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Tenet

Herstellungsland:USA, Großbritannien (2020)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Drama, Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Nur mit einem einzigen Wort bewaffnet - Tenet - taucht der Protagonist im Kampf um das Fortbestehen der Menschheit in die zwielichtige Welt internationaler Spionage ein. Seine Mission? Völlig von der Zeit losgelöst.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von therealash:

Christopher Nolan ist wieder da und hat uns 3 Jahre nach Dunkirk den nächsten Film beschert, der uns dieses Mal in das Genre des Philosophical Science Fiction Thrillers führt, der gerade mit seiner Zeitreisethematik für Fans dieses Gedankenspiels interessante Erweiterungen und vor allem Bilder vor die Augen führt.

Um dieses Konstrukt um die Linien der subjektiven und relativen Zeitlichkeit mit einem erzählerischen Inhalt zu füllen, erzählt Nolan die Geschichte eines namenlosen CIA-Agenten, der sich selbst als Protagonist der Handlung versteht. Dieser Agent ist zu Beginn Teil eines Einsatzes in der Ukraine, wo in einem Opernhaus ein terroristischer Anschlag stattfindet, der schließlich damit endet, dass er von den Sowjets, die als Antagonisten fungieren, gefangen wird und sich zum Selbstmord durch eine Kapsel entscheidet.

Doch der Protagonist stirbt nicht, sondern wird in einem Jenseits willkommen geheißen, das bald als weiterer Auftrag für einen besonders loyalen Agenten begriffen werden kann. Hier wird er mit einem in der Zukunft entwickelten System konfrontiert, in dem Objekte zeitlich umgekehrt wahrgenommen und verwendet werden. Eine Pistolenkugel wird nicht abgeschossen, sondern kehrt in die Waffe zurück, sie wird nicht fallengelassen, sondern fängt sich quasi selbst. Der Protagonist stellt schnell fest, dass diese seltsame Realität eher mit Instinkt, denn mit Logik begriffen und gehandhabt werden kann. Er ist nun Teil einer Mission unter dem Codenamen "Tenet", was im Englischen "Grundsatz, Lehre" oder "Theorem" heißt. Aus dem Lateinischen kommend stammt es von "halten, standhalten" oder "aufbewahren" ab.

Weitergehend begibt sich der Agent nun anonym in die Welt der Kunstfälscher, wo ihn ein weiterer Agent namens Neil begleitet, um über Umwege an den russischen Oligarchen und Waffenhändler Andrei Sator heranzukommen, der wiederum über die Zeitreisetechnik der Zukunft zu verfügen scheint und plant, die Welt vollständig zu zerstören. Dass Sator Eheprobleme mit seiner Frau Kat hat, der er den gemeinsamen Sohn Max entfremdet und wegnehmen will, gehört dabei zur Nebenhandlung, die allerdings bald die Haupthandlung bestimmt, da Sator als krebskranker und zutiefst gestörter Psychopath erscheint, dem nichts heilig ist und der mit jedem Mittel aufgehalten werden muss.

Zugegeben, ich habe überhaupt keine Ahnung von Physik und der Zeitreisetheorie, die hier im Film angedeutet wird, doch Nolan inszeniert dieses Gedankenkonstrukt so glaubhaft, dass eingeschworene Physiker sicher interessante Deutungen hierzu beitragen können. Überhaupt kann man sagen, dass Tenet genügend Konstruktion und Schnitzeljagd bietet, um Haus- und Masterarbeiten von Studenten und Studentinnen zu inspirieren, die den Film zukünftig analysieren und dekonsturieren.

Ich von meiner Seite aus schätze ja die Wucht der Bilderfolgen und die psychologische Tiefe sehr, die hier allerdings zunächst eher oberflächlich erscheint, betrachtet man sich den verrückten Oberschurken mit seiner Frau und den Agenten im Dienste der guten Sache. Doch darunter liegt eine nicht zu unterschätzende Tragik, die mich manchmal an die alten Griechen oder Shakespeare erinnert hat. Betrachtet man es so, wird Sator zu einem gefallenen König, der nicht nur seine Familie untergehen sehen will, sondern auch sein Reich und die ganze Welt. Seine Ehefrau Kat wird hier zu einer Iphigenie, die zwar nicht den Tod ihres Bruders betrauert, sondern den drohenden Verlust des Kindes und vielmehr das eigene Schicksal abwenden will und herbeisehnt zugleich, geradezu beschwört.

Vom Filmischen gibt es nichts auszusetzen, die Kameraarbeit von Hoyte van Hoytema ist wie immer hochauflösend, eindringlich und von einer technischen Raffinesse, die ihresgleichen sucht. Hier werden Hochhäuser bombardiert, die sich in der Zeit invertiert wieder aufbauen, um erneut zum Einsturz gebracht zu werden. Eine rückwärts verlaufende Autoverfolgungsjagd gerät dermaßen atemberaubend, genauso wie die Kampfszenen, dass allein hier schon die Schlagkraft von Nolans Vision umgesetzt wird. Am gelungensten ist aber der Eintritt des Protagonisten in die invertierte Vergangenheit, in der er sich unsicher bewegt und in der uns rückwärtslaufende Bilder von Vögeln und Meereswogen geboten werden, die es so im Kino noch nicht gegeben hat.

Auch die Schauspieler agieren grandios, allen voran Robert Pattinson, der als zunächst etwas abgehalfterter Typ, wirklich immer überzeugender wird, in dem, was er darstellt und wie er es umsetzt. Elizabeth Debicki als Kat war mir bisher unbekannt, spielt die illusionslose Oligarchenfrau aber distinguiert und zur Rolle passend hoffnungslos. Auch John David Washington ist ein absolut passender Protagonist und Anti-James-Bond, der eine Ernsthaftigkeit hat, die den meisten Filmagenten oft fehlt. Für mich ist es nicht zu verstehen, welches Umdenken und sich Hineinversetzen bei den Dreharbeiten mit den rückwärts gespielten Kampfszenen notwendig war und verdient höchsten Respekt. Nicht vergessen werden darf Kenneth Branagh, der als Weltschauspieler von Format den Schurken mit einer Fatalität und Grausamkeit spielt, dass der sprichwörtliche Tiger wirklich spürbar wird, für den sich die Figur hält. Beim nächsten Bond-Film wünsche ich ihn mir definitiv als Bösewicht und frage mich, warum Branagh noch keiner besetzt hat.

Bleibt noch der Soundtrack von Ludwig Göransson zu erwähnen, der mittlerweile zu einer Größe des Geschäfts wird, bedenkt man seine Scores zu Black Panther oder The Mandalorian. Göransson setzt dem bisher gewohnten Sound von Hans Zimmer in Nolans Filmen eine überzeugende und wuchtige Frischzellenkur entgegen und setzt die anders verlaufende Zeit der Erzählung musikalisch grandios in Szene, dass man meint, man lässt seinen Plattenspieler rückwärts laufen. Unbedingt reinhören!

Zeitreisefilme gibt es viele, die man Tenet gegenüberstellen kann. Im Netz habe ich ein witziges Bild gefunden, bei dem Tenet als Mischung aus Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine! und James Bond verglichen wurde. Mir ist oft die Terminator-Reihe in den Sinn gekommen. Zwar fehlt in Tenet der Kampf gegen die Maschinen, aber die Hirnschleife eines John Connor, der in der Vergangenheit gerettet werden soll, um die Zukunft zu retten, ist hier in gewisser Weise als versteckte Deutung ebenfalls enthalten.

Wie gesagt, Tenet beherbergt wie fast alle Filme von Christopher Nolan ein Deutungsspiel in sich, das sich gewaschen hat. Am ehesten kann man es wohl mit Inception vergleichen. Jeder Hinweis und Name hat eine Bedeutung, die wiederum auf etwas anderes verweist und die Erzählkonstruktion neu beleuchtet und gleichzeitig wieder verwirrt. Andrei Sator verweist zum Beispiel auf das Sator-Quadrat, das als magische Beschwörungsformel verwendet wurde und letzten Endes auf Nolans kreativen Prozess zwischen Schöpfung und Tod verweist:

S A T O R  
A R E P O  
T E N E T  
O P E R A  
R O T A S

Nun gut, aus meiner Sicht ist Tenet ein weiteres Meister- und Rätselstück des US-Engländers Christopher Nolan, der dieses Mal im philosophischen Agententhriller mit Zeitreisethematik ein grandioses Stück Science Fiction abgeliefert hat, das nicht nur visuell überzeugt, sondern wie immer auch inhaltlich, auch wenn dies etwas versteckt erscheint.

10/10
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Kommentare

31.08.2020 21:23 Uhr - The Machinist
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Hab sicherheitshalber nur das Fazit gelesen, aber geschaut wird der von mir so oder so... hoffentlich auch im Kino. Heiliger, der letzte Besuch war ''Ip Man 4'' im März.

31.08.2020 21:39 Uhr - sonyericssohn
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Den gönn ich mir erst im Heimkino. Aber was man so liest (auch diese Kritik hier) zieht einem schon die Zähne lang. Saubere Vorstellung Ash !

31.08.2020 21:56 Uhr - tp_industries
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Bisher habe ich jeden Film von Christopher Nolan gefeiert. Tenet ist da natürlich Pflichtprogramm. Dank deiner verdammt gut geschriebenen Review, sitze ich gerade wie auf Kohlen. Danke fürs hibbelig machen! :)

31.08.2020 22:19 Uhr - Intofilms
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Faszinierende Review! Ich bin schon so gespannt auf diesen Film, kann mich aber noch ein wenig gedulden. „Dunkirk“ ist für mich eine unübertreffliche 10. „Tenet“ könnte auch in diese Höhen vordringen. Ich werde auf alles gefasst sein. DANKE! 😁

01.09.2020 00:26 Uhr - ulver
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Lieber Sony,

wenn es dir persönlich möglich ist, dann versuch dich an einem Kinobesuch. Der Film Tenet ist ein Erlebnis, dass seine Wucht in Gänze nur auf einer großen Leinwand entfalten kann. Allein wegen Kenneth Branagh, ihm gelingt es in all seinen Facetten eine zärtliche und doch wild gewordene Bestie auf die Leinwand zu zaubern. Ash ein stark geschriebenes Stück Review, hast du hier hinterlegt.

01.09.2020 07:53 Uhr - sonyericssohn
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01.09.2020 00:26 Uhr schrieb ulver
Lieber Sony,

wenn es dir persönlich möglich ist, dann versuch dich an einem Kinobesuch. Der Film Tenet ist ein Erlebnis, dass seine Wucht in Gänze nur auf einer großen Leinwand entfalten kann. Allein wegen Kenneth Branagh, ihm gelingt es in all seinen Facetten eine zärtliche und doch wild gewordene Bestie auf die Leinwand zu zaubern. Ash ein stark geschriebenes Stück Review, hast du hier hinterlegt.


Danke für die aufmunternden Worte.
Aber ich war vor 16 Jahren zum letzten Mal im Kino. Und es fehlt mir zu keiner Sekunde. ;-)

01.09.2020 10:27 Uhr - Intofilms
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@ulver
Mir geht‘s ähnlich wie sony. Ich dürfte vor zehn Jahren zuletzt im Kino gewesen sein. Bei „Dunkirk“ war ich übrigens wirklich froh, den nicht im großen Kinosaal gesehen zu haben. Hat mich auch so niedergeschmettert, in meinem mehr als bescheidenen Heimkino (80cm-Bilddiagonale, keine zusätzlichen Boxen). Demnächst freilich will ich mir einen deutlich größeren 4K-Fernseher zulegen. Meine Eltern haben bereits einen solchen. Und manchmal, wenn ich sie besuche, nehme ich meinen Blu-ray-Player und ein paar Filme mit und fühle schon einmal vor. Immer mit demselben Ergebnis: für meine Zwecke völlig ausreichend! ;)

01.09.2020 13:12 Uhr - VelvetK
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@Ash

Danke vor allem für den letzten Teil deines Textes. Also den, mit dem Quadrat. Bin schon sehr gespannt auf die zweite Reise vor und zurück.

@sony und Into

Darf ich fragen, weshalb ihr so gesehen gar nicht ins Kino geht? Ich mag's ja auch lieber Zuhause, aber auch da nur mit angemessener Hardware, einfach weil sich gerade dann die Mühe der Sounddesigner schon auszahlt. Tenet außerhalb des Kinos? Darum wäre es doch wirklich schade, denn audiovisuell ist das schon eine Welt!

01.09.2020 13:15 Uhr - TheRealAsh
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@all: danke für die Rückmeldungen:-)

@into: verstehe ich das richtig, du bist vom 4K-Bild nicht völlig überzeugt? Ich überlege auch schon lange einen 4K anzuschaffen, habe meinen normalen HD-TV aber immens ins Herz geschlossen und außerdem ist der auch noch gut. Habe leider keinen Vergleich, wie der Unterschied im laufenden Film zwischen Bluray und UHD wirklich aussieht. Kannst du dazu ein bisschen was sagen? Gerade bei Nolan-Filmen ist das ja enorm wichtig, wird bei TENET nicht anders werden, undenkbar so einen Film "nur" auf DVD zu schauen.

01.09.2020 13:15 Uhr - sonyericssohn
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Klingt jetzt vielleicht komisch, aber diverse private Dinge und die Zeit machten mir einen Strich durch die Rechnung. Und deswegen schwand auch die Lust zum Kinobesuch...

01.09.2020 14:20 Uhr - Intofilms
2x
Doch, Ash, bin ich. „2001“ zum Beispiel habe ich bei einem Freund in 4K gesehen und war euphorisch. "völlig ausreichend" bezog sich allein auf die Größe des Fernsehers meiner Eltern, den ich bis jetzt allerdings nur für normale Blu-rays genutzt habe, da ich noch keinen 4K-Player besitze. Selbiger wird erst angeschafft, wenn mein eigener (großer) 4K-Fernseher da ist.
@Velvet
Hat sich einfach so ergeben, ohne konkreten Anlass... Ich schließe allerdings nicht aus, dass meine frühere Kinoleidenschaft eines Tages wieder neu aufflammt.

😉

01.09.2020 15:42 Uhr - TheRealAsh
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Danke, into, und verdammt, dann muss ich doch mal demnächst aufrüsten. Gerade bei einem Film wie TENET muss ich schon die UHD holen, da hilft alles nix - und 2001, ach, da freue ich mich dann auch drauf :-)

01.09.2020 16:24 Uhr - Intofilms
2x
@Velvet
„ohne konkreten Grund“ ist vielleicht doch nicht ganz richtig. Um 2010 kam ich damals langsam auf den Geschmack von Blu-rays. Und diese deutlich bessere Bildqualität war wohl mit ausschlaggebend für die Umstellung. Außerdem gab‘s da in der Regel auch mehr interessante Bonusfeatures. Man könnte also sagen, DVDs waren noch keine echte Alternative zum Kinoerlebnis, Blu-rays dagegen boten ganz neue Möglichkeiten. Hmm, könnte wirklich so gewesen sein. Bewusst reflektiert hatte ich das bis eben noch nie. ;)
@Ash
Der Quantensprung von DVD zu Blu-ray ist ja in meinen Augen wirklich enorm gewesen. Der Qualitätszugewinn von normaler Blu-ray zu 4K-UHD-Blu-ray ist dagegen weit weniger spektakulär, ist aber vorhanden und äußert sich vor allem in noch besseren Farben und besseren Kontrastwerten. Wirklich viel Erfahrung habe ich bis jetzt allerdings noch nicht mit diesem neuen Format, bin aber wirklich sehr aufgeschlossen. Es gibt ja auch viele, die das rundweg ablehnen. Muss eben jeder für sich selbst ausprobieren. ;)

01.09.2020 16:47 Uhr - Cinema(rkus)
1x
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TheRealAsh

Granatenstarkes Review zu einem tollen Film ; das sind Filme, wofür ich irgendwann Kino-Fan geworden bin.
Nolan ist ein starker Geschichtenerzähler und aktuell auch derjenige, der mit der meisten Innovation an Filme rangeht. So richtig neu wird das Rad ja seit Jahren nicht mehr erfunden; Nolan probiert jedoch mit jedem neuen Projekt das Rad doch noch runder zu drehen. Hut ab vor solchen Film-Ideen.
Für mich GRANDIOS, alleine wegen der Einfälle, die ich so in der Form noch nirgendwo gesehen habe.

Dein Review ist auch einsame Klasse; ich hätte auf Anhieb nicht gewusst, wie ich diesen Film in ein Review kleiden soll; hast Du super hinbekommen. Mein Avatar-Bild "Sina" wackelt mit dem Dackel-Schwänzchen....

Zum anderem Thema:
Ich bin nach wie vor Kinogänger. Manche Filme muss man auf der großen Leinwand anschauen !!
Sony, Mensch, wundert mich, dass so ein Film-Freak wie Du, seit 16 Jahren kein Kino mehr besucht. Würde ja fast eine traumatische Erfahrung dahinter vermuten, hoffe ich jedoch - für Dich - nicht. Versuchs einfach mal wieder.

4 K......Ich hab` mir einfach mal den - meiner Meinung nach - besten 4 K-Fernseher gegönnt. Das Flaggschiff von Philips; OLED 984, in 65 Zoll, mit eingebauter Soundbar von Bowers& Wilkins.....OH Mann, genial !!! Ambilight, ein Bild zum niederknieen, ein Sound, den habe ich früher mit den stärksten Boxen nicht hinbekommen. Von mir nur zu empfehlen. Und, he, ich bekomme keine Provision. Die gesamte Optik von dem Teil ist gigantisch. Da leuchten sogar die Augen meiner Frau, weil die gesamte Komponente das Wohnzimmer aufwertet.
Was 4-K-Scheiben angeht:
Schaut euch im Internet die Seite von Herrn Wolters an, 4-K- Rezensionen. Eine super Technik. Ihr könnt per Slide zwischen Blu-Ray und 4-K- vergleichen, auch seine Rezensionen sind erste Sahne.

Nochmals zum Fernseher:
Leute, der Fernseher ist nicht ganz billig. Aber ich investiere lieber einmal massiv und versuche dann immer so ziemlich das Beste auf dem Markt zu bekommen. He, wir leben alle nur einmal........

01.09.2020 17:08 Uhr - Intofilms
1x
Ahh, ich habe mich falsch zitiert: nicht ‚Grund‘, sondern „Anlass“ muss es natürlich heißen. Höchst peinlich, Entschuldigung. Jetzt bin ich still! 😖

01.09.2020 17:42 Uhr - sonyericssohn
2x
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@Cine
Traumatisch triffts ganz gut.

01.09.2020 23:36 Uhr - TheRealAsh
2x
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Danke für die weiteren Infos und auch den Fernsehertipp Markuss. Sieht meeeeega aus, liegt aber leider nicht ganz in meinem Budget, auch wenn ich es mir gerne leisten würde;-)

@Sony: jetzt musst du uns aber schon aufklären, what happened?

02.09.2020 06:50 Uhr - Cinema(rkus)
1x
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Ash
Wenn ich einen Systemwechsel (von Blu ----> Richtung 4 K) vornehme, dann ist das wichtigste die Hardware. Wer darüber schreibt, dass nicht soooo viel Unterschied vorhanden ist, der hat - pardon - evtl. an der falschen Stelle gespart und ein nicht ganz so gutes Gerät gekauft. Aber, klar, möchte jetzt auch nicht hochnäsig klingen, jeder muss auch seinen Geldbeutel im Auge behalten. Vielleicht fällt der Preis aber für das Gerät noch, bei Markteinführung war er (nochmals) 1000 Euro teurer.
He, bald ist Weihnachten, evtl. gibt`s Weihnachtsgeld ? Und dann wird sich in der Family mal nichts gegenseitig gekauft, sondern alle investieren in das neue Flaggschiff im Wohnzimmer. Jedenfalls - ungelogen - staunt jeder über das Gerät im AUSGESCHALTETEM MODUS. Und dann erst, wenn ich ihn einschalte. Echt superb.....

Sony
Schade, dass Du das "Trauma" nicht überwinden kannst. Willst wahrscheinlich darüber auch nicht reden.
Ich kann mir vorstellen, dass Dir nach einem Kinobesuch mal etwas schlimmes passierte oder einem nahen Angehörigen was passierte, während Du gutgelaunt im Kino warst. Oder man hat einfach nicht mehr die Zeit für Kino, weil man sich krankheitsbedingt (u.a.Demenz) um einen nahen Angehörigen kümmern muss. Aber, he, ich hör jetzt auch wieder mit den Spekulationen auf, will mir diesbezüglich auch nichts anmaßen.
Mach es jedenfalls gut...und vielleicht...irgendwann....schaust doch mal wieder in `nem Kino vorbei. Würde es Dir wünschen. Gruß C.M.

02.09.2020 10:00 Uhr - Draven273
2x
@TheRealAsh eine tolle lesenswerte und wirklich gut ausgeführte Review. Mir haben ja schon die Eindrücke von dem lieben Velvet gefallen, da hatte ich den Film aber noch nicht gesehen und stand quasi einige Stunden vor dem Filmbesuch. Nun mit neuen Erkenntnissen, mir hat der Film wirklich gut gefallen. Diese Kraft der Bilder, dann teils auch in atemberaubender Kombination mit dem Sound. Herrlich, definitiv einen Kinobesuch wert. Und trotzdem gebe ich zu, ich tue mich auch etwas schwer mit dem Film, den werde ich noch ein zweites Mal gucken müssen, um wirklich alles mitzubekommen und die Übergänge besser zu verstehen. Aber ich denke, da werden die meisten keine Probleme haben, dass geht oft nur mir so. :) Deine Review ist auf jeden Fall über alles erhaben. :) Bei mir schwankt er derzeit noch zwischen 7 und 8/10. Mal sehen was die Zweitsichtung ergeben wird. Übrigens, da ja immer rumgemault wird an vielen Stellen (noch nicht hier) über den Robert Pattinson. Ich finde der liefert hier mal richtig geil ab und ich freue mich auch auf den neuen Batman. Und ich zähle zu den Leuten die auch den Bale gut fanden. Diese doofe "der olle Glitzervampir" Gehabe ist auf jeden Fall überflüssig, der Pattinson kann was. Und der Glitzervampir hat mehr Kohle verdient als alle hier Anwesenden, der bräuchte gar nicht mehr arbeiten, davon ab.
@Cinemarkus Du alter Klugscheißer und Angeber :) Achtung mein Lieber hier ist böser frecher Sarkasmus versteckt. Da Du mich aber auch inzwischen einschätzen kannst ist das glaube ich angekommen :) Kann Dir nur zustimmen und zwar in zwei Dingen. Was die Anschaffung von guter Technik betrifft. Ich habe nicht ganz so viel ausgegeben und auch eine andere Marke genommen, aber ich kann auch nur sagen, dass es eine gute Entscheidung war und bin immer wieder begeistert. Ich liebe aber immer noch das Kino und werde es so lange nutzen wie es geht. Ich habe bei meinem letzten Besuch also bei Tenet feststellen müssen, dass in einer Vorstellung wo normalerweise 200 Leute gesessen hätten, ich grade mal mit 11 anderen den Film gesehen habe. Nun ja, wenn das so weitergeht....
Und zweitens und da ein netter Wink in Richtung @sonyericsson. Traumas sind echt scheiße. Ohne Frage. Und ich finde es super, dass Ihr da so drüber sprecht, zumindest ein wenig, dass ist nämlich große wahre Stärke. Niemand ist perfekt. Und das ist auch gut so. Und lieber Sony, man ist nie zu alt die bösen alten Geister loszuwerden, glaub mir. Ich habe das selber in einem anderen Bereich durchgemacht und bin inzwischen weiter als ich es mir jemals erträumt habe. Also mein Lieber, Kopf hoch. Und... wir haben Dich trotzdem lieb :)
Beste Grüße an Alle Draven

02.09.2020 11:00 Uhr - Cinema(rkus)
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Draven273
Klugsch…./Angeber ?
hihihihihi, ich liebe es, wenn ich so genannt werde.
Nein, Draven, alles o.K., alles im grünen Bereich. Nette Film-Kumpanen hier, und Du gehörst da zweifelsohne dazu, dürfen so was zu mir sagen; vor allem in dem Kontext.
Ich bevorzuge schon seit vielen Jahren die Marke mit dem Ambilight und als ich jetzt auf 4-K umgestiegen bin, da wollte ich einfach eines der Besten Geräte auf dem Markt. Und da darf man - falls es möglich ist - nicht auf den Euro schauen. Ist jedenfalls meine Meinung; ansonsten bleibe ich einfach "nur" bei Blu-Ray, was ja auch für viele passend ist. Jedenfalls bin ich erstaunt, welch gestochen scharfes Bild mein Fernseher wiedergibt. Und der Sound ist auch 1 A; bin also voll zufrieden. Und, he, Kino besuche ich trotzdem natürlich auch noch.....

Zum anderem, allgemein gehalten:
Ich habe beruflich viel mit seelisch beeinträchtigten Menschen zu tun, auch mit Leuten, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Diese Betroffenen haben oft Probleme darüber zu reden, ihnen wurde von verschiedensten Seiten oftmals eine "falsche Scham" eingeredet.
"Man darf keine Schwäche zeigen keine psychische Instabilität, man darf ja nicht jammern, muss immer perfekt und stark sein, um ja seiner Arbeit superkorrekt und intensiv nachgehen zu können."
Meine Erfahrung: Redet darüber, wenn es euch nicht gut geht. Redet darüber, schweigt nicht. Wenn ihr einen guten Gesprächspartner habt, dann fühlt ihr euch danach "leichter", dann kann man das Problem konkret angehen.
Sorry, für meinen kleinen Ausflug in die Psychologie. Ich könnte noch sehr viel mehr darüber schreiben, aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.
Deshalb empfehle ich mich jetzt und verbleibe
M.F.G.
Cinema(rkus)

02.09.2020 11:55 Uhr - sonyericssohn
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 8.269
Ich wollte nicht auf die Tränendrüse drücken ! Alles gut !
Außerdem gehts hier ums Review 😉

02.09.2020 12:59 Uhr - TheRealAsh
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Das wird ja hier noch zur sprichwörtlichen Gruppentherapie und ich glaube, dass TENET da gar nicht so unbeteiligt ist, da der Film ja immerhin von der Tragik der Gegenwart im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft erzählt. Von daher ist das schon folgerichtig.

@Markuss: interessant, da arbeiten wir wohl in einem ähnlichen Feld;-) Jedoch muss ich betonen, dass man gerade in öffentlichen Foren natürlich nicht über schwerwiegende Traumata reden sollte, sondern in einem geschützten Umfeld, mit professionellen Helfern. Aber reden hilft definitiv, zweifelsohne:-)

02.09.2020 16:11 Uhr - Draven273
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@TheRealAsh und @ Cinemarkus und @sonyericsson Nein, nein, also erstmal, nein Sony wir treten dass hier nicht aus.
Ash Deine Review ist und bleibt natürlich super, auch wenn ich etwas am Thema vorbei bin. :) Und nein, ich habe mich mal viel mit Psychologie beschäftigt, aber arbeite in einem völlig anderen Bereich.
Was ich rüberbringen wollte ist, dass wir immer alle auf Leistung gepolt sind, niemand darf Gefühle zeigen, Angst haben etc. Was totaler Blödsinn ist. Aber wie gesagt, lasst uns dazu gerne privat austauschen :) Soll hier nicht ausarten. Ich mag Euch so wie Ihr seit und ich freue mich immer wenn wir uns austauschen können. Einfach weiter so.

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