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Kill Me Three Times - Man stirbt nur dreimal

(Originaltitel: Kill Me Three Times)
Herstellungsland:Australien (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Komödie, Krimi, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Der Auftragskiller Charlie Wolfe soll die Kleinstadt-Schönheit Alice zur Strecke bringen. Doch Charlie ist nicht der Einzige, der es auf die junge Frau abgesehen hat! Auch der Zahnarzt Nathan Webb und seine sexy Ehefrau Lucy wollen ihr an den Kragen. In dem chaotischen Durcheinander aus Mord, Erpressung und Rache gerät Charlie am Ende selbst in die Schusslinie ...
eine kritik von ghostfacelooker:

Simon Pegg hier als schwarzgekleidet und mit ebensolch schwarzem Humor gesegnetem Killer zu erleben, macht gerade wegen seinem unterkühlten Zynismus mit dem er seiner Arbeit nach geht durchaus Spaß, erinnert seine Figur in ihren Grundzügen doch auch an die von ihm gespielten „Helden“ der „Cornetto Trilogie“.

Die Handlung baut sich mit halbwegs klugen Rückblendensequenzen und einem geradlinigen Mittel-, und Schlußteil, der einige Opfer und Wendungen parat hält unaufdringlich auf und hinterläßt auch somit keinerlei Schwachpunkte, vorausgesetzt, man kann mit Filmen a la Nur über deine Leiche oder Kill me again, in aktuellem Gewand leben und erwartet keine großartigen Dialoge oder komplexe Twists wie in Fargo oder gar Blood Simple.

Der Film funktioniert gerade wegen seinem Quartett der Protagonisten, die aus Simon Pegg, Teresa Palmer, Alice Braga und Sullivan Stapleton, obwohl Braga, die man aus Repo Man oder Predators kennen dürfte, hier leider nur eine Nebenrolle einnimmt.

Dennoch gelingt es ihr, die gegebene Screentime in der Rolle des vermeintlichen Opfers, Alice Taylor, nicht nur mit ihren weiblichen Reizen, sondern auch mit einer gewissen kämpferischen Ausstrahlung zu füllen.

Teresa Palmer als Lucy Webb, aus zum Beispiel Triple 9, hingegen, ist eine genauso durchgeknallte Figur wie Wolfe selbst es ist, denn ihre gespielte Ausweglosigkeit, ist der eigenen Gier gleichbedeutend mit der Dummheit ihres Mannes Nathan, welcher nichts wirklich im Griff zu haben scheint, nicht einmal seine Spielsucht.

Der durchaus unerwartete Schluß, in dem auch Luke Hemsworth ein wenig zu glänzen vermag, rundet den Zynismus ab welchen, der australische Regisseur und Autor, Kriv Stenders nicht nur dem Killer im Film zuschreibt, denn sein eigener Vorname setzt sich aus den slowenischen Worten für Kri Blut und Kriv, schuldig zusammen und ist im Hinblick auf die Thematik des Films schon gleichermaßen zynisch wie ironisch, aber dies nur nebenbei.

Man sollte, obwohl der Film nicht gerade mit Toten und dem dazugehörend aus jenen unfreiwillig sprudelnden Lebenssaft geizt, keinen Geheimtipp oder Kultfilm erwarten wollen, denn dazu fehlt es dem Film an mehrfacher Substanz, jener Vorbilder die er vermeintlich zu haben scheint.

Erinnert die Figur, welche 80er Jahre Star - Bryan Brown (FX -Tödliche Tricks) verkörpert, erinnert doch schon wenig an Quentin Tarantino´s Earl McGraw, auch wenn dieser Polizist mehr den Charme des Brick Top aus Snatch-Schweine und Diamanten, sein eigen nennt.

Doch vermutlich will der Film diese hohen Ansprüche zwangsläufig gar nicht erfüllen und kann dadurch zumindest als einer der wenigen Vertreter des Genres welche sich gern als schwarzhumorige Komödie oder Thriller bezeichnen wollen es aber meist nicht halten, stolz als ein solcher bezeichnen.

Ein für seine Laufzeit also durchaus solide zu nennender Film, mit welchem James McFarland als Drehbuchautor hier sein dafür aber doch bemerkenswertes Debüt liefert.

Und ist es denn nicht genau daß, was man Zuschauer will, nämlich eine egal in welchem Genre gut durchdachte Handlung, mit ordentlich schwarzem Humor, Blut oder sonstigen Attributen, welche nicht nur auf dem Cover angepriesen werden, welche noch von einem halbwegs sympathischer Cast gespielt wird?!  

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Kommentare

14.09.2020 00:01 Uhr - BFG97
1x
Moderator
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Tolle Kritik, mein lieber Ghost. Habe den Streifen erst gestern gesehen und kann mich dir nur anschließen. Recht amüsanter Film mit einem tollen Simon Pegg und einem überzeugenden Schluss. Da fällt mir ein, dass ich noch ein Cornetto im Gefrierfach habe...

15.09.2020 09:58 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
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14.09.2020 00:01 Uhr schrieb BFG97Tolle Kritik, mein lieber Ghost. Habe den Streifen erst gestern gesehen und kann mich dir nur anschließen. Recht amüsanter Film mit einem tollen Simon Pegg und einem überzeugenden Schluss. Da fällt mir ein, dass ich noch ein Cornetto im Gefrierfach habe...


Merci. Hoffe es hat gemundet^^^^^^^^

18.09.2020 12:31 Uhr - cecil b
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Gute Review, sehe ich auch so. Danke dafür.

Das Fazit finde ich durchaus ansprechend.

Wobei, Simon Pegg, ich weiß nicht, ob das meinen Humor treffen kann. Shaun of the Dead hat bei mir null gezündet. Ist aber nur Geschmackssache. Und, ist ja nun auch ein anderer Film, als der, den du hier besprochen hast.

18.09.2020 12:31 Uhr - cecil b
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Gute Review, sehe ich auch so. Danke dafür.

Das Fazit finde ich durchaus ansprechend.

Wobei, Simon Pegg, ich weiß nicht, ob das meinen Humor treffen kann. Shaun of the Dead hat bei mir null gezündet. Ist aber nur Geschmackssache. Und, ist ja nun auch ein anderer Film, als der, den du hier besprochen hast.

18.09.2020 17:43 Uhr - Ghostfacelooker
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18.09.2020 12:31 Uhr schrieb cecil bGute Review, sehe ich auch so. Danke dafür.

Das Fazit finde ich durchaus ansprechend.

Wobei, Simon Pegg, ich weiß nicht, ob das meinen Humor treffen kann. Shaun of the Dead hat bei mir null gezündet. Ist aber nur Geschmackssache. Und, ist ja nun auch ein anderer Film, als der, den du hier besprochen hast.


Ja ist mehr wie Hot Fuzz. Wobei man die Morde nicht so zynisch inszeniert und sie wenn dann nur eine Person betreffen sollten und dafür andere sterben^^^^

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