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Mr. & Mrs. Smith

Herstellungsland:USA (2005)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Komödie, Liebe/Romantik,
Thriller
Alternativtitel:Mr. and Mrs. Smith
Mr. und Mrs. Smith
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (37 Stimmen) Details
inhalt:
Nach außen sind John und Jane Smith (Brad Pitt und Angelina Jolie) ein normales Vorstadtehepaar mit einem gewöhnlichen und langweiligen Leben. Doch jeder von beiden hat ein Geheimnis: Sie sind die gefährlichsten Auftragskiller der Welt und arbeiten für konkurrierende Organisationen. Als sie eines Tages aufeinander angesetzt werden, kommt langsam die ganze Wahrheit heraus. Ab sofort nehmen sich die beiden gegenseitig ins Visier...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von cabal666:

Der Film, der der Welt "Brangelina" bescherte - und er ist garnicht mal schlecht.

Regisseur Doug Liman ("Die Bourne Identität") schuf mit "Mr. & Mrs. Smith", übrigens kein Remake des gleichnamigen Hitchcock-Klassikers, eine unterhaltsame Mischung aus Liebeskomödie und Actionthriller. Wegen der scharfzüngigen Dialoge und der Verbindung einer Geschichte über Eheprobleme mit Actionelementen wurde der Film häufig als Mischung aus "Der Rosenkrieg" und "True Lies" bezeichnet. Diese Vergleiche sind zwar nicht weit hergeholt, Liman und seinem Drehbuchautor Simon Kinberg gelingt es allerdings, der Handlung genug Eigenständigkeit zu verleihen. Die Story über zwei Profikiller, die, ohne es zu wissen, miteinander verheiratet sind, ist zwar nicht immer logisch und lässt gegen Ende leider auch zu viele offene Fragen, wird aber interessant und spannend erzählt, so dass keine Langeweile aufkommt.

Woran auch die perfekt gecasteten Darsteller ihren Anteil haben. Brad Pitt und Angelina Jolie, die durch diesen Film bekanntermaßen auch zum echten Paar wurden, werden schauspielerisch zwar nicht groß gefordert und verkörpern im Grunde nur Rollentypen, in denen sie zuvor schon häufig besetzt wurden, besitzen aber beide ein sehr einnehmendes Charisma und überzeugen von Anfang bis Ende, da die Chemie zwischen ihnen stimmt. Der restliche Cast fällt aber auch nur positiv auf. So sieht man Vince Vaughn in einer herrlichen Nebenrolle als Pitts Kollege und Kumpel, der mit für die witzigsten Sprüche verantwortlich ist. Der häufig in Nebenrollen anzutreffende Adam Brody spielt den vorwitzigen Lockvogel, wegen dem sich die beiden Smiths in die Haare kriegen. Limans Regiekollege Chris Weitz ist als einer der nichtsahnenden Nachbarn der Hauptfiguren zu sehen und Jolies Partnerinnen werden von der tollen Kerry Washington, Jennifer Morrison ("Dr. House") und Michelle Monaghan verkörpert. Nur zu hören sind im O-Ton William Fichtner als Paartherapeut, den die Smiths im Pro- und Epilog des Films besuchen und Angela Bassett, die Pitts Chefin verkörpert. Ursprünglich hätte sie einen größeren Part im Film bekommen sollen, ebenso wie Keith David, der Jolies Chef spielt, allerdings im fertigen Film nur ein winziges Cameo hat.

In diesem Zusammenhang muss noch erwähnt werden, dass im Director's Cut, der diese Bezeichnung hier auch wirklich verdient, sämtliche Szenen, in denen keiner der beiden Ehepartner auftritt, entfernt wurden. Dadurch gehen allerdings auch die größeren Zusammenhänge verloren, vor allem im Zusammenhang mit Adam Brodys Charakter, der dadurch sehr an Profil einbüßt. Wobei sein Part auch schon in der Kinofassung viel größer hätte ausfallen sollen, da er ursprünglich in einer Rahmenhandlung einer von Estella Warren verkörperten Frau die ganze Geschichte erzählt hätte. Selbige Szenen finden sich immerhin bei den Deleted Scenes im Bonusmaterial der Special-Edition-DVD und Blu-Ray, so wie auch alternative Szenen mit den Chefs der konkurrierenden Auftragskiller-Organisationen, die in dieser Variante von den Schauspiel-Veteranen Terence Stamp und Jaqueline Bisset verkörpert werden. Wie dem auch sei, der Director's Cut bietet zwar an einigen Stellen auch mehr Action, lässt dafür an anderen Humor vermissen und reduziert die Gegenspieler des Paars auf eine anonyme Masse.

[SPOILER: Wobei auch die Kinofassung, wie erwähnt, nicht ganz auserzählt ist, denn der Konflikt wurde zum Schluss nicht gelöst. Auch erfährt man nicht, wie in Zukunft das Verhältnis zu den Partnern bzw. Partnerinnen und Freunden der Smiths aussieht und wie tief diese überhaupt in der Verschwörung der Auftraggeber mit drin steckten.]

Der Film hat insgesamt leider ziemliche erzählerische Schwächen, was möglicherweise auch an Simon Kinberg liegt, denn die Filme der "X-Men"-Reihe, zu denen er das Drehbuch verfasste, müssen hinsichtlich der Handlung (abgesehen von "Days Of Future Past") auch zu den schwächeren gezählt werden.

Sei's drum. Die Story ist eigentlich zu vernachlässigen, auf Logik und Realismus sollte man ohnehin keinen allzu großen Wert legen. Durch Limans dynamische Inszenierung kommt jedenfalls keine Langeweile auf, der beschwingte Score von John Powell (Komponist der "Bourne"-Reihe) mit seinen Tango-Themen hat viel Charme, ebenso wie der Soundtrack, der sich hauptsächlich aus Coverversionen bekannter Liebeslieder von verschiedenen Rock- und New-Wave-Bands zusammensetzt. Der von John-Woo-Filmen inspirierte Showdown sorgt in beiden Filmfassungen für mächtig Laune, ebenso die herrlichen Humor-Einlagen, welche sich aus dem Zusammenspiel des Leinwand-Duos ergeben. Wie beispielsweise die erotisch aufgeladene Prügelei zwischen den beiden oder die spätere Szene, bei der sie sich mitten im Kugelhagel während einer Verfolgungsjagd sämtliche ihrer Geheimnisse anvertrauen.

Zusammengefasst betrachtet zwar kein Meisterwerk, aber ein sehr unterhaltsamer Film, der vor allem von seinem perfekt harmonierenden Hauptdarsteller-Paar profitiert. Tolle Actionszenen, witzige Wortgefechte, ein schöner Soundtrack und gut aufgelegte Darsteller machen "Mr. & Mrs. Smith" zu einem niemals langweiligen, sehr sympathischen Mix aus Romanze und Ballerspektakel. Die echte Ehe von Smith und Jolie gehört mittlerweile der Vergangenheit an, aber durch dieses Werk bleibt sie immerhin in filmischer Form lebendig.

7/10
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