SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 34,99 € bei gameware Star Wars Squadrons · Stürze dich ins rasante Pilotenerlebnis · ab 39,99 € bei gameware

Highlander - Es kann nur einen geben

(Originaltitel: Highlander)
Herstellungsland:Großbritannien, USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,95 (93 Stimmen) Details
inhalt:
Der Highlander Connor MacLeod ist unsterblich. Als er 1536 eine sonst tödliche Wunde überlebt, wird er aus seinem Dorf vertrieben. Ein anderer Unsterblicher, der Spanier Ramirez, unterweist ihn im Schwerterkampf und klärt ihn auf: Wenn ein Unsterblicher einen anderen Unsterblichen enthauptet, geht dessen ganze Kraft und dessen ganzes Wissen auf ihn über. Der letzte Überlebende erhält die Macht, die gesamte Welt zu beherrschen. Diese Macht darf nicht in falsche Hände geraten. Bei einem Treffen im heutigen New York treten die letzten Überlebenden zum Endkampf gegeneinander an. Der Highlander trifft auf den stärksten der Unsterblichen: den mörderischen Barbaren Kurgan. Denn am Ende kann es nur einen geben...
eine kritik von dicker hund:

Der Fantasy-Actioner "Highlander" wurde 1986 von Russel Mulcahy inszeniert, der mehrere Videoclips für die Band "Queen" gedreht hat. Da überrascht es nicht, dass Freddie Mercury dem Score durchweg eine stimmgewaltige Größe verleiht, ohne die der Titel womöglich nicht zu einem Franchise mit mehreren Fortsetzungen und einer Zeichentrickserie geworden wäre. 

Hauptdarsteller Christopher Lambert ist aufrechten Hauptes, festen Blickes und mit einem coolen Trenchcoat bekleidet unterwegs, bereit zu den stuntreichen Schwertkämpfen, die das pulsierende Herzstück des Spektakels turnusmäßig ganz schön kopflos erscheinen lassen (Gewalt 5/10). Schon das erste Gefecht lässt aufhorchen, kommen dabei doch zahlreiche Kundenfahrzeuge eines Parkhauses zu Schaden, die heute als Oldtimer durchgehen würden. Der Regen der Sprinkleranlage taucht die aufsehenerregende Konfrontation in den eigenwilligen Look der 1980er Jahre, der die Optik hier vorzeigbar wie selten prägt. Die Ausleuchter akzentuieren Licht und Schatten mit verspielter Kreativität, wodurch sie die neonbunten Kulissen selbst im Dunst einer Nebelmaschine noch farbenfroh erstrahlen lassen. Prächtige Naturschauplätze kontrastieren das gegenwärtige New York City über ambitioniert gestaltete Überblenden, die in "Braveheart"-analogen Historienerzählungen die Erinnerungen des Protagonisten Connor MacLeod aus mehr als 400 Jahren Lebenserfahrung schildern. Was genau mit ihm los ist, erfährt er von Ramirez, für den gleich einmal Bond-Mime Sean Connery gecastet worden ist, um einen erhabenen Lehrmeister zu verkörpern. 

"Überschätze niemals deine Stoßkraft, sonst kommst du aus dem Gleichgewicht."

Apropos Stoßkraft, so erhaben wie die Herren der Schöpfung wäre gerne auch die Damenwelt (Roxanne Hart u. a.), die sich aber oftmals in einem Frauenbild aus hübschen und zugleich höchst schutzbedürftigen Kreischerinnen einfinden muss, das allenfalls durch die geizig dosierte erotische Sichtbarkeit einen Hauch von Aufmerksamkeit erstreiten darf (Sex 3/10). Stattdessen hat es einen schmierigen Schmalzanteil zu verantworten, der vor allem im glücklicherweise knapp gehaltenen Epilog übelste Mainstreamklischees der familienfreundlichen Wohlfühlunterhaltung bedient.

"Was für ein dreckiger Kerl. Ihr besteht nur aus Schmutz und Muskeln."

Das könnte ebensogut auf den Antagonisten Kurgan zutreffen, der zeitgeistgetreu natürlich Russe sein muss. Clancy Brown ("Starship Troopers", "John Dies at the End") bringt über ihn eine gute Prise Horror (3/10) ein, der im sicherheitsnadelzerstochenen Halsabschneidertum seine Bestimmung findet. Leider wird die durch ihn vermittelte Härte relativiert. Der augenzwinkernde Humor (4/10) hat meistens Charme, gleitet gelegentlich jedoch in klamaukhafte Einlagen wie in der Mantel-und-Degen-Epoche hinein. 

Solche bleiben indes Ausnahmen. Die vielfältigen Wirrungen der Zeitenwenden sind mit hohem Engagement inszeniert und harmonieren bemerkenswert stimmig mit dem anstehenden Weg zum Entscheidungskampf. Diese große Filmperle (8/10 Punkten) hat mit dem Satz "Es kann nur einen geben." ein geflügeltes Wort geschaffen, dessen Essenz sich trotz einiger Schnitzer in Drehbuch und Technik (man erwähne nur die Verbindung von Funken, Blitzen und Seilen) viel von seiner Faszination erhalten hat. Kaum ein Film ist dermaßen cheesy und ikonisch zugleich. Ein eigenes Bild hiervon darf man sich inzwischen ab 16 Jahren machen, findet die bisher rot verstempelte FSK. 

8/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Hostel
dicker Hund
6/10
Hostel
dicker Hund
8/10
Hostel
dicker Hund
7/10
die neuesten reviews
Delta
TheMovieStar
9/10
Devil
JasonXtreme
9/10
Harpoon
sonyericssohn
6/10
Mörderischer
Kaiser Soze
8/10
Hostel
dicker Hund
6/10

Kommentare

05.08.2020 09:19 Uhr - McGuinness
2x
User-Level von McGuinness 4
Erfahrungspunkte von McGuinness 274
Den mag ich immer noch sehr gerne, so wie den dritten Teil 😊... Den zweiten Ableger der Reihe kann man meiner Meinung nach aber getrost vergessen 😒👎🏻

05.08.2020 11:17 Uhr - Horace Pinker
2x
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.586
Wie immer perfekte Verbindung aus hohem Infogehalt, eloquenten Formulierungen und viel Lesespaß, good Job dicker Hund! Muss gestehen bisher noch keinen einzigen Highlander Teil gesehen zu haben (kenne bisher lediglich die Robot Chicken Parodie mit Lindsay Lohan statt Christopher Lambert) nach deinem wohlwollenden Fazit sollte ich diese Lücke wohl bei Gelegenheit mal schließen.

05.08.2020 11:32 Uhr - sonyericssohn
2x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 20
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 8.186
Das ist auch so ein Film der irgendwie nie alt wird. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme !!!
Schön dargebracht und in Erinnerung gerufen Hund ! ;-)

05.08.2020 23:41 Uhr - Intofilms
1x
Die Seile müssen sichtbar sein, sonst fühlt es sich nicht richtig an! „Highlander“ hat mich noch nie enttäuscht und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Review ist wunderbar, many thanks! ;)

06.08.2020 22:26 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 7
Erfahrungspunkte von The Machinist 719
Da geht es mir ähnlich wie sony, ist einer meiner Favoriten.
Dieser 80er-Urban-Fantasy-Vibe in Kombination mit dem Sword and Sorcery-Thema und Musik von Queen, dazu noch Lambert als kultige Charakterfresse. Immer wieder fantastisch!

Von den Fortsetzungen habe ich noch nie eine gesehen. Mögen ja manche besser und manche schlechter sein, aber für mich kann es in diesem Falle tatsächlich nur einen geben.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)