SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware Elden Ring · Erhebt Euch · ab 57,99 € bei gameware

Invasion U.S.A.

Herstellungsland:USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Invasion USA
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,41 (47 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der russische Agent Rostov (Richard Lynch) überfällt die USA mit einer Horde von Söldnern. Die US-amerikanische Verteidigung ist auf einen so plötzlichen Überfall nicht vorbereitet. In höchster Gefahr ist schnelles Handeln und hartes Durchgreifen gefordert: ein Fall für Ex-Agent und Waffenexperte Matt Hunter (Norris), der kein Erbarmen kennt. Umso weniger, als er sich seinem Erzrivalen Rostov gegenübersieht, mit dem er noch eine Rechnung offen hat... (20th Century Fox)

eine kritik von kable tillman:

Invasion U.S.A. –  Hunters hirnlose Mission

Puh… Wo soll ich anfangen? Und vor allem, wie? Erst einmal mit Trivia zu Joseph Zitos „Invasion U.S.A.“ mit Chuck „The Beard“ Norris in der Hauptrolle als USA rettende Ein-Mann-Armee Matt Hunter? Denn da gibt es jede Menge interessanter und semi-interessanter Fakten rund um den Film. Zum Beispiel, dass Chuck Norris ursprünglich Whoopi Goldberg als nervige Sidekick-Reporterin wollte, Regisseur Joseph Zito jedoch Melissa Prophet favorisiert hatte, die zwar unbestreitbar attraktiv ist, jedoch nicht schauspielern kann. Das kann Chuck Norris zwar auch nicht, doch seiner Karriere hat dieser Umstand nie geschadet. Der Disput zwischen Star und Regisseur führte sogar so weit, dass beide, trotz des finanziellen Erfolges von „Missing in Action“, ihrer ersten gemeinsamen Arbeit, nie wieder zusammengearbeitet haben. Ganz anders sah der finanzielle Erfolg von „Invasion U.S.A.“ zunächst aus, da er an den Kinokassen seine Kosten von für Cannon Films vergleichsweise hohen $10.000.000 nicht einspielen konnte. Auf dem Heimkinomarkt entwickelte sich „Invasion U.S.A.“ für MGM jedoch zum Hit und zählt auch heute noch für viele Fans von 80’s Actiontrash zu ihren Guilty Pleasures dieser Zeit.

Matt Hunter (Chuck Norris) genießt die Superagentenrente in den Sümpfen Floridas, fängt mit seinem besten Freund zusammen Krokodile, hackt Holz und trägt gerne offene Jeanshemden zu Jeanshosen. Die 80er, man kennt sie. Doch dann kommt in der deutschen Version Bösewicht Michael Hames… oder Mikhail Rostov, wie er im Rest der Welt heißt, verkörpert von Narbennase Richard Lynch, und plant die Terrorisierung und gewaltsame Eroberung der USA. Und nur ein Mann kann diesen diabolischen Plan kommunistischer Invasoren stoppen: Matt Hunter, mit dem Mikhail… ich meine Michael noch eine Rechnung offen hat.

Die Story klingt schon sehr dünn, die Handlung des Films ist sogar noch dünner, um nicht zu sagen dümmer. Chuck Norris verkörpert eine mit Akimbo Uzis alles umnietende Ein-Mann-Armee, die selbstverständlich von der Regierung heimlich diesen Auftrag bekam, um nicht als gesetzloser, sein Unwesen treibender Vigilant zu gelten. Damit ist sein fahrlässiger Gewalteinsatz zum Beispiel in stark frequentierten Einkaufszentren zur Weihnachtszeit selbstverständlich vertretbar. Mit dem Schauspieltalent einer Steinmauer gesegnet ballert und prügelt er sich von Set Piece zu Set Piece, nur lose an sowas wie eine Handlung gebunden. Viel Erklärendes fiel laut Editor Daniel Loewenthal auf Menahem Golans Geheiß dem Schneideraum zum Opfer, wodurch „Invasion U.S.A.“ zwar flott erzählt ist, jedoch vorne und hinten keinen Sinn ergibt und buchstäblich zu einer episodenhaften Aneinanderreihung von Explosionen, Actionszenen und böser, zum Teil rassistischer Klischees verkommt. Chucks alter Ego ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und tritt in Kommunisten… Pardon, Terroristenhintern, bis Karl Marx das Manifest aus den Händen fällt. Ein loses, lautes Flickwerk, mit gerade einmal so viel Handlung, dass man die Guten von den Bösen unterscheiden kann.

Trotzdem kann man Joseph Zitos Inszenierung durchaus viel Positives abgewinnen. Die Actionszenen sind abwechslungsreich, spannend, spektakulär und müssen sich auch in puncto Stunts nicht vor den großen Kinokrachern dieser Jahre wie „Rambo II“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ sowie „James Bond 007 – Im Angesicht des Todes“ verstecken. Eine ihresgleichen suchende Materialschlacht, die kein Stein auf dem anderen lässt. Ganze Wohnsiedlungen wurden dem Erdboden gleich gemacht, unzählige Fahrzeuge zerstört, 129 grafische Tode zelebriert. Dazwischen fangen ruhige, stilvolle Kamerafahrten stimmungsvoll die Szenerie ein und versprühen fast sowas wie Weihnachtsatmosphäre, zumindest bis Chuck Norris im offenen Jeanshemd und die Ecke gedüst kommt. Für Cannon Films Actiongülle ist „Invasion U.S.A.“ ein visuell schöner Film, unbestreitbar. Und auch akustisch knallt es kräftig, während Cannon Films Stammkomponist Jay Chattaway einen passenden, synthielastigen Score auf die Ohren der Zuschauer zimmert. Ja und Richard Lynch spielt einen einprägsamen Antagonisten, auch wenn das einprägsamste an seiner Darstellung, aufgrund mangelnder Figurenzeichnung, sein vernarbtes Gesicht ist.

Und was bleibt nach 100 Minuten „Invasion U.S.A.“? Viel Spaß, viel Kopfschütteln und am allermeisten Lacher der unfreiwilligen Sorte. Allein die Szenarien der Terroranschläge. Unschuldige Familien, die in einer idyllischen Vorortssiedlung Weihnachtsbäume vor dem Haus schmücken. Überfüllte Einkaufszentren zur Weihnachtszeit. Eine vollbesetzte Kirche. Sogar ein Schulbus mit kleinen, singenden Kindern und das Kinderkarussell eines Freizeitparks sind den Terroristen nicht zu unmoralisch, um in die Luft gesprengt zu werden. Als ob Chuck Norris zusammen mit seinen Co-Autoren „schlimme Terroranschläge, die bei jedem Menschen Verachtung auslösen“ aus einem Hut gezogen und wirklich jeden Zettel verwendet hätten. Übergossen wurde die süßliche Klischeegülle mit einer bitteren Rassismus-Glasur, die selbst „Missing in Action“ wie ein Musterbeispiel politischer Korrektheit erscheinen lassen. So gibt es, bezeichnenderweise auch weil Joseph Zito auf die Besetzung Whoopi Goldbergs verzichtet hat, keinen einzigen positiven Schwarzen Charakter im Film. Sie alle sind entweder Diebe, Handlanger der Bösen, Drogenabhängige, Prostituierte oder Zuhälter. Und das wohlgemerkt in einer Region der USA, in der Afroamerikaner die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Da „Invasion U.S.A.“ aber den Geist des amerikanischen 50er Jahre Alien-Invasions-Kinos atmet, überraschen auch rassistische Klischees, welche direkt aus den USA der 50er Jahre stammen könnten, nicht wirklich. Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass „Invasion U.S.A.“ ein Fest für anspruchslose Actionfans ist, man anschließend aber so wenig Gedanken wie möglich an das Gesehene verschwenden sollte. Das verursacht nur Kopfschmerzen und cerebrale Auflösungserscheinungen.

Qualitätswertung: 5 von 10 Punkten
Unterhaltungswertung: 9 von 10 Punkten
Gesamtwertung: 7 von 10 Punkten

Und Jeanshemd zu Jeanshose sollte wieder Mode werden.

Bis zum nächsten Review!

Hochachtungsvoll euer Kable Tillman

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Black
Kable Tillman
6/10
Mile
Kable Tillman
3/10
die neuesten reviews
Terrifier
Jason
5/10
On
lamb
8/10
High
TheMovieStar
9/10
Nightmare
dicker Hund
5/10
Cable
TheMovieStar
7/10

Kommentare

02.10.2020 19:17 Uhr - prince akim
2x
User-Level von prince akim 2
Erfahrungspunkte von prince akim 74
Ich musste ja echt stellenweise laut "lächeln" beim Lesen deiner Review ( Jeanshemd, Superagentenrente usw. ...). 😁
Muss aber zugeben : Früher, in meiner Videozeit, war das wirklich einer meiner Topfilme. Mittlerweile schaut das schon ziemlich anders aus ...
Und allein schon wegen des Kultsatzes "Es ist Zeit zu sterben!" hat er von mir auch 7 Zähler auf dem Konto.
Wieder ´ne supergeile Review von dir zu einem Chucky N. - Movie ! Hast das wirklich auf den Punkt gebracht, was man sich da so alles denkt ( oder denken hätte sollen ) bei dem Film : Bloss nicht ernst nehmen.
Und dein Tipp mit der Wiedereinführung von Jeanshemden ist doch eigentlich gar nicht mal so schlecht, natürlich dann aber in verbindung mit Cowboystiefeln !🤠

02.10.2020 19:22 Uhr - dicker Hund
3x
User-Level von dicker Hund 17
Erfahrungspunkte von dicker Hund 5.267
Wunderbar bissig vorgeknöpft, diese cineastische Jeansjacke!

02.10.2020 20:37 Uhr - TheMovieStar
2x
User-Level von TheMovieStar 13
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 2.724
Tolles Review und gut beschrieben Kable, alle Stärken und auch die Schwächen! Der Film ist wirklich alles andere als intelligent, aber die Action passt uns zwar gewaltig. Denke mit 7 von 10 kann ich auf jeden Fall mitgehen, vielleicht folgt irgendwann auch mal ein Review von mir, wenn ich ihn mir wieder mal anschauen werde...

Momentan arbeite ich an einem anderen Cannon Kracher der damaligen Zeit: Ich zitiere hier mal einen Spruch, mal schauen ob du den Film erraten kannst Kable, sollte für dich als 80er Jahre Actionfan jedoch kein Problem sein:

"Das war schon sehr gut, aber ein Stein schlägt niemals zurück"

LG MovieStar

02.10.2020 20:52 Uhr - Kable Tillman
1x
DB-Helfer
User-Level von Kable Tillman 12
Erfahrungspunkte von Kable Tillman 2.206
Bloodsport! Einer meiner Lieblingsfilme mit Van Damme sogar, da bin ich aber gespannt. Habe den schon zigmal gesehen. Da kommen Erinnerungen hoch. :D

02.10.2020 21:27 Uhr - Lukas
1x
Actiontrash mit rassistischen Klischees für anspruchslose Actionfans... das trifft es wohl sehr gut, deshalb kann man mich mit solchen Werken auch überwiegend jagen. Das genaue Gegenteil trifft auf deine Reviews zu Kable, und dieses war auch wieder überaus unterhaltsam und pointiert geschrieben! :)

02.10.2020 22:49 Uhr - Kaiser Soze
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Kaiser Soze 28
Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 20.373
Wirklich amüsant verfasst, beginnt ja bereits mit dem lustigen Titelzusatz ^^ sehr schön. Chuck Norris ist und war nun irgendwie nie mein favorisierter Actionstar, aber Dein Review geht gelungen und fair mit diesem Actioner ins Gericht.

Dudikoff mimte im Filgejahr ebenfalls einen Matt Hunter. Da ist Norris Beitrag aber gelungener.

02.10.2020 23:37 Uhr - Tom Cody
2x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 21
Erfahrungspunkte von Tom Cody 9.363
Wie gewohnt ein erstklassiges Review zu diesem leider nicht ganz erstklassigen Chuck Norris-Film.
Aber du hast Recht, wenn du sagst, dass er extrem unterhaltsam ist.
Beim (leider recht unlogischen) Ende im inneren des UN-Gebäudes stört leider nur der ziemlich billig wirkende Studiolook des Films an dieser Stelle.
02.10.2020 22:49 Uhr schrieb Kaiser Soze
Dudikoff mimte im Folgejahr ebenfalls einen Matt Hunter. Da ist Norris Beitrag aber gelungener.

Was damit zusammenhängen könnte, dass "Night Hunter" ursprünglich als Sequel zu "Invasion USA" geplant war. Als Chuck Norris absagte, griff man halt auf den anderen Cannon-Star Dudikoff zurück.

Bei mir ist es übrigens genau umgekehrt. Mir gefällt "Night Hunter" aufgrund seines Menschenjagd-Themas, seiner besseren Action-Szenen und seiner kritischen Haltung gegenüber rechten "Patrioten" weitaus besser als der doch sehr reaktionäre "Invasion USA"!

03.10.2020 07:37 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 13
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 2.724
02.10.2020 20:52 Uhr schrieb Kable Tillman
Bloodsport! Einer meiner Lieblingsfilme mit Van Damme sogar, da bin ich aber gespannt. Habe den schon zigmal gesehen. Da kommen Erinnerungen hoch. :D


Sehr gut geraten.... Ja das ist auch ein Klassiker den man in seiner Jugend rauf und runter gesehen hat...

03.10.2020 08:22 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.912
Ha, klasse, Kable! Schön, mal wieder was von Dir zu lesen. "Invasion U.S.A." ist auch eines meiner, ähm, schuldigen Vergnügen. Den finde ich irgendwie superunterhaltsam. Den anderen großen, ultrakonservativen Mitt-80er-US-Invasions-/Patrioten-Reißer "Red Dawn" schaue ich dann und wann ebenfalls recht gerne, wenn mir der Sinn nach anspruchsloser Action steht, wobei John Milius' Propagandawerk m. E. etwas ordentlicher gefertigt wurde. "Night Hunter" aka "Avenging Force" ist gleichsam ganz spaßig, in meinen Augen allerdings schwächer als das Norris-Vehikel, dafür finde ich seine Menschenjagd-Story ansprechender. Zito ist ein handwerklich besserer Regisseur als Sam Firstenberg, und der olle Chuck hat trotz aller schauspielerischen Defizite doch mehr Charisma als ein Michael Dudikoff. Da gehen auch bei mir 7 Schüsse in die Hose ;)

Mich würde übrigens durchaus interessieren, warum Lynchs Figur 'Mikhail Rostov' in der deutschen Version in 'Michael Hames' umbenannt wurde.

03.10.2020 16:16 Uhr - Kable Tillman
2x
DB-Helfer
User-Level von Kable Tillman 12
Erfahrungspunkte von Kable Tillman 2.206
03.10.2020 08:22 Uhr schrieb Dissection78
Mich würde übrigens durchaus interessieren, warum Lynchs Figur 'Mikhail Rostov' in der deutschen Version in 'Michael Hames' umbenannt wurde.


Banalerweise wohl wirklich, weil Deutschland damals geteilt war. Man hört auch im Original in einigen Szenen deutsche Ansagen bspw. in der Landungsszene. Vielleicht hatte man Sorge, dass sich das westdeutsche Publikum auf den Schlips getreten fühlen würde, wenn einige Terroristen Deutsch sprechen und von einem Russen angeführt werden? Wer weiß. Ist definitiv ein Novum.

Vielen Dank für dein Feedback! :)
Muss ehrlicherweise gestehen, dass ich "Die Rote Flut" furchtbar finde. "Invasion U.S.A." ist unfreiwillig komisch und so überzeichnet, dass er eher an eine Comic-Verfilmung erinnert, statt an ernstgemeinte Propaganda. Der Pathos-Porno "Die Rote Flut" nimmt sich hingegen so ernst, dass meine Augen sich in einigen Szenen um 360° gedreht haben. Und ich finde ihn auch als Film absolut nicht gut. Ziemlich hölzerne Angelegenheit. Das konnten die Akteure in zukünftigen Arbeiten wie "Platoon", "Road House" usw. deutlich besser.

04.10.2020 10:52 Uhr - Pratt
1x
DB-Helfer
User-Level von Pratt 23
Erfahrungspunkte von Pratt 12.698
Nettes Review, gut zu lesen, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Punkt nicht mitgehen würde, ist für mich definitiv schonmal kein Trash, dafür ist die Produktion viel zu aufwendig Drehzeit drei Monate plus... und teuer, kann man hirnrissig und scheiße finden aber Trash sieht anders aus ...

@Tom Cody: Stimme dir da voll zu finde den 'Avenging Force' auch noch etwas besser als den, allein das Setting in den Sümpfen ist großartig, in meinen Augen sind aber beide gute Unterhaltungsfilme, mit den Macken ihrer Zeit, aber hier ist wenigstens alles noch in Handarbeit gemacht... wäre interessant mal die Rohfassung zu sehen, da so viele Hintergrundszenen in der Tonne landeten.


02.10.2020 23:37 Uhr schrieb Tom Cody
Wie gewohnt ein erstklassiges Review zu diesem leider nicht ganz erstklassigen Chuck Norris-Film.
Aber du hast Recht, wenn du sagst, dass er extrem unterhaltsam ist.
Beim (leider recht unlogischen) Ende im inneren des UN-Gebäudes stört leider nur der ziemlich billig wirkende Studiolook des Films an dieser Stelle.
02.10.2020 22:49 Uhr schrieb Kaiser Soze
Dudikoff mimte im Folgejahr ebenfalls einen Matt Hunter. Da ist Norris Beitrag aber gelungener.

Was damit zusammenhängen könnte, dass "Night Hunter" ursprünglich als Sequel zu "Invasion USA" geplant war. Als Chuck Norris absagte, griff man halt auf den anderen Cannon-Star Dudikoff zurück.

Bei mir ist es übrigens genau umgekehrt. Mir gefällt "Night Hunter" aufgrund seines Menschenjagd-Themas, seiner besseren Action-Szenen und seiner kritischen Haltung gegenüber rechten "Patrioten" weitaus besser als der doch sehr reaktionäre "Invasion USA"!

04.10.2020 15:10 Uhr - Kable Tillman
1x
DB-Helfer
User-Level von Kable Tillman 12
Erfahrungspunkte von Kable Tillman 2.206
04.10.2020 10:52 Uhr schrieb Pratt
Nettes Review, gut zu lesen, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Punkt nicht mitgehen würde, ist für mich definitiv schonmal kein Trash, dafür ist die Produktion viel zu aufwendig Drehzeit drei Monate plus... und teuer, kann man hirnrissig und scheiße finden aber Trash sieht anders aus ...


"Wenn du hier nochmal reinkommen solltest, verpasse ich dir so viele rechte Haken, dass du um einen linken bettelst" ;)

Gutes Argument, nennen wir es mal Big-Budget-Trash. Schauspieler, Drehbuch etc. unterscheiden sich qualitativ nicht von einem üblichen Trashfilm. Allein die Szenen, in denen Matt Hunter jedesmal zur rechten Zeit am rechten Ort aufkreuzt und Anschläge verhindert, ohne das gezeigt wurde, woher er derart präsize Informationen überhaupt hatte. Er taucht einfach für 20 Minuten wie aus dem Nichts an irgendwelchen Orten auf und rettet den Tag. Klar macht das Spaß, aber für einen ernstzunehmenden Film ist eine derartige "Handlung" lächerlich.

04.10.2020 20:59 Uhr - Pratt
DB-Helfer
User-Level von Pratt 23
Erfahrungspunkte von Pratt 12.698
Stimmt natürlich, man darf aber nicht vergessen, dass der Film vor dem Start massiv um-und geschnitten wurde, u.a. auf Golan's Geheiß um das Tempo zu erhöhen, dabei blieben massiv Hintergrundszenen auf der Strecke, eine Workprintfassung wäre sehr interessant... aber wer erwartet bei einem Film mit einem solchen Titel, von Cannon mit Chuck Norris schon eine großartige Handlung, Hauptsache es knallt an allen Ecken und Enden...

04.10.2020 15:10 Uhr schrieb Kable Tillman
04.10.2020 10:52 Uhr schrieb Pratt
Nettes Review, gut zu lesen, auch wenn ich bei dem ein oder anderen Punkt nicht mitgehen würde, ist für mich definitiv schonmal kein Trash, dafür ist die Produktion viel zu aufwendig Drehzeit drei Monate plus... und teuer, kann man hirnrissig und scheiße finden aber Trash sieht anders aus ...


"Wenn du hier nochmal reinkommen solltest, verpasse ich dir so viele rechte Haken, dass du um einen linken bettelst" ;)

Gutes Argument, nennen wir es mal Big-Budget-Trash. Schauspieler, Drehbuch etc. unterscheiden sich qualitativ nicht von einem üblichen Trashfilm. Allein die Szenen, in denen Matt Hunter jedesmal zur rechten Zeit am rechten Ort aufkreuzt und Anschläge verhindert, ohne das gezeigt wurde, woher er derart präsize Informationen überhaupt hatte. Er taucht einfach für 20 Minuten wie aus dem Nichts an irgendwelchen Orten auf und rettet den Tag. Klar macht das Spaß, aber für einen ernstzunehmenden Film ist eine derartige "Handlung" lächerlich.

05.10.2020 11:12 Uhr - ActionJackson77
Ein rockiges Review zu einem richtig geilen Norris Reißer, auch wenn die Story natürlich strunzdoof ist. Hirn aus und Spaß haben ist beim Schauen von Invasion U.S.A. das Motto!

Sehr informativ und gut geschrieben Kable Tillman!

06.10.2020 12:37 Uhr - Stoi
02.10.2020 21:27 Uhr schrieb Lukas
Actiontrash mit rassistischen Klischees für anspruchslose Actionfans...

Sehr richtig. Das empfand ich schon 1985, als ich mir den Mist in einer Videothek ausgeliehen und 90 Min. meiner Lebenszeit verschwendet hatte.
Ich weiss auch nicht, wie man dieser Gurke 35 Jahre später noch 7/10 geben kann.
Der Film war Müll, ist Müll und wird immer Müll bleiben.
1/10 dafür, dass das Filmmaterial richtig belichtet wurde.

08.10.2020 20:34 Uhr - cecil b
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.516
Ein sehr schmackhaftes Review!!!!!!!! Schon wieder. :)


Dass der Film mir nix gibt, brauche ich dir ja schon lange nicht mehr schreiben. ;)

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)