Crypt

Herstellungsland:USA (1989)
Genre:Horror, Fantasy, Komödie, Splatter,
Thriller
Alternativtitel:Im Horrorkabinett
Masters of Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,13 (45 Stimmen) Details
inhalt:
Der Gruftwächter erzählt jede Woche eine neue Geschichte des Makaberen in denen jeder das bekommt was er verdient. Egal ob Zombies, Werwölfe oder Vampire, das ganze Horrorspektrum der EC-Comics-Reihe von William M. Gaines wird auch in der Serienumsetzung auf die bekannt morbide Weise erzählt. Unterstützt wird der Knochenkopf dabei von Hollywoodgrößen wie Arnold Schwareznegger, Tom Hanks, Michael J. Fox oder Whoppie Goldberg über 7 Staffeln hinweg.
eine kritik von horace pinker:

Tales from the Crypt (hierzulande besser als Geschichten aus der Gruft bekannt) dürfte wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Horrorserien sein. Basierend auf den EC Horror Comics brachte es die Serie von 1989 bis 1996 auf insgesamt 7 Staffeln. Warum sich die Serie auch heute noch für Horrorfans lohnt will ich im Folgenden versuchen zu klären.

Bei Tales from the Crypt handelt es sich um eine Anthologieserie, soll heißen dass keine Folgenübergreifende Geschichte erzählt wird.  Stattdessen fungiert der Crypt Keeper, der die etwa dreißig Minuten langen Geschichten je mit einem Prolog und einem Epilog umrahmt das verbindende Element. Neben einigen coolen Gastauftritten verleiht dabei vor allem Voice Actor John Kassir (Reefer Madness, Pete’s Dragon) mit der perfekten Mischung aus (schwarzem) Humor und Boshaftigkeit den nötigen Charme. Auch wenn viele Episoden eine ähnliche Grundstruktur innehaben (Protagonist handelt moralisch fragwürdig und wird am Ende dafür bestraft) ist für Abwechslung gesorgt. Natürlich gibt es auch einige altbekannte und populäre Horrormotive wie Vampire, Werwölfe oder Zombies die in mehreren Episoden eine Rolle spielen, dies wird aber durch viele kreative Ideen und überraschende Wendungen ausgeglichen. Dabei wird meist auch eine gute Mischung aus Grusel und Komik verbindet. Sehr cool ist auch, dass sich dabei auch nicht ausschließlich auf Horror beschränkt wird sondern einige Episoden etwa auf sehr gelungene Weise Elemente des Western, Kriegsfilms, Martial Art Films oder Krimis aufgreifen. Auch visuell ist das Ganze abwechslungsreich und professionell gestaltet, so werden etwa schon mal Found Footage Anleihen, POV-Einstellungen, schwarz-weiß Aufnahmen oder sogar eine Zeichentrickfolge mit eingebaut. Nicht vergessen werden sollte die ansehnliche Effektarbeit. Dabei geht es mit Blick auf die Entstehungszeit oftmals überraschend blutig zu und auch die Grenzen zum Onscreen Splatter (etwa Enthauptungen, abgetrennte Gliedmaßen, Gedärme) werden oftmals überschritten. Dank der komplett handgemachten Effekte wirkt das meiste auch heute noch recht überzeugend. Diese dienen aber immer der Geschichte, so dass einige Folgen auch beinahe komplett ohne Blutvergießen auskommen oder sich mehr auf den psychologischen Terror konzentrieren. Natürlich gibt es hier und da Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Folgen, in meinen Augen fällt allerdings keine Episode wirklich schlecht aus.

Ein weiterer Punkt der dazu führt, dass Tales from the Crypt auch heute noch relevant bleibt ist, dass sehr viel Talent sowohl vor als auch hinter der Kamera involviert war. Für die Regie zeichneten sich etwa Genregrößen wie Tobe Hooper (Texas Chainsaw Massacre), William Friedkin (The Exorcist), Tom Holland (Child’s Play) oder Mary Lambert (Pet Semetary). Zusätzlich versuchten sich hier auch bekannte Darsteller wie Arnold Schwarzenegger (Terminator), Tom Hanks (The Green Mile) oder Michael J. Fox (Back to the Future) erfolgreich auf der anderen Seite der Kamera. Wenn wir gerade schon bei den Mimen sind, lässt sich sagen, dass hier im Laufe der Staffeln eine Vielzahl bekannter Akteure und Hollywoodstars Rollen übernimmt. Neben Gastauftritten der drei oben genannten Herren geben sich etwa Brad Pitt (Inglorious Bastards), Timothy Dalton (Licence to kill) und Tim Roth (Reservoir Dogs), Patricia Arquette (Nightmare on Elm Street 3), Daniel Craig (Casino Royale) oder Malcolm McDowell (Rob Zombies Halloween) die Ehre.  Mein persönliches Highlight war übrigens Lance Henriksen (Aliens) der mich sowohl als sturer Glücksspieler sowie als zu allem entschlossener Soldat auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Tales from the Crypt bekam es in Deutschland mit der Zensur zu tun, so wurde nicht nur viele Folgen der Staffeln 1 bis 5 teils stark gekürzt, sondern es wurde sogar ein VHS Release 1990 indiziert. Die Rehabilitierung der Serie erfolgte dann 2012.

Tales from the Crypt ist auch heute noch eine sehr unterhaltsame Angelegenheit und ist dank der perfekten Mischung aus gutem Schauspiel, interessanten und abwechslungsreichen Geschichten, teils ordentlich blutigen Effekten, einer hochwertigen Inszenierung sowie nicht zuletzt dem ikonischen Crypt Keeper auch heute noch einen Blick wert. Dafür vergebe ich 9/10 Gräbern.

 

Zusatzinfos: Dank dem Erfolg der Serie erschienen zusätzlich drei Spielfilm Auskopplungen sowie eine Zeichentrickvariante die es auf 3 Staffeln brachte.

Trotz des Titels basiert die Serie nicht ausschließlich auf der gleichnamigen Comicreihe sondern greift auch Geschichten aus anderen EC Comic Publikationen auf.  

9/10
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Kommentare

10.03.2020 07:53 Uhr - TheMovieStar
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Ein gewohnt informativ und sprachlich ansprechend gestaltetes Review, Pinker. Tales from the crypt errinnert mich immer an den ein paar Jahre zu vor erschienenen Creepshow, der zu einem meiner Lieblingsfilme der damaligen Zeit zählte.
Tales from the Crypt habe ich mal ein paar Episoden gesehen, ist aber schon ewig her.

Danke für die gelungene Erinnerung.

10.03.2020 09:45 Uhr - Horace Pinker
1x
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10.03.2020 07:53 Uhr schrieb TheMovieStar
Ein gewohnt informativ und sprachlich ansprechend gestaltetes Review, Pinker. Tales from the crypt errinnert mich immer an den ein paar Jahre zu vor erschienenen Creepshow, der zu einem meiner Lieblingsfilme der damaligen Zeit zählte.
Tales from the Crypt habe ich mal ein paar Episoden gesehen, ist aber schon ewig her.

Danke für die gelungene Erinnerung.

Vielen Dank TheMovieStar freut mich das mein Review dir gefallen hat. Creepshow mag ich übrigens auch sehr gern, kann auch mit Horroranthologien allgemein oft was anfangen. Falls du Lust hast die Serie mal komplett nachzuholen, es gibt eine Blu-Ray Komplettbox (leider ohne Extras, dafür ist der Preis mit 60 Euro für die gesamte Serie uncut recht ok).

10.03.2020 10:03 Uhr - TheMovieStar
2x
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oh Danke für den Tip Herr Pinker :-) Wandert bestimmt bald auf meine Einkaufsliste :-)

10.03.2020 14:14 Uhr - cecil b
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Eine mehr als vorzeigbare Vorstellung, wunderbar zusammengefasst!

10.03.2020 17:17 Uhr - Horace Pinker
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10.03.2020 14:14 Uhr schrieb cecil b
Eine mehr als vorzeigbare Vorstellung, wunderbar zusammengefasst!

Auch dir vielen Dank Cecil! Bist du eigentlich auch ein Fan der Geschichten aus der Gruft?

11.03.2020 11:06 Uhr - cecil b
1x
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Zum Teil. Ich kenne nur wenige Folgen. 24 Stunden sind zu wenig. ;)

14.03.2020 14:33 Uhr - CheesyAK47
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Vielen Dank fürs erinnern. Da Amazon alle Staffeln für Prime Kunden kostenlos anbietet habe ich direkt ein paar Folgen geguckt. Top

15.03.2020 14:38 Uhr - Horace Pinker
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14.03.2020 14:33 Uhr schrieb CheesyAK47
Vielen Dank fürs erinnern. Da Amazon alle Staffeln für Prime Kunden kostenlos anbietet habe ich direkt ein paar Folgen geguckt. Top

Auch dir vielen Dank CheesyAK47, freut mich das ich dich zu einem Tales from the Crypt Rewatch motivieren konnte.

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