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Marla - Sex mit ihr ist tödlich

(Originaltitel: Marla)
Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Alternativtitel:Marla Mae
Bewertung unserer Besucher:
Note: 2,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Marla ist jung, hübsch und genießt das Leben in vollen Zügen. Es gibt nur noch eine Sache: Sie würde sich gerne eine Spirale zur Empfängnisverhütung einsetzen lassen, aber sie scheut die Kosten für den Eingriff. Da kommt das Angebot ihres alten Jugendfreundes Dr. Lourdes gerade recht. Er bietet ihr an, angeblich aus alter Verbundenheit, den Eingriff kostenlos vorzunehmen. Doch Marla fühlt sich nach der ambulanten Operation sehr schlecht und sie hat zunächst starke Unterleibsschmerzen. Als sie und Jake dann viele Tage später wieder intim werden, stirbt Jake unerwartet und sehr blutig beim Akt. Marla ist am Boden zerstört und ratlos. Doch bei diesem Vorfall bleibt es nicht… Marla ahnt, dass das Ding in ihr, alles andere als eine normale Spirale ist. Doch wie soll sie es wieder loswerden?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Die junge Marla hält sich mit ihrem mickrigen Gehalt als Kellnerin gerade so über Wasser. Das Trinkgeld fällt auch eher bescheiden aus, aber es scheint zu reichen. Ihr Freund und Inhaber der Bar, Jake, hält zu ihr und liebt sie über alles. Eines Tages lässt sich Marla von einem befreundeten Gynäkologen die Spirale einsetzen um nicht auf andere Verhütungsmittel angewiesen zu sein. Doch nach dem Eingriff fühlt sie sich schlecht, hat Krämpfe und auch sonst geht's ihr nicht sonderlich gut. Als sie eines Tages mit Jake intim wird stirbt dieser auf entsetzliche Art und Weise ! Marla verfällt in eine Depression und schottet sich ab. Etwas schreckliches geschieht tief in ihr !!

MARLA - Sex mit ihr ist tödlich

Regisseurin und Hauptdarstellerin Lisa van Dam-Bates, die zuvor hauptsächlich mit dem erstellen von Special-MakeUp-Effects für diverse Kurzfilme beschäftigt war, präsentiert uns hier ihr Langfilmdebüt. Und eigentlich möchte ich ab hier gar nicht weitermachen…

...doch was man anfängt… 

Marla ist keine absolute Schönheit und das weiß sie wohl auch. Kein Lächeln ziert ihr versteinert wirkendes Gesicht. Ihre langen Haare, welche in rosa Strähnen endet, bändigt sie in einem strengen Zopf. Doch verstecken kommt nicht in Frage. Vor allem…

...weil ihr Freund und Chef Jake (Travis Johnny Ware) sie so liebt wie sie ist und in jeder Situation hinter ihr steht. Doch an seiner Verlässlichkeit muss er noch arbeiten. Denn anders als verabredet holt er sie nicht vom Frauenarzt ab. 

Hier trifft Marla die junge Jules (niedlich Kate Hemmung) die auf ihren rüpelhaften Macker vor der Praxis wartet. Marla und Jules freunden sich an…

"Er ist tot."

"Guter Witz !"

Nein, das ist jetzt weniger witzig. Aber das was uns Frau Dam-Bates hier serviert schon eher. Wobei witzig die falsche Bezeichnung ist, peinlich triffts schon mehr ! Denn so eine Scheiße sieht man selten ! Und dabei beginnt der Film sogar ziemlich vielversprechend in dem sich die Hauptakteurin in ihrem Umfeld dem Zuschauer präsentiert. Eine sympathische junge Frau die sich ihre paar Kröten verdient, Freud und Leid mit den Kollegen teilt. Dadurch daß Marla nicht wie ein generalüberholtes Modepüppchen a la Hollywood aussieht, verleiht man ihr / sie sich ein gewisses Maß an Authentizität. Ebenso ist Jake kein Schönling sondern der nette Kerl von nebenan ohne Starallüren. Das Szenario zu Beginn wirkt griffig und echt... normal. Kurze Zeit später lernt der neugierige Zuschauer dann Dr. Lourdes (Jason Stange) kennen, dem sich Marla vertrauensvoll hingibt und sich die Gerätschaften einsetzen lässt. Und hier beginnt das Grauen !!!

Leider in jeder Hinsicht ! Denn auch wenn die ersten paar Minuten Lust auf mehr machen verkommt der Rest des Films zur absoluten Katastrophe ! So gut wie alles was man falsch machen kann wird durchexerziert. Auch wenn der Austausch von Intimitäten zwischen Marla (zieht blank…) und Jake so nen Hauch Erotik versprüht, Körperflüssigkeiten in rote Farbe getaucht werden und so Hoffnung auf blutgetränkte Unterhaltung machen...da kommt nix ! Nach diesem "Highlight" verrennt sich der Film in völlige Belanglosigkeit und totale Langeweile macht sich breit. Sämtliche nun folgende Aktionen seitens Marla sind kaum oder nur schwer nachzuvollziehen. Auch Jules die oben genanntes Ereignis mitbekommen hat steht nur wie ne entkorkte Weinflasche in der Gegend rum und glotzt Löcher in die Luft. Man möchte meinen jeder normale Mensch der so etwas erlebt hat würde panisch schreiend im Dreieck hüpfen !!! Nö, hier macht man einen auf Luftwurzel. 

Daß nebenher noch ne Serienvergewaltiger- Story läuft macht das ganze nur NOCH peinlicher ! Denn dies erfüllt nur eine Alibifunktion und möchte allen Anschein nach von der peinlichen Hauptgeschichte ablenken. Einen Hauptstrang der mit dusseligem Gelaber statt Aktionen zugepflastert wird. Nachrichten über den Unhold die im TV laufen wollen auf Gedeih und Verderb so was wie Realismus unterbringen...wirken aber völlig fehl am Platz. 

Bis endlich wieder was geschieht vergeht wieder eine gute halbe Stunde (bei einer Laufzeit von knapp 90 Minuten ne enorme Ausbeute !) und es darf ein weiteres Mal suppen. Und jetzt endlich macht's im Denkapparat Marlas Klick und beginnt nachzudenken. Liegt's vielleicht an ihrem Implantat ??????????? 

Dies läutet nun den Showdown ein, der sogar so etwas wie Spannung aufkommen lässt, den Film aber letzten Endes nicht vor dem Absturz retten kann.

"Dies ist keine normale Spirale."

Jetzt wo du's sagst. Nie im Leben wär man da drauf gekommen !! Was allerdings jetzt dieses Ding genau ist hab ich bis zum Ende nicht wirklich kapiert. Denn auch die Auf- bzw. Erklärung des ganzes Dramas kriegt man nur scheibchenweise mit. Die offizielle Erklärung seitens des Erfinders des Dings ist hanebüchener Schwachsinn ! Auch mag sich mir nicht erschließen warum dieser öde Streifen ne 18er Freigabe erhielt. Denn zum einen sieht man nix außer rote Flüssigkeit, zum anderen hat man einen sexuellen Übergriff bei 16ern schon brutaler gesehen. Splatter fehlt sowie gänzlich. Also warum ?

Liebe Lisa van Dings und Bums. Auch wenn sie sich hier zweimal im Kostüm Evas gezeigt haben, auch wenn sie sich bestimmt was bei ihrem Debüt gedacht haben...das reicht hinten und vorne nicht ! Vielleicht beim nächsten Mal…

 

ses

2/10
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Kommentare

13.08.2020 12:28 Uhr - sonyericssohn
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...man möge mir diverse Kraftausdrücke verzeihen...

13.08.2020 16:38 Uhr - Stoi
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13.08.2020 12:28 Uhr schrieb sonyericssohn
...man möge mir diverse Kraftausdrücke verzeihen...

Manchmal geht es einfach nicht anders. ;)

13.08.2020 17:03 Uhr - dicker Hund
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Ich habe jetzt ein ziemlich konfuses Bild von dem Film und befürchte, dass das nicht am Review liegt...

😉

13.08.2020 17:40 Uhr - sonyericssohn
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13.08.2020 16:38 Uhr schrieb Stoi
13.08.2020 12:28 Uhr schrieb sonyericssohn
...man möge mir diverse Kraftausdrücke verzeihen...

Manchmal geht es einfach nicht anders. ;)


Ich mach sowas eigentlich ungern, aber manchmal muss man sich Luft machen :-D

13.08.2020 17:41 Uhr - sonyericssohn
1x
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13.08.2020 17:03 Uhr schrieb dicker Hund
Ich habe jetzt ein ziemlich konfuses Bild von dem Film und befürchte, dass das nicht am Review liegt...

😉


Von dem Film gibt's eigentlich kein richtiges Bild.

13.08.2020 17:42 Uhr - sonyericssohn
1x
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Danke euch beiden fürs lesen dieses....Dingens... 😁

13.08.2020 21:56 Uhr - Cabal666
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Fein geschriebene, aber gnadenlose Kritik zu einem wohl eher besch... eidenen Film! :D
Hab von "Marla Mae" tatsächlich noch nie was gehört. Wobei sich die Handlung an sich ganz interessant liest. Erinnert mich an Filme wie "Teeth", "Penetration Angst" oder David Cronenbergs "Shivers", in denen es ja auch um sexuell aufgeladene körperliche Veränderungen bei Frauen geht, die für ihr Umfeld, nunja, unangenehme Folgen haben. ^^
Aber das liest sich wirklich sehr abtörnend. Vielen Dank für die Warnung, sony! Den lasse ich dann wohl eher außen vor.
Im Übrigen finde ich, dass die Regisseurin und Hauptdarstellerin gar nicht so unscheinbar aussieht, wie es deine Beschreibung vermuten lässt. Auf den Fotos, die ich von ihr gefunden habe, wirkt sie - zumindest für mich - ziemlich attraktiv.

13.08.2020 22:05 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen Cabal.
Du hast recht. Lisa sieht abseits des Films wirklich spannend aus ! Nur hier liegt ihre Attraktivität ziemlich auf Eis.
Den Film selbst kann man getrost in die Tonne treten.

19.08.2020 13:36 Uhr - Der Dicke
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SB.com-Autor
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Sollte der Titel vielleicht eine "Fight Club"-Assoziation wecken?

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