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Hatchet 3

(Originaltitel: Hatchet III)
Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,49 (59 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem Marybeth (Danielle Harris) Victor Crowley (Kane Hodder) getötet hat, wird sie in eine naheliegende Polizeistation gebracht, wo der Verdacht bezüglich der grausamen Morde direkt auf sie fällt. Währenddessen werden die leblosen Überreste Victor Crowleys von einem SWAT-Team geborgen. Doch der Geist des Killers kehrt zurück und holt sich neue Opfer. Zusammen mit der Journalistin Amanda (Caroline Williams) muss Marybeth nun die Asche von Crowleys Vater finden, die dem Spuk endlich ein Ende bereiten soll.
eine kritik von dicker hund:

Adam Green blieb für "Hatchet III" zwar Drehbuchautor, überließ die Regie nunmehr jedoch dem Debütanten BJ McDonnell. Im Übrigen knüpft der dritte Teil nahtlos an den Schluss seines Vorgängers an: Danielle Harris ist sogleich blutüberströmt, bis eine sleazige Duschszene (Sex 2/10) sie schließlich von dem roten Schmodder befreit. Ihre auf einmal aufblitzende Lust- und Ausdruckslosigkeit bleibt jedoch an ihr haften wie die geschmacklich streitbare Seitentätowierung. Dieses Manko erweist sich besonders dann als störend, wenn die Dialoge zwischen Amanda und Marybeth nicht enden wollen. Neuzugang Caroline Williams versucht ihr Bestes, kann die Zähigkeit solcher Passagen indes nicht wett machen. Spätestens wenn sich die Kommunikationsschleifen zum wiederholten Male mehren, wirken die 80 Minuten Laufzeit bisweilen länger als nötig. 

Besser sieht es bei den Nebenrollen aus: Kane Hodder strahlt eine Urgewalt aus wie schon seit Hockeymaskenzeiten nicht mehr. Sid Haig gefällt als verschrobener Waldhüttenrassist Mc Mullen. Und Parry Shen erhält nach Shawn und Justin seine inzwischen dritte Identität als Andrew.

"Der sah so ähnlich aus wie du."

Solcherlei Metaspieleien erweisen sich als charmant, oftmals sogar als präzise treffsicher in Richtung Witzmark. Sobald sich Adam Green in einem Cameo als Zelleninsasse anhören muss, wie der Sheriff mittelbar über sein Skript zum zweiten Teil ablästert, weil er Marybeths Geschichte für unglaubwürdig hält, kann gar von Glanzstunden der uneitlen Frotzelei gesprochen werden.

"Etwas so idiotisch konstruiertes habe ich noch nie gehört!"

Dadurch erweist sich die oftmals mehrschichtige Ironie als dickes Plus (Humor 8/10). Selbst kleinere Klamaukentgleisungen lässt sie verzeihen. Meistens spritzt das Kunstblut die Komik ohnehin vor sich her, denn ab der ersten halben Stunde geht so richtig die Post ab. Zahlreiche heftige Wirbelsäulenrupfer et cetera erreichen bald das Extremniveau von 2010 (Gewalt 10/10), wobei die tricktechnische Umsetzung nicht mehr ganz so lückenlos, aber noch immer in der Mehrheit der Fälle überzeugt. Die Idee, gleich eine ganze SWAT-Einheit in die verwunschenen Sümpfe zu entsenden, sorgt inzwischen für Kurzweil und pyrotechnische Unterstützung. Die Slapstickhaftigkeit der Konfrontationen weist dem Horror (4/10) derweil eine wehrmutstropfenhafte Fußnote zu, ohne ihn als Bestandteil des Gesamtpaketes gänzlich zu suspendieren.

"Hatchet III" verneigt sich mit starken Szenenblöcken vor seinen Fans, die sich über ein regelrechtes Schlachtfest freuen können. Einmal mehr ist es da die sarkastische Zitierfreude, mit der sich diese kleine Filmperle (7/10 Punkten) trotz des ganzen Splatters noch ein wenig Niveau erhält. Die ohnehin unterrepräsentierten Frivolitäten vermisst man kaum, dafür allerdings um so mehr das flinke Pacing und das ausgewogene Verhältnis von Schock und Scherz. Vollkommen witzlos war auf einmal die BPjM, die sich eine Indizierung leistete.

7/10
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Kommentare

24.05.2020 08:41 Uhr - sonyericssohn
1x
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Hm, strahlt man eine Urgewalt aus oder stellt man eine dar ? Bin mir nicht sicher.
Auch Teil 3 ging an mir vorüber wie der berühmte Krug der dann in den Brunnen fiel...oder so. Evtl. müssen der zweite und jener hier doch mal ran...?!

Das was ich hier lese macht jedenfalls Appetit.

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