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Brutal Relax

Herstellungsland:Spanien (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Komödie, Splatter, Kurzfilm
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,38 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Senor Olivares steht kurz vor der Entlassung aus der Anstalt. Sein Arzt rät ihm, erst einmal in den Urlaub zu fahren, um sich zu entspannen. Und auf gar keinen Fall aufregen ... !!! Und das nimmt sich Senor Olivares zu Herzen, als er sich an einen wunderschönen Strand begibt. Denn selbst als aus den Fluten zombiehafte Kreaturen auftauchen, die alle Badegäste in Stücke reissen, geniesst er noch unberührt seinen Urlaub. Erst als sein Walkman den Geist aufgibt, wird Olivares wütend. Und ein wütender Senor Olivares ist es egal, wen er daraufhin schlägt, die Knochen bricht oder die Extremitäten ausreist. Selbst wenn es sich um zombiehafte Meeresbewohner handelt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von cabal666:

"Brutal Relax" ist ein spanischer Kurzfilm aus dem Jahr 2010, der nur 15 Minuten dauert, die es dafür aber wahrlich in sich haben. Hauptfigur ist ein sympathischer älterer Herr namens Olivares, der gerade aus der Psychiatrie entlassen wird. Sein Arzt empfiehlt ihm, einen schönen Urlaub am Strand zu machen, um sich ja nicht aufzuregen, denn das scheint Olivares' Umwelt nicht gut zu bekommen (wie sich später erweisen wird). Gesagt, getan. Ab geht's in die Südsee. Olivares kommt an einen herrlichen Strand, nimmt ein angenehmes Schlammbad und entspannt sich zu seinem Lieblingslied. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Sogar als eigenartige, amphibische Zombie-Monster aus dem Wasser auftauchen, sich über die restlichen Badegäste hermachen, sie in Stücke reißen und verspeisen, macht ihm das rein garnichts aus. Doch dann geht sein Walkman kaputt. Und die Wasser-Zombies müssen nun qualvoll am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn man in die Nähe des wütenden Olivares kommt.


Das ist schon die ganze Handlung und mehr braucht "Brutal Relax" davon auch nicht. Was in diesen 15 Minuten alles an Ekeleffekten und abgefahrenen Ideen aufgefahren wird, ist wirklich unfassbar. Man sieht herumfliegende Gedärme, Gliedmaßen und Knochen (allesamt sehr schön in Handarbeit erstellt) und wird Zeuge, wozu sich verschiedene Strandutensilien alles zweckentfremden lassen.


Aufmerksam auf diesen Kurzfilm wurde ich durch eine Kritik in einer Ausgabe der Fantasy-/Science-Fiction-/Horror-Zeitschrift "GEEK!". Der Rezensent der Zeitschrift zeigte sich jedoch nicht besonders angetan vom Werk und gab ihm sogar die niedrigste Wertung, weil er sich an einem (zugegebenermaßen schon ziemlich extremen) Tabubruch störte. Der nette Herr Olivares kloppt zwischenzeitlich nämlich mit einer Kinderleiche auf die Monster ein. Das fand der Rezensent - Zitat - "echt nur scheiße".


Zugegeben, es hätte wirklich nicht zwingend sein müssen und ist vielleicht wirklich etwas zu übertrieben. Aber da sich der ganze Film an sich kaum ernst nimmt und die Splatter-Effekte auch nicht gerade realistisch wirken, ist das zu verschmerzen. Nachahmungspotenzial oder direkte Verharmlosung sehe ich hier wahrlich nicht. Saubrutal und extrem schwarzhumorig ist es schon, aber nicht menschenverachtend. Es ist eben nur ein Film. Man sollte ihn nicht ernster nehmen, als es angebracht ist.


"Brutal Relax" kann man in voller Länge auf Youtube bestaunen. Vom Label Anolis wurde er außerdem auch auf DVD in ihrer "Kurzfilm-Edition"-Reihe veröffentlicht. Was auch der Grund dafür war, weshalb der Film überhaupt in der Zeitschrift besprochen wurde. Die DVD bietet zwar immerhin auch den Soundtrack in mp3-Form, ansonsten nehmen sich die Extras aber leider mager aus. Kaufpflicht besteht hier daher eindeutig nicht, zumal man sich das Werk ohnehin auch übers Internet geben kann. In der Filmsammlung macht sich dieses Low-Budget-Horror-Kleinod trotzdem ziemlich gut.


Ich kann ihn Splatter-Fans jedenfalls nur empfehlen. "Brutal Relax" ist kurzweilig, wartet mit einer Menge durchgeknallter Ideen und Referenzen an "Braindead" (welchen Film denn auch sonst?) auf, hat einen witzigen Soundtrack mit Ohrwurmcharakter ("Summer, summer, summertiiiiiiiiiime!!") und der Abspann (mit einem genialen Schlussbild) sorgt dann zusätzlich noch für ein breites Grinsen. Im Nachfolger "Fist of Jesus" sollten die Macher sogar noch einen draufsetzen. Wer für eine Viertelstunde mal gepflegt ablachen will, wird mit beiden Werken jedenfalls bestens bedieht!

8/10
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Kommentare

28.07.2020 22:03 Uhr - Rullep
1x
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Bis auf den Teil mit der Kinderleiche klingt der Film ja ganz amüsant:-)
Wird auf jeden Fall gesichtet und Danke für den Hinweis Cabal666!

28.07.2020 23:47 Uhr - Rullep
1x
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Gerade auf YT geschaut. Du hast nicht zuviel versprochen. Echt zum schmunzeln und was die Kinderleiche angeht war die ja eindeutig als Puppe zu erkennen;-)

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