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Far Cry: New Dawn

Herstellungsland:Kanada (2019)
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Willkommen in der neuen natürlichen Weltordnung. Tauche in eine pulsierende postapokalyptische Welt ein, 17 Jahre nach einer globalen Katastrophe. Bewaffne dich und führe den Kampf gegen die brutalen Zwillinge an, deren Ziel es ist die letzten Ressourcen einzunehmen.
eine kritik von horace pinker:

Anmerkung: Meine Rezension basiert auf der Xbox One Fassung.

Die Far Cry Reihe begeistert mittlerweile bereits seit über einer Dekade Spieler mit einem gelungenen Mix aus First Person Shooter Gameplay und riesigen Open World Karten. Neben den bislang fünf Hauptteilen, umfasst die Reihe auch bereits mehrere Spin-Offs. Diese werden vor allem durch ihre im Vergleich zu der Hauptreihe ungewöhnlicheren Settings charakterisiert, so gab es etwa in Primal einen Ausflug in die Steinzeit und mit Blood Dragon eine Hommage an 80iger Jahre Action und Scifi B Movies.  Far Cry: New Dawn setzt diese Tradition fort, spielt sich die Handlung in einer postapokalyptischen Welt ab. Ob sich das Ganze für Gamer lohnt möchte ich im Folgenden zu klären versuchen.

Eine Premiere für die Reihe lässt sich bei der Story finden, die erstmals direkt an den Vorgänger anknüpft. Dies ist schon insoweit cool, dass viele Figuren aus Far Cry 5 ihre Rückkehr feiern und ihre Charaktere vertieft werden können. Ebenfalls lobenswert ist, dass nicht einfach wieder einmal relativ eindimensionale Schurken eingebracht werden, sondern alle drei Antagonisten durchaus emotional nachvollziehbare Hintergründe (inklusive Rückblenden in ihre Kindheit) erhalten, dabei aber immer noch angemessen bösartig und gefährlich bleiben. Etwas gestört hat mich lediglich, wie bereits beim direkten Vorgänger, das man erneut einen stummen Protagonisten steuert. Dies erschwert mir mit der Figur mitzufiebern, da fand ich die Teile 3 und 4 besser. Auch allgemein gibt es storytechnisch einige coole Einfälle, so darf man sich etwa an einem Death Race mäßigen Todesrennen und einem Arenakampf beteiligen und auch die in den meisten Teilen der Reihe präsenten abgedrehten Drogentripsequnzen dürfen hier nicht fehlen.

Gameplaytechnisch orientiert man sich am Vorgänger. So haben Spieler erneut die Möglichkeit entweder unbemerkt oder mit brachialer Waffengewalt ihre Gegner auszuschalten. Neu ist dabei, dass sowohl Menschen als auch Tiere dieses Mal in bestimmte Stufen eingeordnet werden und dementsprechend auch der für eine Eliminierung nötige Schaden angezeigt wird. Zudem können durch das Erfüllen von verschiedenen Herausforderungen (etwa Kills mit bestimmten Waffen oder erjagen gewisser Tierarten) Punkte erspielt werden die in Vorteile investiert werden können. Neben den üblichen Takedowns, Waffenverbesserungen und Werkzeugskills kommen nach absolvieren eines bestimmten Levels auch übernatürliche Fähigkeiten dazu, mit denen man etwa Doppelsprünge vollführen, einen Berserkermodus aktivieren oder sich tarnen kann. Neu ist das passend zur Story Geld keine Rolle mehr spielt (was sollte man auch nach dem Untergang der Gesellschaft damit anfangen), stattdessen sind Rohstoffe die neue Währung. Diese kann man etwa durch Haupt- oder Nebenmissionen erspielen, zusätzlich können bei Händlern auch erbeutete Tierhäute eingetauscht werden. Neben Waffen (die hier in verschiedene Klassen eingeteilt sind und nicht individuell verändert werden können) besteht auch die Möglichkeit eine Basis zu verbessern. Neben den drei verfügbaren Stufen können dabei etwa auch mehrere Spezialisten rekrutiert und geupgraded werden, was dem Spieler verschiedene Vorteile verschafft. Selbstverständlich sind auch wieder Teamkameraden dabei, die unseren Helden auf seinen Missionen unterstützen. Neben alten Bekannten wie Hurk gibt es auch neue Kameraden und tierische Gefährten wie etwa den Eber Horatio. Was die Waffen angeht gibt es neben den üblichen Verdächtigen auch einige coole Neuzugänge wie einen Kreissägenblattwerfer.

Auch die Hauptmissionen wurden größtenteils recht abwechslungsreich und spaßig in Szene gesetzt, die Bosskämpfe sind dabei fordernd aber nicht sonderlich unfair. Etwas fragwürdig ist lediglich, dass einige Aufträge, dass erfüllen von relativ vielen Nebenmissionen erfordern um die nötigen Ressourcen zusammenzutragen, was teils etwas repetitiv werden kann. Nebenmissionen umfassen dabei das altgewohnte Erobern gegnerischer Stützpunkte (hier in drei Schwierigkeitsstufen verfügbar), mit Schätzen bestückte Prepper Verstecke sowie Jagen und Angeln. Der in meinen Augen beste Neuzugang sind aber in meinen Augen die Expeditionen. Da diese an sehr verschiedenen Orten (etwa in einem verfallenen Vergnügungspark, an Bord eines Supertankers oder in einem Atomkraftwerk) spielen sorgen sie für mehr Abwechslung.

Grafisch gesehen kann man sich auch nicht beklagen, liefert New Dawn eine hochkarätige Optik. Interessant ist auch, dass statt dem gewohnten kargen Ödland auf eine von reichhaltiger und bunter Vegetation bedeckte Welt gesetzt wird, wobei sich die Folgen der Radioaktivität in der veränderten Flora und Fauna niederschlagen. Wer auf einen gesteigerten Härtefaktor hofft wird hingegen enttäuscht, wie bei den Vorgängern gibt es auch hier keine Goreeffekte, das Maximum sind blutige Einschusswunden und einige fiese Takedowns (etwa ins Auge gerammte Messer).

In puncto Voice Actor wurde hier vorwiegend auf eher unbekannte Mimen gesetzt, am ehesten ein Begriff könnte dem geneigten Filmfan da noch Greg Bryk (Saw V, A History of Violence) sein der abermals Joseph Seed seine Stimme verleiht und dabei dem charismatischen, inzwischen jedoch von Zweifeln und Schuldgefühlen geplagten Kultanführer glaubhaft zum Leben erweckt. Auch die Performance seiner Mitdarsteller reicht von befriedigend bis gut.

Far Cry: New Dawn bekam es in Deutschland nicht mit der Zensur zu tun, so konnte die unzensierte Version mit dem 18er Siegel der USK veröffentlicht werden.

Far Cry: New Dawn ist dank der Mischung aus altbekanntem mit neuen Einfällen, einer durchaus fesselnden Geschichte auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Far Cry Veteranen dürfen gerne mal einen Blick riskieren, Neulinge sollten erst den fünften Teil spielen um der Story besser folgen zu können. Ich vergebe 8/10 Apokalypsen.

8/10
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Kommentare

01.08.2020 08:38 Uhr - dicker Hund
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Mit der Reihe bin ich nicht wirklich warm geworden. "Instincts" habe ich mal gespielt. Fand die bunte Dschungelwelt ganz nett anzuschauen, viel mehr ist mir nicht erinnerlich. Das von Dir anschaulich beschriebene Szenario zu "Near Dawn" hat aber offenbar einige coole Ideen zu bieten.

01.08.2020 09:15 Uhr - Horace Pinker
1x
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01.08.2020 08:38 Uhr schrieb dicker Hund
Mit der Reihe bin ich nicht wirklich warm geworden. "Instincts" habe ich mal gespielt. Fand die bunte Dschungelwelt ganz nett anzuschauen, viel mehr ist mir nicht erinnerlich. Das von Dir anschaulich beschriebene Szenario zu "Near Dawn" hat aber offenbar einige coole Ideen zu bieten.

Vielen Dank erneut dicker Hund. Wenn du bisher nur den imho eher mittelmäßigen Instincts gespielt hast solltest du der Reihe noch mal eine Chance geben, richtig gut wird es nämlich erst ab Teil 3.

02.08.2020 14:03 Uhr - Necron
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Zufälle gibts ;)
Da installiere ich gerade vor ein paar Tagen mal wieder FC New Dawn (neue PS4 weil alte Konsole kaputt) und dann haust du hier so eine spitzen Review raus. Hut ab, gerade wo dieser Teil der Serie wegen den Grind Anteilen ala Diablo ARPG nicht so gut beim Kernpublikum angekommen ist.

Ich dagegen liebe die auch von dir zurecht herausgehobenen Neuerungen, wie z.B. die Expeditionen.

Kann man wenn einem der Sinn danach steht in der Endlosschleife spielen und Waffen endlos upgraden. :)

Und die Take Downs sind echt super brutal diesmal in diesem Teil "Messer ins Auge". In früheren Tagen wäre so ein Titel hart zensiert worden, zum Glück sieht das die Prüfstelle heute etwas entspannter...

02.08.2020 20:34 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 21
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02.08.2020 14:03 Uhr schrieb Necron
Zufälle gibts ;)
Da installiere ich gerade vor ein paar Tagen mal wieder FC New Dawn (neue PS4 weil alte Konsole kaputt) und dann haust du hier so eine spitzen Review raus. Hut ab, gerade wo dieser Teil der Serie wegen den Grind Anteilen ala Diablo ARPG nicht so gut beim Kernpublikum angekommen ist.

Ich dagegen liebe die auch von dir zurecht herausgehobenen Neuerungen, wie z.B. die Expeditionen.

Kann man wenn einem der Sinn danach steht in der Endlosschleife spielen und Waffen endlos upgraden. :)

Und die Take Downs sind echt super brutal diesmal in diesem Teil "Messer ins Auge". In früheren Tagen wäre so ein Titel hart zensiert worden, zum Glück sieht das die Prüfstelle heute etwas entspannter...

Danke dir Necron, freut mich das Review und Spiel dir gefallen haben. Als ich von den RPG Elementen gehört habe war ich auch erstmal etwas skeptisch, letztlich hat es mich aber nicht gestört (insgesamtfand ich Far Cry 3&4 dann aber dennoch einwenig besser). Auch die wieder ruppigeren Takedowns fand ich gut, im fünften Teil war ich von der Abwesenheit von Messertakedowns doch etwas enttäuscht.

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