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Pod - Es ist hier...

(Originaltitel: Pod)
Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,80 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem die zerstrittenen Geschwister Ed und Lyla eine beunruhigende Nachricht erhalten haben, fahren sie zum abgeschiedenen Haus ihrer Familie in Maine, um eine Intervention für ihren immer paranoider werdenden Bruder Martin, einen Kriegsveteran, abzuhalten. Die Situation gerät jedoch schnell außer Kontrolle, als die beiden entdecken, dass das Haus komplett durchwühlt ist und Martin an eine schreckenerregende Verschwörungstheorie glaubt, die sich um eine finstere Macht dreht, von der er denkt, dass sie im Keller gefangen ist.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Eine alarmierende Nachricht erreicht Edward in der sein Bruder Martin wirres Zeug von sich gibt. Zusammen mit deren Schwester Lyla macht er sich nun auf zu dem Haus in dem Martin seit einiger Zeit zurückgezogen lebt. Dort angekommen treffen sie zuerst niemanden an, das Haus ist verrammelt, die Fenster abgedunkelt. Plötzlich taucht Martin auf und bedroht seine Geschwister mit einem Gewehr. Kaum zu beruhigen tischt Martin eine Geschichte auf die einfach nicht zu glauben ist…

POD - Es ist hier…

Es gibt ja diese Art Filme die keinem Genre direkt angehören wollen. Dazu gehört für mich u.a. Mike Mendez Killers der von einem Extrem ins andere hüpft. Hier reiht sich das vorliegende Werk von Regisseur Mickey Keating (Darling, Carnage Park) vorsichtig ein, denn im ersten Moment sieht alles anders aus.

Daß ein Schaulaufen namhafter Hollywoodrecken nicht immer nötig ist, wird hier wieder einmal bewiesen. Zumindest mir sind nämlich die Darsteller gänzlich unbekannt. Da wäre zum einen Dean Cates (Castle) der den besorgten Edward / Ed verkörpert. Der Herr erweckt den Eindruck daß man sich der höheren Gesellschaft zugehörig fühlt. Kennt viele wichtige Leute, zu denen wohl auch Martins behandelnder Arzt zählt. Dazu später.

Schwester Lyla (Lauren Ashley Carter; Jug Face) hingegen fällt ganz offensichtlich in die Kategorie Partymaus, gönnt sich früh morgens ein Schnäpsken und ist so gar nicht begeistert davon Martin zu betüteln. Dem Bruder zuliebe willigt sie schließlich ein…

...dem gebeutelten Kriegsveteranen Martin (Brian Morvant) einen Besuch abzustatten. Im ersten Moment wirkt sein Spiel ziemlich drüber, aber wenn seine Beweggründe offengelegt werden, verabschiedet sich der Begriff Overacting ganz schnell aus dem Kopf. 

"Vielleicht ist da unten jemand verletzt !"

Nun gut, man kann jetzt nicht wirklich behaupten die Story sein brandneu und unfassbar originell...oder doch ? 

Jedenfalls zieht einem die stark gemachte Einleitung schon ziemlich die Zähne lang, in dem der Zuschauer unmittelbar in eine Konfrontation mit etwas unbekanntem geworfen wird. Quasi als Augenzeuge…

Ein bisserl irritiert lernt man schließlich Ed und Lyla kennen, die sich scheinbar ned sonderlich grün sind. Eddy der sorgsame und ruhige trifft Partylaune und Alkohol. Wobei das Mädel so wie es aussieht nicht gut auf Martin zu sprechen ist. Hat sie etwa Angst vor ihm ?

Gut, wenn man den ex- Soldaten so erlebt, könnte man in der Tat eher auf Abstand gehen. Nicht nur dem Umstand geschuldet daß er seine Geschwister mit ner Waffe empfängt, nein auch seine völlig überdrehte Art rät zur Vorsicht. 

Keating lässt sich sehr viel Zeit mit der Vorstellung der Charaktere und baut jede Menge Dramatik in die Geschichte ein. Martin ist im Grunde eine arme Sau, hat mit seiner Kriegsvergangenheit nicht im geringsten abgeschlossen. Psychologische Hilfe ? Keine Chance. Nach dem anfänglichen Irrsinn den er verbreitet beginnt man doch tatsächlich mitzuleiden. Allerdings macht sein Gerede von dem ETWAS daß er im Keller eingesperrt haben will überhaupt keinen Sinn.

Ungefähr die ersten 40 Minuten von den schlanken, knapp 80 sitzt der arme Zuschauer...wieder mal ich...da und fragt sich was das jetzt eigentlich soll. Was will der Regisseur bzw. Film nun von mir ? Soll ich in Mitleid versinken während ich beginne mich zu langweilen ? Jetzt schafft der Streifen etwas, was einem Schlag in die Gegend unterhalb der Gürtellinie gleicht. Das Drama macht dem Alptraum Platz, der Keller offenbart sein Geheimnis. Und das in einem affenartigen Tempo bei dem sogar Kameramann Mac Fisken (Carnage Park) Schwierigkeiten hat sein Arbeitsgerät ruhig zu halten. Aber keine Sorge, das passt wie die Faust aufs Auge ! 

Warum der Streifen allerdings eine 18er Freigabe erhielt ist für mich ned nachzuvollziehen. Denn so richtig grob wirds eigentlich nie. Wobei ich sagen muss daß manche Schocks schon recht gut sitzen...aber allein daran kann's nicht liegen. 

"Geh zur Straße und warte dort !"

Und worauf soll ich warten ? Daß der Erklärbär aus dem verschneiten Wald stapft, mich beiseite nimmt und mit tiefer, ruhiger Stimme sagt: "Pass mal auf, es ist so…" ? Nicht im geringsten. Denn mit einer Erklärung hält man hinter dem Berg. Nur kleine Brocken bekommt man vorgeworfen und vieles bleibt buchstäblich im Dunkeln. Aber bevor sich ein Bild im Kopf geformt hat, wird dem Konsumenten ein wunderbares Schmankerl serviert. Man begutachtet quasi selber….nö, das muss man sehen !

Abschließend muss ich sagen daß ich von diesem kleinen Film doch sehr überrascht wurde und noch eine Weile darüber nachgedacht habe. Was war das jetzt alles ? Was geschieht hier ? Und was will uns Keating damit sagen ? Vielleicht nichts…. vielleicht mehr als gedacht ? Fragen über Fragen.

7,5 Points mit sehr starker Tendenz zur 8.

 

ses

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Kommentare

25.05.2020 12:49 Uhr - TheMovieStar
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Der Erklärbär…. Alles klar, ich liebe deine kreativen Wordeinstreuungen. Klasse Review, Sony :-) Und danke fürs Vorstellen.

25.05.2020 16:00 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen Movie.
Ich find's schade daß der Film bei Kritikern so schlecht wegkommt. Das hat er in meinen Augen nicht verdient.

25.05.2020 16:20 Uhr - TheMovieStar
1x
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25.05.2020 16:00 Uhr schrieb sonyericssohn
Danke fürs lesen Movie.
Ich find's schade daß der Film bei Kritikern so schlecht wegkommt. Das hat er in meinen Augen nicht verdient.


Nun ich gebe auf solche "Kritikermeinungen" meistens recht wenig und bilde mir meistens meine eigene Meinung. Und da ich bei Dir schon oft gesehen habe, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben, vertraue ich dir :-)))

25.05.2020 17:18 Uhr - dicker Hund
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Auf Deine Meinung gebe schon etwas, Sony. Der hier könnte auch meinen Geschmack treffen.

🙂

25.05.2020 18:03 Uhr - sonyericssohn
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25.05.2020 16:20 Uhr schrieb TheMovieStar
25.05.2020 16:00 Uhr schrieb sonyericssohn
Danke fürs lesen Movie.
Ich find's schade daß der Film bei Kritikern so schlecht wegkommt. Das hat er in meinen Augen nicht verdient.


Nun ich gebe auf solche "Kritikermeinungen" meistens recht wenig und bilde mir meistens meine eigene Meinung. Und da ich bei Dir schon oft gesehen habe, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben, vertraue ich dir :-)))


Zu Risiken und Nebenwirkungen... :-D

25.05.2020 18:04 Uhr - sonyericssohn
1x
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25.05.2020 17:18 Uhr schrieb dicker Hund
Auf Deine Meinung gebe schon etwas, Sony. Der hier könnte auch meinen Geschmack treffen.

🙂


Auch dir vielen Dank.
Ich bin ja auch kein Kritiker sondern Freizeitnörgler :-D

27.05.2020 10:50 Uhr - cecil b
1x
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"Jetzt schafft der Streifen etwas, was einem Schlag in die Gegend unterhalb der Gürtellinie gleicht. Das Drama macht dem Alptraum Platz, der Keller offenbart sein Geheimnis. Und das in einem affenartigen Tempo bei dem sogar Kameramann Mac Fisken (Carnage Park) Schwierigkeiten hat sein Arbeitsgerät ruhig zu halten. Aber keine Sorge, das passt wie die Faust aufs Auge !"

Groovy! Mein Interesse wurde geweckt. Danke für die tolle Review, sony!

27.05.2020 12:38 Uhr - sonyericssohn
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Ich habe zu danken ;-)

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