SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Assassins Creed Valhalla · Schreibe deine eigene Wikingersaga · ab 58,99 € bei gameware Exploding Kittens NSFW Edition · Das explosionsstärkste Katzen ähm Kartenspiel · ab 16,99 € bei gameware

Doc of the Dead

Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Dokumentation
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,40 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Sollte es jemals zu einer Zombieapokalypse kommen, ist "Doc of the Dead" DIE Hilfe bei der Vorbereitung auf den Kampf ums Überleben.
Dieser ultimative Guide klärt auf und gibt als ein Stück Zeitgeschichte einen detaillierten Rückblick auf die Evolution des Zombie Genres: Welche Einflüsse und Meilensteine aus Film und Literatur haben dieses Genre revolutioniert?
"Doc of the Dead" fasst auf unglaublich unterhaltsame Weise die Entwicklung eines anfänglich sehr speziellen Genres zusammen, das mittlerweile Massen auf der ganzen Welt begeistert und sich täglich mehr und mehr wie eine Pandemie unter uns ausbreitet.
eine kritik von horace pinker:

Zombies erfreuen sich bereits seit Jahrzehnten einer großen Beliebtheit, sei es in Film, Fernsehen, Videospielen oder Literatur, die Untoten auf Menschenfleischdiät sind überall zu finden. 2014 widmete sich Regisseur und Drehbuchautor Alexandre O. Philippe (Memorys: The Origin of Alien, The People vs. George Lucas) dem Phänomen Zombie mit seiner Dokumentation Doc of the Dead. Ob dabei ein Must See für Horrorfans oder doch eher ein Fehlschuss rausgekommen ist will ich im Folgenden zu klären versuchen.

Vorneweg sollten potentielle Interessenten wissen, dass dank der Laufzeit von knapp 80 Minuten viele Punkte eher kurz und oberflächlich abgehandelt werden. Insgesamt kann eine Einteilung in zwei Hälften vorgenommen werden. Der erste Akt handelt von der Historie des Zombies im Film und des Wandels seiner Darstellung im Laufe der Zeit. Begonnen wird dabei in der Stummfilmära, über den „Voodoo Zombie“ in Filmen wie White Zombie bis zu den Romero Filmen und abschließend „modernen“ Beiträgen wie World War Z oder Warm Bodies (auch einige Exoten wie etwa ein Zombieporno werden vorgestellt). Erfreulich für Fans ist nicht nur, dass relativ viele Ausschnitte aus den entsprechenden Filmen gezeigt werden sondern auch Genregrößen wie George Romero, Tom Savini, Stuart Gordon, Bruce Campbell, Greg Nicotero, Simon Pegg oder Robert Kirkman zu Wort kommen. Zu den angesprochenen Themen gehört  etwa der Konflikt langsamer vs. schneller Zombie, der Wandlung der Ursachen einer Zombieapokalypse im Laufe der Jahre oder wie genau man einen Zombie eigentlich definiert. Cool ist auch, dass etwa Campbell oder Pegg anfangs auch in eigens gedrehten Clips selbst als Nachrichtensprecher vor einer Zombieapokalypse warnen dürfen. Interessant für Fans dürfte auch sein, dass sie teilweise Einblicke in ihre persönliche Beziehung zu Zombies geben (Pegg gibt etwa zu das er Alpträume mit den Untoten hat, während Campbell einmal die Vermählung bei einer Zombiehochzeit übernommen hat). Zusätzlich aufgelockert wird das Ganze durch nachgedrehte Sketche (etwa was wirklich passieren würde wenn langsame Zombies Menschen verfolgen würden) und thematisch passende Musikvideos (etwa eine musikalische Version des Anfangs von Night of the Living Dead). Sehr schade finde ich hingegen, dass die Darstellung der untoten Gesellen in anderen Medien arg kurzausfällt, so bekommen Videospiele gefühlt nicht einmal fünf Minuten und es werden letztlich nur Dead Island, Resident Evil und Call of Duty: Zombies kurz erwähnt, aus der TV Landschaft findet einzig The Walking Dead den Weg in die Doku und was Bücher angeht entsteht der Eindruck das kaum ein Autor sich dem Sujet gewidmet hat.   

Im zweiten Akt geht es dann darum, welchen Einfluss die Untoten auf die (Pop)Kultur haben. Von ihrer ursprüngliche Bedeutung in Voodooritualen, über Zombiewalks, Conventions, Hochzeiten und Geburtstagsfeiern wird ein breites Spektrum abgedeckt, Mit dabei sind auch ziemlich durchgeknallte Aspekte, wie ein Überlebenstraining bei dem auf lebensecht konstruierte, mit Kunstblut gefüllte Zombiepuppen geschossen wird. Zuletzt wird auch auf die Möglichkeit auf ein echtes Zombievirus eingegangen und etwa in der Natur vorkommende ähnliche Phänomene (etwa von Parasiten „ferngesteuerte“ Schnecken oder Ameisen eingegangen). Dabei kommen hier vor allem die jeweils involvierten Anbieter und „Normalbürger“ zu Wort. Das ganze schwankt wird humorvoll präsentiert und bietet auch mehr Überraschungen als der erste Teil.

Im Gegensatz zu Spielfilmen bekommen Dokumentationen, selbst wenn mal etwas blutigere Ausschnitte enthalten sind, hierzulande nur selten Probleme mit der Zensur. Dies trifft auch auf Doc of the Dead zu, der uncut mit dem 16er Siegel veröffentlicht wurde.

Das größte Problem von DotD dürfte wohl die zu geringe Laufzeit sein, die verhindert das allen Aspekten der nötige Raum gegeben wird, dennoch kann der Genreaffine Zuschauer hier dank dem recht großen Staraufgebot und den witzigen Einspielern noch recht gut unterhalten werden und vielleicht auch noch die ein oder andere neue Info mitnehmen. Dafür vergebe ich 7/10 Gammelkannibalen.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Mortal
Horace Pinker
8/10
Mortal
Horace Pinker
10/10
Maneater
Horace Pinker
8/10
Far
Horace Pinker
8/10
die neuesten reviews
Mörderischer
Kaiser Soze
8/10
Hostel
dicker Hund
6/10
Krieg
ifoundfootage
Hostel
dicker Hund
8/10
Schrottmagnet
sonyericssohn
7/10
Hostel
dicker Hund
7/10
Tenet
Ghostfacelooker

Kommentare

04.08.2020 21:36 Uhr - dicker Hund
3x
User-Level von dicker Hund 15
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.803
Solche Dokumentationen assoziiere ich schnell mit Bonusmaterial auf aufwändiger produzierten Trägermedien. Als eigener Film würde mich auch diese hier nicht locken. Aber informieren lasse ich mich natürlich trotzdem gerne.
😉

04.08.2020 23:24 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.543
04.08.2020 21:36 Uhr schrieb dicker Hund
Solche Dokumentationen assoziiere ich schnell mit Bonusmaterial auf aufwändiger produzierten Trägermedien. Als eigener Film würde mich auch diese hier nicht locken. Aber informieren lasse ich mich natürlich trotzdem gerne.
😉

Freut mich das dir mein Review gefallen hat, auch wenn Doc of the Dead eher nichts für dich ist. Habe den ursprünglich übrigens (zusammen mit VHS Viral) auch nur erworben weil er bei Müller für 2 Euro um Angebot war.

05.08.2020 09:11 Uhr - Intofilms
2x
Vielleicht wirklich etwas seicht, aber dafür umso unterhaltsamer. Ich hatte damals viel Spaß und stimme dir in allen Punkten voll zu. Schön geschrieben, Horace. Ich plane eine Neusichtung. ;)

05.08.2020 11:13 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.543
05.08.2020 09:11 Uhr schrieb Intofilms
Vielleicht wirklich etwas seicht, aber dafür umso unterhaltsamer. Ich hatte damals viel Spaß und stimme dir in allen Punkten voll zu. Schön geschrieben, Horace. Ich plane eine Neusichtung. ;)

Vielen Dank fürs Lob und schön mal wieder von dir zu lesen Intofilms. Doc of the Dead ist definitiv unterhaltsam, wenn man allerdings die Breite des behandelten Themas bedenkt hätten ein paar Stunden mehr Laufzeit sicher nicht geschadet. Wünsche dir dann mal viel Spaß beim Rewatch.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)