SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
The Last of Us 2 · Eine emotionale Geschichte · ab 59,99 € bei gameware Dying Light 2 uncut PS4 · Der Nachfolger des Zombie-Krachers. Mehr Blut! · ab 59,99 € bei gameware

Trabbi goes to Hollywood

(Originaltitel: Driving Me Crazy)
Herstellungsland:USA (1991)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 2,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Der exzentrische ostdeutsche Erfinder Gunther Schmidt (Thomas Gottschalk) baut einen Trabant, der mit Zuckerrübensaft betrieben wird, nahezu abgasfrei läuft und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht. Er fährt nach L.A. in die USA, um seinen Prototypen dort auf einer Erfindermesse zu präsentieren und zu verkaufen. Doch kaum angekommen, wird sein Supertrabbi auch schon geklaut. Glücklicherweise findet Gunther neue Freunde: Max (Billy Dee Williams), ein Ex-Krimineller und die wunderhübsche Ricky (Michelle Johnson) helfen ihm, irrwitzige Verfolgungsjagden und unerwartete Begegnungen mit der Unterwelt zu überstehen ...
eine kritik von crank15neun:

Thomas Gottschalk ist zweifelsohne einer der größten Showmaster in der deutschen Geschichte. Keiner hat so viele amerikanische Stars und Sternchen ins deutsche Fernsehen gebracht wie er. Was ihm allerdings nicht liegt, ist das Schauspielern.

 

„Trabbi goes to Hollywood“ ist eine amerikanische Produktion aus dem Jahre 1991, in der Thomas Gottschalk seine erste internationale Filmrolle gespielt hat. Die Story klingt an den Haaren herbeigezogen: Gunther Schmidt (Gottschalk) kommt aus Ostdeutschland und ist Tüftler. Er modifiziert seinen DDR-Trabant so, dass er mit Zuckerrübensaft fahren kann und dabei sogar 250 KM/H erreicht. Doch als er den Wagen in Westdeutschland anpreisen will, fällt die Mauer und er macht sich durch einen Deal mit einem amerikanischen Industriellen auf den Weg nach Kalifornien. Leider wird ihm der Wagen gestohlen und er versucht alles, ihn wieder zurück zu bekommen.

So weit so schlecht. Denn im Film wird leider kein noch so kleines Klischee über Deutschland ausgelassen. (Bespiel: Der Teil, der in Ostdeutschland spielen soll, zeigt das wunderschöne Bayern.) Die Pointen sitzen einfach immer an der falschen Stelle und daher wirken die Dialoge, als hätten sie drei Praktikanten geschrieben und nie aufeinander abgestimmt. Ein großes Fragezeichen bildet Billy Dee Williams: Der großartige Star Wars-Mime soll hier in die Rolle von Thomas Gottschalks Buddy schlüpfen. (Auch die Mittel für das typische 80er/90er-Buddy Movie werden voll ausgeschöpft: Verfolgungsjagd, Sie-passen-nicht-so-recht-zusammen-und-werden-dennoch-Freunde-wider-Willen, der obligatorische Streit im zweiten Akt,…) Hat er die Rolle freiwillig gespielt oder war es zum Produktionszeitpunkt einfach nicht absehbar, wie das Ergebnis mal aussehen würde?

 

Der Film ist ganz nett geschnitten, jedoch von keinem Profi. Erkennt man hier und da doch einige Schnittfehler. Ein paar Continuity-Fehler findet man auch über den Film verteilt. Die Filmmusik ist nicht schlecht, die deutsche Synchro dagegen sehr. Sie ist gerade bei Thomas Gottschalk (wo es ja dann doch am meisten auffällt) mehrmals asynchron.

Bemerkenswert ist, dass der Regisseur Jon Turteltaub später (dieser ist sein zweiter Spielfilm) einer der Großen in Hollywood werden sollte. Filme wie „Cool Runnings“ mit John Candy, „The Kid – Image ist alles“ mit Bruce Willis, oder „Das Vermächtnis der Tempelritter“ mit Nicolas Cage waren große Erfolge! Nicht zuletzt mit dem Creature-Feature „The Meg“ (mit Jason Statham) brachte er es zurück auf die Kinoleinwände.

 

Alles in allem ist „Trabbi goes to Hollywood“ eine sehr alberne Durchschnittskomödie. Für einen Hollywoodfilm eher stumpfsinnig, aber dennoch ansehnlich. Zwar mag man als Deutscher relativ häufig den Finger heben, weil das hundertste Klischee zum tausendsten Male in einem amerikanischen Film vorkommt, aber man verzeiht es ihm im Gesamtpaket. Thomas Gottschalk ist wahrlich kein Oscar-Preisträger, aber so zweifelhaft seine Schauspielkünste zu Beginn sein mögen, so liebevoll sind er und seine Figur am Ende dargestellt. Mit einem zugedrückten Auge 4/10.

4/10
mehr reviews vom gleichen autor
Best
crank15neun
5/10
Troll
crank15neun
2/10
die neuesten reviews
Tuyas
cecil b
9/10
Schacht,
sonyericssohn
7/10
Hellraiser
dicker Hund
6/10
Red
McGuinness
9/10
Hände
cecil b
7/10
Gott
Anti-Pirat
9/10

Kommentare

28.05.2020 13:42 Uhr - Onkel Lung
User-Level von Onkel Lung 1
Erfahrungspunkte von Onkel Lung 7
Als ich diese Gurke vor über 20 Jahren das erste mal sah, dachte ich, dass es sich hier um einen deutschen Film handelt. Na ja, gegen Tommys falschen Charme ist kein Kraut gewachsen.

28.05.2020 23:01 Uhr - CheesyAK47
In dem war ich damals sogar im Kino :) war das vor „Didi auf vollen Touren“ oder danach?

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)