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She Never Died

Herstellungsland:Kanada (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Fantasy, Komödie,
Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Lacey ist unsterblich, ihr zugefügte Wunden heilen einfach - für ihr ewiges Leben zahlt sie jedoch einen hohen Preis: Sie muss Menschen töten, um sie zu essen. Da Lacey aber trotzdem kein schlechter Mensch ist, tötet nur solche, die es in ihren Augen verdient haben: Mörder, Vergewaltiger, Entführer. Als ihr jedoch ein alternder Polizist auf die Spur kommt und ihr eine Art Zusammenarbeit anbietet, ändert sich ihr Leben für immer...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Schon seit langem muss sich die Polizei mit einer Reihe von Vermisstenmeldungen herumschlagen. Immer wieder tauchen die verschwundenen Personen wieder auf, allerdings grausam verstümmelt. Der alternde Detective Godfrey nimmt diesem Fall so zu Herzen daß er schon nicht mehr schlafen kann. Eines Tages trifft er bei seinen Ermittlungen auf die Obdachlose Lacey die sich an die Fersen eines Snuff- Filmers geheftet hat und diesen nicht ganz uneigennützig zur Strecke bringen will. Aus Godfrey und Lacey wird das ungleichste Ermittlerpaar aller Zeiten, denn Lacey ist etwas ganz besonderes…

SHE NEVER DIED

Das Zombiegenre modert seit nun fast 100 Jahren im Filmbereich herum und lieferte dem blutrünstigen Horrorfan immer neue Ausformungen der Wiedergänger. Was das mit dem vorliegenden Werk von Regisseurin Audrey Cummings zu tun hat ? Eigentlich gar nix…okay...wenig. Aber irgendwie passt der doch... zumindest im Ansatz.

Der farbigen Olunike Adeliyi (The Prodigy) ist in meinen Augen die Rolle der Lacey auf den Leib geschrieben. Ihre Haare wirken wie mit der Steckdose gekämmt und stehen kreuz und quer auf ihrem Kopf, ihr träumerischer Blick scheint in die Ferne zu schweifen ohne irgendein Ziel. Konversation ist auch nicht unbedingt ihr Ding und geht Menschen meistens aus dem Weg. Trotz ihrer augenscheinlichen Einsamkeit wirkt sie zufrieden, was für sie normal zu sein scheint…

...doch als sie den alten Detective Godfrey (Peter MacNeil; u.a. A History of Violence) trifft und er sie in seiner Wohnung wohnen lässt, bekommt ihr Leben einen Sinn. Aber der gewiefte Cop hat seine ganz eigenen Pläne mit der seltsamen Frau. Denn sie soll ihm bei der Aufklärung der Vermisstenfälle helfen.

Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen stehen Snuff- Filmer Terrance (Noah Dalton Danby; Riddick, American Gothic) und seine Schwester Meredith (Michelle Holden; Haunter, R.E.D.) die Menschen als Ware ansieht. Zu dem auch das Opfer Suzzie (Kiana Madeira; Stufe 16) gehört. Bis sie auf Lacey trifft…

".... Haferflocken…"

Nö, also sonderlich spannend ist die Story ja wirklich nicht. Und auch den Vergleich mit den Zombiefilmen muss ich jetzt wieder zurücknehmen. Denn auch wenn sich Lacey ned so ernährt wie von einem Menschen gewohnt, ist sie doch keine Untote. Zwar will der Titel des Streifens dem Zuschauer dies vielleicht vorgaukeln...der Hintergrund ist ein anderer. Sie torkelt nicht herum, stöhnt -Gehüüüüürrrn- und verfault zusehends, nein die Dame geht da anders vor. Madam sucht sich den größten Abschaum der Stadt heraus, killt und...bon Appetit...genießt dessen Fleisch um zu existieren. Die genaue Erklärung des Vorgangs ist dem Film selbst zu entnehmen ;-)

Was nun ziemlich ekelhaft und grausig klingt, funktioniert im Film einfach super. Denn dieser ist nicht nur grob sondern glänzt auch mit nem kleinen, feinen, wahrlich beissendem Humor. Vor allem die "Unterhaltungen" zwischen Lacey und Suzzie sind mehr als schräg besitzen gewisse Ähnlichkeiten zu Monthy Pythons schwarzen Humor (für mich). Und in Verbindung mit den ziemlich rabiaten Kills samt handgemachtem Schmodder, macht die Sache Laune. 

Dumm nur, daß wie gesagt die Story durch ihre dünne Struktur wenig Möglichkeiten zu einem großartigen Ausbau der Charaktere schafft. Die Figur Detective Godfreys bleibt leider recht blass...nicht nur vom optischen her. Er scheint kaum so etwas wie einen wie eine Geschichte zu haben. Außer vielleicht daß man ihn im Revier wohl schnellstens loswerden will. Ähnlich verhält es sich mit Lacey über die man lange Zeit kaum etwas erfährt, nur wieso sie ihr Fleisch gerne englisch bestellt...ihr versteht… Was es mit ihren Visionen auf sich hat bleibt ebenfalls lange ungeklärt. 

Bis der Zuschauer schließlich selber draufkommt was gespielt wird, darf man Zeuge so einiger blutigen Szenen werden die klarmachen woher die 18er Freigabe kommt. Als Opfer dürfen vor allem die Schergen der Snuffknalltüte Terrance der bei der Gehirnvergabe anscheinend gepennt hat. Auch seine Schwester Meredith ist wohl zu oft vom Wickeltisch gefallen...anders kann man sich ihre kranken Gedankengänge ned erklären.

"Du bist schon länger hier, oder ?"

Da würde man überrascht sein was das Mädel für einen Stammbaum besitzt. Denn zum Ende hin wird klar was oder wer Lacey tatsächlich ist. Wenn ich jetzt auch noch gewusst hätte daß der Film hier eine quasi Fortsetzung eines 2015er Werkes ist... egal. Für mich hat der dennoch funktioniert. Adeliyi wirkt in manchen Szenen durch ihr starkes Spiel bedrohlicher als alle Zombies auf einen Haufen ! Was auch an Ian Macmillans Kamera liegt, die des öfteren mit ulkigen Einstellungen punkten kann. Laceys Kommentare hierbei laden zu mehreren Jubelrufen seitens des Zuschauers ein. 

Frei von "Fehlern" ist dies Werk aber nicht. Immer wieder steht man auf der Bremse und der Film braucht dann seine Zeit um erneut in Schwung zu kommen. Daß manche Charaktere ziemlich im Dunkeln stehen sagte ich ja bereits...da wär mehr drin gewesen.

Jedenfalls hatte ich meinen (derben) Spaß und 90 Minuten gute Laune.

 

ses

8/10
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Kommentare

02.06.2020 19:44 Uhr - cecil b
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Schön geschrieben, ein guter Eindruck vom Film, der mir gänzlich unbekannt ist, und auch daher eine tolle Vorstellung ist, sony!

02.06.2020 19:52 Uhr - sonyericssohn
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Bedanke mich.
Einfach mal antesten. Der tut nichts und will nur spielen ;-)

04.06.2020 07:50 Uhr - cecil b
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Gut, dann kann ja nicht viel schiefgehen. ;)

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