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Thor: The Dark Kingdom

(Originaltitel: Thor: The Dark World)
Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Thor 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,96 (38 Stimmen) Details
inhalt:
Mit einem gewaltigen Donnerschlag kehrt er zurück – der mächtige Thor! Denn nicht nur die Erde, sondern alle Neun Reiche werden von einem dunklen Feind bedroht, ein Gegner, der älter ist als das Universum selbst: Malekith, der Verfluchte! Der unerbittliche Herrscher der dunklen Elfen setzt alles daran, das Universum zu zerstören. Nicht einmal Thors Vater Odin, König von Asgard, vermag es, ihn aufzuhalten. Um Malekith zu besiegen und die Kräfte des Kosmos wieder in Einklang zu bringen, tritt Thor seine gefährlichste Reise an. Diese wird ihn mit seiner großen Liebe Jane Foster wiedervereinen – sie wird ihn jedoch auch dazu zwingen, alles zu opfern, um die Welten zu retten…
eine kritik von romero morgue:

DAS T(H)OR ZU RAGNARÖK


Vorwort:

Der Autor ist weder ein Fanboy noch ein Gegner von Superheldenfilmen. Er schaut halt unheimlich gerne Filme zur Unterhaltung und seine Filmauswahl ist breit gefächert. Teils werden die neusten Blockbuster auch erst viel später gesichtet . Dadurch kommt es auch schon mal vor, dass einige Filme erst spät entdeckt werden. Eine chronologische Sichtung ist meist eh ausgeschlossen da nach der aktuellen Laune entschieden wird...

 

Der Donnergott Thor ist neben seinem Vater Odin wohl einer der bekanntesten Wikingergötter. Diese nordischen Götter Rund um Walhalla stellen neben den Glaubenswelten der Griechen und Ägypter auch gerne mal Pate für die Filmindustrie oder in der Literatur. Unzählige Vorlagen wurden hier übernommen, umgeformt oder neu interpretiert. Wohin gegen sich in den Comics sich eigene Helden etabliert haben, ist der Einfluss hierrauf aber nicht weg zu diskutieren - sind diese doch genau wie Götter teils Unsterblich oder mit besonderen Gaben versehen. Manchmal schafft es dann auch ein Charakter direkt in beide Welten: THOR.

Nach der Rettung der Erde und den Liebeleinen mit der irdischen Jane Foster verbringt Thor seine Zeit damit den Frieden in den neun Welten aufrecht zu erhalten. Durch einen unglücklichen Umstand kommt seine Geliebte in Kontakt mit dem Äther, einem Uralten Relikt welches dazu im Stande ist seinem Träger unermessliche Kräfte zu bescheren. Zur gleichen Zeit erwacht Malekith, der Anführer der Dunkelelfen, aus seinem Tiefschlaf, begib sich auf die Reise um dieses Stück Macht wiederzubekommen um damit Asgard und seine Bewohner samt dem gesamten Universum zu zerstören. Jetzt liegt es an unserem Donnergott den Untergang zu verhindern.

In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Comicwelt mit MARVEL und DC jeweils ein eigenes Universum mit großer Anhängerschaft entwickelt. Bereits in der Vergangenheit wurden einige dieser Superhelden für die große Leinwand oder das Fernsehen adaptiert wie z.B. SUPERMAN oder auch BATMAN. In der Neuzeit wurde gerade mit der Trilogie um SPIDERMAN von Sam Raimi ein neuer Hype ausgelöst der bis heute anhält. Alles haben alle Filme gemeinsam: Sie sind buntes Popcornkino und huldigen den Effekten der Zeit.

Der zweite Soloausflug von THOR ist eine wilde Mischung aus verschiedenen Stilelementen. Wo viele der meisten dieser Filme (von der Superheldenthematik mal abgesehen) sich auf eben eine dieser konzentrieren werden hier Sci-Fi, Fantasy und Mythologie reichlich vermischt. Die neun Welten (ich meine es waren aber nur sechs) könnten auch aus einem reinen Fantasyepos wie WARCRAFT stammen, die "Raumschiffe" der Dunkelelfen sehen aus wie Kampfjäger aus STAR TREK; ihr Anführer hat wahrscheinlich parallel als Komparse bei HERR DER RINGE mitgearbeitet; und die Darstellung der Götterstadt Asgard könnte direkt ein Überbleibsel eines Sets aus GODS OF EGYPT sein. Das (natürlich) auch die gute alte Erde als Schauplatz dient ist schon Ehrensache.

Die Grundgeschichte rund um die Rache Malefiz´s...sorry, Malektih´s und dem Kampf gegen die Asen dient nur dem Mittel zum Zweck die gewohnt Gutgemachte Action dem Publikum um die Augen und Ohren zu blasen. Chris Hemsworth als Donnergott macht eine solide Figur und war (welch ein Zufall) bereits 2009 als Vater von James T. Kirk im ersten Reboot von STAR TREK zu sehen. Natalie Portmann als seine Love Interest Jane Foster bleibt dagegen eher blass. Warum sich Thor gerade SIE ausgesucht hat anstatt sich Sif zu schnappen will ich nicht verstehen. ;) Irgendwie hat der gute THOR auch eine ähnliche Geschichte vorzuweisen wie ein anderer Bekannter: Hercules.

Kat Dennings als Sidekick von Mrs. Foster passt aber überhaupt nicht. Zu auffällig sind die Überschneidungen mit ihrem Charakter aus 2 BROKE GIRLS. Ich habe die ganze gewartet das sie mit einem Cupcake um die Ecke kommt. Anthony Hopkins als Odin hätte durchaus mehr Screentime vertragen können und Idris Elba als Heimdall geht in seinem Kostüm unter. Apropos "untergehen": Ray Stevenson tabst gelegentlich als Volstagg durch das Bild, ist aber unter seiner Montur überhaupt nicht zu erkennen. Das ganze unter Federführung von Alan Taylor, der zwei Jahre später TERMINATOR: GENISYS inszeniert hat und mir vorher gar nicht bekannt war.

Wo das ganze in der Storyline nur solide Punkte einfährt kann die Action; die Effekte; natürlich (fast) voll überzeugen. Das ganze ist reichlich vorhanden aber nicht ganz so übertrieben wie bei anderen vergleichbaren Vertretern. Neben besagten Raumschiffflugszenen beim Angriff auf Asgard oder dem Showdown in London (wo auch ein Hauptteil der Handlung angesiedelt ist) gibt es noch einige nette Kämpfe Mann gehen Mann und tolle Settings zu bewundern. Das alles aber Wohldosiert und nicht im Minutentakt. Leider verfehlt der Film in 3D seine optimale Wirkung. Hier kommen keine sonderlichen Tiefeneffekte zum Einsatz und hätte als weitere Dimension besser ausgenutzt werden können (dieses aber mal nur am Rande erwähnt).

Da der erste THOR Ausflug noch nicht gesichtet wurde und auch der direkte Vorgänger THE AVENGERS noch ungesehen im Regal liegt, kann kein Vergleich gezogen werden und das ist auch gut so, da ich somit den Vorteil habe den Film als Einzelstück zu betrachten und zu bewerten. Das die unzähligen, vorhandenen Anspielungen auf diese beiden Filme trotzdem verstanden wurden ist schon mal ein gutes Zeichen. Ärgerlich ist natürlich das Spoiler dadurch nicht vermeidbar sind. Leider ist das aber generell ein Problem bei Serien/Crossoverfilmen und auch bei DC vorhanden. Und wo wir gerade bei der Konkurrenz sind: Ob nun MARVEL oder DC, ist im Grund wohl eine Glaubensfrage unter den Jüngern. Mit ist das im Kern völlig egal solange der Film gut ist. Beide haben gute wie auch schlechte Auswüchse, muss aber gestehen das ICH persönlich die bis jetzt gesehenen DC Filmen doch besser fand. Diese sind in meinen Augen einfach rauer und Erwachsener.

Trotzdem ist THOR: THE DARK KINGDOM kein schlechter Film. Pures Popcornkino der oberen Klasse aber leider ohne viel Tiefgang. Auch der Nebenstrang mit Loki hat mich nicht sonderlich beeindruckt. Es fehlt trotz der vielen Ebenen und Ideen an Substanz.


Als Fazit vergebe ich solide 6,5 fliegende Hämmer, da mich der Film fast 2 Stunden gut unterhalten hat. Und was anderes hatte ich auch gar nicht erwartet.

7/10
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