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Tanz der Dämonen

(Originaltitel: Demon Wind)
Herstellungsland:USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Tanz der Monster 1
Tanz der Zombies
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,23 (29 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Gruppe von Jugendlichen trifft auf ein einsames Farmhaus, welches vor etlichen Jahren Schauplatz eines Kampfes zwischen einer Hexe und Dämonen war. Doch das Böse wird neu geweckt, wodurch die Gäste durch den sogenannten Dämonenwind, bei der Hütte festgehalten werden. Als die Nacht einbricht, kommen die Dämonen, um sich einen nach den anderen zu holen. Der Grausamkeit der Kreaturen sind keine Grenzen gesetzt.
eine kritik von horace pinker:

Nachdem sich Sam Raimis Evil Dead sowie sein Nachfolger als Überraschungserfolge erwiesen, wurde mit einer Vielzahl weiterer Filme versucht mithilfe einer ähnlichen Story Geld einzufahren. Zu diesen Trittbrettfahrern zählt auch der 1990 veröffentlichte Demon Wind (hierzulande besser unter dem recht plakativen Titel Tanz der Dämonen bekannt).  Für Regie und Drehbuch des Werks zeichnete sich Charles Philip Moore (Angel of Death, Blackbelt) verantwortlich. Ob es sich hier um einen Schuss in den Ofen oder einen unterhaltsamen Vertreter des Horrorgenres handelt will ich im Folgenden zu klären versuchen.

Die Story dreht sich um Cory, der gemeinsam mit seiner Freundin und einigen Kumpels Nachforschungen zum mysteriösen Tod seiner Großeltern anstellen will. Dazu besuchen sie gemeinsam die Farm in welcher sie verstorben sind. Dort angekommen stellt sich aber schon bald heraus das eine dämonische Macht in die Ereignisse verwickelt ist, so dass die Freunde schon bald um ihr Leben kämpfen müssen.  Wie man sich anhand der Grundprämisse vielleicht schon denken kann bleiben im Laufe der Handlung große Überraschungen aus. Ähnlich wie beim großen Vorbild verschanzen sich die Protagonisten in der Hütte und werden einer nach dem anderen dezimiert. Auch auf einen großen Endtwist wartet man hier vergebens.  Besonders ärgerlich ist aber die Blödheit fast aller Figuren. Das etwa die mehrfache Warnung vor dem Besuch der Farm ignoriert wird und einfach an die Wand gepinselte Texte laut vorgelesen werden kann man vielleicht noch als Genrestandard durchgehen lassen, wenn aber etwa zwei der Figuren von einer als attraktive Frau getarnten Dämonin nach draußen gebeten werden, zwar erkennen das es sich hier nicht um einen Menschen handelt und sie wahrscheinlich in eine Falle gelockt werden sollen, aber nicht desto trotz das halbwegs sichere Haus verlassen ist dies schon jenseits von gut und böse. Erschwerend hinzu kommt, dass die Figuren auch wenn sie mal nicht sinnlos ihr Leben riskieren schwer nachvollziehbar agieren und kaum Emotionen zeigen. Um nur mal ein Beispiel zu nennen, wird die Freundin eines Charakters vor seinen Augen in eine Puppe verwandelt. Als Reaktion guckt er ein paar Sekunden traurig und scheint seine ehemalige Lebensgefährtin bzw. ihr Ableben schon in der nächsten Szene wieder vergessen zu haben. Auch von den Handlungen der Akteure abgesehen fehlt es nicht an sehr fragwürdigen Ideen

SPOILER warum sich die Hauptfigur etwa im Finale in ein Wesen verwandelt, welches optisch an die Aliens aus Alien Nation erinnert weiß wohl auch nur der Drehbuchautor SPOILER ENDE

Die Dämonen selbst wissen auch nicht gerade zu Begeistern. Einerseits sind die verwendeten Make Up Effekte nicht sonderlich überzeugend (im Grunde bekommen die nur alle Hackfressen verpasst bzw. wirken als hätten sie lauter Pestbeulen im Gesicht) und auch allgemein gesehen wirken sie nie allzu Furcht einflößend. Viel besser ist es auch um den im letzten Drittel präsentieren Antichristen nicht bestellt, der aussieht wie eine menschliche Bullette und sich trotz seiner magischen Fähigkeiten von den beiden Überlebenden fertig mach lässt.  Das man durch die verstellten Stimmen öfters mal ihre Dialoge schlecht bis gar nicht versteht ist auch wenig hilfreich. Leider lässt sich ähnliches auch von den weiteren Effekten sagen. Gorehounds gehen hier so gut wie leer aus. Geht es einer der Figuren mal auf meist unkreative Weise an den Kragen (recht cool fand ich lediglich den dämonischen Stierschädel) fließt maximal ein wenig Kunstblut. Die Beseitigung der Dämonen weist hingegen zumindest punktuell ein bisschen Splatter, wie eine Enthauptung, auf. Dadurch das scheinbar gelbe Farbe durch die Adern der Besessenen fließt und ihr Ableben mehrheitlich durch beinahe identisch aussehende Einschüsse erfolgt verliert aber auch die s einiges an Wirkung.  Der Tiefpunkt sind hingegen die wahrhaftig beschissen aussehenden Lichteffekte, welche optisch den Einsatz von Magie repräsentieren sollen.

Auch über die durchweg unbekannten wie untalentierten Darsteller braucht man kaum ein Wort zu verlieren, da sie meist nur Overacten und blöde Sprüche von sich geben. Dabei geben sich die beiden Hauptdarsteller Eric Larson (Born Killer)  als Cory und  Francine Lapensée (Dead Punkz) wenigstens noch ein wenig Mühe sympathisch zu wirken, während Bobby Johnston (Dark Force) als der ständig eifersüchtige und auf krawallgebürstete Dell einfach nur nervt, Positiv zu erwähnen ist immerhin die Arbeit von Kameramann Thomas L. Callaway (Feast) der einige schöne Landschaftsaufnahmen liefert und auch allgemein das Geschehen übersichtlich einfängt.

Trotz der Harmlosigkeit von Tanz der Dämonen erfolgte 1990 die Indizierung, 1 Jahr später folgte die Beschlagnahme, welche bis heute Bestand hat.

Zusammenfassend gesagt ist Demon Wind nur etwas für Allesgucker oder 131er Sammler, da hier sowohl Handlung, als auch Effekte, Schauspiel und Grusel eher in die Kategorie unterdurchschnittlich einzuordnen sind. Ich vergebe 3/10 Möchtegerndämonen.

 

3/10
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Kommentare

20.05.2020 21:10 Uhr - cecil b
1x
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Also, ich kann mich an den Film kaum noch erinnern. Du hast ja treffend geschrieben, woran das wohl liegt. ;) Thanx Horace Pinker!

20.05.2020 21:44 Uhr - dicker Hund
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Der hat mich auch nicht so wirklich überzeugt, weder als 131er, noch sonstwie.

20.05.2020 21:48 Uhr - sonyericssohn
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Klingt nach ziemlich dusseligem Horrorschmodder. Glaub den lass ich gepflegt sausen.
Danke für die Warnung :-D

20.05.2020 22:14 Uhr - Horace Pinker
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Vielen Dank Cecil, dicker Hund und sony, schön das mein Review euch gefallen hat. Auf Demon Wind kann man getrost verzichten, da bietet es sich eher an zum wiederholten Mal die Teufel durch den Player tanzen zu lassen.

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