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Best Worst Movie

Herstellungsland:USA (2009)
Genre:Dokumentation
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Utah 1989: Dreharbeiten zum Horrorfilm "Troll 2". Ahnungslos lassen sich die Akteure - unerfahrene Statisten - auf das Projekt ein. Das Ergebnis: der schauerlichste Fehler der Filmgeschichte. Dann avanciert der Streifen dank unzähliger Fans zum Kult! Zwei Jahrzehnte später dreht Kinderstar Michael Stephenson die Dokumentation. "Troll 2"-Macher Fragasso liebt diesen Film über seinen Film. Wir auch!
eine kritik von crank15neun:

Laut vielen Trash-Fans weltweit ist der beste schlechteste Film aller Zeiten „Troll 2“. Daher auch der Filmtitel dieser Dokumentation: ins Englische übersetzt also „best worst movie ever made“. (Über genau dieses Werk muss man hier auch nicht  allzu viele Worte verlieren, dazu eine ganz eigene Review. Er ist den meisten Trash-Fans vermutlich sowieso ein Begriff…) „Best Worst Movie“ ist eine Dokumentation des Kinderdarstellers aus „Troll 2“, Michael Stephenson. Sie ist VON ihm, nicht ÜBER ihn. Worüber diese Dokumentation handelt, ist allerdings äußerst undeutlich.

 

Denn „Best Worst Movie“ handelt von vielem: Vom „Troll 2“ Vater-Darsteller George Hardy und seinem Leben vor, während und nach der Produktion von „Troll 2“. Ebenso von dem Kult, der mittlerweile um den Trash-Film entstanden ist. Die Dokumentation versucht die Darsteller auch an diese große kleine Trash-Fangemeinde heranzuführen. Was uns Michael Stephenson mit dieser Doku sagen will? Er zeigt dem Zuschauer viele Reaktionen auf „Troll 2“, doch das Filmchen plätschert nur so vor sich hin. Trotzdem wird klar, warum Stephenson uns diese Dokumentation geschaffen hat: es muss die Liebe sein.

 

Die Dokumentation fängt an und zeigt George Hardy in seinem Alltag als Zahnarzt. Ebenso bekommt man eine kurze Einführung von Michael Stephenson. In der Doku werden vereinzelte Situationen der Fangemeinde gezeigt, im Verlauf gibt es auch immer wieder Interviews mit vielen der Darsteller zu sehen. Stephenson und Hardy versuchen alle für ein Treffen mit Fans zusammen zu trommeln. Dazu gehört aber auch  Regisseur Claudio Fragasso, der ebenfalls Teil dieser Dokumentation ist. (Was dieser für ein seltsames Kerlchen sein muss, begreift der Zuschauer übrigens schnell!)

Allen diesen einzelnen Segmenten fehlt ein konkreter Handlungsstrang, sie geben dennoch ein klares Bild zur heutigen Situation von „Troll 2“ ab: Er ist schlecht, bleibt es auch immer, aber manche finden genau das so wahnsinnig und großartig. Dennoch ist „Best Worst Movie“ so geschnitten, dass viel zu viel Zeit mit George Hardy vergeudet wird, und seinen Versuchen, Menschen im Jahr 2008, die „Troll 2“ nicht kennen, an diesen Film heranzuführen. „You can’t piss on hospitality“... Dieser Satz lässt sich nach der Dokumentation kaum noch ertragen. Er ist so allgegenwärtig, dass er einem schon nach kurzer Zeit auf die Nerven geht. Schade, wenn man bedenkt, dass er eine der wenigen amüsierenden Stellen in „Troll 2“ war.

 

Dass sich George Hardy in diese Tour reinsteigert, führt dazu, dass er sogar selbst am Schluss zu der Entscheidung kommt, dass das Projekt „Troll 2“ aus heutiger Sicht einfach eine schlechte Sache war. Er muss auch zugeben, dass dieses ganze Genre des Horrorfilms einfach nichts ist, für einen fröhlichen Zahnarzt.

So legitim wie diese Meinung ist, so seltsam wirkt sie am Ende. Arbeitet doch der Film im ersten Viertel nahezu nur damit, dem Zuschauer George Hardy’s Enthusiasmus für den Trash-Faktor um „Troll 2“ zu vermitteln.

 

Dennoch lässt sich sagen: Ebenso wie „Troll 2“ seinerseits von Claudio Fragasso produziert worden ist, so hat Michael Stephenson auch „Best Worst Movie“ produziert: mit Liebe. Es ist eben ein Herzensprojekt, was Stephenson hilft, sich selbst mit der Vergangenheit auseinander zu setzen und mit zeitlichem Abstand alles Geschehene um „Troll 2“ einzuordnen. Der Film ist für Fans ein Muss, für alle anderen ganz ok. Er hat ein paar informative Stellen und Interviews. Dennoch lässt er einen unzufrieden zurück. Hat man doch einfach das Gefühl, als hätte man das (gerade erzählerisch) besser angehen können…

 

5/10.

Und nochmal für alle: You can’t piss on hospitality!

5/10
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