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Bad Boys for Life

Herstellungsland:USA, Mexiko (2020)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Komödie, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Bad Boys 3
Bad Boys III
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,51 (21 Stimmen) Details
inhalt:
Draufgänger Mike Lowrey (Will Smith) und sein Partner Marcus Burnett (Martin Lawrence) stehen immer noch im Dienst der Polizei und treiben Captain Howard nach wie vor zur Weißglut. Während Einzelgänger Mike immer noch mit seinem Job verheiratet ist, wird Familienmensch Marcus zunehmend klar, dass er seine zweite Lebenshälfte lieber im Kreise seiner Liebsten verbringen will. Nachdem Mike eines Tages allerdings Ziel eines Attentats wird, überschlagen sich die Ereignisse, sodass den beiden nichts anderes übrig bleibt, als Jagd auf dessen Angreifer (Jacob Scipio) zu machen, der ein dunkles Geheimnis birgt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                 BAD BOYS FOR LIFE

Jerry Bruckheimer und Don Simpson bildeten eines der erfolgreichsten Produzenten-Duos der Achtzigerjahre und haben Blockbuster wie Flashdance (1983), Beverly Hills Cop (1984) und Top Gun (1986) in ihrer Vita. Nachdem die Karriere der beiden durch den Tom Cruise-Flop Tage Des Donners (1991) ins Straucheln geraten war, feierte das Gespann mit dem Action/Buddy-Movie Bad Boys – Harte Jungs (1995) mit Will Smith (Independence Day, 1996) und Martin Lawrence (House Party, 1990) in den Hauptrollen ein fulminantes Comeback. Acht Jahre später – Simpson war mittlerweile verstorben – folgte mit Bad Boys II, die wie das Original von Michael Bay (The Rock – Entscheidung Auf Alcatraz, 1996) inszeniert wurde, eine  erfolgreiche Fortsetzung. Trotz dieser Erfolgsstory sah es lange Zeit so aus, als wäre es das mit den harten Jungs gewesen.

Sage und schreibe 17 (!) Jahre mussten vergehen, bis Will Smith und Martin Lawrence mit dem dritten, Bad Boys For Life betitelten Teil der Buddy-Movie-Reihe in die Kinos kamen. Die Regie des 90 Millionen Dollar teuren Films übernahm diesmal allerdings nicht Michael Bay, sondern das belgische Regie-Duo Adil El Arbi und Bilall Fallah (Black, 2015). In dieser verspäteten Fortsetzungen sind aber nicht nur Will Smith und Martin Lawrence zu sehen - auch Joe Pantoliano (The Brawler, 2018), Theresa Randle (Spawn, 1997), Bianca Bethune (The Passenger, 2020) und Dennis Greene (Alpha And Omega 3: The Great Wolf Games, 2014) nahmen ihre Rollen aus den vorigen Filmen wieder auf. Aber Bad Boys For Life weist auch eine Reihe von Neuzugängen auf: So kamen mit Vanessa Hudgens (The Knight Before Christmas, 2019), Alexander Ludwig (Vikings Season 2-6, seit 2013), Charles Melton (The Sun Is Also A Star, 2019), Paoloa Nunez (Dariela Los Martes, 2014), Jacob Scipio (Bob The Builder, 2015) und Kate del Castillo (The 33, 2015) neue Gesichter an Bord. Und wenn er schon nicht Regie führen konnte, so übernahm Michael Bay zumindest ein Cameo in Bad Boys For Life, der in Georgia und Florida gedreht wurde.

Wie es sich für die heutige, besonders im Internet mittlerweile leider alltägliche Empörungskultur gehört, lösten die Bad Boys For Life-Trailer nicht nur Begeisterung aus – bei vielen Filmfans schrillten die Alarmglocken. So wurde das „Aufpeppen“ des Films durch „vermeintlich angesagte moderne Jungstars“ angeprangert, so als hätten junge Schauspieler kein Recht, Rollen in etablierten Franchises anzunehmen. Aber die Angst vor einem weiteren The Expendables 3 (2014) schien gewaltig zu sein. Außerdem zerrissen sich zahlreiche Tastaturhelden das Maul über Martin Lawrences Gewicht – so als würden sämtliche dieser Kommentatoren nur aus Asketen und Hochleistungssportlern bestehen. Und dass Michael Bay den Film nicht gedreht hat, sei der ultimative Beweis dafür, dass es sich bei Bad Boys For Life nur um einen absoluten Rohrkrepierer handeln könne, zumal die beiden Regisseure des Films eh nichts drauf haben. Nun, diesen Internet-“Helden“, die prophezeiten, dass der Film keine neuen Kinogänger gewinnen werde und die alten Fans sich – genervt von den Jungdarstellern – angewidert von Bad Boys For Life abwenden würden, lagen (zumindest was den Erfolg des Films angeht) falsch: Bisher hat Bad Boys For Life 419 Millionen Dollar eingespielt. Aber was sagt das Einspielergebnis über die Qualität des Films aus?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Handlung. Das Cop-Duo Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) ist in die Jahre gekommen – so ist Marcus gerade Großvater geworden. Kurz darauf wird Lowrey von einem unbekannten Schützen niedergeschossen. Während Lowrey auf Rache sinnt, verabschiedet sich Burnett in den Ruhestand. Da Lowrey nicht direkt Rache an dem Täter nehmen kann, lässt er sich der Spezialeinheit zuteilen, die die Ermittlungen übernommen hat. Das Problem: Die Teammitglieder haben nicht nur noch Eierschalen hinter den Ohren, sondern werden zudem von Mikes Ex-Freundin Rita (Paola Nunez) angeführt …

Ein Erfolg an den Kinokassen mag zwar kein zuverlässiger Gradmesser für filmische Qualität sein, aber im Fall von Bad Boys For Life handelt es sich um ein mit viel Hingabe gemachtes Sequel, das die Stärken der ersten beiden Teile weitgehend bestätigt, aber auch neue Facetten aufweist.

Will Smith alias Mike Lowrey und Martin Lawrence alias Marcus Burnett sind die Hauptfiguren des Films. Punkt! Alle Pessimisten, die im Vorfeld behaupteten, dass Smith und Lawrence lediglich Nebenrollen spielen würden, um dem Nachwuchs eine Chance (und zu viel Screentime) zu bieten, lagen falsch. Die beiden sind zwar teilweise voneinander getrennt und tauchen eine Zeitlang nicht gemeinsam in jeder Szene auf. Trotzdem sind sie ein Team. Und die beiden sind hervorragend. Die Chemie zwischen Smith und Lawrence stimmt immer noch und was sich die beiden an witzigen Wortgefechten leisten, ist äußerst unterhaltsam, auch wenn nicht jeder Spruch sitzen mag. Außerdem ist es für den Fan ein schönes Gefühl, alte Bekannte wie Joe Pantoliano als Captain Howard oder Theresa Randle als Theresa Burnett wiederzusehen. Es ist, als wären die Bad Boys nie weg gewesen.

Trotzdem hat man die 17 Jahre, die seit dem zweiten Teil vergangen sind, berücksichtigt. Bei all seinem Unterhaltungswert weist der Film auch einige nachdenkliche Untertöne auf, die sich z.B. mit dem Fortschreiten des Alters und der Frage, was man mit dem Rest seines Lebens anfangen soll, drehen. Die Idee, den Bad Boys ein jüngeres Team vor die Nase zu setzen, mag da zwar nicht gerade originell sein und sicher hätten nicht wenige lieber einen reinen Lowrey/Burnett-Film gesehen, aber trotzdem ist die Idee der Hinzugabe einer neuen, jüngeren Polizeitruppe, die sich bei ihrer Arbeit modernster Technik bedient, recht gelungen. So bleibt z.B. genug Zeit für Frotzeleien zwischen Will Smith und Charles Melton und Skepsis gegenüber zögerlichen Vorgehensweisen, die einem „Old School“-Bullen niemals passieren würden. Zwei Figuren ragen dabei aus der Gruppe der Neuzugänge hervor: Paola Nunez und Alexander Ludwig. Nunez spielt gleichzeitig die Rolle von Mike Lowreys (Ex-)Freundin und die der Leiterin der neuen Spezialeinheit AMMO. Dabei ist sie nicht nur ausnehmend hübsch, sondern spielt dabei – Hardliner, die sich danach sehnen, dass die Freundinnen der männlichen Helden endlich wieder in ihre "angestammten Rollen" (z.B. als Krankenschwestern) zurückkehren, wird’s ärgern – noch überzeugend eine selbstbewusste Teamleiterin. Ludwig, ein Kerl wie ein Wandschrank, spielt dagegen – durchaus eine Genre-Konvention brechend – nicht den kampfeslustigen, schießwütigen Cop an vorderster Front, sondern den Technik-Experten. Auch dadurch bleibt Bad Boys For Life interessant.

Auf der Gegenseite stehen Jacob Scipio und Kate del Castillo. Vor Castillo sollte man – nach ihrer blutigen Flucht und angesichts ihres Rachedursts – schon Respekt, bzw. Angst haben. Sie ist definitiv eine würdige Schurkin, auch wenn sie häufig nur damit beschäftigt ist, ihren (Film-)Sohn Armando Aretos/Scipio zu dirigieren. Dieser gibt ebenfalls eine solide Vorstellung, allerdings ist die Motivation der beiden (und hier haben wir einen Knackpunkt im Film) etwas weit hergeholt. Die Verbindung zwischen den beiden und Mike Lowrey dürfte dem einen oder anderen Zuschauer doch etwas zu gekünstelt vorkommen, was man durchaus so sehen kann – dem Unterhaltungswert des Films tut dies jedoch so gut wie keinen Abbruch.

Aber wie sieht es mit den Actionszenen aus? Gerade Bad Boys II zeichnete sich durch eine Spur der Verwüstung aus, die sich durch die über 140minütige Spieldauer des Films zog und bis zum Finale immer breiter wurde. Nun, auch hier dürfte nicht jeder zufrieden sein. Neue Maßstäbe setzt der Film nicht. Auch die wilde, hektische Raserei eines Bad Boys II wird nicht erreicht und erst recht nicht übertroffen. Aber das ist kein Manko. Nicht jeder Actionfilm kann das Genre neu definieren, bzw. dem Zuschauer etwas vorsetzen, was es vorher noch nie gegeben hat. Es ist – zumindest aus meiner Sicht – begrüßenswert, dass die Regisseure Arbi und Fallah, was Schnitte und Kameragewackel angeht,  Bad Boys For Life etwas „entschleunigt“ haben. Soll heißen: die Actionszenen sind zwar etwas „überschaubarer“ inszeniert, aber deswegen alles andere als unspektakulär, sondern wuchtig und explosiv, wie es z.B. eine Verfolgungsjagd, bei der die Bad Boys zum Teil mit einem Motorrad unterwegs sind, und der Showdown belegen, bei dem sich leider ein paar mäßige CGI-Effekte eingeschlichen haben. Trotzdem sind die Actionszenen in Bad Boys For Life durchaus gelungen. Auch um den Härtegrad muss man sich keine Sorgen machen, auch wenn der dritte Teil der Bad Boys-Reihe eine Freigabe ab 16 Jahren trägt. Es gibt immer noch die eine oder andere Gewaltspitze, und ob der Filo die 16er-Freigabe anno 1995/2003 auch gekriegt hätte, ist sicherlich fraglich, auch wenn Bad Boys II der härteste Teil der Reihe bleibt.

Unterm Strich ist Bad Boys For Life ein gelungenes Kinocomeback: Sicherlich nicht frei von Fehlern, aber dennoch ein Streifen, der das Gros der angestrebten Klientel zufriedenstellen dürfte und der neben einigen Neuerungen noch genügend Fan-Service bietet. Ein vierter Teil in diesem Stil darf gerne kommen!

8/10
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Kommentare

14.08.2020 00:25 Uhr - ulver
3x
Ich lese deine Besprechungen sehr gerne. Auch die Bad Boys Reihe ist dir formidabel gelungen.

14.08.2020 00:43 Uhr - TheMovieStar
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Das nenne ich ja Zufall da schaue ich gerade Bad Boys 3 auf Blu-ray das erste Mal nach meinem Kinobesuch im Januar wieder an und was finde ich da gleich nachdem der Abspann zu Ende ist ein super geiles Review von unserem Punisher.... das nennt man dann wohl Gedankenübertragung 😊 wenn ich nicht schon nach meinem Kinobesuch ein Review geschrieben hätte würde ich jetzt auch eine Kritik schreiben so sage ich das mir der Film beim zweiten Mal sehen immer noch genauso gut gefällt wie im Kino, im Gegenteil einige Sachen was man beim ersten Mal sehen nicht so mit gekriegt hat sind mir jetzt aufgefallen z.b. das Marcus als quitter in Mike's Handy eingespeichert ist.... fand ich jetzt richtig witzig....


14.08.2020 01:32 Uhr - Punisher77
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@Ulver:
Vielen Dank für das Kompliment, das freut mich.

@TheMovieStar:
Auch Dir vielen Dank für Deinen netten Kommentar.
Ich habe "Bad Boys For Life" auch mehrmals gesehen - zuletzt, als ich mir auch die ersten beiden Teile für die Reviews noch einmal angesehen habe, und er gefällt mir immer noch. Das mit dem "Quitter" ist ein wirklich gelungener Gag.

14.08.2020 06:45 Uhr - beebop251
1x
Eine gelungene Besprechnung, der ich mich so anschließen würde. Fand den Film auch äußerst unterhaltsam. Ich hatte nur Probleme mit einigen CGI Effekten (z.Bsp. als Mike durch das Fenster springt und auf dem Dach den Bösewicht verfolgt). DIe waren für so einen Blockbuster teilweise enttäuschend, vorallem für eine Bruckheimer Produktion.

14.08.2020 09:14 Uhr - McGuinness
1x
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Deine Besprechung ist mal wieder tadellos 😉👍🏻 was jedoch den Film angeht, so muss ich mich leider doch zu der Fraktion zählen, welche ebenfalls die angeführten Kritikpunkte bemängeln... Während Will Smith auch nach all den Jahren noch tadellos bzw. so gut wie kaum gealtert aussieht, sehe ich Martin Lawrence hier klar in seiner Rolle aus " Big Mama's House ".
Dazu gesellt sich noch ein Team aus Neuzugängen, welchen meiner Meinung nach zu viel Beachtung geschenkt worden ist... Hier hätte ich mir den Fokus ganz klar auf Mike & Marcus gewünscht.
Auch die aus meiner Sicht wirklich doof konstruierte Geschichte um die Verbindung zwischen Mike und Isabel ärgerte mich enorm.

Was mir jedoch gut gefällt, ist die Beibehaltung der alten Rollenbesetzung , wie die eines Captain Howard, Theresa Burnett oder Reggie... Sehe ich immer besonders gerne, denn es gibt nichts schlimmeres, als einen vorherigen Part in einer Fortsetzung durch ein komplett neues Gesicht zu ersetzen.

Allgemein ist dies jedoch der enttäuschendste Teil und gerne auch Abschluß der Reihe für mich, da dieser einfach zu spät gekommen ist und nicht mehr die Klasse des Erstling und die " Over the Top - Action " des Nachfolgers besitzt und auch der Humor wollte bei mir einfach nicht mehr zünden.

Aus meinem Freundeskreis wird mir oft vorgeworfen, dass ich in den 80 - zigern und 90 - zigern hängen geblieben bin und vermutlich haben die Kumpels damit auch recht... Es gibt nicht allzu viele Filme, die heutzutage noch dasselbe Potenzial besitzen wie damals... Schade 😪

14.08.2020 21:35 Uhr - Punisher77
2x
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Vielen Dank, Leute!

@beebop:
Ja, das CGI war nicht immer das Gelbe vom Ei. Ich frage mich auch oft, warum so manches Multimillionendollar-Projekt mit grenzwertigen CGI-Effekten aufwartet. Geld ist doch vorhanden.

@McGuiness:
Den Vorwurf, den Du am Ende Deines Kommentars erwähnst, macht man mir gelegentlich auch ;-) und ich kann durchaus nachvollziehen, dass man "Bad Boys For Life" enttäuschend finden kann, wenn man - so wie wir beide, nehme ich an - mit den "Bad Boys" aufgewachsen sind und sie deshalb einen besonderen Platz in unserem Filmuniversum einnehmen. Da hat es ein - zumal extrem spätes - Sequel natürlich schwer. Die Welt hat sich in den 17 Jahren seit Teil 2 geändert, und das müssen (?) Filmemacher berücksichtigen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es Kritik gegeben hätte, wenn man die ersten beiden Teile "kopiert" hätte, so nach dem Moto "Was für ein lahmer, einfallsloser Aufguss...".

Ich für meinen Teil habe mir angewöhnt, Erwartungen möglichst beiseitezuschieben, bzw. runterzuschrauben. Jeder Künstler erreicht mal seinen Zenit. "Terminator 1 &2", bzw. "Rambo" werden nie wieder übertroffen werden können ... auch die Nachricht, dass James Cameron irgendwie an "Dark Fate" beteiligt war, hat in mir jetzt nicht die Hoffnung geweckt, dass die ersten beiden Teile übertroffen werden. So etwas geht einfach nicht. Mit "Last Blood" ging es mir ähnlich und ich glaube, aufgrund dieser Einstellung fand ich die Filme nicht so schlecht wie manch anderer. Es sollte auch klar sein, dass z.B. Iron Maiden - um ein Beispiel aus der Musik zu nennen - nie wieder ein Album vom Format eines "The Number Of The Beast" oder "Piece Of Mind" aufnehmen werden ... und dank dieses Bewusstseins kann ich z.B. "Book Of Souls" genießen.
Das soll jetzt nicht heißen, dass ich alles, was meine "alten Helden" heute fabrizieren, kritiklos gut finde, aber ich bin vielleicht etwas schwerer zu enttäuschen. Es soll aber niemandem das Recht abgesprochen werden, enttäuscht zu sein und das auch zu äußern. Und einiges an "Bad Boys For Life" sehe ich ja auch kritisch...ein 10/10-Kandidat ist der Film ja nun auch nicht.

14.08.2020 22:36 Uhr - Cabal666
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Und wieder ein sehr tolles, bildhaftes und differenziertes Review!
Du gehst auf die Kritikpunkte ein, erklärst aber auch auf sehr nachvollziehbare Weise, warum dir der Film trotzdem gefällt. Sehr schön geschrieben!
Sehe das ganz ähnlich wie du. Wie ich schon bei der Kritik vom Kaiser geschrieben habe: wären bei mir zwar nicht ganz 8 Punkte, aber der dritte Teil hat mir wesentlich besser gefallen als der zweite und kann als würdiger Abschluss für die Reihe gelten.

15.08.2020 10:07 Uhr - McGuinness
1x
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Leider ist es tatsächlich so, dass ich die alten Filme immer als Gradmesser für weitere Teile einer Reihe nehme... Das kriege ich irgendwie nicht aus meinem Kopf ! 🤷‍♂️
Dementsprechend bin ich immer recht schnell enttäuscht, wenn der Film nicht an meine Erwartungshaltung anknüpfen kann 😪

Allgemein bin ich von neueren Produktionen, natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen, nicht so sehr angetan, wie es in den " good old 80s & 90s " gewesen ist.
Man denke nur an unsterbliche Klassiker wie " Stirb Langsam ", " Heat ", " Speed ", " Gefährliche Brandung " usw. ... So etwas feines wird doch heute so gar nicht mehr produziert 😔 denn oftmals dominieren schnelle Bildschnitte und der Einsatz von CGI die meisten neueren Werke, wodurch vieles aus meiner Sicht zu einem Einheitsbrei verkommt und nur ganz selten mal ein Film besonders heraussticht.

16.08.2020 23:55 Uhr - Punisher77
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Der letzte Abschnitt spricht mir aus der Seele. Aber ich fürchte, dass die "heutige Generation" das Gleiche irgendwann mal über Filme mit den Zutaten, die Du ansprichst, sagen werden und die Filme ihrer Zeit verdammen ... "Was waren die Transformers-Filme" doch für unsterbliche Klassiker..."...schaurig...

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