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I Spit on Your Grave 3 - Vengeance is Mine

Originaltitel: I Spit on Your Grave 3: Vengeance is Mine

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:I Spit on your Grave 3 - Mein ist die Rache...!
I Spit on Your Grave: Vengeance is Mine
I Spit on Your Grave 3
I Spit on Your Grave III
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,90 (44 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Jennifer Hills (Sarah Butler) wird noch immer von den grausamen Erinnerungen ihrer brutalen Vergewaltigung gequält, die sie vor Jahren erleiden musste. Nun ist sie in eine neue Stadt gezogen, hat ihre Identität gewechselt und besucht eine Selbsthilfe-Gruppe, um ein neues Leben zu beginnen. Dabei hilft ihr auch ihre neue beste Freundin Marla, die ihr mit ihrer positiven Art wieder Sinn im Leben gibt. Als Marla eines Tages von ihrem Ex-Freund brutal ermordet wird und dieser auch noch aus Mangel an Beweisen nicht verhaftet werden kann, beschließt Jennifer, ihre Freundin zu rächen. Doch auch in ihrer Selbsthilfegruppe häufen sich immer mehr Missbrauchsfälle, deren Täter es zu stoppen gilt. Und somit begibt sich Jennifer Hills erneut auf einen blutigen Rachefeldzug. (Illusions Unltd. films)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von mcguinness:

" Da draußen bist Du entweder Raubtier oder Beute. Du musst dich entscheiden ?! " 

 

 

Jennifer Hills hat ihren Namen gewechselt und lebt nun mit neuer Identität in Los Angeles. Noch immer leidet sie unter den Folgen der damals erlittenen Vergewaltigung und flüchtet sich in gewalttätige und oftmals tödlich ausgehende gedankliche Handlungen, sobald ihr jmd. zu nahe zu kommen scheint. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie die nach außen hin starke Marla kennen, mit welcher sie sich schnell anfreundet und zu der Jennifer Vertrauen fassen kann. Gemeinsam hegen die beiden Frauen den Wunsch nach Gerechtigkeit und überlegen, wie Vergewaltiger am besten zu bestrafen sind. Aus den Träumereien Folgen alsbald Taten, welche sich allerdings noch im Rahmen bewegen und nicht mit dem Tod des vermeintlichen Täters enden. Als Marla jedoch offensichtlich von ihrem Ex - Freund ermordet wurde und der Polizei aufgrund mangelnder Beweise die Hände gebunden sind, erwacht in Jennifer erneut ihr ganz persönlicher Sinn für Gerechtigkeit. 

Hier ist sie also, die inoffizielle Fortsetzung zum Erstling aus dem Jahr 2010,welche nahtlos an diesen anknüpft und welche durch Rückblenden, besonders am Anfang, immer wieder Bezug zu Jennifers Martyrium nimmt. 

Wie schon in den beiden Vorgängern dürften die Namen der Beteiligten den meisten von uns unbekannt sein, bis auf die reizende Sarah Butler natürlich. Fünf Jahre hat es gedauert, bis Butler erneut in ihre Paraderolle geschlüpft ist, um als Racheengel mit dem Herz am rechten Fleck dem Abschaum dieser Welt das Fürchten zu lehren und stellvertretend für alle unterdrückten / missbrauchten Frauen einzustehen. Auf dem Regiestuhl nahm diesmal nicht Steven R. Monroe Platz, sondern R. D. Braunstein, von welchem mir allerdings rein gar nichts bekannt ist. 

Offiziell lässt sich der dritte Aufguss zwar auch in das Rape & Revenge - Genre einordnen, doch sucht man erstgenanntes hier vergeblich. Es findet nämlich keine einzige sichtbare Vergewaltigung statt, lediglich die Jennifers, welche in den zuvor schon von mir genannten Rückblenden auftaucht. Stattdessen schlägt der Film eine andere Richtung ein und legt sein Hauptaugenmerk auf den Revenge - Part. Gab sich Jennifer anfangs noch ihren gewalttätigen Phantasien hin, so nehmen diese mit der Ermordung von Marla konkrete Züge an. Nicht nur macht sich Jennifer also daran den Tod ihrer Freundin zu rächen, sondern inszeniert sich selbst zunehmend als gnadenlosen Racheengel. Für potenzielle Kandidaten ist dabei bestens gesorgt, welche sie über die Selbsthilfegruppe ausmacht.

So sehr ich ja auch den ersten Teil der Reihe mag und ich insbesondere Sarah Butler in dieser Rolle unglaublich gerne sehe, so kann ich mich doch nicht so ganz mit ihrer Verwandlung anfreunden. Sie und Marla kannten sich erst wenige Wochen, beide haben schlimmes erlebt, wodurch ein gewisses Band zwischen den beiden Frauen entstanden ist, doch hat Butler in ihrer Darstellung auf mich den Eindruck gemacht, als sei sie komplett außer Kontrolle geraten, sobald der Schalter bei ihr umgelegt worden ist. Noch dazu erscheint es mir recht unglaubwürdig, dass Jennifer quasi so lange unbehelligt morden kann, obwohl sie bereits seit der ersten Tat unter Verdacht steht und im Verlauf von Gesprächen innerhalb der Selbsthilfegruppe sich nicht allzu sehr bemüht die Wahrheit zu verbergen. Ist also bei ihrem ersten Film von 2010 die Verwandlung von der gepeinigten Frau zur rachsüchtigen Schlächterin noch durchaus nachvollziehbar, so scheint unser Sprössling hier eher den Lenden eines Charles Bronson entsprungen zu sein, welcher mit seinen " Death Wish " Filmen so ziemlich in dieselbe Kerbe schlägt. 

Die Effekte beim Ableben der Übeltäter sind dabei teils handgemacht, teils aber auch CGI belastet, was jetzt nicht zwingend als Kritikpunkt angesehen werden kann, obwohl ich ehrlich gesagt lieber auf die alte Schule stehe und dann doch eher mit solider Hausmannskost vorlieb nehme. 

Bei der Gewaltdarstellung zeigte sich die FSK dann auch weitestgehend gnädiger, als noch bei den Vorgängern. Musste der Erstling von 2010 noch satte 13 Minuten Federn lassen, um eine Erwachsenenfreigabe zu erhalten, so waren es beim zweiten Film schon stolze 16 Minuten, indem man prompt komplette Szenenblöcke entfernt hat, wodurch dieser jämmerlich verstümmelte Torso natürlich ungenießbar geworden ist. Bei diesem Ausflug hier fehlen " nur noch " magere 50 Sekunden, welche sich auf die Gewaltspitzen beschränken und am einfachsten dadurch zu erklären sind, dass in Sachen sexualisierter Gewalt ordentlich zurückgerudert wurde.

Wie bereits bekannt sein dürfte, bin ich ein Riesen - Fan des Remakes von 2010, dem zweiten Aufguss kann ich hingegen rein gar nichts abgewinnen (was verständlicher Weise bei den meisten Lesern hier auf völliges Unverständnis stößt) und das nun vorliegende dritte Abenteuer ??? 

Wie gesagt, als moderner Rache - Thriller der Marke " Death Wish " funktioniert der Film recht gut, da so ziemlich der komplette Anteil an Vergewaltigungsmaterial fehlt, doch ist mir der unbeherrschte Racheengel zu hektisch und überzeichnet und driftet teilweise in etwas lächerlich anmutende Szenen ab, z. B. als Jennifer den Stiefvater der jungen Cassie in einem Schulmädchen - Outfit verführt. 

Ich persönlich hätte es beim Erstling mit Sarah Butler belassen, da sie mir dort immer noch am besten gefällt und ich diese Fortsetzung hier jetzt nicht unbedingt gebraucht habe. Dennoch will ich Butler und den übrigen Beteiligten eine solide schauspielerische Leistung nicht absprechen und vergebe deshalb noch... 

6/10
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Kommentare

22.04.2020 19:17 Uhr - dicker Hund
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Butlers Spiel fand ich auch hier stark. Ein außergewöhnliches Sequel in meinen Augen, das eigene streitbare Wege geht. Hatte nicht viel erwartet und wurde positiv überrascht. Ganz mangelfrei ist der hier aber sicher nicht. Die Kritikpunkte und die Gesamtwertung des Reviews kann ich wieder besser nachvollziehen.

22.04.2020 19:34 Uhr - McGuinness
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@dicker Hund

Ich habe mir fast schon gedacht und insgeheim auch gehofft, dass meine Argumentation dieses Mal schlüssiger ist 😅

Die unterschiedliche Wahrnehmung eines Films mit der dazugehörigen Wertung, sei diese nun extrem weit auseinanderliegend oder nicht, ist ja das, was die Diskussionen auf dieser Seite hier so interessant und lebendig werden lassen 😃

Hab jedenfalls recht schönen Dank für das lesen meiner Review und deiner Meinung hierzu 😊

22.04.2020 20:16 Uhr - Punisher77
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Lieber McGuiness,
ich habe all Deine Reviews zur "I Spit On Your Grave"-Reihe mit großem Interesse gelesen und finde sie inhaltlich und sprachlich gut, auch wenn ich Deine Punkte-Bewertung nicht teilen kann.
Der erste Teil ist mir noch am Deutlichsten in Erinnerung und der ist mir eine 7-8/10 wert, aber keine 10/10 - Filme, die diese Wertung meiner Meinung nach verdient haben, sind eher Klassiker wie "Zwei Glorreiche Halunken", "Taxi Driver", "Star Wars Episode V: Das Imperium Schlägt Zurück" oder "Das Leben Des Brian".
Mit dem zweiten Teil würde ich nicht so hart ins Gericht gehen, auch wenn Sarah Butler fehlt, und die Idee mit der Entführung von New York nach Bulgarien wirklich extrem doof ist.
Die Idee mit der Therapiegruppe fand ich dagegen recht gut-und das Butler wieder mit dabei war, war super - Teil 2 & 3 müsste ich mir aber noch mal angucken, um zu einer genaueren Beurteilung zu kommen.
Trotzdem - tolle Reviews!

22.04.2020 21:36 Uhr - McGuinness
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@Punisher77

Ich bin wirklich hocherfreut, dass dir meine Kritiken zu gefallen scheinen ☺️ auch wenn wir wertungstechnisch nicht unbedingt einer Meinung sind.

Es gibt natürlich einige Klassiker, welchen ich ohne zu zögern die Höchstwertung geben würde, wie z. B. " Alien ", " Terminator " und natürlich " Rambo "

Ein 10 Punkte - Kandidat ist für mich im Grunde genommen aber auch ein Film, der es einfach schafft mich von der ersten Sekunde an bis zum Schluß zu fesseln, der mich bestens zu unterhalten vermag und den ich mir immer wieder gerne anschauen möchte... So wie das Remake zu " I Spit on your Grave " halt 😁

Dem zweiten Teil nur einen lausigen Punkt zu geben ist sicherlich hart, aber wie gesagt... Hier passte für mich einfach gar nichts zusammen 😒

22.04.2020 21:50 Uhr - Punisher77
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Kann ich gut nachvollziehen, danke für die Erklärung.
Und im Grunde hast Du ja recht - wenn einem ein Film so gut gefällt, dass er von A-Z fesselt und unterhält-warum dann nicht auch mal die 10/10 verteilen?

22.04.2020 22:37 Uhr - Kaiser Soze
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Wieder ein gutes und nachvollziehbares Review, gut begründet, informativ und sachlich, dabei aber mir genug subjektiven Einwürfen, dass man merkt, wie viel Mühe Du Dir gegeben hast - dickes Lob!

Den Film habe ich selbst noch nicht gesehen, steht aber auf meiner Liste. Bloß sind die 20 Euro Aufpreis für 50 Sek mehr happig, aber gekürzt will ich den nicht haben... mein Dilemma.

Kommt noch ein Review zu den anderen Teilen (siehe Con) oder zum artverwandten, letzten Haus?

22.04.2020 22:47 Uhr - McGuinness
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@Kaiser Soze

Ich bedanke mich für dein dickes Lob und freue mich sehr, dass ich dich mit dieser Kritik erreichen konnte ☺️

Dieser kommt zwar an den ersten Teil bei weitem nicht ran, aber du kannst ihn dir trotzdem ruhigen Gewissens mal anschauen... Uncut natürlich 😉

Die " I Spit on your Grave " - Reihe schließe ich mit dieser Rezension zwar ab, werde aber ggf. noch in diesem Genre verweilen und zeitnah noch eine Kritik zu " Savaged " einreichen, welcher mir auch recht gut gefiel 😊 wobei ich mir gerne auch mal den ein - oder anderen Film aus der berühmt - berüchtigten französischen Terrorwelle vornehmen möchte 🤔 wer weiß, lass dich überraschen 😁

23.04.2020 00:00 Uhr - Dissection78
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Mein Feedback zu Deinen lesenswerten Kritiken in aller Kürze, McGuinness:

Teil 1 mag ich. Hart, spannend, düster, auch aufgrund des teils entsättigten Looks beklemmend. Durchaus gut gespielt von allen Beteiligten, besonders hervorzuheben ist natürlich Sarah Butler. Die Vergewaltigung ist im Gegensatz zum Original verkürzt dargestellt, finde ich 'zuschauerfreundlicher', denn der gut halbstündige Missbrauch im '78er Vertreter ist eine ultraquälende Tour de Force. Da hat man ein richtig, richtig unwohles Gefühl. Man möchte währenddessen / danach jedenfalls ausgiebig duschen. Andererseits sollte sich gerade bei solch einer Thematik und solch einer Sequenz meiner Meinung nach definitiv auch ein Gefühl der Widerwärtigkeit breit machen. Ansonsten finde ich das Remake ziemlich gleichauf zu Meir Zarchis handwerklich roherem Streifen. Ordentliche 7 - 7,5 Punkte.

Teil 2 ist in der Tat erheblich schwächer. Quasi derselbe Storyaufguss, die angesprochenen, strunzdummen Logiklöcher vergällen einem tatsächlich viel (das hätte man storytechnisch anders lösen können und müssen), die Figuren sind blasser, die Schauspieler schwächer (Ausnahme: Jemma Dallender); mag sein, dass die Vergewaltigung und die folgenden Racheaktionen extremer ausfallen, nur habe ich das ehrlich gesagt alles nicht mehr sonderlich im Kopf, denn bis auf die explizitesten Schock- und Ekelszenen ist der beim Sehen an mir vorbeigerrauscht. Ein Rewatch aller drei Filme muss also mal wieder her. Hier würde ich ohne Gewähr momentan 5 Pünktchen zücken. Ja, der ist schwach, eher generisch, doch ein inszenatorischer Totalausfall ist das in meinen Augen mitnichten.

Teil 3 hat dann zum Glück eine andere Herangehensweise, einen anderen Regisseur und erinnert mich persönlich eher an Vigilantenthriller à la "Die Frau mit der 45er Magnum" / "Ms. 45" (1981) von Abel Ferrara, "Eine Frau sieht rot" / "Lipstick" (1976) von Lamont Johnson oder eben Michael Winners '74er "Ein Mann sieht rot" / "Death Wish" als an allzu typische Rape-and-Revenge-Werke. Klar, Ferraras und Johnsons Streifen fallen auch in die R'n'R-Sparte. Grausame, sadistische Situationen werden jedoch gemäßigter präsentiert. Hier wird vermehrt die Suspense- bzw. die Psycho- denn die Schockschiene gefahren (wenn man's denn so ausdrücken möchte). Ergo: Der letzte Teil der modernen ISOYG-Trilogie gefällt mir wieder deutlich besser und hat 'nen Butler-Bonus. 7 Punkte.

Insgesamt sind das also neuere Exploitationschinken, die so auch vor 40, 45 Jahren in diversen Balis (Bahnhofslichtspielhäuser) hätten laufen können, und mehr wollten die Macher vermutlich auch nicht. Man kann als Freund härterer Kost durchaus einen Blick, vielleicht sogar zwei oder drei Blicke riskieren ;)

23.04.2020 05:57 Uhr - McGuinness
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@Dissection78

Besten Dank für deine ausführliche Antwort auf meine Rezensionen ☺️ schön das dir es wohl gefallen hat diese zu lesen 😊

Filme wie " Die Frau mit der 45er - Magnum " oder " Eine Frau sieht rot " kenne ich leider noch gar nicht, obwohl ich von diesen hörte... Wird bei Gelegenheit gern mal gesichtet.

Natürlich habe ich im großen und ganzen nichts gegen besagtes Anschauungsmaterial, sonst würde ich selbstredend das Rape & Revenge - Genre meiden, wie der Teufel das Weihwasser, doch missfällt es mir einfach, wenn sich ein Film dieser Art zu sehr auf ausgedehnte Vergewaltigungen und Quälereien fokussiert und sich ausschließlich darüber definiert, indem beispielsweise keinerlei Wert auf eine kohärente Story gelegt wird... Wie eben im zweiten Aufguss von " I Spit on your Grave ".

" Revenge " (2017) mit Matilda Lutz beispielsweise kommt auch ohne explizite Vergewaltigungs - und Folterszenen aus und gefiel mir dennoch sehr gut.

23.04.2020 11:09 Uhr - Tom Cody
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Sehr gelungene Kritik zum dritten Film der Remake-Reihe. Auch bei den 7 Punkten wäre ich bei dir.
Mir persönlich hat auch der recht überraschende Twist am Ende des Films gut gefallen.
23.04.2020 05:57 Uhr schrieb McGuinness
@Dissection78
Filme wie " Die Frau mit der 45er - Magnum " oder " Eine Frau sieht rot " kenne ich leider noch gar nicht, obwohl ich von diesen hörte... Wird bei Gelegenheit gern mal gesichtet.

Diesbezüglich ist Ferraras Film natürlich ein echter Klassiker. Ferrara schafft es auch hier, seinem Film eine ganz eigene, irgendwie dreckige und trostlose Atmosphäre zu verpassen (siehe z.B. auch „Driller Killer“ oder „Bad Lieutenant“). Ist leider schon ewig her, dass ich „Die Frau mit der 45er Magnum" gesehen habe. Ich erinnere mich allerdings noch an das sehr ungewöhnliche und gleichermaßen bizarre Finale.
„Lipstick“ hingegen fand ich nicht ganz so dolle (lief letzte Woche erst wieder im TV…immer noch gekürzt)
Was Filme mit weiblichen Protagonistinnen angeht, die Selbstjustiz ausüben…da kann ich dir noch zwei Filme empfehlen, die jetzt beide nicht so in den B-Movie/ Exploitation-Bereich reinfallen:

1)„Art of Revenge“ („M.F.A.“), mit Francesca Eastwood (!), die an ihrem College nach einer Vergewaltigung für ihre ganz eigene Art von Gerechtigkeit sorgt (allerdings ohne die fast schon comicartigen Übertreibungen eines „Revenge")…und

2) „Vigilante“ mit Olivia Wilde. Sie spielt eine Frau die, nachdem sie selbst unter einem gewalttätigen Ehemann leiden musste, es sich zur Aufgabe macht, anderen Frauen in vergleichbarer Situation, zu helfen. Sonderlich viel Action sollte man aber nicht erwarten, sondern das Ganze eher als komplexes, düsteres Rache-Drama rezipieren.

23.04.2020 13:12 Uhr - Dissection78
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Ja, "Lipstick" ist wirklich eher durchschnittlich, hat seine Langatmigkeiten, aber auch eine seltsame, bedrückende Stimmung, die dem Film zugutekommt. "Art of Revenge" und "Vigilante" kenne ich bis dato nur von den Titeln, wollte sie irgendwann in nächster Zeit aber anschauen. Danke für die Empfehlungen, Tom! :)

Und da "Savaged" und "Revenge" bereits erwähnt wurden: Die haben mir sehr gut gefallen. Die integrieren ja auch mal mehr ("Savaged"), mal weniger ("Revenge") übersinnliche Komponenten ins Gesamtkonzept.

23.04.2020 13:28 Uhr - McGuinness
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@Tom Cody

Ich möchte mich auch bei dir bedanken, dass du meine Kritik gelesen hast und mir eine Antwort gibst 😊

Der Twist am Ende des Films ist nicht ganz so nach meinem Geschmack, aber er kam wie du schon sagtest... Überraschend 😉

Die beiden von dir empfohlenen Filme kenne ich rein gar nicht, wobei " Vigilante " sich schon mal sehr interessant anhört 😃
Danke für die Empfehlungen 👍🏻

23.04.2020 13:30 Uhr - McGuinness
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@Dissection78

" Savaged " ist wirklich gut geraten... Review ist in Arbeit 😁

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