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7 Zwerge - Männer allein im Wald

Originaltitel: 7 Zwerge

Herstellungsland:Deutschland (2004)
Standard-Freigabe:FSK o.A.
Genre:Fantasy, Komödie
Alternativtitel:7 Zwerge
Sieben Zwerge
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,05 (76 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Es war einmal ...
in einem finsteren Wald. Da lebten sieben Zwerge frisch, frech, fröhlich und vor allem frei von jenen Wesen, die einem bekanntlich jeden Spaß verderben können: Frauen. Das glauben jedenfalls Männer allein im Wald.
Aber dann kommt doch eine: Schneewittchen, auf der Flucht vor der bösen Königin. Und die will einfach nur da bleiben. Das ist schon schlimm genug. Doch es kommt noch schlimmer! Schneewittchen wird entführt, und aus der Männerselbsthilfegruppe wird eine Frauenbefreiungstruppe: Die Zwerge müssen raus aus dem Wald und rein in ein Abenteuer, das die Gebrüder Grimm sich so nicht hätten träumen lassen. (Universal Film Internetseite)

eine kritik von kaiser soze:

Reviews zu anderen, deutschen Werken:
Achtzehneinhalb 18 - Lola rennt - Flashback - Who Am I - Die Sendung mit der Maus​ 
Enkel für Anfänger - Das perfekte Geheimnis - Kokowääh - Knallerkerle - Anno 1602


 „Wir haben Grund zum Feiern, keiner kann mehr laufen, doch wir könn noch saufen. 
Wir haben Grund zum Feiern, ist uns auch speiübel, bringt den nächsten Kübel...“

(Lied: 'Grund zum Feiern' von Otto)

... so kennen wir den guten Otto - hart, härter - Gerhard Walkes, der 1973 seine Musik- und 1985 mit Otto - Der Film seine Filmkarriere begann, seit Jahrzehnten zumindest mal gewisse Teile Deutschlands begeistert(e) und auch mitunter heute noch begeistert.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass seine filmischen Beiträge nicht meins sind und auch irgendwie nie waren - abgesehen von zwei Ausnahmen: der parodierenden Komödie Otto's Eleven (2010) und zuvor die amüsant, sehr abgewandelte Märchenverfilmung nach den Gebrüder Grimm (1812) (mitsamt GZSZ-Intro-Verarsche)

7 Zwerge - Männer allein im Wald 

(2004), auch Sieben Zwerge betitelt -> Trailer. Im Film leben die titelgebenden 7 Zwerge, die für Zwerge recht groß sind ('altes Vorurteil'), im Wald und hegen aufgrund persönlicher Erfahrungen eine gewisse Abneigung gegen Frauen, bis auf einmal die schöne Schneewittchen (C. S. Hagen) ankommt, alles auf den Kopf stellt und dann auch noch die böse Königin (Nina Hagen) mitsamt Tupperware(-nsarg) ankommt.

Einer der beiden, deutschen Filme, die alleine in Deutschland jeweils über sieben (hier: was für ein Zufall^^ - apropos 7: Die Anfangszeiten im Kino waren + 7 Minuten: 18:07, 20:37 usw.) Millionen Zuschauer ins Kino ziehen konnte, wurde mit einer aus meiner Sicht miserablen Fortsetzung, 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (2006), beglückt und erhielt eine animierte Vorgeschichte, Der 7bte Zwerg (2014).

Ich kenne lediglich die Kinofassung von Sieben Zwerge, nicht den längeren Extended Cut, da ich den Film vor Jahren aus dem TV aufgenommen habe und seither alle paar Jahre anschaue. Reicht mir auch. Der konsequent durchgezogene Humor, der immerhin (Wort-)Witze, wie

 „Holt mir den Jäger.
Den JÄGER, nicht den NEGER!“

hervorbrachte, ist halt recht speziell. Wenn man solchen Humor, von einfachen Witzen über Slapstick bis zur Schau stellen sonstiger Absurditäten (rosa Haushälfte und Co!) nicht mag, ist man hier gegebenenfalls falsch. Die Klischees über Schwarzhaarge und Blondinen oder türkische Türsteher werden vielleicht etwas arg ausgereizt, die Rückblenden bauen dafür gelungen eine gewisse Erwartungshaltung (Spannung wäre zu viel gesagt) auf.

Der Humor ist sicherlich so flach, dass man diesen auch als blöd beschreiben könnte... Zitat aus dem Prüfbericht der JMK: „...Trotz dieses Einwandes kann das lustige (oder lustig gemeinte) Geblödel um und mit den Grimm'schen Märchenfiguren letztlich für alle Altersstufen freigegeben werden.“ - Eine herrliche Einschränkung^^ FSK o.A. / ab 0 Jahren bleibt jedenfalls...

Aber Humor ist einfach Geschmackssache. Jedenfalls können wir uns darauf einigen, dass wir das Märchen so noch nie gesehen haben und normalerweise kommt auch Rotkäppchen hier nicht vor. Immerhin bekommen wir dazu eine höchst innovative Beschreibung eines sehr abwechslungsreichen Spiels spendiert:

 „Man hat ein Brett und schlägt es dem anderen auf den Kopf.“

Man muss ganz klar sagen, dass eine gewisse (Vor-)Liebe zu deutschen Darstellern, Komikern und bekannteren Personen nicht ganz hinderlich wäre und einige Witze und Einwürfe andernfalls weder lustig wirken würden, noch richtig verstanden werden können. So beginnt Rüdiger Hoffmann als Spiegel selbstredend mit „Hallo erstmal, ich weiß gar nicht,...“, Atze als Hofnarr bringt natürlich einmal „Ja ne, is kla“ usw. Die Darsteller spielen in gewohnter Manier, wie man Sie aus dem Fernsehen kennt - ob das nun Lob oder Kritik ist, darf jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen^^. Wobei selbst die hier dargebotene Casting-Show niveautechnisch, weit über den realen Vorbilden liegen dürfte.

Es wurden ganz viele Details und liebevolle Ideen eingestreut. Horst Tomayer mimt hier beispielsweise einen Fanfarenbläser auf dem Turm im Schloss. Ich muss zugeben, dass mir der Name Horst Tomayer auch eher weniger was sagt, aber das Gesicht kennt man, denn / und er war der einzige Schauspieler, der zusammen mit Otto in den ersten drei Otto-Filmen (1985 bis 1989) zu sehen war und 'musste' somit einen Auftritt erhalten! Königin Nina Hagen nennt Ihren Berater Olm auch Spliss/Spliff, deb Namen ihrer Ex-Band.

Die Ideen und Anspielungen sieht man auch bei genauerer Betrachtung der Landkarte, die an Der Herr der Ringe (2001 bis 2003) angelehnt ist. Die Ortsnamen sind (abgewandelt) nach beteiligten Personen benannt; Olms Klamm (Hans Werner Olm + Helms Klamm), Schloss Hagenstolz (Nina Hagen & C. S. Hagen), Cosmashiva-Allee (C. S. Hagen) oder Unterwaldt (Regisseur Sven Unterwaldt) sind einige Beispiele.

Und bevor wer fragt: Ja, wir erfahren, was...

 „… in jener Nacht.“

... passierte! 

Zum Abschluss gibbet drei Anekdoten zum Dreh: Die königlichen Muttermale ähneln zum einen der Insel Sylt, zum anderen wurde C.S. Hagen gedoubelt als man 'Ihr Muttermal auf 'Ihrem' Po sah, da Sie eben diesen nicht zeigen wollte. Ihr Double erhielt für den Kurzauftritt 400 Euro und musste zweimal gebucht sowie bezahlt werden. Außerdem, quasi mal Ökologie anders herum, wurden die gelben Blätter der Bäume entfernt und durch grüne Plastikblätter ersetzt, um frisch auszusehen. Auf sowas beklopptes muss man erst einmal kommen.


Fazit:
Eine deutsche Komödie mit vielen bekannten Gesichtern, einer so nicht ganz bekannten Geschichte, die man vom Grunde her kennt und vielen Witzen, die mir persönlich insgesamt zugesagt haben bzw. mich unterhalten und teils amüsieren konnten. Insgesamt vergebe ich

07 von 10 Punkten

7/10
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