SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Saints Row · Willkommen in Santo Ileso · ab 57,99 € bei gameware The Last of Us Part I · Erlebe das geliebte Spiel, mit dem alles begann · ab 73,99 € bei gameware

Der Todesking

Herstellungsland:Deutschland (1989)
Genre:Amateurfilm, Drama, Liebe/Romantik
Alternativtitel:The Death King
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,55 (11 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Siebenmal letzte Stunden, letzte Minuten vor dem endgültigen Aus. Schuld ist der Todesking.

Nach dem Komplex Nekrophilie wählte sich das Team Jörg Buttgereit/ Manfred Jelinski/ Franz Rodenkirchen den Selbstmord als Subjekt. Sie haben es tatsächlich gewagt, gewisse, im genialen Vorgänger NEKROMANTIK aufgetauchte Ansätze von Seriosität und Ernsthaftigkeit weiterzuführen und sich noch mehr dem wirklichen Leben anzunähern.

DER TODESKING zeigt authentische Momentaufnahmen der Entfremdung, des Leidens, des Sterbens, untermalt von traumhaft schöner Musik.
Buttgereit handelt seinen diffizielen Stoff nicht in einer gradlinigen Story ab, sondern in sieben Episoden, die stilistisch gänzlich unterschiedlich wie Eintragungen in ein filmisches Notizbuch wirken.
Buttgereits Selbstmörder sind nicht "arm", sie wissen, was sie tun, begehen den Freitod als bewußten Akt.
Damit man keinen Augenblick den Zerfall des Stofflichen vergißt, ist eine immer mehr verwesende Leiche als roter Faden zwischen die Geschichten gesetzt. Man wird unweigerlich an Peter Greenaway erinnert.
Aber im Gegensatz zum ach-so-intelektuellen Greenaway flackert hier echte, aufrührerische Poesie auf. (Media Target)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von tp_industries:

Buttgereits Langfilme sprechen sensible Themen an, mit denen sich viele Menschen ungern beschäftigen wollen. Bei "Nekromantik 1+2" ging es um nekrophile Liebe. In "Schramm" ist man in die Seele eines Serienmörders eingedrungen, tiefer als einem lieb ist. Und bei dem aktuell von mir besprochenen "Der Todesking" geht es um Suizid. Warum man gerade bei dem Thema mal aus seiner Komfortzone rausgehen, und sich mit dem Thema beschäftigen sollte, darauf gehe ich weiter unten nochmal ein. Aber zunächst erstmal zum Film selber.

"Der Todesking" ist als Episodenfilm angelegt. Es gibt im Grunde sieben Kurzfilme, welche alle durch die Thematik und/oder ominösen Briefen miteinander verbunden sind. Diese sieben Kurzfilme erstrecken sich über sieben Wochentage (Montag - Sonntag). Unterbrochen werden sie durch einen toten, menschlichen Körper, welcher sich im Verlauf des Filmes nach und nach zersetzt. Zur besseren Übersicht, werde ich jetzt auf die einzelnen Wochentage und den Inhalt eingehen, was auch Spoiler enthalten wird. Es ist wirklich schwer "Der Todesking" spoilerfrei zu kritisieren, deswegen weise ich darauf hin.

 

Montag:

Zu sehen ist ein Mann mittleren Alters, welcher einsam in seiner kargen Wohnung vor sich hin vegetiert. Sein einziger Ausgleich scheint seine Vorliebe für Fische zu sein. Dies erkennt man an den diversen Postern in seiner Wohnung, wie auch an seinen Goldfisch um den er sich kümmert. Man schaut ihm dabei zu wie er einen Brief schreibt und dann auf einen Haufen von weiteren Briefen legt. Der genaue Inhalt oder die Adressaten sind bis dahin unbekannt. Dann kündigt er telefonisch seinen Job und man sieht ihm dabei zu, wie er emotionslos seinen Alltag verrichtet. Das passiert zeitweise in einer konstanten 360 Grad Kamerabewegung, welche die Trostlosigkeit der Umgebung und die innere Leere des Mannes unterstreicht. Die erste Episode endet mit dem Suizid des Mannes, mittels Medikamentenüberdosis in seiner Badewanne.

 

Dienstag:

Ein junger Mann geht in die Videothek seines Vertrauens und leiht sich den fiktiven Film "Vera - Todesengel der Gestapo" ( Regie: Jörgi Butti :) ) aus. Daheim sieht man den Film quasi selbst als Zuschauer. Also ein Film im Film. Dort wird einem männlichen Opfer, mit einer Heckenschere der Penis entfernt. Dem jungen Mann gefällt sichtlich was er da konsumiert. In diesem Moment kommt seine Freundin rein und belöffelt ihn, was er da schon wieder mache. Er quittiert diese Aussage indem er ihr in den Kopf schießt. Dann sieht man das eben geschilderte auf einem TV Bildschirm. Also ein Film im Film im Film. Die Kamera schwenkt in den Raum, und man sieht eine nicht nähere beschriebene Person, welche sich aufgehangen hat. Wie auch schon bei der Montagsepisode bekommt man keine Erklärung für die Selbsttötung sondern muss es als Fakt akzeptieren.

 

Mittwoch:

Eine Frau setzt sich im strömenden Regen auf eine Parkbank. Vorher hat sie einen dieser ominösen Briefe fallen lassen. Neben ihr sitzt ein völlig durchnässter Mann, welcher plötzlich anfängt über seine Beziehung zu seiner Frau zu reden. Dabei lässt er kein noch so privates Detail aus. Man merkt, dass er verzweifelt ist. Er macht sich Selbstvorwürfe. Das alles ist in einer sehr ruhigen Kameraführung festgehalten. Dann aber wird die Kamera unruhig und das Bild weist plötzlich Störungen auf. Dies passiert als der Mann gesteht, seine Frau bestialisch ermordet zu haben. Die Frau zieht daraufhin eine Pistole aus ihrer Handtasche, der Mann nimmt sie ihr ab und erschiesst sich selbst.

 

Donnerstag:

Diese ist die unspektakulärste, gleichzeitig aber auch eine der intensivsten Episoden. Im Grunde wird aus mehreren Kameraeinstellung eine Brücke gezeigt. Dann werden nach und nach Namen, Alter und Beruf/sozialer Status von diversen Personen eingeblendet. Schnell erkennt man das es sich hier um eine sogenannte "Selbstmordbrücke" handelt, und die eingeblendeten Namen sind die Opfer. Die Enderkenntnis ist die, das suizidale Gedanken vor niemanden Halt machen. Egal ob Mann, Frau, Kind. Egal welchen Beruf man hat oder wie alt man ist. Gerade wegen ihrer nüchternen Art, eine sehr bedrückende Episode!

 

Freitag:

Eine Frau gesetzten Alters verbringt ihr Leben einsam in ihrer kleinen Wohnung. Von ihrem Fenster aus beobachtet sie ein Paar in der Nachbarschaft beim Liebesspiel. Für sie anscheinend der einzige soziale Kontakt den sie hat. Vor ihrer Tür findet sie einen dieser ominösen Briefe und liest ihn. Hier erfährt man erstmalig den Inhalt. Es handelt sich um einen Kettenbrief einer Organisation, welcher zur Selbsttötung aufruft und den Tod als ultimatives und einziges Lebensziel ansieht, weil das Leben an sich wohl nur Qualen verursacht. Die Frau zerreisst den Brief und legt sich schlafen. Sie träumt, wie ein kleines Mädchen ( vermutlich sie selbst) ein Paar ( vermutlich ihre Eltern ) beim Sex beobachtet. Näher erklärt wird nix, aber es ist ersichtlich, dass die Frau mit einem Trauma zu kämpfen hat. Am nächsten Tag wacht sie auf und geht an ihr Fenster. Sie schaut wieder rüber zu ihren Nachbarn. Eine Kamerafahrt offenbart, dass diese abgeschlachtet in ihrem Bett liegen, und suggeriert das die Frau die Täterin ist.

 

Samstag:

Hier filmt sich eine Frau die ganze Zeit über selbst. Am Anfang liest sie neben einem kleinen Kind in einem Buch, und philosophiert über die Taten von Amokläufern. Sie schlägt dabei auch eine Brücke zu Selbstmördern und sieht Amokläufer als die modernen Selbstmörder an, da sie mit ihren Tatem wenigstens einmal in ihrem Leben im Mittelpunkt stehen. Daraufhin folgt ein Amoklauf von besagter Frau bei einem Konzert, während dem sie selbst den Tod findet. Bela B hat hier einen Gastauftritt als Frontmann der performenden Rockband.

 

Sonntag:

In der letzten Episode begleitet man einen jungen Mann, welcher alleine in seiner kargen kleinen Wohnung mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Er wälzt sich auf seiner Matraze rum, schreit und weint ununterbrochen. Völlig manisch schlägt er seinen Kopf immer wieder gegen eine Wand, und verstirbt letzten Endes an den Kopfverletzungen. Dies war in meinen Augen die intensivste Episode. Allem voran der Hauptdarsteller macht hier einen beängstigend guten Job. Man fühlt regelrecht seine Panik, seine Angst und seine Hoffnungslosigkeit. Man will einschreiten und ihm einfach nur beistehen. Aber man ist zum Zusehen verdammt. Auch die beeindruckende Kameraarbeit von Manfred O. Jelinski trägt ihren Teil dazu bei. Das gilt übrigens für alle Episoden. Die Kamera unterstreicht gekonnt Gefühle wie, Panik, Einsamkeit, Isolation, Wut und Bedrückung!

 

Das alles wird von einem melancholischen Soundtrack untermalt, welcher von Daktari Lorenz ( Nekromantik ) stammt. Jörg Buttgereit hat hier in meinen Augen seinen bisher besten Langfilm abgeliefert. Deprimierend und hart. Erklärt wird nicht viel, die nüchterne Darstellung zwingt einem aber drüber nachzudenken. Auch die Tatsache das der Abspann ausschließlich Kinderbilder zeigt, sollte zum Nachdenken anregen. Niemand wird als Selbstmörder oder Amokläufer geboren. Es sind äußere Einflüsse und vor allem mangelnde bzw. fehlende Kommunikation.

Gerade die Themen Depressionen und Suizid sind schwierig, aber sind es auch wert sich damit zu beschäftigen. Fälle wie die unsäglich unsachliche Killerspiel/film Diskussion Anfang der 2000er wegen des Amoklaufs in Erfurt, oder die Zensur der finalen Folge der ersten Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" zeigen das man, trotz so mancher Aufklärung, immer noch nicht alles verstanden hat. Verbote von Medien halten Amokläufer oder Selbstmörder nicht auf. Kommunikation ist der Schlüssel. Bei "Der Todesking" waren im Grunde alle Personen sozial isoliert und mit ihren Gedanken alleine. Deswegen mein Appell! Wenn ihr an Depressionen, depressiven Gedanken oder Suizidgedanken leidet, dann redet mit jemanden darüber. Das kann ein Familienmitglied sein, oder ein/e Freund/in. Es ist auch keine Schande professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen! Wir leben in einer Welt in der man zu funktionieren hat. Wo das oberste Ziel von manchen ist, nach außen hin eine glückliche Familie auszustrahlen bei der Probleme keinen Platz haben. Und genau das ist falsch! Man kann nur funktionieren wenn der Geist gesund ist. Und das erreicht man wenn man über seine Sorgen, Ängste und Gefühle sprechen kann und darf. Nur dann funktioniert man, nur dann ist man stark, nur dann funktioniert eine Familie und nur dann kann man ein glückliches Leben führen. Wenn "Der Todesking" eine Erkentniss bei mir erreicht hat, dann diese!

Der letzte Absatz hatte nicht mehr so viel mit dem Film an sich zu tun, und ich bitte dies zu entschuldigen. Es war mir aber ein persöhnliches Bedürfnis, zu diesem Thema Stellung zu beziehen!

In diesem Sinne,

                             bleibt filmbegeistert und vor Allem,

                                 bleibt gesund, körperlich wie mental!

10/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
PAW
tp_industries
8/10
Nameless,
tp_industries
7/10
Titane
tp_industries
9/10
Stunde
tp_industries
5/10
die neuesten reviews
Black
Phyliinx
8/10
Pets
TheMovieStar
6/10
Nope
Phyliinx
9/10
Im
Insanity667
10/10
Ice
Punisher77
7/10

Kommentare

19.10.2020 14:42 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 20
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 8.256
Der letzte Absatz ist bestimmt das Beste an dem Film^^^^^^^^âuch wenn diese Filme nicht meins sind lese ich sie wie bei Hudley gern, wobei der noch so eine hypnotisierend visuallisierende Art zu erzeugen versteht, daß was man liest vor dem geistigen Auge zu sehen. Keine Herabsetzung zu deinen Reviews

19.10.2020 16:39 Uhr - Chímaira
1x
User-Level von Chímaira 13
Erfahrungspunkte von Chímaira 2.516
Auch hier eine gelungene Kritik zu einem schwierigen Werk von Buttgereit. Eigenwillig und sicherlich nicht jedermanns Sache sind seine Filme schon immer gewesen. Eine Bereicherung für den deutschen Film! Gerne mehr ;)

19.10.2020 17:21 Uhr - Cinema(rkus)
3x
User-Level von Cinema(rkus) 1
Erfahrungspunkte von Cinema(rkus) 28
He, yeahhhh, Du hast mittlerweile Deinen ganz eigenen Stil gefunden, entwickelt und ausgereift...und....der gefällt mir. Ich mag es immer, wenn ich einen Text auch jemanden zuordnen könnte, selbst wenn sein Name nicht über der Review stehen würde. Bei Dir ist das der Fall. Individualität ist hier im Forum sehr wichtig, man sollte/darf nicht in der Masse untergehen. Und das passiert Dir ganz bestimmt nicht.

Der Film selbst ist eigen, sperrig, außergewöhnlich, wichtig....und natürlich alles andere als der übliche Deutsche Film (obwohl ich selbst viele gute Deutsche Filme kenne, aber die Masse eben auf Deutsche Komödien steht...). Ein wichtiger Eintrag von Herrn Buttgereit, von dem ich immer wieder hoffe, dass nochmals was kommt.

Deine Einlassung am Schluss kann ich nur unterstreichen. JEDER Selbstmord könnte zumindest in diesem Augenblick verhindert werden, wenn jemand zum reden da wäre.
Ich war selbst noch ein ganz junger Kerl, da wollte sich eine Frau selbst töten und schnappt sich kurz davor das Telefon und ruft mich an (sie hatte mit unserer Behörde zu tun, wählte einfach meine Nebenstelle). Und ich, keine Ahnung, welche Nerven ich damals hatte....quatschte einfach mit ihr. Nichts Besonderes, über dies und jenes, klar, dann auch über das konkrete Problem und, ja,, ich verhinderte die Selbsttötung. Die Dame war mir dann ca. 23 Jahre noch dankbar, schrieb mir jedes Jahr Weihnachtskarten, wir blieben in Kontakt und es entwickelte sich eine (platonische) Freundschaft. Sie nannte mich immer "Ihren Lebensretter". Oh Mann, es war ein tolles Gefühl, dass ich damals am richtigen Platz war und anscheinend - einfach durch mein Geplapper - ihr neuen Lebensmut geben konnte. Leider hat sie dann viele Jahre später der verfluchte Krebs geholt; sie lies sich jedoch dann bewusst nicht mehr behandeln und blieb bis am Schluss mit mir in Kontakt (R.I.P. Cornelia).
War jetzt eine private, sehr persönliche Geschichte von mir, die aber gerade im Zusammenhang mit dieser Review sehr passend ist.

Jaaaaaaaaaaaaaaa, ein ungewöhnlicher (persönlicher) Kommentar zu einer außergewöhnlichen Kritik zu einem wichtigen/nachdenklichen Film. Weiter so "tp" , bis zum hoffentlichen "wiederlesen".....
Gruß C.M.

20.10.2020 08:01 Uhr - tp_industries
DB-Co-Admin
User-Level von tp_industries 6
Erfahrungspunkte von tp_industries 517
@ghost
Danke für deinen Kommentar. Mit hudeleys Arbeiten bin ich auch vertraut. Neben seinem Hang zum extremen Film, hat er auch ein außergewöhnliche gutes Talent zum schreiben. Da gebe ich dir recht.

@chimaira
Ja, wenn ich im Bekanntenkreis von guten deutschen Filmen spreche, fällt der Name "Jörg Buttgereit" relativ schnell. Gleichzeitig weise ich aber darauf hin, das man wissen sollte wo die Reise hingeht. Eine pauschale Empfehlung kann man bei seinen Filmen nicht aussprechen, da sie eben sehr speziell sind. Aufgeschlossenen Filmguckern seien Buttgereits Werke aber wärmstens ans Herz gelegt.

@cinema(rkus)
Ich danke dir für dein Lob und deinen wie immer umfangreichen Kommentar. Wie ich in meinem ersten Review schon schrieb, lösen Filme Gefühle und Emotionen in uns aus. Gerade "Der Todesking" war wieder so ein Kandidat. Und deiner emotionalen Geschichte entnehme ich, dass dieser Film (und vielleicht auch mein Review) etwas in dir ausgelöst hat. Und das ist meiner Meinung nach auch ein Qualitätsmerkmal bei einem Film.
Ja, wenn es einen neuen Buttgereit Film geben würde, ich wäre direkt dabei!

20.10.2020 09:25 Uhr - Intofilms
1x
Kein erquicklicher Film, aber tatsächlich sehr gut. Am verstörendsten ist für mich gleich der Montag. Gute Review! 👍

20.10.2020 09:57 Uhr - Lukas
1x
Ach ja, der Buttgereit... ob der hier rezensierte Film nun wirklich die im Review suggerierte Tiefe in sich trägt oder doch möchtegernintellektuelles Amateur-Gedöns ist, darüber kann man wahrscheinlich trefflich diskutieren, das Review an sich ist aber inkl. emotionaler Ansprache am Schluss sehr angenehm zu lesen!

20.10.2020 10:08 Uhr - prince akim
1x
User-Level von prince akim 2
Erfahrungspunkte von prince akim 74
Wie immer eine SpitzenReview aus deiner Feder, kennt man von dir ja auch nicht anders ;-)
Der Film ist wieder definitiv nichts für mich, aber durch lesen der verschiedensten Reviews hier kann man sich echt einen schönen Überblick verschaffen und sich "weiterbilden" in Sachen Film ! Von Buttgereit hatte ich ja schon früher gehört & gelesen, der war mir bekannt. Aber es gibt für mich trotzdem immer wieder Neues zu entdecken, von dem ich früher oder heute nie etwas gewusst hatte, obwohl ich mir das dann doch nie anschauen werde.

20.10.2020 10:55 Uhr - tp_industries
1x
DB-Co-Admin
User-Level von tp_industries 6
Erfahrungspunkte von tp_industries 517
@intofilms
Danke für die Blumen! :)

@lukas
Auch dir danke ich fürs Lesen und die netten Worte. Ja, Buttgereit spaltet die Meinungen und es lässt sich super darüber diskutieren. Ich kenne auch Leute die der Meinung sind, Buttgereit wäre ein "Nichtskönner", welcher außer billiger Provokation nichts zustande bekommt. Man muss den Inhalt seiner Filme bzw. deren Inszenierung nicht mögen. Aber Unfähigkeit zu unterstellen zeugt von eigener filmischer Inkompetenz. Das war jetzt auf besagte Leute und nicht auf dich bezogen, nicht das hier ein Missverständnis entsteht. ;)

@prince akim
Auch dir danke ich, vor allem für das kontinuierliche Lesen meiner Reviews! Das du für das Thema offen bist und dich darüber informierst, gleichzeitig aber für dich entscheidest dass die Filme nix für dich sind, finde ich richtig stark! So eine Einstellung ist die Basis für eine gesunde Diskussion. "Der Todesking " ist vom Gezeigten (physischer Natur) tatsächlich etwas einfacher zu konsumieren als andere Werke von Buttgereit. Der Inhalt rund um das Thema Suizid ist natürlich trotzdem schwer zu schlucken. Vielleicht schaust du dir mal den Trailer auf einem bekannten Videoportal an. Der gibt die Stimmung des Films ganz gut wieder, und vielleicht kommt es ja zu einer Sichtung. Wenn aber nicht, ist es auch nicht schlimm und ich respektiere das Voll und Ganz. Buttgereits Werke bleiben schwierige Kost.

20.10.2020 11:23 Uhr - Draven273
1x
User-Level von Draven273 4
Erfahrungspunkte von Draven273 283
Lieber tp, wieder eine tolle Review von Dir. Die ich quasi auch immer alle lese, aber nicht immer dazu komme etwas zu schreiben. Das könnte ich in diesem Fall eigentlich auch nicht, davon ab das ich kein Fan von Herrn Buttgereit bin und er mir auch völlig unsympathisch ist. Aber das ist mein eigenes Problem. Fakt ist aber das die Review trotzdem toll geschrieben ist und durchaus mein Interesse gefördert hat. Aber Dein letzter Absatz, man den finde ich richtig richtig spitze und das wollte ich hier mal ganz gerne loswerden. Alleine dafür gebe ich Dir ne 10/10. Schöne Worte die Du da gefunden hast.

20.10.2020 13:38 Uhr - tp_industries
DB-Co-Admin
User-Level von tp_industries 6
Erfahrungspunkte von tp_industries 517
@draven
Auch dir danke ich für das Lob und fürs Lesen. Das man nicht immer Zeit findet um zu kommentieren kenne ich nur zu gut! Also alles gut. Das du Herrn Buttgereit unsympathisch findest, als "dein Problem" zu bezeichnen, finde ich unpassend. Ein Problem wäre es nur wenn du damit pauschal falsch liegen würdest. Es ist aber nunmal dein Empfinden und das respektiere ich. Ich finde Jörg Buttgereit sehr sympathisch. Sehe das aber nicht als Problem an. ;)
Das mein letzter Absatz hier eine solche Zustimmung bekommt, freut mich wirklich sehr. Habe lange überlegt ob ich ihn mit rein nehme (da es ja mit einer Filmbesprechung nicht mehr viel zu tun hat). Nach der positiven Resonanz, bin ich rückblickend froh ihn geschrieben zu haben! :)

20.10.2020 22:25 Uhr - cecil b
1x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.239
Eine einfach großartige Review, zu meinem Lieblingsfilm von Butti!!!!!!

Ich habe den bisher nur einmal gesehen, weil ich den so gut fand. Der einzige Film, über den ich so etwas sagen bzw. schreiben kann.

Dein Appell ist bei diesem Film das Tüpfelchen auf dem I.


21.10.2020 08:28 Uhr - tp_industries
1x
DB-Co-Admin
User-Level von tp_industries 6
Erfahrungspunkte von tp_industries 517
@cecil b
Ich danke dir! :)
Ja, ich weiß was du meinst. Bereits nach einmaliger Sichtung brennt sich so vieles ein, obwohl ich eine mehrfache Sichtung nicht ausschließe. Ich denke da gibt es noch mehr zu entdecken. Ich habe bei einer anderen Kritik zu "Der Todesking" gelesen, das die Parkbank in der Mittwochepisode schwarz, rot, gold gestrichen ist. Ein interessantes Detail welches mir gar nicht aufgefallen ist. :)

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)