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Countdown

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,25 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Eine App, die Deinen Todeszeitpunkt voraussagt? Kann doch nur ein Fake sein! Denkt anfangs zumindest die junge Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail), als sie diese runterlädt und ungelesen die Nutzungsbedingungen akzeptiert. Ausprobieren kann man es ja mal. Während ihren Freunden noch Jahrzehnte Lebenszeit bleiben, zeigt Quinns Display etwas anderes an: Nur noch drei Tage zu leben und der Countdown läuft! Schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Quinn erfährt von ersten Todesfällen unter den Nutzern und eine unheimliche Gestalt scheint, sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Immer verzweifelter versucht sie, hinter das Geheimnis der mysteriösen App zu kommen. Als sie Matt (Jordan Calloway) kennenlernt, dessen Zeit ebenfalls abläuft, wollen beide gemeinsam ihren Todes-Countdown stoppen – zwei Tage, ein Tag, eine Stunde…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Die junge Quinn ist überglücklich endlich ihren Traumjob als Krankenschwester ausführen zu dürfen. Darin geht sie völlig auf und kommt mit den Kollegen wunderbar aus. Leider läufts in der Familie weniger gut, denn seit dem plötzlichen Tod der Mutter ist alles anders. Nun kursiert eine neue Smartphone- App unter den Kollegen und deren Handys die angeblich den genauen Zeitpunkt des Dahinscheidens anzeigen soll. Ohne große nachzudenken installiert Quinn ebenfalls diese App und stellt entsetzt fest, daß ihr nur noch wenige Tage bleiben sollen. Dieser Tatsache schenkt sie anfangs keinen Glauben, doch dann sterben Menschen…

COUNTDOWN

Vor 20 Jahren hauchte Regisseur James Wong mit der -Final Destination- Reihe dem Horrorgenre frischen Atem ein. Wo sonst war der Tod so experimentierfreudig wie hier ? Jetzt nahm sich Regisseur Justin Dec, der hier sein Langfilmdebüt gibt, mit vorliegendem Streifen die Generation Smartphone zur Brust und mixte locker flockig die Final… Thematik darunter. Leider funktionierte der Mixer nur halbwegs…

Die Darstellerriege setzt sich hauptsächlich aus Seriendarstellern zusammen von denen ich selbst keinen einzigen kenne. Die hübsche Elizabeth Lail (The Blacklist) verkörpert die frisch gekürte Krankenschwester Quinn Harris. Endlich darf sie DEM Job nachgehen den sie schon immer ausführen wollte. Eine hilfsbereite, bei den Kollegen angesehene junge Frau die dadurch anscheinend den Tod ihrer Mutter verarbeiten möchte. Sie gibt sich selber die Schuld an diesem einen Unfall…

...was auch an ihrer Schwester Jordan (Talitha Eliana Bateman) nicht spurlos vorüber geht. Die beiden verstehen sich seit dem nicht mehr so gut und Jordan fühlt sich von Quinn bevormundet wenn sie mal zu Hause ist. Das Verhältnis ist als zerrüttet zu bezeichnen.

Eines Tages schlägt das Schicksal aufs neue zu und Quinn trifft auf Jordan (Matt Monroe) der das selbe Problem mit sich buchstäblich rumschleppt. Diese bescheuerte App die ein Eigenleben zu haben scheint….und die Uhr läuft gnadenlos gen Null…

"Es ist ein Fluch !"

Heutzutage gibt's ja wirklich für jeden Mist ne App. Facebook, Parship, Tik-Tok, Idealo, Geradeaus gehen für Anfänger und was weiß ich was noch. Ein Film über nen bösen Vertreter einer Applikation ist mal was anderes. Diesen leitet die feucht-fröhliche Party einiger Jugendlichen ein, welche die neue, titelgebende, App für ein Saufspiel nutzen. Nach diesem Intro wird dem gespanntem Zuschauer Quinn bei der Arbeit vorgestellt. Eine hübsche, junge Frau die sich ihrer Wirkung auf Männer anscheinend kaum bewusst ist. Den widerlichen, übergriffigen, Anmachversuche ihres Vorgesetzten Dr. Sullivan (eklig Peter Facinelli; u.a. Twilight) ist sie fast hilflos ausgeliefert…steht alleine da. Zu ihrer Familie hat Quinn zwar Kontakt, aber die Situation ist angespannt. Zusätzlich kapselt sich die jüngere Schwester Jordan immer mehr ab und eine gewisse Rivalität keimt. 

Schließlich führt das Schicksal Quinn und Matt zusammen. Denn beide haben das selbe Problem mit dieser vermaledeiten App die unerbittlich runterzählt. 

Damals im Jahre 2000 war es Gevatter Tod höchstpersönlich der die Jugendlichen dahinraffte. Wenn auch auf eine äußerst subtile Art und Weise. Der moderne Tod aber bedient sich moderner Mittel und greift zum Smartphone. Darf man diesen Umstand als kleinen Fingerzeig deuten sich nicht von jener Gerätschaft versklaven zu lassen ? Eine Frage die ich jetzt einfach mal offen stehen lasse. Auf jeden Fall funktioniert Kollege Handy als elektronischer Bösewicht überraschend gut. Okay, nicht das Handy ist per se böse, sondern wie schon öfter gesagt diese App die sich über die Hörner eines Ziegenbocks (na, klingelts ? ;-) ) auf dem Display darstellt. 

Außen hui, innen pfui ? Ja, zugegeben macht die Story an sich schon neugierig. Da nehm ich mich auch nicht aus der Gleichung. Aber was zu Beginn wirklich Lust auf mehr macht, lässt im Laufe des Films / der Geschichte meiner Ansicht nach einfach an Konsequenz vermissen. Wenn mal was passiert, dann zu lasch und fast in kompletter Dunkelheit. Manche Schocks sitzen zwar an den richtigen Stellen (Dämon), locken aber wohl nur noch Genreneulinge hinter dem Ofen hervor. Persönlich hätte ich mir mehr Kompromisslosigkeit gewünscht, wenn die Rahmenbedingungen schon so…. endgültig sind. Bei einer FSK 16 Freigabe eigentlich möglich. Allerdings punktet der Film dann wieder mit zwei nerdigen Typen (Priester, Computerheld) die für so einige Lacher sorgen und für a bisserl Schwung zuständig sind. Ebenso Kamera- Urgestein Maxime Alexandre (High Tension, Annabelle, The Nun) beweist in einigen coolen Einstellungen sein Können, was den Zuschauer nicht nur einmal direkt in die Story hineinzieht. 

"Haben sie die Nutzungsbedingungen nicht gelesen ?"

Ja, die Inhaltsangabe verspricht so einiges. Allerdings kann der Streifen diese Versprechungen nur teilweise halten. Der Horror steht immer wieder auf der Bremse und schockiert nur zum Teil. Härten kaum auszumachen und viel Leerlauf. Dafür können die gut aufgelegten Darsteller durchweg überzeugen, spielen frisch und flott. Jedoch fehlt einfach wie erwähnt der letzte Kniff bzw. Wucht die dem ganzen nur zu gut getan hätte. 

Sollte es zu einen Nachfolger kommen, dann bitte mit brachialer Macht und weniger technisches Gefrickel. 6,5 Punkte.

 

ses

7/10
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Kommentare

07.06.2020 08:21 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 15
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.624
Eines der wenigen Reviews, bei dem die Inhaltsangabe und der Rekurs auf sie interessanter klingen als die Details der eigentlichen Kritik. Mir ist aber eine wenig spektakuläre Idee, die top umgesetzt ist, lieber als eine richtig gute Idee, die in der Umsetzung schwächelt. Den Titel werde ich daher mit Vorsicht genießen.

08.06.2020 00:01 Uhr - Lukas
1x
"Geradeaus gehen für Anfänger" - sehr geil! :-D
Der Film selbst lacht mich eher nich so an, muss ich gestehen, klingt ja nach ziemlicher Durchschnittsware.

08.06.2020 08:14 Uhr - sonyericssohn
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Danke euch beiden.
Die Story wär ja wie gesagt recht erfrischend, aber was man daraus gemacht hat erfrischt eher weniger. Verschenkte Chance.

12.06.2020 08:57 Uhr - Draven273

16.06.2020 10:14 Uhr - Draven273
1x
So... Versuch Nr. 2 da mein erster Kommentar irgendwie nicht durchgegangen ist, da hatten aber neulich mehr Leute Probleme. Sorry Sony.
Ich fand den Film irgendwie ganz nett für zwischendurch. Mit einer 6,5-7/10 würde der bei mir wegkommen. Aber soweit liegt man da ja auch nicht auseinander. Ich finde auch wie Du, dass der Film genug Potenzial hat, was richtig geiles zu zaubern, aber es dann komplett verschenkt. Klar unterhalt er gut, aber es kommt keine Steigerung, der Spannungsaufbau lässt einfach irgendwann nach. Etwas schade, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Da mich das Ende durchaus zum schmunzeln gebracht hat, hoffe ich, wenn ein zweiter Teil kommen sollte, dass die Jungs dort eine Schippe drauflegen. Da geht noch was. Die Schauspieler an sich und die Idee waren auf jeden Fall ok.
Wie immer schön zu lesen. Vielen Dank für die Mühe.

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