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Sweetheart

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Jenn ist völlig alleine auf einer kleinen tropischen Insel gestrandet, nachdem ihr Boot im Meer gesunken ist. Tagsüber kämpft sie nun gegen die Naturgewalten und ist mit Intelligenz, Kraft und Mut darauf bedacht Nahrung zu finden. Doch nach dem die Sonne untergegangen ist erlebt sie ihren persönlichen Albtraum, als ein finsteres Wesen im Dschungel nach Beute jagt.
eine kritik von ghostfacelooker:

Woran denkt man, wenn man „gestrandet auf einer Insel“ hört?

Nun einige bestimmt an das Survival-Drama Cast Away – Verschollen mit Tom Hanks, welches wiederum lose auf Daniel Defoe´s Roman Robinson Crusoe basiert. Andere wiederum an Lost, der fulminanten Serie der letzten Dekade.

Doch egal welcher erste Gedanke beim Lesen entsteht, Sweetheart, ist nichts davon und doch möchte sich dieser Film, mit stylisch düster gehaltenem Cover, zumindest an die Serie orientieren, wobei der Vorsitzende Jason Blum, der Produktionsfirma Blumhouse selbst schon bessere Werke vermarkten konnte.

Vielleicht hätte man auch auf einen erfahreneren Regisseur als auf J.D. Dillard setzen sollen, welcher mit Sleight 2016 sein kaum bemerktes Debüt feiern konnte, oder aber nicht als Trio neben ihm noch seinen Drehbuchkumpel Alex Theurer, der mit ihm sein Debüt schrieb sowie Alex Hyner, welcher bisher überwiegend als Kameramann und Schauspieler aktiv war, engagieren sollen.

Das, oder aber man hätte die ganze Geschichte spannender inszenieren können, wäre zumindest mein bescheidenes Urteil über dieses Werk, denn einerseits langweilt man gute zwanzig Minuten und versucht mit der überwiegend hyperventilierend atmenden Sweetheart, deren Name man erst ziemlich am Ende des Films erfahren wird und der wie üblich nicht genannt werden sollte, sich verbunden zu fühlen und dann wird man schon beim ersten Anblick des „Mysteriums“ der Insel enttäuscht.

Bevor ich aber als alter Miesepeter solcherlei Werke dazu komme, warum mich nicht der Reiz des Übernatürlichen in der ersten Sekunde des Gewahrens jener in fluoreszierendes Rot getünchten Silhouette packen wollte, und stattdessen immer nach Assoziationen wie dem Ding aus dem Sumpf und anderen fischartigen Wesen anderer Filme suchte, möchte ich auf Jenn zurück kommen.

Ach Ghost, du wolltest doch Sweetheart richten Namen aufgrund des Spoilers nicht nennen und außerdem hast du nun den ganzen Reiz am Film vorweggenommen, wie du es immer machst, da du arroganter weise auch selten Spoilerwarrnfunktionen einbaust.

Nun falsch, denn ich denke es bleibt spannender wenn man nicht weiß, oder im Film selbst darauf kommt warum Jenn (Kiersey Clemons), nicht bei ihrem richtigen Namen genannt wird. Nicht das es groß an Bedeutung gewänne, oder den Film tatsächlich in irgendeiner Weise aufwerten würde.

Clemons´ schauspielerische Leistung, die die titelgebende Person mimt, übermäßig zu loben, wäre als würde man dem Co Drehbuchautor und Regisseur, Dillard ehrfurchtsvoll unterstellen wollen, es wäre ein beabsichtigt mutiger Kniff seinerseits gewesen, fast nichts über das Warum und Wieso man gerade auf diese Insel stranden musste, oder welche tatsächliche Hintergrundgeschichte hinter den Beziehungen der insgesamt drei lebenden Protagonisten zu offenbaren.

Obwohl ich der Meinung bin und bleiben werde, da0 die Darbietung von Clemons zum heutig schauspielerischen Grundrepertoire gehört, muß man der Schauspielerin, die man aus der Neuverfilmung von Flatliners kennen könnte zugestehen, daß sie ihre Sache im Hinblick auf die Story gut macht.

Doch sie allein, schafft es auch nicht diesen zusammengeschusterten Streifen verschieden halbgarer Ideen zu retten, denn auch wenn man sich damit anfreunden kann, daß sie mit diesem Wesen, (welches nur nachts erscheint und stellenweise intelligent und dumm gleichzeitig zu sein scheint), allein auf der Insel ist, kann man es dann nur schwer ertragen, daß man noch zwei weitere seelenlose Charaktere in Gestalt von Lucas und Mia Emory Cohen und Hanna Mangan-Lawrence) vorgesetzt bekommt.

Beide sind so sympathisch wie verbranntes Toastbrot und strahlen der „Heldin“ gegenüber auch selbiges Wohlwollen aus, weshalb man als Zuschauer dankbar für den weiteren Verlauf der Geschichte ist.

Zu guter Letzt will ich noch auf das Monster zu sprechen kommen, dem jeglicher Grusel fehlt, und das es nicht schafft auch nur halbwegs gefährlich zu wirken, und das nicht nur weil, das Ungeheuer es mit einer scheinbar zarten Frau zu tun hat, sondern weil man ihm jeglicher Mystik und Spannung beraubt hat.

Dazu kommt noch, daß man den halbgar nostalgischen „Predator Turnierkampf“ zwischen den beiden höchstens schmunzelnd hinnimmt und froh darüber ist, daß man diesen Film zu hinter sich gebracht hat.

Ein weiteres Beispiel für einen Film mit einer eigentlich guten Grundidee, welche schlechter umgesetzt wurde, als man es eigentlich vor gehabt haben mag.

 

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Kommentare

26.07.2020 17:24 Uhr - Tom Cody
1x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 20
Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.590
Interessante und gut geschriebene Kritik.
Macht einen zwar nicht wirklich neugierig auf den Film, ist aber natürlich dennoch sehr lesenswert.

Hoppala:
Ich habe natürlich trotzdem mal geschaut, wo man den Film sehen oder kaufen kann (jetzt weiß ich's: als Leih-Stream oder zum Herunterladen bei Amazon).
Als ich allerdings bei Amazon.de unter "DVD & Blu-ray" diesen Titel eingab, stellte ich zu meiner nicht geringen Überraschung fest, dass einem Amazon vom (ich glaube niederländischen) Adult-Verlag "seventeen" diverse Porno-DVDs der "Sweethearts"-Reihe vorgibt! Zwar sind alle DVDs "derzeit nicht verfügbar", aber anhand der natürlich vergrößerbaren, eindeutig dem Hardcore-Bereich zuzuordnenden Cover, wird einem doch klar, dass der Jugendschutz bei Amazon wohl doch noch optimierungsbedürftig ist.
Aber dafür zwingen sie einen, "Marfa Girl - Fucking Texas" (FSK 16) als angeblich "pornographisch" und die "Day of the Dead: Bloodline"-Bluray (FSK: 18) als angeblich "beschlagnahmt" aus dem Verkauf zu nehmen.
Aber dieses Kuriosum nur am Rande...

28.07.2020 00:05 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.835
26.07.2020 17:24 Uhr schrieb Tom CodyInteressante und gut geschriebene Kritik.
Macht einen zwar nicht wirklich neugierig auf den Film, ist aber natürlich dennoch sehr lesenswert.

Hoppala:
Ich habe natürlich trotzdem mal geschaut, wo man den Film sehen oder kaufen kann (jetzt weiß ich's: als Leih-Stream oder zum Herunterladen bei Amazon).
Als ich allerdings bei Amazon.de unter "DVD & Blu-ray" diesen Titel eingab, stellte ich zu meiner nicht geringen Überraschung fest, dass einem Amazon vom (ich glaube niederländischen) Adult-Verlag "seventeen" diverse Porno-DVDs der "Sweethearts"-Reihe vorgibt! Zwar sind alle DVDs "derzeit nicht verfügbar", aber anhand der natürlich vergrößerbaren, eindeutig dem Hardcore-Bereich zuzuordnenden Cover, wird einem doch klar, dass der Jugendschutz bei Amazon wohl doch noch optimierungsbedürftig ist.
Aber dafür zwingen sie einen, "Marfa Girl - Fucking Texas" (FSK 16) als angeblich "pornographisch" und die "Day of the Dead: Bloodline"-Bluray (FSK: 18) als angeblich "beschlagnahmt" aus dem Verkauf zu nehmen.
Aber dieses Kuriosum nur am Rande...


Danke dir und zum Rest, kurios aber auch passend zum Thema : Kunden die sich für diesen Artikel interessieren, kauften auch ^^^^^^

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