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Nie Mehr Ohne Dich

(Originaltitel: My Last Day Without You)
Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:FSK o.A.
Genre:Komödie, Liebe/Romantik
Alternativtitel:Meu Último dia Sem Você
Mi último día sin ti
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Als der junge Geschäftsmann Niklas (Ken Duken) von Frankfurt nach New York geschickt wird, um dort eine Filiale zu schließen, ahnt er noch nicht, dass diese eintägige Reise sein leben auf den Kopf stellen wird. Bereits am Vormittag hat er seinen Auftrag erledigt, aber sein Rückflug geht erst elf Stunden später. In dieser Zeit trifft er scheinbar zufällig auf Leticia (Nicole Beharie), eine schöne Afro-Amerikanerin mit großem Gesangstalent, die sich mit einem Bürojob über Wasser hält. Das einzige Problem… ohne es zu wissen, hat er sie gerade gefeuert. Niklas und Leticia verbringen einige romantische Stunden in Brooklyn.
[Zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt findet sie jedoch heraus, dass Niklas für ihre Kündigung verantwortlich ist und lässt ihn kurzerhand mitten in Brooklyn allein. Während sich Leticia auf einen Auftritt als Sängerin vorbereitet, muss Niklas entscheiden, ob er zurück nach Europa fliegt, wo bereits der nächste Job auf ihn wartet, oder ob er alles auf eine Karte setzt…]
eine kritik von cabal666:

"Nie Mehr Ohne Dich" bzw. "My Last Day Without You" ist eine nette Liebeskomödie mit einem gut harmonierenden Leinwandpaar. Diese deutsch-amerikanische Coproduktion kann zwar, was ihre Handlung betrifft, kaum Überraschungen bieten und ist auch nicht sonderlich originell inszeniert, bemüht sich aber um eine realistische Erzählung und profitiert vor allem von den sehr guten Schauspielleistungen.


Der deutsche Darsteller Ken Duken in seinem bisher erst zweiten amerikanischen Film nach seinem Kurzauftritt in "Inglourious Basterds" gibt den zunächst unsympathischen, karrierebewussten Hauptcharakter, der im Verlauf eines einzigen Tages eine große Wandlung durchmacht. Nicole Beharie als lebenslustige junge Sängerin, die seinen Weg kreuzt, liefert eine sehr glaubhafte Performance ab und stellt nebenbei noch ihr Gesangstalent unter Beweis. Sie singt so gut, dass man sich zwangsläufig fragt, warum sie bisher neben ihrer Schauspiel- nicht auch eine Karriere im Musikgeschäft angestrebt hat. Als dritten einigermaßen bekannten Namen im Cast hat man den 2018 viel zu früh verstorbenen Reg. E. Cathey (u.a. "The Wire", "House Of Cards") verpflichten können, der als Beharies Filmvater, ein gut aufgelegter Pastor, viel Charisma mitbringt. Auch bei den unbekannteren Nebendarstellern kann man sich im Grunde nicht beschweren.


Die Handlung ist, wie gesagt, recht vorhersehbar, die Inszenierung ziemlich standardmäßig und auch die Dialoge nicht sonderlich einfallsreich. Dafür harmonieren Duken und Beharie einfach perfekt und es macht schlicht Spaß, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich langsam näherkommen. Allein die Szene, in der Duken ihr "Der Mond ist aufgegangen" (auch in der englischen Fassung auf deutsch) vorsingt, lohnt schon die Sichtung.


Zudem bietet der Film ein paar wirklich schöne Ansichten von New York und der gefühlvolle, R'n'B-lastige Soundtrack mit fünf Liedern, bei denen Nicole Beharie selbst singt, ist wirklich über dem Durchschnitt anzusiedeln und bleibt im Kopf. Und die zum Ende vermittelte Botschaft, dass man nicht immer nur an sich denken, sondern auch mal was riskieren sollte, ist auf jeden Fall sehr sympathisch.
 

Ein Film, der die meisten Nutzer dieser Seite eher weniger ansprechen dürfte, bei dem ich mich aber überhaupt nicht schäme, zuzugeben, dass er mir sehr gefällt. Übrigens ist das auch der erste Titel, den ich hier selbst angelegt habe. Hat mich überrascht, dass ihn nicht schon jemand anderes eingetragen hatte.

7/10
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Kommentare

25.05.2020 16:07 Uhr - Stoi
1x
Romantische Komödien sind wirklich nicht mein Genre und diesen hier werde ich mit Sicherheit auch nicht sehen. Liebesfilme hingegen können durchaus stark sein. Ich erinnere mich da gerne an DIE BRÜCKEN AM FLUSS (The Bridges of Madison County, 1995) mit Clint Eastwood und Meryl Streep. Das Ding hat mich damals echt berührt, ein sehr eindringlicher Liebesfilm und toll gespielt.

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