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Score - Eine Geschichte der Filmmusik

(Originaltitel: Score: A Film Music Documentary)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Dokumentation, Musikfilm
Bewertung unserer Besucher:
Note: 10,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
"Score" zeigt, wie einige der berühmtesten Filmthemen der Kinogeschichte konzipiert wurden und wie die Entwicklungsstufen eines Soundtracks vom leeren Notenblatt bis zum fertigen Score verlaufen. Die bekanntesten Filmmusikkomponisten – alle Meister ihres Fachs - teilen in diesem Dokumentarfilm ihre Erfahrungen und ihr Knowhow mit uns, den Zuschauern. Der Film demonstriert, welche Macht und welchen Einfluss die Filmmusik hat. Regisseur Matt Schrader veranschaulicht in seinem Film die Entwicklungsprozesse und dokumentiert, wie die Komponisten die Musik zusammenstellen und den Film so untermalen, dass er beim Publikum unmittelbar intensive Reaktionen auslöst.
eine kritik von crank15neun:

Was ist das großartigste an einem Film? Was behält man am längsten im Kopf? Was hinterlässt den allerletzten Eindruck, wenn man den Kinosaal verlässt? Es ist die Filmmusik! Kaum auf eine andere Weise lässt sich die Intention oder die Stimmung eines Filmes unterstreichen, hervorheben oder generell einfach beeinflussen.

 

Die Dokumentation „Score“ aus dem Jahre 2016 von Matt Schrader gibt einen 90-minütigen Überblick über die Institution der Filmscores. Betont werden muss, dass dieser Film nicht zu sehr in die Tiefe geht. Daher ist der Begriff „Überblick“ deutlich passender.

„Score“ erzählt mit vielen Interviews von hochkarätigen Filmkomponisten (von A wie Alexandre Desplat bis Z wie Hans Zimmer; naja, so ähnlich…), wer sich in der Riege einen Namen gemacht hat und mit welcher Eigenschaft dies passiert. Die Doku zeigt sowohl die immer wieder vorkommenden Stilbrüche in der Filmmusik in den verschiedenen Jahrzehnten als auch die Highlights, die jeder Filmfan auch heute noch im Ohr hat. Beginnend im Jahr 1895, in denen in Kinos noch sogenannte Kinoorgeln benutzt wurden, um den Stummfilmen einen gewissen Charme zu verleihen (ok, in Wahrheit, um den Filmprojektor zu übertönen), startet „Score“ eine kleine Zeitreise mit dem Zuschauer. Man erwähnt alle wichtigen Meilensteine, die es seitdem gegeben hat. Nie zu tiefgreifend, um die Zeit in diesem 90-Minüter zu vergeuden, aber immer mit genügend Informationen, um die Eindrücke, Handlungen und Auswirkungen zu verstehen. Immer versehen mit einschätzenden Kommentaren von Weggefährten innerhalb der Filmindustrie oder wertschätzenden Worten heutiger Filmkomponisten. Ab und an gibt es eine professionelle Meinung einer Psychologin, hier und da Filmausschnitte. Garniert wird alles mit den passenden Behind-the-Scenes-Aufnahmen. Man lernt zwischen den Jahrzehnten, die einem nahegebracht werden, von mehreren Komponisten, wie sie arbeiten. Gerade, weil dieser Film eine solche breite an diversen Segmenten besitzt, ist genau das wichtig, was all diese verbindet: die Musik. Und es ist eine Lobeshymne an diese.

 

Es macht Spaß, sich „Score“ anzusehen. Man gleitet von einem „Achja!“ zum nächsten und bekommt einen Ohrwurm nach dem anderen. Verbunden wird alles mit Musik von Ryan Taubert, der es schafft, in Mitten all jener Meisterwerke, auch seine eigenen kleinen, aber wundervollen Melodien Gehör zu verschaffen. Keine Frage, dies ist keine Dokumentation für Historiker oder Leute, die alles haarklein zu bestimmten Kompositionen erfahren möchten. Nein, es ist ein Film von Filmmusik-Liebhabern an Filmscore-Fans!

Zum Schluss der Doku hat man sich für den Abspann noch eine liebevolle Widmung für James Horner aufgehoben. Der Oscar-Preisträger (1997, Titanic – eine Komposition, die weltweiten Ruhm erlangte), der im Juni 2015 bei einem Kleinflugzeugabsturz ums Leben kam, bekommt einen würdigen Nachruf seines Kollegen und langjährigen Weggefährten, Regisseur James Cameron. Dies rundet die Dokumentation gebührend ab!

 

„Score – Eine Geschichte der Filmmusik“ bringt einem wahren Score-Liebhaber Gänsehaut. Der Doku-Film ist liebevoll gemacht, gibt kleine Einblicke, genau auf 90 Minuten portioniert. Hier steht wirklich die Musik im Vordergrund! Der Film will keine Historiker aus dem Zuschauer machen, er will einfach nur die großartigen Kompositionen der Filmgeschichte mit kleinen Anekdoten auffüllen. Wenn man das im Hinterkopf hat, und einen Faible für diese Stücke, dann kann man hier Höchstpunktzahl geben! 10/10.

10/10
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Kommentare

02.06.2020 19:42 Uhr - cecil b
1x
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Eine interessante Vorstellung, gut geschrieben, danke dafür!

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