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The Fanatic

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Moose ist der selbsternannte "größte Fan" von Actiondarsteller Hunter Dunbar: Nichts bedeutet ihm mehr, als seinem Idol einmal persönlich zu begegnen. Als es endlich soweit ist, funkt in letzter Sekunde ein dummer Zufall dazwischen. Doch der untröstliche Moose findet heraus, wo Dunbar lebt und beginnt, dem Schauspieler nachzustellen. Als der sich gegen den zudringlichen Stalker zur Wehr setzt, rastet der psychopathische Moose aus und wird zu einer ernsthaften Bedrohung für sein Idol. (Koch Films)

eine kritik von ghostfacelooker:

Fred Durst, Frontmann von Limp Bizkit und Regisseur und Co-Autor dieses Films, welcher auch Charlie Banks-Der Augenzeuge drehte (und sich selbst im Radio von seinem Schauspieler feiern läßt), porträtiert hier die Obsession eines in seiner geistigen Entwicklung gestörten Filmfan, namens Moose, alias John Travolta.

Doch mit diesem Film hat sich Travolta keinen Gefallen getan, denn obwohl seine Figur vielleicht schauspielerisches Talent erfordern würde und der Schauspieler selbst dies haben würde, respektive einstmals gehabt hatte, ist seine Darbietung in diesem Film einfach nur peinlich, ja fast schon seiner Karriere unwürdig.

Es herrscht bis zum Ende hin fast keinerlei Spannung und die gesamte Handlung wirkt wie eine verlängerte Szene eines Anfalls von Rain Man, der einfach nur überzogen und gekünstelt abgerufen wird.

Man fragt sich während des Ansehens wirklich, wie sich ein so einst renommierter Schauspieler für solch eine groteske Inszenierung hergeben mochte, die fast schon jenen Menschen gegenüber beleidigend sein könnte, die wirklich an einer mentalen Entwicklungsstörung leiden.

Travolta´ s Erscheinung, mit Pudding-Bowl-Haarschnitt, schlurfenden Gang und in seiner Filmwelt gefangen, wirkt anfangs noch naiv und nett. Fast würde man sogar mit der Figur Mitleid entwickeln wollen, doch durch das für mein Empfinden, übertriebenes Overacting des Schauspielers, kehrt sich die kurze Sympathie in deutliche Antipathie für die Figur.

Moose, beleibt ein konstant lamentierendes „Kleinkind“ im Körper eines Erwachsenen, dessen trauriges Leben der Promi-Kultur von Los Angeles als britischer Polizist auf dem Hollywood Boulevard - im Kostüm eines Dick Van Dyke, genauso deplatziert wirkt wie seine Filmzitate, oder sein Verhalten gegenüber seinem Idol Hunter Dunbar.

Darin ließ Durst jedoch beide auf dem selbig minderwertigen Level agieren, denn der Promi, welcher von Devon Sawa gespielt wird, ist ebenso peinlich und charakterlos wie sein Fan obsessiv ist.

Diese Balance der Attitüden beider Persönlichkeiten, würde man normalerweise kunstvoll nennen wollen, doch die absurde Mischung aus The Fan mit Robert De Niro und Tötet Mrs Tingel, wird von Minute zu Minute nur anstrengender.

Keiner der Figuren, weder Moos, noch dessen einzige Freundin und Paparazza Leah (Ana Golja), oder gar Dunbar, schaffen es auch nur einen Moment Sympathie zu erzeugen. Im Gegenteil man verabscheut sie für ihr Verhalten.

Falls dies von Durst eine subtil gesellschaftliche Anklage an die Traumfabrik sein sollte, wäre sie sogar gelungen und intelligent.

Doch im Hinblick auf seine frühere Musik, und die unnötige und ebenso übertriebene Gewalt im „Showdown“ zwischen Sawa und Travolta, wage ich dies deutlich zu bezweifeln. Wahrscheinlicher ist, daß Durst sich durch seine eigenen Erfahrungen mit einem Stalker hinreißen ließ, seine Gefühle darin ein wenig zu spiegeln.

Diesem Showdown obliegt nicht mal ein Hauch jener gewaltbereiten Obsession welche man bei The Fan, oder sogar im weiteren Sinne, Stephen King´s Misery, mitverfolgen und nachvollziehen konnte, weshalb die Szenerie noch seltsamer wirkt, denn alles was es gebraucht hätte, wäre Verständnis für einen geistig unreifen Mann, seitens seines vermeintlich intelligenteren „Opfers“.

Diese Groteske als wirklich sehenswerten Streifen zu bezeichnen, übersteigt mein Filmverständnis und möge wenn dem so wäre von anderen Kollegen der Reviewsektion hier vollbracht werden.

Ich für meinen Teil, schaue mir lieber genannte und wirklich beeindruckend genannte Werke nochmals an als je wieder eine Minute dieses abstoßenden Machwerks, welches sich mehr über die mentale Retardierung eines Menschen lustig macht.

Weiter:
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Kommentare

04.10.2020 00:59 Uhr - Thrax
Den hatte ich letztens tatsächlich in der Hand, da mir die Idee mit Travolta in der Rolle eines psychisch gestörten Stalkers recht reizvoll erschien.
Dann ist ja gut das ich mich doch dagegen entschied bzw. für etwas anderes.

04.10.2020 12:22 Uhr - The Machinist
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Sehr lustig: Die Hilariocity-Review von Chris Stuckmann zu dem Film.

Travolta sehe ich zwar prinzipiell echt gerne, dieser hier muss es dann aber nicht sein. Obwohl, auf Netflix vielleicht mal gut für ein paar Lacher...

04.10.2020 12:40 Uhr - Ghostfacelooker
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04.10.2020 12:22 Uhr schrieb The MachinistSehr lustig: Die Hilariocity-Review von Chris Stuckmann zu dem Film.

Travolta sehe ich zwar prinzipiell echt gerne, dieser hier muss es dann aber nicht sein. Obwohl, auf Netflix vielleicht mal gut für ein paar Lacher...


Wer da noch lachen kann...^^^^^^^^

04.10.2020 15:02 Uhr - The Machinist
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So schlimm... oh je.

05.10.2020 13:28 Uhr - Mr.Tourette
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Der Travolta ist drauf und dran Nicolas Cage als merkwürdig gefallene Filmlegende den Thron des C-Movie Königs streitig zu machen. Der Cage braucht ja zumindest das Geld, die Motivation für das Abliefern einer peinlichen Gurke nach der anderen bei Travolta ist mir hingegen völlig schleierhaft...

05.10.2020 13:38 Uhr - Ghostfacelooker
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05.10.2020 13:28 Uhr schrieb Mr.TouretteDer Travolta ist drauf und dran Nicolas Cage als merkwürdig gefallene Filmlegende den Thron des C-Movie Königs streitig zu machen. Der Cage braucht ja zumindest das Geld, die Motivation für das Abliefern einer peinlichen Gurke nach der anderen bei Travolta ist mir hingegen völlig schleierhaft...


Glaube das wird so eine Art "Modeerscheinung" der Hollywoodjungs genau wie diese damalige Botoxwelle. Man muss überall noch präsent sein egal ob verschuldet oder nicht und egal wie gut die Story ist. Vermutlich hat er nicht mal das Drehbuch gelesen sondern es wurde von seinem Agenten oder Schlimmerem arrangiert

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