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Die Klasse von 1999

(Originaltitel: Class of 1999)
Herstellungsland:USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,62 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Im Jahre 1999 sind die amerikanischen Schulen in der Hand von skrupellosen Jugendbanden. Diese kontrollieren auch die umliegenden Gebiete der Schulen. Unterricht ist kaum noch möglich. Deshalb engagiert die Kennedy High-School in Seattle drei Cyborgs, die fortan den Unterricht gestalten sollen. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass die ehemaligen Militär-Cyborgs über das Ziel hinausschießen, und immer mehr Schüler umbringen. Jetzt liegt es an dem kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen Coby Culps, den Mördermaschinen Einhalt zu gebieten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Nordamerika im Jahre 1999

Randalierende Jugendbanden haben die Kontrolle über die großen Hauptstädte übernommen. In den sogenannten -Frei Feuer Zonen- hat die hiesige Polizei keinerlei Macht mehr. Nun kommt das Mitglied der Blackhearts wieder aus dem Knast raus mit der Auflage sich in nächster Zeit nichts zu Schulde kommen zu lassen, sonst fährt er sofort wieder ein. Zurück an der Kennedy High School hält er sich aus allen Streitereien so gut es geht raus was den Unmut seiner ehemaligen Bandenkollegen fördert. Nun aber treten drei neue Lehrer ihren Dienst an der Schule an die den aufsässigen Schülern Disziplin beibringen. Und dann gibt es Tote…

DIE KLASSE VON 1999

Im Jahre 1982 sorgte Regisseur Mark L. Lester mit seinem Highschool- Alptraum -Die Klasse von 1984- für ziemliches Aufsehen...auch bei den Jugendschützern die den Film fluggs einzogen. Dieser Umstand hielt Lester nicht davon ab (warum denn auch ?) 6 Jahre später einen weiteren Klasse Film nachzulegen. Leider erreichte dieser nicht unbedingt die Wucht des Vorgängers. 

Die Hauptrolle des Cody Culp übernahm Bradley Gregg (Indiana Jones 3, Nightmare 3). Er gibt das geistig gereinigte Ex- Mitglied der berüchtigten Blackhearts die längere Zeit ohne ihren Anführer auskommen mussten. Im Knast wurde er eingenordet und mit so einigen Auflagen entlassen. Er hält ab jetzt die Füße still…

...was seinen Bruder Angel (Joshua Miller; Near Dark) so gar nicht gefällt. Ist Cody doch sein großes Vorbild...und jetzt isser zum Weichei mutiert ? So eine Schande ! Doch seinem ewigen Gegner…

...Hector (James Medina), der Anführer der Razorheads, gefällt es ganz gut daß Cody brav geworden ist. Nun ist er am Zug ! Wären da nicht diese drei neuen Pauker…

...die ihren Unterricht ernst nehmen. Sehr ernst ! Denn in den Fächern Chemie (Pam Grier als Ms. Connors; Foxy Brown, Nico. Also wenn mein Chemielehrer so ausgesehen hätte…), Körperertüchtigung (Patrick Kilpatrick gibt Mr. Bryles; Mit stählerner Faust, Anthony 2) und Geschichte (John P. Ryan als Mr. Hardin; Delta Force 2, Death Wish 4) ist volle Konzentration angesagt. Um jeden Preis !!!

"Eine Million Megabytes !"

Lesters Vorgänger zeigte in schonungslosen Bildern wie sich der Terror fehlgeleiteter Schüler in den Alltag eines harmlosen Lehrers drängte. Was nun im filmischen Jahr 1984 noch relativ "realistisch" (was das im Film auch immer heißen mag) aussah, erhielt 15 Jahre später quasi ein Upgrade in dem man den rebellischen Faden weiterspann und den Schülern die Macht übergab. Und das sogar übers gesamte Land. Die Gangs haben das sagen, die Polizei hält sich aus allem raus. In den sogenannten Free Fire Zones sind die uniformierten Herren aussen vor. In den Schulen, hier Kennedy High, herrscht dennoch Überwachung durch Kameras, an der Pforte stehen Soldaten die gnadenlos aussortieren. Rings um die Schule haben die Gangs ihre Lager aufgeschlagen (Endzeitstimmung) und kurven mit ihren aufgemotzten Karren umher, die Knarre stets am Mann. In jene gemütliche Szenerie trifft nun der geläuterte Cody ein und sieht seine ehemaligen Kollegen plötzlich gegen sich. Seine Vergangenheit hinter sich gelassen möchte er aus dem ganzen Milieu raus. Der Gewalt kehrt er den Rücken zu. Obwohl Cody jetzt einen auf netten Kerl machen will, hat er für mich einen ähnlichen Sympathiefaktor wie ein benutztes Taschentuch. Vielleicht ist es der Rolle geschuldet, vielleicht muss er einen auf unnahbar machen. Allerdings erweist sich dann als schwierig für den Zuschauer diese Distanz zu überbrücken. Nichts desto trotz scheint er damit auf Mädchen zu wirken, denn die Tochter des Schuldirektors Dr. Miles Langford (wenig Präsenz Malcolm McDowell), Christie (niedlich Traci Lind; 21 Jump Street, Fright Night) schmeißt sich ziemlich an ihn ran. 

Die erste halbe Stunde geschieht zwar kaum etwas, aber dann nimmt die (grausig dumme) Story Fahrt auf. Hat man zu Beginn die Ehre die drei neuen Lehrer ausgiebig vorgestellt zu bekommen dürfen diese auch ihre Klassen erfreuen. Auch macht man jetzt auch Bekanntschaft mit dem Chef dieser Lehrer, der auf den Namen Dr. Bob Forrest (mit schicken weißen Kontaktlinsen Stacy Keach) hört. Ja es wird kein Hehl daraus gemacht daß jene Lehrorgane fein designte Androiden sind. Außen Haut, innen Prozessoren. Nett. Und der erste Kontakt mit ihren Schülern fällt entsprechenden disziplinfördernd aus. Körperliche Züchtigung nach Art des Roboters. Ich gebe zu daß mich diese Szenen immer wieder aufs neue zu glucksenden Lachern animieren. Dabei bleibt es allerdings nicht. Denn die drei kampferprobten Androiden fühlen sich irgendwann in ihrer Ehre gekränkt und wenden sich gegen ihre Schüler. Endlich darf gerumst, geballert und getötet werden ! Handgemachte Effekte verwöhnen das Auge, auch wenn ein fader Beigeschmack auf Grund des doch recht trashigen Charakters bleibt. Des weiteren suhlt man sich immer wieder in unfreiwilliger Komik was den ohnehin schon schrägen Film ziemlich runterzieht. Das macht allerdings der ganz gut gelungene Showdown wieder wett, wenn sich die ehemaligen Gegner gegen die Lehrer zur Wehr setzen und die Schule in ein Schlachtfeld verwandeln ! 

"Da drin sind drei grausame Robotermonster…"

Tja, nicht nur die Roboter sind grausam sondern auch die völlig missratene deutsche Synchro die für mich zu einer der schlechtesten überhaupt gehört ! Cody wirkt völlig unmotiviert dadurch, sein Bruder Angel (der im übrigen nervt wie sonst was) bekam wohl eine Sprecherin zugelost und Dr. Forrests Sprecher hat beim Fach Lippensynchronität anscheinend gefehlt. 

Was aber als absolute Frechheit zu werten ist sei die Tatsache daß man ohne mit der Wimper zu zucken einfach für das Finale das Ende von Terminator klaute und nur geringfügig umbaute. Da möchte man vor Wut in einen Prozessor beißen !

Bleibt denn was für ein Resümee übrig ? Ein wenig. Alberne Story, eigentlich angenehme Darsteller die aber durch besagte Synchro klein gehalten werden. Nette Effekte die nicht aus dem Rechner kommen, aber um eine altmodische Stop-Motion (auch wieder 1:1 Terminator) kam man wohl ned herum. 

Punktetechnisch wär ich bei einer nett gemeinten 6,5. Mehr geht nüscht.

 

ses

 

7/10
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Kommentare

24.10.2020 13:48 Uhr - Draven273
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Tja.... Du gehst wohl eine bestimmte Filmart durch zur Zeit :) Mir hat der schon immer sehr gut gefallen. Damals einer dieser typischen Videothekenfilme, die ich mir nicht angesehen hätte wenn den nicht ein Kumpel eines Kumpels mit angeschleppt hätte. Zumal ja auch noch geschnitten und über die von Dir erwähnte Synchro lege ich mal aus Peinlichkeit den Mantel des Schweigens. Aber... ich fand den einfach unterhaltsam :) Einige Zeit später glücklicherweise in kompletter Fassung und mit englischer Synchro, die ich übrigens ganz ok finde, aber nur meine Meinung. Über das Ende bin ich nicht ganz so böse, aber stimme zu, dass eigentlich fast alles geklaut ist. Dafür wissen die anderen Roboter durchaus zu unterhalten und die diversen Abgänge sind meiner Meinung nach gut in Szene gesetzt. Auch die kleine Actioneinlagen zwischendurch wissen zu gefallen. Bekommt noch heute ne 8/10.
Über Deine Review ist aber wieder alles erhaben, ich mag ja Deine Art zu schreiben und gewisse Anekdoten zu bringen. Also hier für Dich wieder ne 10/10 :)

24.10.2020 14:06 Uhr - sonyericssohn
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Merci Draven. Wie rauszulesen ist kann ich nicht ganz so gnädig sein. Möchte auch den Film nicht unnötig schlecht machen, aber mir stößt heutzutage einfach zu viel auf🤔

25.10.2020 17:46 Uhr - Punisher77
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Schönes Review...so 6-7/10 würde ich auch verteilen. Fand den ganz spaßig, aber null ernstzunehmen. Da wirkte der Vorgänger tatsächlich "realistischer" und daher auch unangenehmer (im positiven Sinn) und packender.

25.10.2020 19:21 Uhr - sonyericssohn
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Sänk you Puni !
Eine Wertung in dieser Reihe fehlt noch. Und was soll ich sagen....kommt 💭🤪

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