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Halloween

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,56 (56 Stimmen) Details
inhalt:
Seit er vor 40 Jahren mit einer brutalen Mordserie die amerikanische Kleinstadt Haddonfield terrorisierte, sitzt Michael Myers (Nick Castle), abgeschottet von der Außenwelt, in einer psychiatrischen Anstalt in Haft. Als er zusammen mit anderen hochgefährlichen Insassen verlegt werden soll, passiert die Katastrophe: Der Gefangenentransport verunglückt nachts auf offener Straße und ermöglicht ihm die Flucht. Angetrieben von seinem bestialischen Drang zu morden, macht sich Myers auf nach Haddonfield und der entsetzliche Alptraum beginnt für die Bewohner aufs Neue. Nur Laurie (Jamie Lee Curtis), die dem maskierten Killer seinerzeit nur knapp entkommen konnte, ist vorbereitet, sich dem personifizierten Bösen entgegenzustellen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von themoviestar:

Wenn ich mir das wirtschaftliche Gesamtresume von Halloween (2018) zu Gemüte führe, schießen mir unweigerlich die folgenden Gedanken durch den Kopf: Können sich 1.085.934 Millionen Menschen irren? Das sind nämlich die Kinobesucher, welche alleine in Deutschland die Lichtspielhäuser stürmten. Noch imposanter sehen die Zahlen aus den vereinigten Staaten: Sage und schreibe knapp 160 Millionen Dollar spielte der Streifen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein und stieß dabei Box Office bedingt Scream (1996) vom Slasherthron. Weltweit konnten insgesamt 255 Millionen Dollar in die Kassen gespült werden, ja wenn das kein Garant für einen unbeschreiblichen Horrorfilmabend ist? In meinem Falle machte sich nach Kinoerstsichtung im Jahr 2018 große Ernüchterung breit und auch mein gestriges Wiedersehen mit Michael Myers änderte nichts an meinem ersten Eindruck. Für mich ist und bleibt Halloween (2018) trotz einiger gelungener Passagen eine mittelschwere Enttäuschung und ich schmeiße auch gerne 5 Euro ins berühmt berüchtigte Phrasenschwein, Geschmäcker sind halt dann doch verschieden!

Anfangs fungierte Halloween (2018) unter dem vielsagenden Arbeitstitel Halloween Returns und war als direkte Fortsetzung zu Halloween II (1981) gedacht. Im Februar 2017 ließ jedoch John Carpenter auf seinem Facebook Account verlauten, dass er als Creativ Consultant gemeinsam mit Malek Akkad (Produktion), Jeff Fradley (Drehbuch), Danny McBride (Drehbuch) und David Gordon Green (Drehbuch, Regie) an einem weiteren Halloweenfilm arbeiten würde, welcher alle Ereignisse sämtlicher Forsetzungen nach dem legendären Original ignorieren sollte. Michael Myers (Nick Castle, James Jude Courtney) gelingt nach 40 Jahren zu Halloween die Flucht aus seiner Nervenheilanstalt bei einem Gefangenentransport. Verfolgt von seinem Psychiater Dr. Ranbir Santain (Haluk Bilginer), Officer Hawkins (Will Patton) und Sheriff Barker (Omar Dorsey) macht er sich umgehend auf den Weg nach Haddonfield, wo er in der Halloweennacht im Jahr 1978 ein Blutbad angerichtet hatte, damit er sein mörderisches Werk vollenden kann. Als sich erneut die Leichen stappeln ist Laurie (Jamie Lee Curtis), welche Myers damals gerade noch entkommen konnte, gewappnet für den gnadenlosen Showdown mit dem schwarzen Mann....

Auch der spannendste Slasher mit technisch einwandfrei realisierten, blutigen Morden nützt nichts, wenn die Hintergrundgeschichte einfach nicht überzeugen will und hier liegt für mich der Hund in Halloween (2018) begraben. Die Prämisse, wieder von vorne anfangen zu wollen, ist ansich als löblich einzustufen, doch wenn man dann  fernab jeder existierender Logik künstliche Brisanz erzeugen möchte, kann der Schuss gewaltig nach hinten losgehen. Ich persönlich wundere mich nur, warum ich einer der wenigen bin, die in der Lage sind, dieses Manko zu identifizieren. Nach 40 Jahren zwei Reporter in eine Nervenheilanstalt zu schicken, nur um einen Geisteskranken zu interviewen, der vor einer halben Ewigkeit ein paar Menschen um die Ecke gebracht hat, stufe ich als hochgradig lächerlich ein. Wenn nämlich Myers Sünden der Halloweenteile 2 - 7 niemals stattgefunden haben, wie uns Carpenter und Green weiß machen wollen, entbehrt der Hype um eine aktuelle "Exklusivestory" jeder Grundlage, da ja auch der Mythos um den Halloweenschlächter nur halb so groß ist, bzw. gar nicht existiert. Spätestens in dem Moment, als die Journalisten Myers seine Maske vorbei bringen und ihn fragen, was er vor 40 Jahren beim Töten empfand, hatte ich den Glauben an eine nachvollziehbare und stimmige Filmhandlung verloren.

Weitere gravierende Kritikpunkte sind für mich die mangelhafte Figurenzeichnung von Hauptprotagonistin Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) und dem Psychater Dr. Ranbir Santain (Haluk Bilginer). Abgesehen davon, dass Jamie Lee Curtis Schauspiel verkrampft und aufgesetzt wirkt, ist ihr Gemüt in Halloween (2018) zu einer Art Sarah Connor für Arme verkommen, welches Myers Rückkehr in ihrem Eigenheim mit dutzenden von Waffen sehnsüchtig erwartet und mit ihrem panischen Wahn am Nervenkostüm eines jeden Zuschauers zerrt. Hier stellt sich erneut die Frage: Wenn alles nach Halloween 1 niemals passiert ist, warum macht sie dann so einen Aufstand? Mindestens genauso deplatziert empfand ich die Entwicklung von Michaels Seelenklemptner Dr. Ranbir Santain, der völlig unerwartet und unverständlich der Polizei in den Rücken fällt um seinen Patienten zu schützen, damit er dessen psychologische Abgründe noch weiter erforschen kann, auch dieser Wendung attestiere ich eher unfreiwillige Komik als ernstzunehmenden  Charakter. Besonders erwähnenswerte, schauspielerische Lichtblicke vermag ich so gut wie keine zu erkennen. Nick Castles Leistung hinter seiner Maske ist schwierig zu beurteilen und die Darsteller von Lauries Familie Judy Greer (erwachsene Tochter Karen Nelson) und Andi Matichak (Lauries Enkelin Allyson Nelson) agieren bestenfalls solide, ohne zu glänzen.

Wenn Halloween (2018) überzeugen kann, dann in den professionell inszenierten zahlreichen Tötungssequenzen, welche eine abwechslungsreiche Mischung aus blutiger Zeigfreudigkeit mit pointierten Gewaltspitzen und dem geschickten Überlassen der Zuschauerfantasie darstellen. Die Effekte sind bis auf ein paar wenige etwas unglücklich wirkende CGI Einstellungen durchaus gelungen, während der allgemeine Härtegrad sich im Franchise Mittelfeld einpendelt. Die weltberühmte Klaviermelodie von John Carpenter begleitet Michaels mystische Erscheinungen musikalisch und sorgt für wohliges Unbehagen sowie eine gehörige Portion Halloween Feeling, welches sich bei mir trotz angesprochener Unzulänglichkeiten auch in der aktuellen Verfilmung zumindest teilweise einstellten konnte. Den spannenden Showdown im brennenden Haus mit der finalen Auseinandersetzung zwischen Laurie und Michael habe ich als eindeutiges Highlight wahr genommen, was selbstverständlich auch wie in der Halloween Reihe üblich, ein eventuelles Hintertürchen für weitere Forsetzungen offen lässt, da man die Kuh bekanntlich auch nach ihrem Tod noch melken möchte, bis auch der letzte mögliche Dollar verdient ist.

Apropos Kühe melken: Die direkte Forsetzung zu Halloween (2018) ist mit Halloween Kills (2020) bereits abgedreht und soll am 15.10.2021 erscheinen. Jamie Lee Curtis (Laurie), Judy Greer (Tochter Karen), Andi Matchak (Enkelin Allyson) und Nick Castle als Micheal Myers sind wieder mit von der Partie, Regie führt erneut David Gordon Green. Über den Sinn eines weiteren Halloweenfilms, immerhin bringt es die Originalreihe dann bereits auf 9 Teile,  lässt sich bekanntlich streiten und irgendwann sollte auch mal Schluss sein, auch wenn natürlich die Möglichkeit besteht, dass der neue Streifen für sich betrachtet sehenswert ausfällt bzw. wieder Gewinn abwirft. Ich zumindest muss konstatieren, dass ich bereits Halloween (2018) auf Grund eklatanter Drehbuchschwächen und in Folge dessen, dass den Verantwortlichen augenscheinlich nichts wirklich Neues und Überzeugendes mehr eingefallen ist, als überflüssig erachte, daher kann ich den überaus positiven Kritikerresonanzen sowie dem enormen finanziellen Erfolg nicht ganz folgen. Dezent aufflackernde Retro-Halloween Stimmung, die annehmbare Umsetzung der Slasherelemente, die kurzweilige Spannungsentwicklung und das fesselnde Finale sorgen für eine gerade noch durchschnittliche, persönliche Wertung mit 5 von 10 MovieStar Punkten.

5/10
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Kommentare

14.09.2020 12:28 Uhr - McGuinness
1x
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Nachvollziehbare Kritik, auch wenn der bei mir besser wegkommt.
Als besonders herausragend würde ich diesen zwar auch nicht bezeichnen, aber einigermaßen gut unterhalten und gegruselt hat der mich dann doch.

Dennoch wieder mal toll geschrieben von dir 😉👍🏻

14.09.2020 14:41 Uhr - UncleBens
1x
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Starke Rezension! Ich sollte Halloween maybe auch endlich mal sehen,der hängt ja schon seit Wochen im Prime drin, war aber bisher eher skeptisch. Und deine Rezi bestätigt mitunter meinen Verdacht.

14.09.2020 15:02 Uhr - The Machinist
1x
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Eine gewohnt gelungene Review von dir MovieStar.
Ich selbst sehe ihn besser mit 7 oder vielleicht sogar 8 Punkten. Hat mir damals im Kino gut gefallen.

14.09.2020 18:28 Uhr - dicker Hund
2x
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Zweifellos gut geschriebene Review.

Ich selbst sehe in den meisten von Dir aufgezählten Erzähldetails keine Logikfehler. Der Umstand, dass zwei Blogger über einen lange zurückliegenden Mordfall berichten, ist in meinen Augen nichts Fernliegendes. Es gibt Blogs über die Ausformung von Toilettensitzen im internationalen Vergleich - warum dann nicht über einen zwar alten, aber schrillen Kriminalfall? Ein Asservat kann aus der polizeilichen Verwahrung durchaus in die Hände von Journalisten gelangen, die übrigens auch in der Lage sind, so etwas nachzubauen und lediglich zu behaupten, es handele sich um ein Original.

Darüber hinaus ist Realismus jetzt nicht gerade die Königsdisziplin des Slashergenres...

14.09.2020 20:13 Uhr - Cinema(rkus)
1x
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Ich denke, dass das Ignorieren der gesamten Fortsetzungen fast zwingend erforderlich war.
Klar, ein bitterer Beigeschmack bleibt, wenn eine Jamie Lee Curtis nochmals auf den neuen Zug aufspringt, dabei aber 3 ( ?, korrigiert mich, falls ich mich verzählt habe) Fortsetzungen, in denen sie selbst mitspielte, praktisch auch aus dem Film-Universum löscht.
Die Fortsetzungen waren in sich jedoch so verwirbelt und verschwurbelt (was sollte der Quatsch z.Bsp. in Teil 6 ,mit dieser geheimnisvollen Sekte ?), dass ein direkter Anschluss an Teil 1 förmlich zwingend war.

Übrigens erscheint mir das von Dir empfundene übertriebene Interesse an Myers - wegen der paar um die Ecke gebrachter Menschen - schon glaubwürdig. Aber, Hallo, immerhin hat er mit 6 !!!! Jahren seine Schwester ermordet und wieder 15 Jahre danach noch einige mehr. Dass sich daran auch nach 40 Jahren noch erinnert wird, ist für mich nachvollziehbar.

Darf ich in dem Zusammenhang kurz auf den Mord an "James Bulger" hinweisen ? Er wurde 1993 - im Alter von 3 Jahren - von Zwei 10-jährigen Jungs entführt, gequält und auf ein Bahngleis gelegt. Davon redet in England heute noch jeder, weil die Täter sooooo jung waren. Bitte den Fall mal googlen; dabei bekommt man echt Gänsehaut.

Zurück zu Deiner Review. Für mich nach all den enttäuschenden Fortsetzungen - wobei H20 noch einigermaßen funktionierte (nur, was sollte die nachträgliche Missachtung des Schlusses, siehe Teil 8 ???) -
nach dem Original der BESTE TEIL. Der Film hatte eine "gesunde" Härte und endlich wieder die Atmosphäre, die am nächsten an das Original erinnerte.

Jedoch," Movie ", nicht falsch verstehen:
Deine Review ist wieder - wie immer - klasse geschrieben und aus Deiner Sicht auch gut argumentiert, warum Du den Film jetzt nicht sooooo für den Hit hältst. Ist total legitim und überzeugend dargelegt, aus Deiner subjektiven Sicht.
Von dem her, sehr gutes Review, inhaltlich kann ich dieses mal aber nicht mitgehen.
Gruß C.M.

14.09.2020 21:47 Uhr - tp_industries
1x
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Deine Kritik selbst ist wirklich gut geschrieben. Habe ich gerne gelesen, da Du sie wirklich gut formuliert hast.

Dennoch muss ich meinen Vorrednern beipflichten, und kann die 5 Punkte nicht ganz nachvollziehen. Mal ehrlich, was die Handlung angeht, war das Original auch kein Meilenstein. Und mit Logik durfte man da auch nicht wirklich ran gehen. Ehrlich gesagt finde ich auch Carpenters Original ziemlich überschätzt. Im Gegensatz zum Original, fand ich den von Dir besprochenen sogar wesentlich besser. Vom Horrofaktor einfach böser und greifbarer. Vielleicht werde ich das auch mal in einer Review näher darlegen.

Auch wenn wir bei der Bewertung auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, ist deine Review definitiv lesenswert! ;)

Lg

15.09.2020 07:40 Uhr - TheMovieStar
5x
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@All: Zunächst einmal euch allen vielen Dank fürs Lesen und für euer Lob, dass hat mich sehr gefreut. :-) Als ich das Review schrieb, war mir durchaus bewusst, dass ich mit meiner Sichtweise und meiner Bewertung ein bisschen gegen den Strom schwimmen werde, von daher bin ich auch nicht böse, wenn Meinungen gegensätzlich ausfallen, alles gut! :-)

@McGuinness: Gegruselt hat mich der Film auch, die Mordsequenzen und die Atmosphäre habe auch ich als eines der Stärken ausgemacht. Meine Kritikpunkte bezogen sich eher aufs Drehbuch bzw. auf einzelne Figuren. Freut mich, wenn dir der Film ein wenig besser gefällt :-)

@UncleBens: Lass dich nicht von meiner Kritik abschrecken, da der Film ja handwerklich nicht schlecht gemacht ist, die Mordsequenzen sind gut in Szene gesetzt und es kommt auch Spannung auf. Meine Kritikpunkte beziehen sich aufs Drehbuch, was mir subjektiv einfach nicht so gefällt von einigen Figuren her wie sich entwickelt haben und wie die Story aufgebaut ist. Aber das ist Geschmackssache von daher schau ihn dir an, vielleicht sagt er dir ja mehr zu als mir :-)))

@TheMachinist: Freut mich, wenn dir der Film gut gefallen hat :-)

@Hund: Danke dir für deine Argumente und dein Lob. Du hast Recht solche Blogger, die über alte Mordfälle berichten, gibt es tatsächlich. Nur konnte ich auf so eine Gegebenheit keine Hinweise finden, wenn dem so wäre, hätte man es ja kurz erwähnen können. Auch mit deiner Aussage zum Realismus hast du Recht, vor allem wo Michael ja eh unsterblich ist, was alles andere als realistisch ist. Ich denke, es hat viel mit dem berühmten Bauchgefühl zu tun, mit manchen Inhalten kann man sich anfreunden, mit manchen eben nicht...

@Cinemarkus: Danke auch dir für deine Argumente und dein Lob, obwohl wir hier nicht einer Meinung sind. Den Reset Knopf zu drücken, habe ich ja auch als löblich eingestuft. Nur konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Ein Ausbruch wäre zum Beispiel auch ohne die Reporterstory möglich gewesen, was mir persönlich mehr zugesagt hätte.

An den Bulger Fall kann ich mich auch erinnern der ist schon heftig. Wobei einer der Täter nach seiner Entlassung laut einigen Berichten 2019 erneut mit Kinderpornografie straffällig geworden ist... Manche Leute sollte man wirklich für immer wegsperren...

Das man sich an die Morde nach langer Zeit erinnern kann, da stimme ich dir auch zu. Nur habe ich die Brisanz einfach nicht nachvollziehen können. Man hätte ja ein paar Infos einstreuen können, was Myers so die letzten 40 Jahre getrieben hat, dass er z.B. Ausbrüche hatte etc. und da vielleicht auch Leute umgebracht hat, oder das er in der Anstalt auffällig war, dann hätte ich es wahrscheinlich auch nicht als ganz so störend empfunden...

Von den Einstufungen der Teile ist der erste mein Lieblingsteil, gefolgt vom zweiten und vom vierten. 5,6 und 7 habe ich schon ewig nicht mehr gesehen, dass müsste ich mal nachholen um hier mit dir mitreden zu können :-)

Und selbstverständlich habe ich damit kein Problem, wenn du anderer Meinung bist und Inhalte anders für dich interpretierst bzw. bewertest. Ich freue mich für dich, dass dir der Film so zusagt und respektiere das auch, denn gerade durch unterschiedliche Meinungen können interessante Diskussionen entstehen.
Und da wir beim Fußball einer Meinung zu sein scheinen (ich habe hier irgendwo gelesen du bist Bayern Fan) ist eh alles gut :-)))))

@tp_industries: Danke auch dir für dein Lob, obwohl wir von der Bewertung her auseinander liegen. Mir ist auch bewusst, das meine Bewertung von 5/10 Punkte eine starke subjektive Note hat, denn handwerklich ist der Film ja nicht schlecht (hatte ich ja im fünften Absatz auch die vielen Vorzüge erwähnt was Horror und die Morde angeht bzw. die Atmosphäre) nur sind für mich die Drehbuchinhalte, mit denen ich mich nicht anfreunden konnte, so gewichtend, dass die Bewertung aus meiner Sicht folgerichtig ist, eine 6 wäre auch drinnen gewesen habe mich aber dann für die goldene Mitte entschieden.

Was die anderen Teile angeht sind für mich die beiden ersten Teile die besten, der vierte hat mir auch noch ganz gut gefallen.

Ich würde mich jedenfalls freuen, von dir vielleicht auch bald ein Review zu diesem Film zu lesen :-)

15.09.2020 11:33 Uhr - Lukas
14.09.2020 18:28 Uhr schrieb dicker Hund
Zweifellos gut geschriebene Review.

Ich selbst sehe in den meisten von Dir aufgezählten Erzähldetails keine Logikfehler. Der Umstand, dass zwei Blogger über einen lange zurückliegenden Mordfall berichten, ist in meinen Augen nichts Fernliegendes. Es gibt Blogs über die Ausformung von Toilettensitzen im internationalen Vergleich - warum dann nicht über einen zwar alten, aber schrillen Kriminalfall? Ein Asservat kann aus der polizeilichen Verwahrung durchaus in die Hände von Journalisten gelangen, die übrigens auch in der Lage sind, so etwas nachzubauen und lediglich zu behaupten, es handele sich um ein Original.

Darüber hinaus ist Realismus jetzt nicht gerade die Königsdisziplin des Slashergenres...


Dem kann ich mich überwiegend anschließen. Ich hatte beim lesen deiner review, MovieStar, so ein bisschen das Gefühl, dass du vielleicht von Vorneherein mit einer eher negativen Einstellung an den Film herangegangen bist und dann etwas zwanghaft nach Kritikpunkten gesucht hast. Ich bin ja selbst damals alles andere als total begeistert aus dem Kino gekommen (bei mir hat's allerdings für ne 7/10 gereicht), aber die Kritik am Drehbuch scheint mir angesichts teilweiser Totalausfälle in dem Franchise doch etwas harsch, und auch dein Mäkeln an Jamie Lee Curtis bzw. der Figur Laurie lässt mich irritiert zurück, war Laurie doch für mich die interessanteste und durchaus nuanciert im Film dargestellte Figur. Was allerdings wirklich am Drehbuch auszusetzen wäre, sind einige teils echt dämliche Dialoge (mein Highlight: "Ich bin Arzt, verriegeln sie ihre Türen!") und außerdem war die blumehousetypische Jumpscare-Parade mal wieder recht anstrengend. Mal schauen, was der nächste Halloween-Film so bringt.

15.09.2020 11:46 Uhr - shharry2
1x
User-Level von shharry2 2
Erfahrungspunkte von shharry2 63
Kann mich nur anschließen, schönes Review, dass deine Meinung klar und deutlich hervorhebt. Ich bin jedoch auch wie manch einer meiner Vorredner der Ansicht, dass z.B. das Interesse der Blogger/Reporter an einer 40 Jahre zurückliegenden Mordserie durchaus realistisch und auch nachvollziehbar ist. Man schaue sich nur mal Charles Manson an, der saß fast 50 Jahre im Knast, und es wurden wer weiß wie viele Reportagen und Filme über ihn und seinen Taten bis noch kurz vor seinem Tod unter das Volk gebracht.

Ich selbst habe "Halloween (2018)" zufälligerweise auch erst vor wenigen Tagen gesehen, und ich würde ihn doch etwas besser bewerten, so zwischen 7-8 Punkten etwa. Generell hat mir die Atmosphäre und Musikalische Untermalung gefallen, von den Schauspielern her am Besten Jamie Lee Curtis sowie Will Patton.
Schlecht fand ich die überflüssige und irgendwie gezwungen aufgesetzte Beziehung von Laurie Strodes Enkelin, welche dann - natürlich - während des Halloween-Balls auseinander geht, inklusive dem weggeworfenen Smartphone.
Mache Horror-Szenen waren auch teils mies umgesetzt, sehr stark negativ im Gedächtnis blieb mir die Szene des Polizisten und der Taschenlampe im Kopf, das hätte man auch gut und gerne in einem Scary-Movie-Teil unterbringen können, so dämlich sah das aus und wirkte es auch.

Insgesamt aber würde ich den Film hinter Teil 1-2, etwa gleich auf mit "H20" sehen.

15.09.2020 12:37 Uhr - TheMovieStar
2x
User-Level von TheMovieStar 8
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 810
@ Lukas: Danke auch dir fürs Lesen und für das Auseinandersetzen mit meinem Review sowie das Mitteilen deiner Argumente. Ich glaube, da hat dich dein Eindruck getäuscht, ich sehe mir Filme eigentlich immer ohne Vorurteile an und bewerte erst dann, wenn ich ihn gesehen habe. Ein Review entsteht bei mir unmittelbar nach einer Sichtung, in welchem ich dann versuche ehrlich alle positiven bzw. alle negativen Punkte aufs Papier zu bringen und aus dem Ergebnis leite ich danach die Note (Bewertung) ab. Zum Reporterbestandteil habe ich ja oben schon Stellung genommen und alles gesagt wie es auf mich gewirkt hat. Was Jamie Lee Curtis angeht muss ich sagen, dass sie im Review noch relativ gut weggekommen ist, die ist mir wirklich dermaßen auf den Nerv gegangen mit ihrer Art, alleine sie hat bestimmt 2 Punkte Abzug in der Endwertung gebracht. Aber da siehst Du, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können, was ich schlecht einstufe, hat dir sehr gut gefallen, was ich auch so respektiere, jeder darf seine Meinung haben....

@sharry2:
Danke auch dir fürs Lesen und dein Lob und für deine Meinung. Zur Reporterthematik habe ich oben bei den anderen Rückmeldungen schon meine Sichtweise geschrieben, deswegen werde ich darauf jetzt nicht nochmal eingehen.

An deinen Punkten, welche Dir gefallen bzw. nicht gefallen und auch an den anderen Rückmeldungen sehe ich, wie unterschiedlich Geschmäcker sind, jeder findet etwas anderes besonders gut oder auch besonders schlecht. Curtis fand ich z.B. grauenhaft und Patton zwar ganz ok, aber nicht weiter erwähnenswert, für dich waren das Highlights. Die Horrorszenen fand ich jetzt eigentlich alle recht ordentlich, an welchen du dich eher gestört hast....

18.09.2020 12:23 Uhr - cecil b
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User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.140
Auch ich finde deine Review wieder super!

Aber, "Geschmäcker sind halt dann doch verschieden!"

Ja, die Interviewer mit Maske in der Hand, das ist schon trashig.

Aber, mir ging es so wie Cinemarcus: "...nach dem Original der BESTE TEIL. Der Film hatte eine "gesunde" Härte und endlich wieder die Atmosphäre, die am nächsten an das Original erinnerte."

Müsste den Film ,mal kaufen und rezensieren. Liegt bei mir bei mindestens 8 Punkten, denke ich.

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