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Ashfall

(Originaltitel: Baekdusan)
Herstellungsland:Südkorea (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Katastrophenfilm,
Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einem Vulkanausbruch entlang der Grenze von China und Nordkorea, warnen Seismologen davor, dass eine weitere verheerende Eruption unmittelbar bevorsteht, die die gesamte Region in Schutt und Asche legen wird. Der renommierte Geowissenschaftler Bong-rae sieht nur einen Ausweg, um die Explosion zu stoppen: Durch den gezielten Einsatz von Atomsprengköpfen am Vulkan, soll die Katastrophe verhindert werden. Zusammen mit seinem Team wird der Sprengstoffexperte In-chang nach Nordkorea geschickt, um den inhaftierten Spion Joon-pyeong zu befreien. Der politische Überläufer weiß als Einziger, wo sich die Sprengköpfe befinden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um ganz Korea zu retten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Seit dem Jahre 1903 schlief Koreas größter Vulkan, der Paektusan, an der Chinesisch-nordkoreanischen Grenze. Nun aber ist er erwacht und schwere Erdbeben richten große Schäden an. Doch die hiesigen Seismologen gehen sogar von einer Supereruption aus, die das ganze Land vernichten könnte. Der amerikanisch-koreanische Seismologe Robert aber hat einen verwegenen Plan in petto. Mit einer nuklearen Explosion mitten in einem alten Stollen unterhalb des Vulkans soll die gewaltige Eruption verhindert werden. Dummerweise lagern die letzten verbliebenen Atomraketen des Landes in Nordkorea, welche dort verschrottet werden. Zwei Gruppen ausgewählter Spezialisten begeben sich in den Norden um dort Doppelagent Lee Joon aus dem Knast zu befreien. Er ist der einzige der den Standort der Raketen kennt…ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

ASHFALL

Erinnert ihr euch noch an Bay's -Armageddon- ? Ein Asteroid geht auf Kuschelkurs mit der Erde und es rauschen zwei Raumschiffe dort hin um...jetzt kommt's…Atombomben dort zu versenken. Ich kann mir nicht helfen, aber der Beitrag der koreanischen Regisseure Byung-see Kim und Hae-jun Lee (u.a. The Host, I saw the devil) sieht dem 1998er Film doch recht ähnlich. Aber auch nur äußerlich ;-)

Manch einem werden die Darsteller dieser Geschichte hier vielleicht bekannt sein. Dazu zähle ich mich nicht. Jedenfalls übernahm Jung-woo Ha (The Chaser, Kundo) die Rolle des ehemaligen Soldaten und jetzt Kampfmittelentsorgers Jo In-Chong, der einem im Intro bei seiner Arbeit vorgestellt wird. Das heißt er lässt machen während der Herr selbst über Gott und die Welt philosophiert. Und weil er so wahnsinnig im Streß ist, vergisst er den Termin mit seiner Frau zur Schwangerschaftsuntersuchung. Vorbildlich… Und gerade Herr Verlässlich soll eine Gruppe der Spezialisten anführen ??!!...

...vor allem weil zuerst einmal dieser ominöse Lee Joon (Byung-hun Lee; G.I. Joe, Terminator: Genisys) befreit werden will. Der Kerl erweist sich als harter Hund und steckt problemlos die vermeintlich ebenso harten soldatischen Hunde(welpen) in die Tasche. Beste Voraussetzungen also…

Auf in den Kampf...Pardon...Vulkan !

"Sieh mal an. Du hast ja doch Eier in der Hose !"

Der ferne Osten, also Korea, Indonesien und Thailand förderte im Laufe der letzten Jahre so einige Perlen in Sachen Action bzw. Horror zu Tage. Gerne werden beispielsweise Werke wie -The Raid- oder -Train to Busan- genannt. Der vorliegende Streifen möchte jetzt gerne in dieser Liga mitspielen...kann aber nur teilweise überzeugen (und das ist nur meine persönliche Meinung). 

Im Grunde könnte ich es mit ganz einfach machen und dieses Review in ganze 4 Buchstaben fassen: Naja. Fertig. 

Okay, so feige bin ich dann doch nicht und versuche mal zu erklären worans liegt ;-)

Daß sich Nord- und Südkorea nicht wirklich grün sind ist ja jedem bekannt. Der Film klinkt sich an der Stelle ein, in der Kim-yong Uns Norden seine Lieblingsspielzeuge verschrottet. Die letzten Raketen lagert man nun in nem Bunker um sie später unschädlich zu machen. Dies bekommt man im Stile diverser Nachrichtensender vorgesetzt und kann durchaus mit einem gewissen Niveau punkten. Nun lernt der Zuschauer In-Chang bei seiner schweißtreibenden Arbeit kennen. Äh ja, wie ich schon erwähnte trägt er die Verantwortung und lässt andere werkeln. Dennoch ist er ein sympathischer Typ der über seine Zukunft nachdenkt, seine Zukunft als Ehemann und Vater. Deswegen will er ja auch raus aus dem gefährlichen Job. Verständlich. Und noch während er auf dem Weg zu ihr (Suzy Bae als schwangere Choi) ist beginnt die Erde zu beben...und der freudig erregte Zuschauer ebenso. In der Tat erweckt das nun folgende den Anschein als würde Korea dem filmischen Westen zeigen wollen wo der Zelluloidhammer hängt ! Die Straßen reißen auf, Wolkenkratzer brechen kreischend in sich zusammen und Explosionen schütteln die Stadt wie einen zu großen Cocktailshaker. Zwar können es die Effekte mit den großen Vorbildern nicht aufnehmen, aber sie funktionieren. Doch was zu sehen ist macht Laune und schürt die Vorfreude auf das was folgen soll. 

Genau hier liegt leider der Hund begraben. Bekam man zu Beginn den Mund vor Staunen nicht mehr zu, will man ihn jetzt kaum mehr öffnen. Denn die Regisseure machten mehrere, in meinen Augen, enorme Fehler. Erstens nimmt der Film den Fuß fast völlig vom Gas und es kommt Langeweile auf. Dann würzt man die Ödnis noch mit dem hirnlosesten "Humor" der zu finden war und zog das ganze dann über endlose 2 Stunden. Für mich war ab dem Zeitpunkt die Luft raus als der Knasti (eigentlich ne coole Socke) die Bühne betrat. Was soll der Film jetzt sein ? Eine Komödie mit Holzhammerhumor oder ein Katastrophendrama mit Actioneinlagen ? Beides zusammen ? Klappt nicht. 

Da ich aber jetzt ned unfair werden will, muss gesagt werden daß der Streifen auch so einige Überraschungen parat hält und ein paar Actionsequenzen es ganz schön in sich haben ! Die Schießerei mit den US- Army (ja die Weltpolizei spielt auch mit) fegt, eine Verfolgungsjagd mit nem Bus lässt dich jubeln und die unkontrollierte Fahrt mit nem Panzerwagen macht Laune. Wenn nur diese saudummen Comedyeinlagen ned wären.

Bitte ? Der Vulkan ? Ach richtig, da war ja was. Seltsam dass der eigentlich kaum vorkommt. Zwischendurch hustet er ein wenig und darf auch etwas kaputtmachen, aber daß dem wahren Problem so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird is schon merkwürdig. Erst am Ende wendet sich das staubige Blatt… Zu spät meiner Ansicht nach.

"Wollen sie tatsächlich einen Krieg anzetteln ?"

Man merkt vielleicht daß ich diesem Werk weniger zugetan bin als andere es sein werden / würden. Mit persönlich fehlt dem Film einfach dieses gewisse Etwas, der Biss der ihn von anderen Streifen abhebt. Die Effekte allein können's nicht richten, dafür sind sie zu wenig gut gelungen. Auch bei einer Freigabe ab 16 hätte man ein wenig Härte erwarten können...aber selbst hier Fehlanzeige. Evtl. wäre bei einer kürzeren Laufzeit mehr Druck drin gewesen. Und hätte man auf diesen bescheuerten Humor verzichtet…

Ich möchte den Film in keinster Weise mies machen, aber viele Punkte kann ich nicht springen lassen. 

 

ses



 

6/10
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Kommentare

28.05.2020 14:50 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 7
Erfahrungspunkte von The Machinist 663
Trotz deiner verhaltenen Kritik werde ich mir den holen. ;-)
Ich bin und bleibe halt Fanboy. Und was koreanischen Comedy-Schwulst angeht, da bin ich mittlerweile abgehärtet, also lass ich ''Ashfall'' einfach mal auf mich zukommen. Einen Ober-Kracher hatte ich da jetzt ohnehin nicht erwartet.

28.05.2020 14:56 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 7.893
Das dachte ich mir fast ;-)
Könnte mir vorstellen daß du den lieben wirst. Vielleicht ist ja mal was darüber zu lesen.

Danke dir !

28.05.2020 17:20 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 15
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.624
Als eher weicher Hund, der nicht begraben liegt, bleibe ich lieber in meiner Hütte. Die Art von Humor kann ich mir gut vorstellen...

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