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Hard Revenge, Milly - Bloody Battle

(Originaltitel: Hâdo ribenji, Mirî: Buraddi batoru)
Herstellungsland:Japan (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (13 Stimmen) Details
inhalt:
In einer nicht allzu fernen Zukunft sorgt die Abschaffung sämtlicher Waffengesetze für eine unglaubliche Welle der Gewalt und des Verbrechens in Asien. Brutale Gangs übernehmen die Kontrolle und Recht und Ordnung werden außer Kraft gesetzt. Milly verliert bei einem Angriff der "Jack Brothers" ihre ganze Familie und schwört blutige Vergeltung. Als schöner Rache-Engel räumt sie gnadenlos mit dem Abschaum der Gesellschaft auf und verbreitet unter den Gangs Angst und Schrecken. Als sie auf die junge Haru trifft, sieht Milly ein, dass sie nicht die einzige ist, die noch eine offene Rechnung mit der Unterwelt zu begleichen hat. Haru möchte von Milly den Umgang mit Waffen lernen um ebenfalls Verbrecher zur Strecke zu bringen. Ein äußerst blutiger Rachefeldzug nimmt seinen Lauf...
eine kritik von dicker hund:

Mit "Hard Revenge, Milly - Bloody Battle" schloss Regisseur Takanori Tsujimoto ("Resident Evil: Vendetta") sein im Vorjahr mit dem Kurzfilm "Hard Revenge, Milly - The Beginning" gestartetes Sci-Fi-Girliesplatter-Projekt ab. An die Story sollten weiterhin keine allzu hohen Erwartungen gerichtet werden. Zur Veranschaulichung sei der Selbstdarstellung der Hauptprotagonistin auf die telefonische Nachfrage gelauscht, wer sie denn sei:

"Du hast meine Familie niedergemetzelt: Milly."

Alles klar? Dadurch, dass diesmal dank Sidekick Haru (Nao Nagasawa) zwei graduell unterschiedlich rachedürstige Damen miteinander agieren, gibt es gleichwohl einen Hauch erzählerischer Substanz zu vermelden. Im Vordergrund steht natürlich trotzdem die Vielzahl an amputationsreichen Kämpfen, die vom unersättlichen Gorehound nicht gemisst werden brauchen (Gewalt 9/10). Sie mögen etwas weniger auf das Nervenkostüm gehen, weil inzwischen aufs Babytöten verzichtet wurde (Horror 5/10). Dafür sind Effekte und Schauspiel zwar noch immer over the top,  wirken aber weniger billig beziehungsweise unbeholfen als im Vorjahr der Fall. Insbesondere die Cyborg-Mechanik profitiert von der aufwändiger gestalteten Modellierung. Zugleich erweisen sich die Locations geringfügig seltener als Blickfang, fallen punktuell sogar als erschreckend banal unangenehm auf.

Untermalt wird dieses Szenario von einem Score, der ein wenig meschugge klingt, ohne deswegen gleich unpassend zu sein. Vieles ist mal mehr und mal weniger absichtlich durchgeknallt. Da wären die Ganoven, von denen einige Gasmasken nötig haben, andere wiederum nicht - und zwar selbst in Situationen, in denen sie zusammen mit den geschützten Kollegen im Bild sind. Die gute Milly gehört zu den freigesichtigen Kandidaten, braucht dafür aber gefühlt alle drei Minuten eine Schmerztablette. Dagegen sieht "Max Payne" wie ein Pharmaphobiker aus. Sex (2/10) ist nicht mehr wie im Vorgänger auf reinen Gesprächsinhalt reduziert, sondern frameweise sichtbar, dabei jedoch offenbar homonekrophil besetzt, was in Verbindung mit der ständigen Wiederholung der sexuellen Orientierung des Hauptbösewichts für ironischen Abstand sorgt (Humor 4/10). Hinzu tritt eine satte Portion unfreiwillige Komik, die sich vor allem durch die manchmal zähen Dialoge zieht:

"Warum das?"

- "Ganz einfach. Weil ich ein Mörder bin."

(betretenes Schweigen)

"Aber ich bin kein Killer."

Dank der Emotionslosigkeit der Synchronsprecher muss glücklicherweise niemand von ihnen losprusten, wenn er solche Zeilen abliest. Dafür müsste man schließlich den Sinn des Rezitierten erfassen, was ein erster Schritt zur unerwünschten Betonung wäre. 

Dem Unterhaltungswert von "Hard Revenge, Milly - Bloody Battle" tut der Trash-Faktor keinen Abbruch, insoweit geht er wie sein älteres Geschwisterkind aus 2008 in Ordnung (6/10 Punkten), solange man keine geprüfte Fassung erwischt. Die Gefechte sind spektakulärer, ohne weniger blutig auszufallen, hierbei voller flotter Fights und Shootouts. Darstellerisch sollten quantitativ wie qualitativ keine Höhenflüge erwartet werden. Fotografiert ist das Ganze dagegen annehmbar. Lahmgelaber, ganz besonders eine auf dem Rücksitz eines Personenkraftwagens mit Leopardenmusterbezügen erzählte Vorgeschichte, die lieber eine Rückblende wäre, muss ausgehalten werden können. Dafür geriet die Optik vielleicht generischer, zugleich jedoch konsumabler. Fans des Subgenres dürfen auf beide Titel einen Blick riskieren, Skeptiker tasten sich besser erst einmal an Aushängeschilder wie "Tokyo Gore Police" heran.

6/10
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Kommentare

14.05.2020 08:25 Uhr - sonyericssohn
2x
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Ich glaub ich bleib beim Tokio- Schmodder...🤔😁

14.05.2020 11:23 Uhr - TheMovieStar
2x
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Erfahrungspunkte von TheMovieStar 761
Schon wieder Trash :-) Den Film kannte ich bisher nicht, vielleicht riskiere ich ja mal einen Blick, Hund. Danke fürs Vorstellen!

14.05.2020 11:46 Uhr - The Machinist
2x
User-Level von The Machinist 7
Erfahrungspunkte von The Machinist 670
Mit diesem konnte ich in der Tat etwas weniger anfangen als mit dem noch kurzweiligen Erstling. War mir an vielen Stellen zu langatmig.
Die Kämpfe sind dagegen echte Highlights wie du richtig erwähnst. Die Szene in dem einem der Kerl die Zähne rausfliegen und der Schurke sie auffängt, ist mir jedenfalls bis heute in Erinnerung geblieben.
Ich glaube ich schaue beide Teile demnächst noch einmal.

PS.: Ich finde es übrigens richtig geil, dass du oftmals die deutschen Versionen von den Dingern hast. Also ich für meinen Teil besorg mir sowas zumeist aus UK, für ein paar Euro, während die Teile bei uns überwiegend nur zu horrenden Preisen zu haben sind - uncut jedenfalls.
Ausnahme wären bei mir ''Vampire Girl vs. Frankenstein Girl'' und ''Mutant Girls Squad'', die hab ich DE-Uncut. Und die Synchros verfolgen mich wahrscheinlich noch mein Leben lang. :)

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