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Troll 2

Herstellungsland:Italien, USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Fantasy, Trash
Alternativtitel:Troll II
Trolli
Trolls
Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,00 (11 Stimmen) Details
inhalt:
Die gefräsigen Goblins sind zurück und hungriger als jemals zuvor! In der Maske freundlicher Landbewohner lauert eine Horde Menschen fressender Trolle auf die Besucher der malerischen Kleinstadt Nilborg. Familie Waits zieht es nichtsahnend dorthin in den Urlaub, und nur Sohn Joshua fällt auf, dass etwas nicht stimmt. Er träumt von Trollen, die Menschen mit vergiftetetem Essen in Gemüse verwandeln. Kurz darauf werden die Waits von ihren Nachbarn zum Dinner eingeladen ...
eine kritik von crank15neun:

Tja, „Troll 2“. Was soll man sagen…? Trash-Kultfilm oder einfach nur schlechtester Film aller Zeiten? Die einen sagen so, die anderen sagen so. Fakt ist, der Film hat seine ganz eigene kleine Fangemeinde – und das weltweit. Dennoch attestiert eine Schar von Fans definitiv keinem Film eine Gelungenheit oder Können der Macher. Denn das ist hier auch gar nicht möglich!

Bei „Troll 2“ bezeichnet sich Claudio Fragasso als Regisseur. Ob er das Handwerk auch wirklich kann, sei mal dahin gestellt. Denn in diesem Film passt einfach gar nichts: die Schauspieler können nicht schauspielern. Die Musik ist schlecht gewählt, die Kostüme wechseln sich teils in aufeinanderfolgenden Szenen. Das Drehbuch mag man ja kaum als solches bezeichnen; Logik…welche Logik? Man könnte das alles hier noch ewig lang fortführen, aber wozu?

 

Aber mal zur Grundfrage: Warum gibt es in „Troll 2“ eigentlich gar keine Trolle zu sehen? Die Antwort ist ebenso leicht wie banal: Der Film wurde mit dem Arbeitstitel „Goblin“ gedreht. Da aber ein paar Jahre zuvor in Amerika der Film „Troll“ veröffentlicht wurde, entschied man sich kurzerhand dazu, den Film als „Troll 2“ zu vermarkten. Eine Strategie, die ja durchaus auch heutzutage von dem einen oder anderen Label bei uns in Deutschland praktiziert wird. Da aber der ganze Film von seinen Goblins nährt, eine wirklich unkluge Entscheidung. Die Stadt, in dem das ganze Theater spielt, heißt nämlich Nilbog. Jeder, der den Film noch nicht gesehen hat, darf nun den Stadtnamen rückwärts lesen. NILBOG. GOBLIN. Ja, das ist ernst gemeint. Man gibt  den Touristen in dieser Stadt einzig und allein Nilbog-Milch zu trinken, um sie nahrhafter zu machen. Ergibt bei dem Namen „Troll“ dann auch wieder keinen Sinn. Aber keine Sorge, man kann es ja nicht oft genug betonen: Hier ergibt rein gar nichts Sinn. Was ist denn das auch für eine grüne Matsche-Pampe, die wir den den ganzen Film lang in jeder nur möglichen Situation zu sehen bekommen?

 

Die Leistung der Schauspieler braucht man in einem Review zu diesem Machwerk eigentlich gar nicht ansprechen, handelt es sich doch bei keinem einzigen Menschen vor der Kamera um einen Schauspieler. Allerhöchstens darf man diese armen Leute Laiendarsteller nennen. Denn sie wurden per Zeitungsanzeige ein paar Tage vorher zusammen „gecastet“. Zudem, selbst wenn es gelernte oder etablierte Schauspieler gewesen wären, hätten sie ja gar keine Anweisungen ihres Regisseurs verstanden, denn der sprach nur italienisch. Ein paar Crew-Mitglieder sollen den Gerüchten zufolge in gebrochenem Englisch minimal übersetzt haben. Außerdem heißt es von den Darstellern immer wieder, man hat vor dem Drehtag immer nur kleinste Auszüge aus dem Drehbuch bekommen. So kommt es also, dass die meisten der Rollen einfach keinerlei Ausdruck verliehen bekommen haben. Andererseits gibt es totale Overacter… Von der Liebesszene mal komplett abgesehen (auf jeden Fall Popcorn zu dieser Stelle machen, bitte!).

 

Alles in allem stimmt in diesem Film nichts. Die Effekte überzeugen ebenso wenig wie die Schnitte. Die Kameraeinstellungen sind keine Neuerfindung, aber wohl das handwerklich sauberste an der ganzen Produktion. In der deutschen Synchronisation noch ein Highlight des Negativen: Til Schweiger. Man hat nach der Sichtung des Films einfach ein ganz großes Bedürfnis danach, so einige Fragen vom Macher des Films beantwortet zu bekommen. Zusammengefasst: „Echt?“, „Warum?“ und „Ist mein Fernseher jetzt kaputt?“…

 

Trash-Kult hin oder her – den kann man hier wirklich nicht erkennen. Der Film ist und bleibt einfach schlecht. Er bietet keinen Witz, keine Identifikationsmöglichkeiten, kein gar nichts. Bitte lasst alle die Finger davon. Und wenn ihr euch von diesem großen Mysterium „Troll 2“ doch selbst ein Bild machen wollt, gebt euch zuvor und währenddessen bitte eine Menge Alkohol. Anders lässt sich das einfach nicht ertragen.

 

Für den Mut, die Location des Films einfach Goblin in Rückwärts zu nennen und für die absolut wahnsinnige Sexszene gibt es als Trost eine Wertung von 2/10.

2/10
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