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Dakota Harris - Flug durchs Zeitloch

(Originaltitel: Sky Pirates)
Herstellungsland:Australien, USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Fantasy
Alternativtitel:Dakota Harris in der Höhle des Löwen
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Ein neuer, streng geheimer Auftrag für Dakota Harris. Er soll eine Frachtkiste mit wertvollem Inhalt nach Washington DC fliegen. Begleitet wird er von dem Wissenschaftler Referend Mitchell und dem zwielichtigen Major Savager. Aber sein Flugzeug gerät in einen mysteriösen Magnetsturm und stürzt auf dem offenen Meer ab. Die Mannschaft überlebt und treibt tagelang auf einem kleinen Rettunsgboot umher - allerdings ohne die geheimnisvolle Kiste, die sie im Meer zurücklassen mussten.
Nach ihrer Rettung wird schnell klar, worum es sich bei ihrer Fracht tatsächlich handelt: Steintafeln aus dem All, die magische Kräfte verleihen sollen. Für Major Savage zählt jetzt nur noch eines: Er will in den Besitz der Tafeln gelangen. Aber da hat er seine Rechnung ohne Dakota Harris gemacht!
eine kritik von theun4givenii:

Wenn man der Legende glauben will, sollen außerirdische Raumfahrer von anderen Planeten in prähistorischen Zeiten die Erde besucht haben. Primitive Völker nannten sie "Götter". Es wird behauptet, dass diese Reisenden aus der Vorzeit Beweise für ihre Besuche zurückgelassen haben. Fremdartige, archäologische Funde, die auf unserer Erde vereinzelt zu finden sind. Wie zum Beispiel Stonehenge in Großbritannien. Vielleicht so etwas wie ein altertümlicher Kalender. Von den gewaltigen Pyramiden Ägyptens sagt man sie wären eine unermessliche Fundgrube geheimnisvoller mathematischer und wissenschaftlicher Informationen, die so alt seien wie die Zeit selbst. Seit dieser Zeit haben sowohl die Kräfte des Bösen, wie des Guten sich bemüht diese Geheimnisse, die von den "Göttern" zurückgelassen wurden, zu enträtseln. Oster Insel März 1886: Vor Jahrhunderten wurde in einer unterirdischen Höhle eine heilige Steintafel versteckt und von einem auserwählten Menschengeschlecht bewacht. Diese steinerne Tafel war der Schlüssel zu aller irdischen Macht und allem irdischen Wissen. Leider wurde diese Tafel in drei Teile zerbrochen als Grabräuber sie zu stehlen versuchten.

Und genau hier setzt nach dem Erzähler, der visuell von ein paar Impressionen von Stonehenge und den Pyramiden unterstützt wird, der Film ein. Dann folgt, untermalt von einem Thema dass ein bisschen zu sehr an John Williams Meisterleistung erinnert aber durchaus eingängig ist, die Titeleinblendung "Sky Pirates". Für den deutschen Titel hat man sich in Anlehnung an das große Vorbild für "Dakota Harris" entschieden. Auch das Cover der deutschen DVD lässt von der Gestaltung über die Schriftart kaum irgendwelche Zweifel wo man sich hier bedient hat. Der Film wurde 1986 veröffentlicht, also in der Blüte der Indiana Jones-Filme und kurz nach "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten". Beide FIlmreihen haben das totgeglaubte Abenteuergenre wieder (kurzzeitig) reanimiert. Die Regie hat Colin Eggleston übernommen, dessen bekanntester Film wohl die Originalversion von "Long Weekend" (1978) ist. Ebenfalls mit John Hargreaves, der hier den heldenhaften Lt. Harris gibt, in einer der Hauptrollen. Sonst kenne ich leider kein anderes Werk aus seiner Filmographie.

Was folgt ist eine atemlose Schnitzeljagd rund um den Globus. Wir starten im August 1945 mit Harris als Erzähler (wird im weiteren Film nur noch ein mal wieder aufgegriffen). Harris muss sich in einem geheimen (klar...) Luftstützpunkt einfinden und eine amerikanische DC3-Maschine nach Waschington überführen. Leider werden Harris sowohl das Reiseziel als auch die eigentliche Fracht (ein Bruchstück der eingangs erwähnten Steintafeln) verschwiegen. Wir lernen vor dem Abflug den Antagonisten, Major Savage (Max Phipps), kennen und auch Reverend Mitchell (Simon Chilvers), sowie seine Tochter/Assistentin Melanie (Meredith Philipps). Mitchell und Savage begleiten Harris bei seinem Auftrag. Als ein weiterer Passagier die Frachtkiste mit der Steintafel öffnet, bricht ein Sturm los, der Sichtkontakt mit den Geleitflugzeugen bricht ab, man empfängt seltsame Funksprüche und Radioübertragungnen von der Titanic, dem Kennedy-Attentat und der Mondlandung und Harris muss schließlich notwassern. Per Schlauchboot geht es dann durch die See der verlorenen Schiffe und man findet die U.S.S. Idaho die damals im Rahmen des Philadelphia Experiments verschwunden ist. Da das Schiff bis auf das Logbuch und eine kollektive Hallzinationen keine Anhaltspunkte liefert, entschließt man sich per Schlauchboot weiter das rettende Land zu suchen. Das Land entpuppt sich als die Oster Inseln und man stellt erschrocken fest dass man 5.000 Meilen vom Kurs abgekommen ist. Die Insel verschwindet und die Verunglückten werden von einem Schiff aufgelesen und gerettet. Wieder zuhause kommt es zur Gerichtsverhandlung in der Harris von Savage diskreditiert wird woraufhin Harris ins Militärgefängnis verlegt werden soll. Er kann jedoch fliehen und von dort aus geht es zusammen mit Melanie weiter zum Ayers Rock, dann nach Bora Bora (um einen Freund von Melanies Vater aufzusuchen der über den Verbleib eines der Bruchstücke bescheid weiß) und dann zurück zu den Oster Inseln wo der Showdown stattfindet.

Die letzte Sichtung des Films war bei mir eine Weile her und ich hatte ihn ziemlich zusammenhanglos und zerfahren in Erinnerung. So schlecht ist er nach dem erneuten Sehen beileibe nicht. Auf der Habenseite hat er ganz klar den charismatischen Hauptdarsteller, einen gelungenen (wenn auch abgekupferten Soundtrack) und die anständige Ausstattung. Vor allem das mar de los barcos perdidos kann mit unheimlicher Stimmung in Form von Nebel und Beleuchtung punkten. Aber auch die Verfolgungsjagd mit dem Jeep und den "Spaziergang" auf der Tragfläche eines Flugzeugs kann man hier hervorheben. Auch wenn jedes mal klar ersichtlich ist dass hier ein Stuntman übernommen hat. Die Höhle auf den Oster Inseln gegen Ende des Films könnte glatt aus "Jäger des verlorenen Schatzes" stammen. Zudem ist das Setting angenehm unverbraucht. Dem gegenüber stehen Dialoge zum Fremschämen, vor allem die Neckereien zwischen Melanie und Harris (Harris: "Da läuft mein Motor auf vollen Touren"; Melanie: "Hoffentlich reicht ihr Sprit aus"), manche Storyentwicklung die nicht ganz nachvollziehbar ist (der besoffene Kumpel von Harris überlässt ihm sein Wasserflugzeug) und der eher schwache Antagonist in Form von Major Savage. Was genau die Maschine von Professor Esquiz auf Bora Bora hatte und woher Harris und Melanie immer die praktischen Wechselklamotten haben bleibt wohl ein Rätsel der Drehbuchautoren. Auch der Zweck der zusammengefügten Steintafel bleibt mir schleierhaft. Zudem ist die Narration ist nicht durchgängig. Eingeleitet wird von einem Erzähler, dann übernimmt Dakota Harris den Anfang am Flughafen. Das Voice Over von Harris wird nur noch einmal aufgegriffen als Harris, Savage und Co. nach der Notwasserung auf Rettung warten.

Insgesamt kann ich den Film als Zwischenhappen empfehlen. Wer mit den Indiana Jones-Filmen, Quatermain, Jagd nach dem grünen Diamanten etc. etwas anfangen kann, macht hier nichts verkehrt. Da die Laufzeit relativ knackig bei knapp über 80 Minuten liegt, vergeht die Zeit recht schnell. Aufgrund der vielen und wechselnden Schauplätze hat man sowieso nicht viel Zeit nachzudenken und man fühlt sich eher an ein Abenteuer-Comic erinnert. Da Zeitreisen und das Bermuda Dreieck bei mir immer gehen hat es der Film etwas leichter bei mir. Wer also neuen Stoff im Geiste der oben genannten Filme und einen leichten Sci-Fi-Anstrich sucht, der kann bei dieser australischen Version von Indiana Jones reinschauen.

6/10

 

 

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Kommentare

24.05.2020 15:36 Uhr - Lukas
1x
Sehr ansprechend formulierte, gelungene Kritik! Der Film selbst wird jedoch eher nicht auf meiner Watchlist landen. ;-)

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