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Harpoon

Herstellungsland:Kanada (2019)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,50 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Zwei Männer, eine Frau, ein Boot und eine Harpune: Was zum entspannten Versöhnungsausflug auf dem Meer werden sollte, wird zum gnadenlosen Überlebenskampf, als der Motor des Bootes ausfällt. Denn unter äußerster Anspannung kommen in dieser ausweglosen Lage die tiefen Risse in der Beziehung der Urlauber wieder zum Vorschein. Es dauert nicht lange, bis das Blut fließt und die Harpune eine andere Verwendung findet...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Zur Wiedergutmachung eines vorangegangenen Streits lädt Richard seine 2 Freunde zu einem Boottrip ein. Raus in die Natur, das Wasser genießen, sich von der Sonne brutzeln lassen und mit Hilfe von viel Alkohol die Seele baumeln lassen. Doch den Streit hat Richard noch nicht völlig vergessen. Ist seine Freundin Sasha doch augenscheinlich mit Jonah in der Kiste gelandet. Er stellt Kumpel Jonah nun zur Rede...und dies mit Hilfe seines Geburtstagsgeschenks…

HARPOON

Das feuchte Element zieht sich nicht nur durch Erotikfilme wie der berühmte rote Faden. Auf der Bounty wurde gemeutert, Piraten enternten Schiffe und Kriege wurden darauf filmisch ausgetragen. Doch auch der Thriller scheint sich auf dem Meer ganz wohl zu fühlen und Werke wie beispielsweise -Todesstille- oder der kürzlich erschienenen -The Boat- stellen das in meinen Augen ganz gut unter Beweis. Nun wollte auch Regisseur Rob Grant seinen Senf...pardon...sein Wasser dazugeben und steuerte das vorliegende Filmchen in den Zelluloidhafen. ...und erlitt beinahe Schiffbruch…

Mehr als drei Darsteller hatten auf der Yacht namens "Die tanzende Boje" nicht Platz. Munro Chambers (Turbo Kid) gibt den leicht vertrottelten Jonah der mit seiner Vergangenheit aufräumen will und die Reise nutzt um die Asche seiner verstorbenen Eltern auf dem Meer zu verstreuen. Zu seinem Kumpel und Megamacho Richard (Christopher Gray; Der Nebel / Serie) hat er keinen allzu guten Draht mehr. Seine Eifersucht macht ihn unberechenbar, sein hochgestochenes Gehabe nervt.

Darunter hat die rothaarige Sasha (Emily Tyra) enorm zu leiden, muss Richards rasende Eifersucht immer wieder ausbaden. Und sie ist doch so harmoniebedürftig…

"Seit wann wusstest du es ?"

Eine Seefahrt die ist lustig… Eigentlich ! Kammerspiele im Grunde auch. Der grandiose Streifen -The Boat- hat mir gezeigt daß mit geringem Aufwand ein gewaltiges Ergebnis erzielt werden kann. Große Fußstapfen also in die vorliegender Film nun treten möchte. Der Trailer versprach zumindest eine gehörige Portion Spannung, Thrill und Blut. Dummerweise wird man schon zu Beginn des Films auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wenn ein Kommentator aus dem Off die Charaktere vorstellt. Im Grunde eine nette Idee denkt sich der gutmütige Zuschauer, also ich. Man erfährt so einiges über Jonah, dessen Vergangenheit, wie er mit seinen Eltern auskam usw. Selbiges geschieht mit Richard und Sasha und als besonderes Gimmick friert man das Bild immer mal ein, färbt es grau. Wie gesagt, nette Idee….für den Anfang. Wann gehts denn jetzt los ? Ja, lange hält man sich mit der Einführung der Personen nicht auf. Recht viel interessantes gibt's eh nicht zu erzählen. 

Endlich befindet sich der fröhliche Haufen auf der kleinen Yacht, es wird ebenso fröhlich gefeiert, der Alk fließt...alles okay. Daß Alkohol die Zungen löst weiß man ja nicht erst seit gestern und es kommt was kommen muss. Einer dreht daraufhin am Rad. 

Wer es bis hierher ausgehalten hat und noch nicht eingepennt ist beginnt sich so seine Gedanken zu machen. Wann passiert denn jetzt wirklich was ? Nach dem man sich vor lauter *fuck*, *fick dich*, *verfickt*, *fuuuuck* verzweifelt die Ohren ausgewaschen hat gibts endlich mal eine Verletzung. Das titelgebende Werkzeug macht seinem Namen alle Ehre. Es folgen Schuldzuweisungen, weitere Flüche und Ausbrüche von angeblich schwarzen Humors. 

Und so langsam schwindet die Geduld in falscher Erwartung eines Thrillers. Bis nämlich die Katze aus dem Sack gelassen wird vergeht knapp eine Stunde (bei einer Laufzeit von gut 80 Minuten) und endlich werden Fakten auf den Tisch verteilt und tiefe Abgründe tun sich auf. Und siehe da, es formt sich sogar eine gewisse Spannung...nur leider zu spät ! 

"Da sieht man mal wieder warum…"

...man einem Trailer nicht blind vertrauen sollte. Versprochen wurde atemlose Spannung, extreme Boshaftigkeit und Blut. Aber das Versprechen wurde nur zu...vielleicht 20% eingelöst. Außer ner Wunde an ner Hand (die sich aber schön eklig entzünden darf), ner toten Möwe (wenigstens etwas schräger Humor) und einem saftigen Kehlenschnitt gibts kaum Schauwerte. Zwischendurch lauscht man dummen und gelangweilten Dialogen die wenigstens versuchen so was wie Tiefe einzubringen. Dem macht aber der doofe Humor einen Strich durch die Rechnung. Allerdings muss ich gestehen daß der Showdown in Sachen Timing richtig gut gelungen ist und endlich seine komplette Boshaftigkeit ausspielen darf ! ...wenn da nicht das Finale des Finales wäre…

Diesen Film kann ich eigentlich nur eingefleischten Fans des kaputten Humors und nach Thrill lechzenden Filmfreunden empfehlen. Alle anderen umschiffen dieses Werk besser in einem weiten Bogen. 

 

ses

6/10
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Kommentare

28.09.2020 15:34 Uhr - McGuinness
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Danke für die Warnung, sony... Hatte den schon auf dem Radar.
Kritik ist wie immer top 👍🏻

28.09.2020 15:44 Uhr - sonyericssohn
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Danke und gerne Mc !
Mit Sicherheit wird der Film auch seine Fans haben. Doch ich nehme mich aus der Gleichung 😆🤟

28.09.2020 18:56 Uhr - The Machinist
1x
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Ich hatte 7 Punkte vergeben, fand den eigentlich echt spannend gemacht. Damals direkt bei UK-Release geholt, den Trailer habe ich um ehrlich zu sein nie gesehen.
In meinen Augen eine kleine Thriller-Perle mit Abzügen in der B-Note, der Schluss-Twist, naja...

Aber wie immer gelungene Kritik sony, vielleicht auch garnicht so verkehrt, den Film unter deinen Gesichtspunkten zu sehen, solange man weiß woran man ist.

28.09.2020 20:07 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen Machinist.
Ich hatte mir auch zuerst überlegt 7 Punkte zu vergeben. Doch das Ende hat mir den Rest gegeben 😁
Zugegeben hab ich mich tatsächlich vom Trailer blenden lassen. Der macht nämlich schon was her ! Doch im gesamten hatts mich dann enttäuscht.

28.09.2020 20:39 Uhr - tp_industries
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Wie von dir gewohnt, eine super geschriebene Review.

Dank deiner Kritik damals zu "The Boat", habe ich mir den Streifen zugelegt. Und ich bin froh darüber! Eine wirklich erstklassige One Man Show. Danke nochmal dafür! ;)

Nach der jetztigen Kritik zu "Harpoon", werde ich den Film zumindest nicht sofort kaufen. Eine Chance hat er bei mir zwar verdient, aber nicht für den Vollpreis.

Weitermachen sony. Deine Reviews sind immer wieder klasse! :)

28.09.2020 20:46 Uhr - sonyericssohn
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Merci TP !
The Boat war damals DER Wachrüttler für mich ! Und irgendwie hab ich mich hier auf ein ähnliches Erlebnis gefreut... Naja, dann halt ned.

Und danke für den Ansporn weiterzumachen. Das werd ich 😃

28.09.2020 23:53 Uhr - RetterDesUniversums
Ich fand den ganz freaky.
Und eingeschlafen bin ich auch nicht.
Achso: Das erste Blut kommt ziemlich schnell glaube nach 5min und auch super Hart! Der Arme.
Also nix von, wenn dann mal endlich Blut Kommt.

29.09.2020 07:58 Uhr - sonyericssohn
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Du meinst die Schlägerei ? Ja, die ist nicht ohne. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus !
Die dient doch nur als Aufhänger für das was folgt. Und das funktioniert für mich einfach nicht !

30.09.2020 10:45 Uhr - Man Behind The Sun
1x
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Ihr immer mit eurem "Wann kommt Blut?"... ;-)

Der Film ist eine böse Horror-Komödie, die das Thema der Verschollenheit auf See satirisch und wirklich mal etwas anders anders aufs Korn nimmt. Das Ende ist auch nicht von schlechten Eltern, wenn auch wenig innovativ.

Ich habe dem Film auch eine 7/10 gegeben.

Sehr schöne Review übrigens! :-)

30.09.2020 12:11 Uhr - sonyericssohn
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Danke auch dir.
Hm....na gut, dann steh ich mit meiner Meinung etwas allein da 😁

30.09.2020 21:06 Uhr - tp_industries
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Ich glaube nicht das sony nur auf Blut und Gekröse aus ist. "The Boat" kam quasi ohne großes Blutvergießen aus und hat trotzdem funktioniert. Sowohl für sony (siehe seine Review dazu) als auch für mich. Wie in der Review schon zu lesen war, hat der Trailer einfach was anderes suggeriert. Ist mittlerweile leider fast schon Standard, weswegen ich Trailer überwiegend meide und mich lieber von Reviews locken lasse. 😉

Sony, was meintest du eigentlich damit, das für dich "The Boat" DER Wachrüttler war? Also in welcher Beziehung hat er dich wachgerüttelt ( habe ich eigentlich schon erwähnt wie stark ich den Film finde?)?

30.09.2020 21:15 Uhr - sonyericssohn
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Wachrüttler im Sinne des minimalen Aufwandes. Ein Mann, ein Boot, ein Alptraum ! Gerade daß das so gut funktioniert hat mir gezeigt daß man kein Effektgewitter auffahren muss um was geiles zu zaubern.

30.09.2020 21:24 Uhr - tp_industries
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Ok. Das war mir zwar schon vor dem Film klar (Buried, Nicht auflegen), aber ich weiß was du meinst! 🙂

01.10.2020 12:47 Uhr - cecil b
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SEEEEEhr gelungen und unterhaltsam geschrieben!


02.10.2020 10:39 Uhr - sonyericssohn
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Nein !? Cecil ?! Du hier ? 😁
Schön daß du auch mal wieder vorbeischaust !!!👍😉😁 Danke fürs lesen !

02.10.2020 19:05 Uhr - Kable Tillman
1x
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"wenn ein Kommentator aus dem Off die Charaktere vorstellt. Im Grunde eine nette Idee"

Ne... ne die klingt schon scheiße. Aber dein Review ist es nicht. Wie immer super unterhaltsam geschrieben in deinem charakteristischen Sony-Stil. Ich umfahre den Streifen jedoch lieber weiträumig.

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