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Stargate

Herstellungsland:USA (1994)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,10 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Cairo, 1928. Bei Ausgrabungen wird unter dem Schlussstein einer Pyramide ein rätselhaftes Gebilde gefunden. Niemand ahnt, welche Bedeutung es haben könnte, nur eines steht fest: Es stammt nicht von der Erde! Ein halbes Jahrhundert später löst der junge Ägyptologe Daniel Jackson (James Spader) das Geheimnis dieses außergewöhnlichen Fundes. Es handelt sich um ein Tor zu den Sternen, vor undenklichen Zeiten von einer fremden Rasse dort zurückgelassen. Zusammen mit einem Trupp Marines macht sich Daniel auf eine Reise, die ihn über die Abgründe des Universums hinweg in eine ferne Welt bringt - eine Welt, die unterjocht wird von den fleischgewordenen Göttern des Alten Ägyptens...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von mcguinness:

" Seit tausenden von Jahren begraben... Ein Rätsel... Ein Geheimnis... Eine Schwelle zur Zukunft " 

 

 

Roland Emmerich... Der talentierte deutsche Regisseur erfreute uns schon mit so manchem Beitrag, wie etwa " Universal Soldier " (1992), " Independence Day  " (1996) oder " Godzilla  " (1998). Neben diesen hervorragenden Produktionen dürfte vor allen Dingen aber ein weiterer Film in Emmerichs Karriere dem geneigten Filmfreund in Erinnerung sein und zwar der hier besprochene " Stargate " aus dem Jahre 1994.

Als um 1928 auf dem Gizeh - Plateau in Ägypten ein höchst seltsames Artefakt gefunden wird, können die nach Hieroglyphen anmutenden Schriftzeichen zunächst nicht übersetzt werden. Dies gelingt jedoch dem Ägyptologen Dr. Daniel Jackson, welcher herausfindet, dass die Schriftzeichen als Sternenkonstellationen für das sogenannte " Stargate " dienen, welche es ermöglichen ein Tor in eine fremde Galaxie zu öffnen. Da dies die wohl bedeutendste Entdeckung der Menschheit ist und deren Neugier bekanntlich größer als jede Vernunft ist, ist es nur naheliegend, dass sich Dr. Jackson und ein Militärteam unter dem Kommando von Colonel Jack O'Neil auf die Reise zu den Sternen begibt, um zu sehen was sie auf der anderen Seite erwartet.

 Zugegeben bin ich nie ein Fan der Fernsehserie " Stargate - Kommando SG 1" (1997 - 2007), " Stargate Atlantis " (2004 - 2008) oder " Stargate Universe " (2009 - 2011) gewesen und habe diesen doch tatsächlich das erste Mal in voller Länge gesehen, nachdem ich nach Jahren mal wieder das gleichnamige Spiel für den guten - alten Super Nintendo hervorgekramt und ausgiebig gezockt habe. Da ich die Idee durch ein außerirdisches Portal zu fremden Galaxien zu reisen höchst interessant finde, allein schon aufgrund der damit enorm verbundenen Möglichkeiten und der Kreativität, welche der menschliche Geist in der Lage ist zu schaffen, wollte ich mir " Stargate " nun endlich einmal komplett ansehen.

Dabei beginnt der Film mit einer relativ guten Einführung rundum die Entdeckung des Artefakts, als auch mit der Vorstellung seiner Hauptdarsteller, wobei James Spader, bekannt aus " Wall Street " (1987) und " Crash  "(1996) als Dr. Daniel Jackson und Kurt Russel, gesehen in " Die Klapperschlange " (1981) oder " Star Force Soldier " (1998) die tragenden Figuren in diesem Werk sind und sich wunderbar ergänzen. Daniel ist ein gebildeter, ruhiger und zurückhaltender Typ, welcher eher mit Worten und seinem Verstand kämpft, als mit dem geschliffenen Säbel. Jack hingegen ist Soldat, ein recht wortkarges Raubein, der bedingungslos Befehle befolgt, Loyalität erwartet und dessen oberste Priorität in der Erfüllung seiner Mission liegt. Dennoch sind beide Individuen, so unterschiedlich sie auch zu sein scheinen, aufeinander angewiesen, da der eine die Macht des Geistes und der andere die Kraft des Schwertes besitzt. Demnach raufen sich die beiden also zusammen, um ihre Mission zu erfüllen und am Ende wieder sicher zurück zur Erde zu gelangen.

Auf dem fremden Wüstenplaneten angekommen, machen die beiden und einige Mitglieder des Teams schnell Bekanntschaft mit den Einheimischen, welche den Ankömmlingen jedoch friedlich gesinnt sind und wir erfahren, dass dieses Volk vom Sonnengott Ra unterdrückt und ausgebeutet wird, da dieser den Menschen auf der Erde einst das Wissen um den Pyramidenbau und die Astronomie gab, sich aber zum Gott über diese erhob und das Sternentor benutzte, um Sklaven von der Erde auf den Wüstenplaneten zu bringen, damit diese in Minen schuften und wertvolles Erz abarbeiten. Die Stadt der Bewohner ist dabei recht einfach gehalten und erinnert von seinen Bauten her an das beispielsweise frühere Marokko, mit seinen Lehmhütten, Zelten und Katakomben. Hier hätte ich mir einen etwas ansprechenderen Schauplatz gewünscht, obwohl dieser Ort aufgrund der Versklavung seiner Bevölkerung wohl kaum zu einer pulsierenden Metropole hätte werden können. Dennoch, mehr Farbenfrohheit und ein bunter Basar wären wünschenswert gewesen.

 Zwischendurch gibt es aber auch die ein oder andere humoristische Einlage, etwa als Daniel versucht dem Oberhaupt Kasuf zu erklären, dass das fremde und nicht gerade appetitlich anmutende zubereitete Tier eigentlich wie Hühnchen schmeckt, indem er die Flügel eines Huhns nachahmt und dazu gackernde Laute ausstößt oder aber als sich ein junger Mann namens Skaara von Colonel O'Neil eine Zigarette nimmt, daran zieht und diese unter Husten verteufelt und dieses Hexenkraut angewidert wegwirft.

Mit dem Eintreffen des Gottes Ra nimmt der Film dann auch mehr an Fahrt auf, da sich dieser der heimlich von O'Neil mitgebrachten Atombombe bemächtigt und mit dieser und der Zugabe des aus den Minen gewonnenen Erzes, welche die Wirkung um ein hundertfaches verstärken würde, droht die gesamte Menschheit und die Erde zu vernichten. Die Kulisse des Raumschiff, in welchem sich Ra befindet und das über der Pyramide schwebt, in welcher Daniel und das Team von O'Neil angekommen sind, ist dabei in ägyptisch - futuristischem Design gehalten, welches seinen Zweck erfüllt, ohne mich jedoch in Staunen versetzt zu haben. Die Kämpfe zwischen den Soldaten und den Wächter von Ra sind solide, aber aus meiner Sicht nicht sonderlich packend inszeniert worden.

Gut möglich, dass ich durch andere Werke Emmerichs wie " Universal Soldier " und " Independence Day " etwas zu sehr verwöhnt gewesen bin und meine Erwartungen dementsprechend relativ hoch lagen. Somit ist " Stargate " zwar weit davon entfernt ein Flop zu sein, aber der ganz große Wurf ist dieser für mich leider nicht geworden. Mein Auge sehnte sich nach prächtigen Bildern / Kulissen und vor allem nach mehr Action und Explosionen. " Stargate " beginnt recht stark und spannend, doch vergeht dann erstmal gut 1 Stunde Spielzeit, bis sich das Tempo wieder steigert.

 Allgemein bemängel ich also, dass der Film mehr von der wirklich tollen Darbietung seiner Schauspieler lebt, allen voran Spader und Russel, mir in den Actionsequenzen allerdings zu zahm erscheint. Mehr Ausgeglichenheit zwischen Schauspiel und Schauwerten hätten " Stargate " sicherlich gut getan und in meiner Gunst steigen lassen. Unterm Strich kommt dennoch ein akzeptables Ergebnis zustande. 

7/10
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Kommentare

01.09.2020 21:17 Uhr - sonyericssohn
1x
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Hm, da hast ja was ausgegraben... Ausgegraben...sie verstehen ? Brüller.
Ne jetzt ernsthaft. Wieder ein Film mit dem ich nicht warm werde. Den Einstieg mit der Entschlüsselung und den ersten zaghaften Schritten find ich echt gelungen. Dann aber hängt sich in meinen Augen der Streifen in sich auf. Ich möchte nicht sagen verwirrend, aber doch etwas...schräg ?
Tolle Kritik der ich mehr Punkte verleihen möchte als dem Film ;-)

01.09.2020 21:34 Uhr - McGuinness
1x
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@sonyericssohn

Stimmt, der Anfang weiß noch zu begeistern, danach wurde es mir etwas zu reizarm und unspektakulär.
Wirklich schade, wo Regisseur Emmerich doch schon vorher bewiesen hat, dass er es eigentlich weitaus besser kann.

Über dein Lob freue ich mich dennoch sehr und nehme dieses dankend an 😌

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