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ALF

Herstellungsland:USA (1986)
Genre:Drama, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,98 (35 Stimmen) Details
inhalt:
Die Familie Tanner, welche in einem Vorort von Los Angeles lebt, hat ein Geheimnis. Seit ihnen ein außerirdisches Raumschiff auf die Garage gedonnert ist, lebt der Außerirdische Gordon Shumway, Spitzname "Alf", bei ihnen.

Was allerdigs zuerst aufregend klingt, stellt sich schnell als Nervenprobe heraus. Alf nimmt kein Blatt vor den Mund und ist ein Meister daran, die vielen ätzenden Sachen im Zwischenmenschlichen, der Wirtschaft und der Politik gnadenlos offenzulegen. Es gilt schließlich: ein Außerirdischer darf Sachen sagen, die Andere nicht sagen dürfen (oder nicht sagen wollen).
eine kritik von deathking:
Meine Review bezieht sich hier auf die Doppelfolge "Weihnachten mit Alf".

Familie Tanner (Alf gehört ja zur Familie) möchte in einer abgelegenen Waldhütte zusammen die Weihnachtsfeiertage verbringen, oder besser gesagt Willi überredet diese dazu.
Dort geht natürlich alles drunter und drüber und als Alf auch noch den Tanners die Bescherung vermiest, indem er den Familienmitgliedern ihre Geschenke verrät, wird Willi sauer und verweist ihn der Hütte.
Über Umwege gerät Alf dann in ein Kinderkrankenhaus wo er so einiges erlebt und lernt.
Dort angekommen denkt man zuerst "Ach du scheiße, wie kitschig ist das denn" , wenn die kranken Kinde,r ein ich will mal sagen heile Welt Lied anstimmen, doch man wird schnell eines besseren belehrt....

Klar, ganz ohne Kitsch kommt ein "Weihnachtsfilm" der späten 80er Jahre natürlich nicht aus, (überhaupt JEDER Weihnachtsfilm kommt nicht ohne Kitsch aus) aber Kitsch ist ja nicht zwangsläufig was schlechtes.
Es gibt auch so dann und wann positiv angenehmen Kitsch.
Wie hierbei auch, der wirklich störende Kitsch ist nur diese eine sechzehnsekündige Singszene.

Es gibt natürlich wieder einen Alf zu bestaunen der mit seiner liebevollen anarchisch-humorvollen Art einfach zu überzeugen weiß.
Dieser und Willi Tanner sind sowieso die Helden der Sendung.
Doch für eine Alf-Folge ist der Humor in dieser Folge etwas zurückgeschraubt worden.
Sitcomlacher fehlen in den Krankenhausszenen zur Gänze.
Überhaupt ist es eine etwas melancholische und traurige Folge unseres pelzigen Punkers.
Alf lernt Aufopferungsbereitschaft, Nächstenliebe und vor allem Empathie mehr kennen, als es ihm bisher lieb war.
Desweiteren muss er sich mit dem Thema Tot auseinandersetzen, als er ein totkrankes achtjähriges Mädchen namens Tiffany kennen lernt, was er in den vorangegangen Folgen ja wenn dann nur gerne verdrängt hatte.
Die Schauspielerin der kleinen Tiffany macht ihren Job übrigens auch klasse, ich war überrascht.
Gerade der Tot wird hier ausführlich beleuchtet: was es heißt wenn man bald einen geliebten Menschen verlieren wird und nur hilflos dabei zusehen kann.
Doch man "lernt" auch wie man mit so etwas umgehen kann und wie es für beide Seiten einigermaßen erträglich sein kann.

Fazit :
Eine super Folge Alf, die man aufgrund ihrer etwas anderen Art warscheinlich nur als Kind oder als etwas älterer Erwachsene (ca. 24+ ?) mögen kann, oder besser gesagt zugeben kann, dass man sie mag.
Pädagogisch äußerst wertvoll und es wird sehr liebevoll mit unbequemen Dingen umgegangen.
Meinen Kindern in Spee werde ich "Weihnachten mit Alf" auf jeden Fall aufdrängen.

Da ich der Alfserie im allgemeinen, gerade in der Hinsicht, dass es eine Sitcom ist 9 Punkte (gefühlte 12) geben würde, bleibe ich einfach mal bei dieser Folge auch bei dieser Punktzahl.



Ps.:
Die Story ist übrigens auch an eine wahre Begebenheit angelehnt.
Das totkranke Mädchen Tiffany z.B gab es in Wirklichkeit auch und war die Tochter eines der
Regisseure.

Peace & Anarchy



9/10
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