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Tuyas Hochzeit

(Originaltitel: Tuya De Hun Shi)
Herstellungsland:China (2006)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Liebe/Romantik
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Tuya ist die schöne und standhafte Ehefrau von Bater, einem Hirten, der beide Beine verlor, als er auf der Suche nach Wasser in den weiten Steppen der Inneren Mongolei unterwegs war. So muss Tuya nun allein für Bater und ihre zwei Kinder sorgen. Die harte Arbeit setzt ihr merklich zu, bis sie eines Tages krank wird. Angesichts der ernsten Lage beschließt das Paar, sich scheiden zu lassen, damit Tuya jemanden suchen kann, der ihr hilft, die Familie zu versorgen. Die Anwärter sind zahlreich, doch keiner möchte sich um Bater kümmern, so wie Tuya es fordert. Auf ihrer Suche nach einem neuen Ehemann begegnet die selbstbewusste und sturköpfige, aber ebenso sanfte und sensible Tuya Freiern, die reich aber unehrlich, liebenswert aber schüchtern sind… Schließlich trifft sie ihre Wahl und ihr neuer Mann lässt Bater in ein Pflegeheim in die Stadt überweisen. Doch Bater verzweifelt immer mehr an seiner Sehnsucht nach Tuya und den Kindern und zwingt Tuya abermals zum Handeln…
eine kritik von cecil b:

 

Was habe ich die Story von TUYAS HOCHZEIT geliebt, als ich sie auf der ARTHAUS-DVD las. "Die Bewerber sind zahlreich, doch Tuya stellt eine Bedingung: Ihr Ehemann muss mitversorgt werden." Mal ganz was anderes. Gekauft. Paul Schrader, dem die Freunde der Filmkunst das Drehbuch zu Martin Scorseses Meisterwerk Taxi Driver zu verdanken haben, sah das vielleicht ähnlich, zu der Zeit, in der er als Präsident der Jury auf der Berlinale den goldenen Bären für diesen Film übergab. In die Hände des chinesischen Regisseurs Quan'an Wang ( Jung zhe), der den Award neben 14 weitere stellen konnte. Man schrieb, viele Anwesende seien sich nicht so ganz sicher gewesen, ob Wang, der diesen Film in seiner Muttersprache Tuya de hun shi nennt, zurecht diesen Bären erhielt, oder ob die Auswahl schlichtweg keinen besseren Film zu bieten hatte. Als ich mir TUYAS HOCHZEIT anschaute, hatte auch ich circa. 50 Minuten lang so meine Zweifel, ob ich den Film nicht für überbewertet halte. Dann fesselte mich dieser mit steigender Tendenz, das Ende ließ mich nachdenklich und mit einen Staunen zurück. 

Ein Film, der in der Inneren Mongolei spielt, deren Bevölkerung heutzutage zu circa. 80% aus Han-Chinesen besteht, und der für uns 'Langnasen' in der Regel viele unbekannte Sichtweisen präsentiert, der ist doch ohnehin sehenswert. Und wie. Wang hatte für TUYAS HOCHZEIT Mongolen und Chinesen vor der Kamera platziert. Der Deutsche Lutz Reitemeier war so überzeugend hinter der Kamera, dass der Regisseur diesen für Bai lu yuan wieder in diese Position brachte. Laut Reitemeier und Wang ergänze sich durch ihre Zusammenarbeit auch die europäische und die chinesische Auffassung von der Filmkunst. Die einwandfreien Schnitte hat der Regisseur selbst ausgeführt.

 

 

 

Die trockenen Hochebenen erscheinen unerbittlich. Die Farbgebung und die Beleuchtung, sie sind so natürlich gehalten, man wird fast dorthin manövriert, wo keine Bäume und Blumen wachsen, und Menschen leben, die die Last der Existenzangst sowie der harten körperlichen Arbeit auf den Schultern tragen, und den Kältetod fürchten müssen. Die Hirten haben kein Dach über dem Kopf, sie schlafen in Jurten, riesigen Zelten. Die Gesichter, wir sehen sie so pur, als ob die Figuren vor uns stehen. Die Ausschnitte aus deren Leben, und die Kommunikation zwischen diesen, sie sind mit souverän ausgewählten Einstellungen inszeniert. Mit dem Händy gefilmte Nahaufnahmen zeigen in besonders emotionalen Momenten oft das ausdrucksstarke Antlitz der Protagonistin. Es ist schon erfrischend, wie unaufgeregt alles in Szene gesetzt ist, und sich besonders durch lange Einstellungen oder eine konstante Perspektive in einer bedeutenden Szene die volle Wirkung der Dramaturgie entfaltet. Kein Bild sieht aus wie gemalt, mit schönen Sonnenuntergängen und Co. Die Figuren haben kaum Zeit und Nerv für einen Blick darauf, da passt es, wenn dem Konsumenten dieser auch verwehrt bleibt. Wenn dort eine Herde Schafe zu sehen ist, vorher verdeckt von einer Anhöhe, dann kann das prachtvoll anmuten. Es kann erahnt werden, dass die Tiere dort nicht nur aus der Landschaft herausstechen, sondern sie auch zu den Grundfesten der Einwohner gehören. Nahrung, und Wolle, für die mehreren Schichten Kleidung, die sie tragen müssen. Die Schafe, Kamele und Pferde brauchen Trinkwasser genauso wie die Menschen, fließend Wasser gibt es nicht. Ein Brunnen muss hart und auf gut Glück erkämpft werden, aufgrund des steinigen, wenig fruchtbaren Bodens. Ein hartes Pflaster, das so einige Probleme mit sich bringt. "Der Schnaps wird den Schmerz betäuben. " . Die Schönheit der Heimat unterscheidet sich stark von unserer Vorstellung davon. 

Die schneeverhangenen Berge im Hintergrund, sie haben eine ganz eigene Ästhetik. Der Wind und das Geblöke der Schafe sind Teile der Geräuschkulisse, Musik ist selten zu hören. Wenn zum Beispiel ein schönes mongolisches Geigenspiel zu hören ist, kann man auch bei diesem Wohlklang die Schwere des harten Lebens heraushören. In Szenen, in denen Frauen hart arbeitend zusammen singen, ist Gänsehaut möglich. Beachtenswert, wie ein gesatteltes Pferd, auf dessen Rücken ein Einwohner sitzt, von diesem dazu gebracht wird, die Schafe in eine Richtung zu lenken. Schön, ist die Kleidung, die die Einheimischen für besondere Anlässe geschneidert und verziert haben. Amüsant, sind die Szenen, in denen Kinder auch dort kichern, das Flötenspiel mehr schlecht als recht üben, auf einem Schaukelpferd reiten und sich gegenseitig das Essen reichen. Rührend und erheiternd, ist es, wenn sich hart gesottene Frauen und Männer so zaghaft annähern, wie junge Menschen, die den ersten Kuss noch vor sich haben. Die extremen Verhältnisse mit winzigen Lichtblicken, die beeinflussen auch das Miteinander der Menschen.  

Jeder, der nicht zur Familie gehört, und mit dem man in Kontakt ist, oder sogar liiert, wird auch danach ausgesucht, ob er einem dabei helfen kann, die Existenz zu sichern. Manchmal muss die Ratio darüber entscheiden, mit wem man das Bett teilt. Viele Männer tauchen auf. Bekannte, alte Bekannte, unbekannte. Sie sprechen oft von Gütern und Geldern, die sie besitzen, oder angeblich in Aussicht haben. Tuya horcht auf, wenn unter den Bewerbern auch einer ist, der seine gefühlvolle Seite zeigt, und sich damit auch ein wenig von den vielen Personen männlichen Geschlechts unterscheidet, die Schlägereien als Ausdruck von Männlichkeit verstehen, und auch so von den erwachsenen Männern dazu erzogen werden. Auch, wenn man dieses archaische männliche Gesellschaftsbild verurteilen möchte, kann man schlussfolgern, dass unter den extremen Umständen raue Sitten menschlich sind, und die Verzweiflung dazu führen kann, sogar Schlimmes zu tun. Die Protagonistin hat keine andere Wahl, sie braucht einen gesunden Ehemann, was auch Ba'toer so sieht, und hat dann doch die Qual der Wahl. Tuya: "6 Bewerber waren heute da, keiner wollte mich haben. ".  "Keiner wollte mich haben. ", sagt Ba'toer. Wie hart es ist, dass sich die Beiden gerade dadurch, dass sie ihre Intimität voneinander trennen, zeigen, dass sie sich lieben. 

Die Hochzeit soll auch eine Zukunftsperspektive geben. Wie die Männer Tyua umwerben, das zeigt auch auf einen gesellschaftlichen Umbruch, der da stattfindet. In einer öffentlichen Einrichtung, die gezwungenermaßen besucht wird, steht auf einem Tisch eine rote Flagge mit Hammer und Sichel, und ich meine gesehen zu haben, wie Mao Zedong dort von der Wand hinunter lächelt. Rückstände, von vergangenen Einflüssen, die nun ein neues Gewand haben. Die Bewerber wollen mit der Zeit gehen, der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas folgen, in die Städte ziehen. Der Lebenswandel einer Gesellschaft verändert sich, Tunya muss ihren verändern. Eine Entwicklung voller Schmerz und Hoffnung. 

Langsam kommt die Story voran, trotz der gezeigten widrigen Umstände fast gemütlich. Und oft sind die Szenen, in denen sich kaum einer bewegt, und die Blicke oder die Körperhaltung Bände sprechen, enorm. Die Schicksalsschläge sitzen auch für den Zuschauer tief. Wenn er denn damit begonnen hat, mit der Protagonistin mitzufiebern. Jeden dargestellten Funken Hoffnung mit Skepsis sieht. Darüber nachdenkt, wie das wohl so ist, wenn auch die Armut darüber bestimmt, wie du lebst und stirbst. Versteht, dass die Gegebenheiten dazu führen können, dass Körper, Geist und Seele nicht mehr das schaffen, wozu der Wille sie zwingen muss. 

Was die Chinesin Nan Yu (Expendables 2!) da auf die Beine stellt, als knallharte, entschiedene, und dann doch wieder sanfte Tuya, die ihre Kinder und ein paar Männer um sie herum umsorgen muss, das ist in jedem Moment erstaunlich. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für ein Leben sie darstellt, verbrachte Yu drei Monate bei einer mongolischen Hirtenfamilie, beobachtete die Gestik und Mimik dieser, und lernte, wie man Pferde und Kamele reitet. Und Ba'toer wird von einem auch im realen Leben körperbehinderten gleichnamigen Mongolen (The Sorrow of Brook Steppe) gespielt, der Yu doch tatsächlich in nichts nachsteht. Ruhig und besonnen, und dann doch auch todtraurig. Ein Dialog zwischen Tuya und Ba'toer ist von einer emotionalen Härte, dass man verblüfft sein kann. Alle anderen Darsteller sind mongolische Laien. Das heißt aber nicht, dass auch nur einer von diesen nicht hervorragend spielt. Vielleicht authentischer, als jemand, der mehr westlich orientiert aufgewachsen ist. So mancher soll auch ein wenig sich selbst gespielt haben.

 

 

Die Story und das Drehbuch von Regisseur Quan'an Wang und Drehbuchautor Wei Lu (Drehbuch: Leben!, Regie: Xixia lu tiaotiao) hat ungewohnte Motive, auch wenn Mechanismen des klassischen westlichen Kinos den Film an den Mann bringen sollen. Lehnt man sich dann im Finale zurück, mit der Vorstellung, dass märchenhafte Entwicklungen alles wohl bekömmlich zu Ende bringen, ist es durchaus möglich, dass man dann am Ende doch die Mundwinkel nach unten zieht, mit dem Eindruck, dass der Film nicht nur von bitterer wahrer Liebe und den Umbruch einer Gesellschaft erzählt. Menschliche Schwächen und Stärken können in Anbetracht der gezeigten Lebensumstände neu verstanden werden. Es ist nur schwer möglich, über das Verhalten der Figuren zu werten, und zu beurteilen, was gut und böse, richtig oder falsch ist. Wang äußerte auf der Berlinale, dass es für ihn etwas ganz Besonderes sei, vielleicht einen kleinen Einblick in eine Lebensweise zu geben, die kaum noch besteht. Seine Mutter wurde in etwa dort geboren, wo der Film spielt. Er wüsste etwas von der dargestellten Lebensart, und auch davon, wie die Ausbreitung der Industrie die Weidegründe der Hirten immer mehr zu Wüsten umwandelt, sowie dass alles so rasant passiert, dass Menschen da kaum mithalten können. Da sein Film privat finanziert wurde, war er von der staatlichen Zensur befreit. Ein tolles Zeitbild. 

 

9/10
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Kommentare

02.07.2020 12:40 Uhr - Punisher77
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Ich glaube zwar nicht, dass es dieser Film jemals in meinen Player schaffen wird, aber wie für Dein "Hände Voller Blut"-Review gilt auch hier: exzellenter Lesestoff! Du schaffst es beispielhaft, jeden für einen Film wichtigen Aspekt zu veranschaulichen, so dass man einen ersten Eindruck vom Film gewinnt. Sehr gut gemacht!

02.07.2020 13:17 Uhr - sonyericssohn
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Geht mir ähnlich wie Puni.
Wunderbar Bilder in Worte gefasst, aber ein Film abseits meiner Sehgewohnheiten. Dafür bin ich wohl nicht geschaffen :-D

02.07.2020 19:37 Uhr - McGuinness
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Klingt nach einem schonungslos ehrlichen, sehr authentischen Werk, dessen von tiefgreifender Melancholie geprägte Umstände geradezu fühlbar von dir dargestellt werden.
Es scheint ein recht ruhiger, doch dadurch keineswegs weniger eindringlicher Film zu sein.
Wäre jetzt vermutlich nicht meine erste Wahl, da mir der Schnitt bzw. das Leben und Handeln der Protagonisten nicht radikal genug erscheint, aber grundsätzlich abgeneigt bin ich nicht und werde zu gegebener Zeit daher durchaus mal einen Blick riskieren, denn deine sehr gefühlvolle und mit Blick fürs wesentliche, toll verfasste Rezension hierzu, konnte mir dennoch ein gutes Bild über das vermitteln, was mich wohl erwarten wird... Sehr schöne Besprechung, lieber Cecil 😉

02.07.2020 19:48 Uhr - cecil b
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Es freut mich sehr, dass euch die Review gefallen hat, danke für die Kommentare! :)

McGuinness: Wow, dein Kommentar fasst da wirklich aufbauend vieles zusammen, was der Film in seiner Art aus meiner Sicht zu zeigt!

Aber eines sage ich dir, es gibt da ein paar Szenen, die sind echt hart, und die können vielleicht radikal beschrieben werden. Das Drama hat so ein paar Momente, die sind echt ein Schlag in die Magengrube. Da staunte ich nicht schlecht. Es ist echt nicht so, als ob TUYAS HOCHZEIT da versucht etwas zu beschönigen.

So, ich hoffe, dass ich heute oder morgen wieder zum lesen und kommentieren komme.

02.07.2020 20:28 Uhr - McGuinness
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Das klingt ja doch immer verlockender für mich 🤔
Ein ungefiltertes Abbild der Realität ist mir stets willkommen, zumal ich es sehr mag, wenn ein Film selbst nach dem Abspann noch einige Zeit lang nachwirkt.

02.07.2020 21:00 Uhr - cecil b
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Wobei man sagen muss, dass er nur implizit politisch (und in diesem Sinne radikal) ist, und eher nah an den Figuren bleibt. Aber, wie angedeutet, das Ende ist nicht 'schön', sondern gut. ;)

03.07.2020 10:20 Uhr - prince akim
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02.07.2020 20:28 Uhr schrieb McGuinness
Das klingt ja doch immer verlockender für mich 🤔
Ein ungefiltertes Abbild der Realität ist mir stets willkommen, zumal ich es sehr mag, wenn ein Film selbst nach dem Abspann noch einige Zeit lang nachwirkt.


Genau auf solche Filme steh´ ich auch. Und dank dieser famosen Review habe ich wohl wieder einen neuen Kanditaten entdeckt ...

03.07.2020 12:23 Uhr - cecil b
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Das freut mich sehr, dass du da vermutlich einen neuen Kandidaten für dich entdeckt hast, und dir die Review gefallen hat!

Ein ruhiger Film, der gerade deswegen so wirkungsvoll ist, mMn. Die WIRKLICH dramatischen Szenen wirken für mich realistisch, weil sie so subtil und nicht effekthascherisch sind.

Der inszenatorische Stil (und nur der!) erinnerte mich tatsächlich ein wenig an meinen Lieblings-Film von Takeshi Kitano, DAS MEER WAR RUHIG.

03.07.2020 12:55 Uhr - prince akim
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03.07.2020 10:20 Uhr schrieb prince akim
02.07.2020 20:28 Uhr schrieb McGuinness
Das klingt ja doch immer verlockender für mich 🤔
Ein ungefiltertes Abbild der Realität ist mir stets willkommen, zumal ich es sehr mag, wenn ein Film selbst nach dem Abspann noch einige Zeit lang nachwirkt.


Genau auf solche Filme steh´ ich auch. Und dank dieser famosen Review habe ich wohl wieder einen neuen Kanditaten entdeckt ...


😨 Boah,wieder gehuddelt und schon wird´s peinlich ... Ich meinte natürlich einen neuen " Kandidaten" ! 🤫

03.07.2020 17:28 Uhr - The Machinist
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Vom Regisseur Wang hatte ich bislang nur gehört. Nan Yu kenne ich aus einigen anderen Filmen, war mir aber nie so präsent im Gedächtnis. Doch du sprichst ja in höchsten Tönen von dem Film und der Vergleich mit ''Das Meer war ruhig'' lockt mich schon, auch wenn ich selbst ''Hana-Bi'' favorisiere. ;-)
Die von dir erwähnte Wehmut der mongolischen Steppenlandschaften sah ich schon im ''Mongolian Ping Pong'' gerne, also setze ich ''Tuyas Hochzeit'' mit auf die Warteliste. Danke cecil.

03.07.2020 19:23 Uhr - cecil b
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prince akim: War mir gar nicht aufgefallen. Zudem kenne ich nun ein neues Wort: "gehuddelt".

Freut mich, The Maschinist! :) "Mongolian Ping Pong". Kenne ich auch nicht. Sollte ich vermutlich ändern. Vielleicht hast du ja Bock darauf, den zu besprechen, wenn möglich. Das könnte mein Interesse ja eventuell wecken.

Hana-Bi mögen viele sehr. Ich weiß nicht warum, vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, aber den fand ich jetzt nicht besser als andere von Kitano. Wobei ich jeden von Kitanos Filmen, den ich gesehen habe, mochte.

04.07.2020 16:52 Uhr - The Machinist
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Kritik wahrscheinlich nicht, der liegt bei mir schon wieder ewig zurück. Ist an sich aber echt empfehlenswert.

Bzgl. ''Hana-Bi'': Das ist einer der Filme die mich überhaupt erst für japanisches Kino empfänglich gemacht haben, deswegen wird der immer einen hohen Stellenwert bei mir belegen. Mit diesem würde sich meine Kitano-Top-5 in etwa so zusammen setzen.

1. Hana-Bi
2. Brother
3. Kikujiros Sommer
4. Sonatine
5. Violent Cop

04.07.2020 19:07 Uhr - cecil b
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Nachvollziehbar. Definitiv. Auch fast alle meine Favoriten, wobei ich auch nicht alle Kitanos kenne.

Bei Kikujiros Sommer finde ich einfach umwerfend, dass der letzte Satz (ich glaube der letzte) den Blick auf den kompletten Film verändern kann.

Violent Cop: Wie er hinkt, um so zu tun, als ob er geschwächt sei. Die Pferdeküsse, usw. Hammer!

Brother: Cool! ;)

Sonatine: schön und traurig, auf eine unvergleichliche Art und Weise.

DOLLS gehört für mich aber auch auf die Liste! Poesie!

04.07.2020 20:27 Uhr - The Machinist
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Mist. Bei ''Dolls'' vergesse ich ständig, dass er von Kitano ist. Irgendwie hab ich da immer Shunji Iwai im Kopf. Also lösche einfach geistig ''Violent Cop'' aus der Liste und setze ''Dolls'' auf Platz 2, dann passt's. ;-)

04.07.2020 23:12 Uhr - cecil b
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Also, bei Dolls sind wir uns einig, aber Violent Cop bleibt garantiert in meiner Liste. ;)

Shunji Iwai: muss ich nachholen!

Und Montag gucken wir noch mal ganz genau nach nen neuen Avatar!


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