SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Predator Hunting Grounds · Lass die Jagd beginnen · ab 38,99 € bei gameware Zombie Army 4 Dead War · Die Kultjagd · ab 48,99 € bei gameware

Jo Koy: Live from Seattle

Herstellungsland:USA (2017)
Genre:Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Wenn ihr jemals geglaubt habt eure Mutter wäre in irgendeiner Weise zu streng oder hätte uns Männer niemals bei einer bestimmten Sache erwischt, dann solltet ihr euch von Mr. Koy eines besseren belehren lassen, denn er weiß was die Stunde geschlagen hat. Jugendsünden, sind aber nicht daß einzige in diesem TV-Special, denn eigentlich ist es eine Selbsttherapie seiner Familie, besonders im Verhältnis zu seiner Mutter und seinem Sohn. Doch das lustigste daran ist, daß nicht nur Jo sich damit therapiert sondern bei einigen von uns wohl ins Familienalbum geschaut hat, oder irgendjemand hat aus dem familiären Nähkästchen geplaudert, denn vieles könnte einem selbst sehr bekannt vorkommen. Depressionen haben künftig und in dieser Stunde keine Chance!
eine kritik von ghostfacelooker:

Bei der Fülle an Stand-Up Comedians im Portfolio des Streaminganbieters, von denen bestimmt mehr als die Hälfte halb so gut sind wie dieser Comedian der in Amerika bereits seit Jahren zu den ganz Großen gezählt werden darf, wundert es mich, daß Netflix sein Programm sieben mal abgelehnt hat.

Er steckte jeden Dollar in die Eigenproduktion und sendete sie dem Anbieter zu obwohl der Jo bereits im Vorfeld sagte, daß sie es wahrscheinlich nicht verwenden, und er dies auf eigene Gefahr hin produziert.

Nun es zahlte sich schlußendlich aus und für mich rangiert Jo Koy, seit ich seine Programme auf Netflix sah, zu meinen persönlichen Top Ten der Komiker, neben Trevor Noah, Jim Jeffries, Katt Williams, Kaya Yanar, Caroline Kebekus, Chris Tall und einigen, die ich bestimmt zu nennen vergessen habe.

Mein Humor ist ebenso vielfältig wie die Meinung Koy´s über seine eigene Abstammung.

Aus seiner Sicht sind Filipinos, Mexikaner und eigentlich fast alle Asiaten einschließlich einiger Schwarzer eng miteinander verwandt, essen laut seiner Mutter total gern Brathämchen, und das zeigt er auf unnachahmlich sympathisch humorvolle Weise, in dem er seine Mutter und ihr Verhalten als bestes Beispiel dafür anführt.

Sie ist, ähnlich wie bei Mario Barth und seiner Freundin, Jo´s roter Faden, den er gemeinsam um seine Jugend, seine Gegenwart und die Zeit mit seinem Sohn spinnt, der laut eigener Aussage hofft halb Schwarz zu sein (was ich nachvollziehen kann) und dies auch in der Schule erzählte, auch wenn es nicht stimmt, obwohl wenn man ihn sieht, und die Version seines Vaters ignoriert, dies durchaus glaubhaft wäre.

Nebenbei könnten Zuschauer mit Migrationshintergrund, in Jo´s Mutter durchaus ihre eigene erkennen, denn irgendwie sind Mütter anderer Ethnien und Länder temperamentvoller. Auch mit Krankheiten gehen diese Mütter anders um, denn bei afrikanischen Müttern ersetzt Vaseline, daß heimische Bepanthen.

Bei Jo´s Mutter respektive asiatisch oder auch südamerikanischen Müttern ist es Wick Vaporub und wenn gar nichts hilft, dann ist es gut, daß die meisten philippinischen Frauen Krankenschwestern, oder wie es heute heißt Kranken-, und Gesundheitspflegerin auch wenn dies meist seiner Interpretation zu folge, der Traum der Mutter und nicht der eigene war, denn auch sie hätte Jo lieber in diesem Beruf gesehen, denn als Comedian.

Sei´s drum denn sie findet ihren Sohn sowieso nicht lustig und dies erklärt er auf sehr humorvolle Art, denn sie zerstörte seine Träume. Doch wenn es jemals humorvoll war, von jemandem zu hören, daß eine Mutter auf den Träumen ihres Kindes herumtrampelte oder diese gar zerstörte, dann in dieser Stunde.

Aber auch das Verhalten anderer Frauen wird von dem charismatischen Komiker gestikulierend und affektbetont persifliert, obwohl er auch immer wieder auf seinen pubertierenden Sohn zu sprechen kommt, und wie schwer es sein kann sein Ich und in ihm wiederzuerkennen, aber davon gestresst zu sein, obwohl man durch ihn auch auf gewisse Art seine Jugend und Infantilität ausleben kann, besonders wenn der Sohn ein Hoverboard will, welches man nur kauft um es insgeheim selbst zu nutzen.

Pubertät, familiärer Verhaltenskodex und Vergangenheitsbewältigungen waren selten so frappierend bekannt, so lustig und, trotz Originalton, welcher wichtig ist, denn nur so zündet der Witz, also schaltet die Untertitel ab, denn man braucht sie nicht, so Zwerchfell strapazierend wie bei Jo Koy.

mehr reviews vom gleichen autor
Ip
Ghostfacelooker
Old
Ghostfacelooker
Jo
Ghostfacelooker
die neuesten reviews
Ip
Ghostfacelooker
Martyrs
Kaiser Soze
2/10
Ravenous,
sonyericssohn
8/10
Gentlemen,
VelvetK
7/10
Hellraiser
dicker Hund
7/10
Behandlung,
hudeley
10/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)