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Extreme Job - Die Spicy-Chicken-Police

(Originaltitel: Geukhanjikeob)
Herstellungsland:Südkorea (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Die erfolglose Einheit von Drogenfahndern unter Captain Ko steht vor dem Aus. Um das zu verhindern, muss ihnen eine eindrucksvolle Verhaftung gelingen. Blöd nur, dass das Spicy Chicken-Restaurant, von dem aus ein internationaler Drogenring observiert wird, kurz vor der Schließung steht. Ko bleibt nichts anderes übrig, als den Laden zu kaufen und ihn mit seinem Team selbst zu schmeißen. Womit keiner rechnen konnte: Die Zufalls-Gastronomen sind echte Naturtalente und schaffen es mit dem „besten Spicy Chicken Koreas" sogar bis ins nationale Fernsehen. Das ruft nicht nur Kos Vorgesetzte auf den Plan, sondern auch die skrupellosen Drogengangster.
eine kritik von ghostfacelooker:

Hier haben wir es mit der koreanischen Version der Police Academy Truppe zu tun, nur das diese Jungs und das Mädchen, es leider eigentlich sehr ernst in ihrem Job nehmen. Ausgesprochen dumm nur, daß dabei die unfreiwillige Tolpatschigkeit der Einheit um Cpt. Ko (Ryu Seung-ryong) , ihren Tatendrang immer genau in den Momenten übersteigt, in denen es darauf ankommt.

Der absolut witzige Anfang, die über den gesamten Film teils zynisch und sich selbst kaum ernstzunehmende Synchronisation, gepaart mit den soliden Actioneinlagen, würden den Film mit seinen irrwitzig, finalen dreißig Minuten, zu einem ausgesprochenen Highlight machen. Aber dazu kommen wir im schlußendlichen „Fazit“.

Captain Ko, der „Kopf“, ist ein fast resigniert zu nennender Charakter, der es innerhalb zwanzigjähriger Tätigkeit zu keiner einzig weiteren Beförderung geschafft hat, obwohl er sich redlich bemüht.

Die einzige Frau im Team, ist Detektive Jang (Lee Hanee), die zunehmend männliches Verhalten an den Tag legt, nicht weil sie sich sonst nicht behaupten könnte, sondern weil ihr Kollege Ma, sonst noch aufdringlicher werden würde, als er ohnehin schon ungefragt ist.

Die Haßliebe der beiden, wird aber glücklicherweise nur zeitweise thematisiert und ist genauso subtil, wie die sarkastische bösartige Energie des Gangsterbosses Moo-Bae (Shin Ha-kyu) überraschend wirkt, welche in einer kurzen Sequenz messerscharf zum Ausdruck kommt, obwohl er sonst kaum in Szene tritt, was man von seinem weiblichen Bodyguard und ihren durchschlagenden Argumenten, nicht behaupten kann.

Detektiv Ma (Jin Seon-kyu), hält sich selbst für einen naseweisen Schlaumeier, beweist aber dann schlummernde Qualitäten in der Zubereitung von titelgebenden Geflügel, was zum hauptsächlichen Problem des Films führt.

Denn anders als zum Beispiel im amerikanischen Steak Out Filmen, in denen man die Protagonisten Emilio Estevez und Richard Dreyfus, bei der Observierung mit der zu überwachenden Person konfrontiert und durch die daraus entstehenden Mißgeschicke nicht nur Spannung sondern auch temporeiche Komik erzeugt, flacht der Film hier genau in diesem Bereich, im Vergleich zu seinem innovativem Auftakt, enttäuschend ab.

Die Handlung im Restaurant,erinnert auch in seiner Darbietung an den vierten Aufguss der Mr. Boo-Reihe, in der die Gags und Action genauso zäh sind wie die Entenhaut schmutzig, wobei man hier immerhin noch auf Dialoge geachtet hat und man zumindest die Motivation der Protagonisten verstehen kann.

Regisseur, Lee Byeong-heon, der mit diesem Film in seinem Land einen überdurchschnittlichen Blockbuster schuf, der heimische Rekorde brach, hätte er „Mittelteil der Geschichte“ für mich jedoch konstant weiter scharf würzen können, und statt melodramatischer Selbstfindung und fehlender Spannung, vielleicht die ein oder andere Konfrontation mit den zu Observierenden, gepaart mit der Qualität der anfänglichen Fettnäpfchen der Truppe einbauen können.

Schade daß man die tollen Ideen und die Spannung nicht konstant durch den Film verteilt hat und so eine ganze Stunde der Handlung sich vor sich hinplätschern ließ, denn schlußendlich zeigen der Beginn und der bereits angesprochene finale Teil der Handlung,nicht die eigentliche und für den Zuschauer überraschende Qualität der Einsatztruppe, sondern auch welches Potential diese Geschichte gehabt hätte.

Immerhin ist die Action und der gesamte Dialog im Film auf jenem hohem Niveau und gleichbleibender Qualität, welche zu Beginn versprochen wird, weshalb ich nicht von einem Reinfall sprechen möchte, aber wenn man eine Stunde darauf wartet, daß wieder etwas passiert oder man so herzhaft lacht, wie in den ersten zehn Minuten, finde ich, kann man auch nicht von einem absoluten Blockbuster sprechen.

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Jo
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Kommentare

28.06.2020 14:26 Uhr - cecil b
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Danke für die Vorstellung, ich habe nun einen wirklich guten Eindruck davon, um was für einen Film es sich handelt!


Der ist aber wohl eher nicht so meins. Was für Zwischendurch aber eventuell.

28.06.2020 15:29 Uhr - The Machinist
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Sowas von meins. Trotz der erwähnten Kritikpunkte ist der so gut wie gekauft.

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