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Erbarmungslos

(Originaltitel: Unforgiven)
Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Western
Alternativtitel:The Cut Whore Killings
The William Munny Killings
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,07 (29 Stimmen) Details
inhalt:
Clint Eastwood und Morgan Freeman spielen Outlaws im Ruhestand, die ein letztes Mal zu ihren Waffen greifen, um ein Kopfgeld zu kassieren. Richard Harris ist ein vom Unglück verfolgter Killer. Gene Hackman spielt einen durchtriebenen und unbarmherzigen Sheriff.
eine kritik von deniro:
Was für ein Meisterwerk!
Zu oft hat man dies schon über verschiedene Filme überstürzt und unüberlegt geäußert. Bei "Erbarmungslos" wiederhole ich dies aber sehr gern!
Was für ein Meisterwerk!
Doch warum?

William Munny ist ein alternder und abgebrannter Revolverheld der mit seinen zwei Kindern versucht mehr schlecht als recht zu überleben. Nach dem Tod seiner Frau versucht er sein früheres Leben konsequent zu vergessen. Doch eines Tages wird er von seinem alten Leben wieder eingeholt, als er einen Job als Killer annimmt und sich auf die Suche nach ein paar Cowboys macht die einer Hure das Gesicht zerschnitten haben.


Er wird dabei von zwei weiteren Männern bekleidet, seinem alten Partner Ned (Morgan Freeman), und dem jungen Möchtegern-Revolverhelden Kid (Jaimez Woolvett). Das Trio reitet also in das kleine Städchen ein, trifft aber als bald auf den Wiederstand des hiesigen Sheriffs (der grandiose Gene Hackmann). Konflikte sind vorprogrammiert, und nicht jeder verlässt Big Whiskey wieder lebend!
Zugegeben die Story ist nicht wirklich innovativ, ja nicht einmal wirklich spannend!
Viel mehr sind es die Akteure, die melancholische Stimmung, die tolle Kameraarbeit, der vortreffliche Soundtrack, und naja doch auch die Story!;)
Apropos Soundtrack, dieser wurde, wie so oft bei Eastwood Filmen, von Lennie Niehaus komponiert und greift die leicht melancholische Grundstimmung des Filmes hervorragend auf. Ich sag bloß " Claudia's Theme "
Was mir aber am meisten imponierte, ist die leicht ironische Art und Weise wie Eastwood seine Rolle anlegte. Man merkt an jeder Ecke und Kante das kein geringer als er sebst in dieser Rolle steckt. Man munkelt übrigens, Eastwood hätte bewußt lange mit der Verfilmung des Drehbuches gewartet bis er in die Rolle reingealtert wäre. Gute Entscheidung!
Doch auch jeder andere des beeindruckenden Schauspielerensemble liefert hier die Leistung ihres Lebens ab. Natürlich muss in diesem Zusammenhang auch Gene Hackmann Erwähnung finden, der zu Recht mit einem Oscar für die beste Nebenrolle bedacht wurde.
Fazit:
Nicht nur das Eastwood hier mit sich und seinem bisherigen Western-Mythos aufräumt, nein er demontiert und entmystifiziert das gesamte Genre. Er stellt das Töten als das dar, was es schlussendlich eben ist, ein grauenhafter Vorgang dessen Folgen man für den Rest des Lebens mit sich schleppt, und der nichts von dem oft gefeierten Heldenmythos und dem vergänglichen Ruhm mit sich bringt.
Selbst wenn man mit Western als solches nichts anfangen kann, so gehört doch dieser Film auf jede Todo- Liste eines jeden Cineasten.
10/10
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