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Men in Black: International

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Comicverfilmung, Komödie,
Science-Fiction
Alternativtitel:Men in Black IV
Men in Black 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,90 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Bisher haben die Men in Black zuverlässig dafür gesorgt, dass der Abschaum des Universums keinen Platz auf der Erde findet. Doch jetzt sehen sich Agent H und Agent M einer noch viel größeren Bedrohung ausgesetzt - und die kommt nicht von einem fernen Planeten, sondern aus den eigenen Reihen. Denn wie es scheint, operiert ein Maulwurf innerhalb der "Men in Black"-Organisation. Den gilt es nun möglichst schnell zu enttarnen und unschädlich zu machen. Keine leichte Mission für die Agenten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Vorab: Ich bewerte die Kinofassung des Films, also den Producer's / Final Cut. Die bevorzugte Fassung des Regisseurs kenne ich nicht, da diese soweit ich weiß auch (noch) nicht veröffentlicht wurde. Falls ich diesen Director's Cut irgendwann mal in die Finger bekomme, werde ich hierzu (mindestens) einen Absatz ergänzen.

Mitte 2019 habe ich die ersten drei Men in Black-Filme (1997 bis 2012) wieder einmal gesichtet und Reviews hierzu verfasst (siehe: zu Teil 1, Teil 2 & Teil 3). Anstoß dessen war seinerzeit der mediale Rummel und vor allem die ernorme, negative Kritik am Reboot - Zeit das Ganze abzuschließen! Letzte Woche habe ich bei nem Kumpel 

Men in Black: International

(2019), auch Men in Black 4 genannt, geschaut. Bekanntlich (?!) handelt es sich um einen Neubeginn der Reihe und die (fast alle) alten Darsteller sowie Agenten, wie J (Will Smith) und K (Tommy Lee Jones), kommen genauso wenig vor, wie Z (Rip Torn) und all die anderen bekannten Gesichter. Chris Hemsworth und Tessa Thompson übernehmen als Agenten H&M und bekommen tatkräftige Unterstützung von niemand geringerem als Liam Neeson - na dann Viel Glück!

Im Film selbst erlebt Molly (Mandeiya Flory) als Kind die Ankunft eines Aliens auf der Erde und sieht, wie Ihre Eltern (Marcy Harriell & Inny Clemons) geblitztdingst werden - als Erwachsene (Tessa Thompson) will Sie ein MiB werden. Nach Ihrer Einstellung auf Probe muss Sie als Agent M mit Agent H (Chris Hemsworth) die Alieninvasion des Schwarms verhindern und einen mutmaßlichen Maulwurf im MiB finden.

Denk immer daran: Das Universum hat einen eigenen Weg, Dich dorthin zu führen,
wo Du Dich in dem Moment befinden solltest, in dem Du dort sein solltest.

Der Trend männliche Darsteller durch Frauen zu ersetzen, macht also auch vor den Men in Black keinen Halt - okay, übersetzen wir es mal als Mannschaft in Schwarz und sei es drum, weibliche Darsteller und Agentin gab es in MiB-Trilogie auch mehrfach (Agent L (Linda Fiorentino) in Teil 1 & Agent O (Emma Thompson) in Teil 3). 

Der Trailer (Vorsicht - erheblich SPOILER im Trailer!) sah schon einmal gut aus, die Kritiken waren hingegen eher ernüchternd. Nach Totalausfällen, wie den grottigen Ghostbusters (2016), oder den nur bedings gelungenen Beiträgen a la Ocean's Eight (2018) muss ich aber mal ne Lanze für MiB 4 brechen.

Den Erfolg des Films tragen tatsächlich die Darsteller, denn die drei o.g. Hauptpersonen, die das Cover zieren, haben allesamt Ihren eigenen Stil und bringen Ihre Rolle so verschieden rüber, dass das Aufeinandertreffen bereits die ein oder andere lustige Szene bietet und es passt einfach mit den Dreien. Liam Neeson als T bzw. High T - was zum Geier soll dieses High? Egal... - ist cool, wie eh und je, Chris Hemsworth übernimmt den denselben lustig-waghalsigen Part, mit dem auch bereits Chris Pine als James Kirk in Star Trek (2009) die einen überzeugte, die anderen zur Weißglut brachte und Tessa Thompson legt sich als engagierter Neuling derart ins Zeug, dass Sie tatsächlich am sympathischsten rüber kommt.

Was ist los mit Dir? Du hast Dich verändert!

Der Humor kommt hier nicht zu kurz, wenn es auch etwas weniger über den Film verstreut wurde, als bei den drei Vorgängern. Trotzdem kann alleine schon Tessa Thompson anfangs amüsieren, wenn Sie schnurstracks an dem Portier in die MiB-Zentrale geht und von Ihrer Besessenheit erzählt. Die dortigen, wie auch die später erwähnten Anspielungen und Abwandlungen von 'men' sind auch lustige eingestreut und Agent H dekadente Abneigung gegen Papierkram, Regeln und Co, die er gekonnt mit lustigen Sprüchen wett macht, sitzen auch hier und da.

Was man (bzw. zumindest ich^^) aber definitiv eingestehen muss, ist, dass die Gegner, die beiden asiatischen Auftragsmörder - so wirkten die beiden jedenfalls auf mich - mit Ihren Kampftechniken und Ihrer Kraft absolut als Gegner überzeugen können und es wirklich mal schwierig ist, wie die neuen Agenten dies richten wollen. Der Schwarm als unbekannter, mächtiger Feind war eine gute Wahl.

Auch wenn das Budget wieder 'nur' bei B 110 Millionen Dollar lag (Kinoeinspiel: 254 Millionen Dollar) - zum Vergleich: Teil 1: 90 Mio, Teil 2: 140 Mio & Teil 3: 225 Mio Dollar Budget - sehen die Effekte sehr gut aus. Klar, jmd, der CGI hasst, ist hier iwie falsch, aber es sieht in sich stimmig und gelungen aus, wenn die Außerirdischen mit Laserwaffen bekämpft werden und der Computer zur Hilfe genommen wird.

Kommen Sie schon, die Welt rettet sich nicht von selbst.

Wie es sich für eine Fortsetzung / einen Neubeginn 'gehört', gibt es aber natürlich auch diverse Verweise auf die Vorgänger sowie andere Filme. Die vorigen Hauptdarsteller J (Will Smith) & K (Tommy Lee Jones) sind auf einem Bild in der Zentrale zu sehen, der Mops Frank und die Würmer haben genauso Gastauftritte, wie es weiterhin einen Portier gibt und Agent O (Emma Thompson) ist die einzige Darstellerin aus MiB 3, die hier auch vorkommt.

In einer Szene läuft Purple Rain im TV. Hier spielt Prince die Hauptrolle, der finde ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Michael Jackson (Kurzauftritte u.ä. in MiB II & III) hat - aber wahrscheinlich geht hier wieder meine Fantasie mit mir durch... allerdings übernimmt Hauptdarstellerin Tessa Thompson passenderweise den Buchstaben M, nachdem MJs Filmtod bereits in MiB 3 belegt wurde.

Jedenfalls kommt auch hier jemand namens Luca Brai (Der Pate (1971)) vor, Chris Hemsworth darf wie gewohnt einen Hammer werfen (Thor (2011)) und Agent T hasst Paris wohl bezugnehmend auf einen anderen Film (96 Hours (2007)).
 

Fazit:
Entgegen diverser, negativer Kritiken finde ich MiB 4 gut und vor allem die Besetzung keinesfalls störend oder gar aufdringlich. Es ist ein sehr unterhaltsamer Film, der mit einigen gut platzierten Verweisen u.a. auf die Vorgänger aufwarten kann und neben lieb gewonnenen Elementen, wie etwa dem Neuralisator, auch genügend Abwechslung bringt. 

07 von 10 Punkten

 

7/10
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Kommentare

14.04.2020 21:34 Uhr - TheRealAsh
1x
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Sehr schön Kaiser, klasse Rezi, die ich gerne gelesen habe:-) Witzigerweise habe ich auch einen Komplett-Watch der MIB über Ostern gemacht und den hier als Krönung zum ersten Mal gesichtet. Und auch ich muss sagen, dass ich dir komplett zustimme, ich wurde unterhalten, die Schauspieler haben mir gefallen und überhaupt fand ich, dass das alles perfekt zu den Teilen vorher passt. Ich geselle mich zu deiner 7, habe aber die Vermutung, dass ich den bei öfterem Genuss durchaus in einer 8 ansiedle;-)

Here come the MIB... :D

14.04.2020 21:35 Uhr - Knochentrocken
2x
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7/10... ernsthaft?

Mal abgesehen davon, dass der Film total unspannend und unlustig ist und alle Figuren Stereotypen par excellence sind bzw. Hemsworth mir sogar irgendwann auf den Sack ging, geht mir auch das mit den „Was, wieso heißt das hier immer noch Men? Und nicht Women?“ dermaßen auf den Geist, genau wie Mystiques‘ Kommentar bei X-Men Dark Phoenix.

Leute in Hollywood: begreift es endlich!
- Men in Black (MiB) heißt NICHT Männer in Schwarz, sondern Menschen (!) in Schwarz. Und auch X-Men bedeutet eher X-Menschen.
Außerdem ist men (mit E geschrieben) englisch für die Mehrzahl von Menschen (Humen) aber auch die Mehrzahl für Männer und Frauen.

Frauen - Einzahl: woman
Frauen - Mehrzahl: womEn
Männer - Einzahl: man
Männer - Mehrzahl: mEn

Verstehe nicht, warum da so ein Trallala darum gemacht wird. Das stärkt nicht einmal das - nennen wirs eben - Frauenbild im Film, es macht sie nur lächerlicher und stellt sie mehr bloß, als dafür „gekämpft“ werden will.



Zurück zum Film:
Einfach nur ein hohler, Hollywoodcrap!
Kann die Wertung null nachvollziehen.

Allerdings: bitte nicht angegriffen fühlen, jedem seinen Geschmack!

14.04.2020 21:52 Uhr - Kaiser Soze
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@Ash
Vielen Dank! Ja, ich könnte mir vorstellen, dass bei erneuten Sichtungen noch Luft nach oben besteht. Aber erst einmal bleibt es so. Ich hoffe jetzt auf jeden Fall auf den DC zum Vergleich und vllt auch auf eine oder zwei Fortsetzung(en). Aber mal sehen.

@Welt
Alles gut, jedem seine Meinung und sein Humor, da scheiden sich ja immer die Geister. Aber ja, ernsthaft 7 von 10, warum steht oben ausführlich. Und natürlich ist besagte Genderdebatte nicht unerheblich im Gesamtkontext, vor allem weil es hier ausnahmsweise mal soweit geklappt hat ;-)

14.04.2020 23:35 Uhr - Lukas
3x
@Welti: Humen?! Hahaha, der war echt gut! :-D Wenn mans nich kann, sollte man sich die große Lehrstunde vielleicht verkneifen.

Zum Film / Kritik: Hab selbst tatsächlich nur die erste beiden MIB-Teile gesehen, danach hat mich die Reihe irgendwie nicht mehr gereizt. Beim dritten hab ich letztens mal kurz reingezappt, hab aber direkt ne Szene mit grottiger CGI erwischt und dann gleich wieder die Segel gestrichen. ;-)
Die Neuauflage hier ist wahrscheinlich tatsächlich gar nicht so schlecht und die Kritik flott geschrieben, aber letztendlich werde ich hier glaube ich auch passen.

15.04.2020 10:41 Uhr - ActionJackson77
2x
14.04.2020 23:35 Uhr schrieb Lukas
@Welti: Humen?! Hahaha, der war echt gut! :-D Wenn mans nich kann, sollte man sich die große Lehrstunde vielleicht verkneifen.


Ich befürchte Lukas, der meint das ernst.

Zur Kritik: Die rockt auf jeden Fall und der Film war auch net ganz so übel wie man befürchten musste...

15.04.2020 22:01 Uhr - Kaiser Soze
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@Lukas & AJ

Vielen Dank Euch beiden!

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