SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Daymare: 1998 Black Edition · Blutiges Horror-Gameplay mit Resi 2-Geschmack · ab 34,99 € bei gameware Ghost of Tsushima · Stahl und Schwertkampfkunst · ab 61,99 € bei gameware

Ilsa - Haremswächterin des Ölscheichs

(Originaltitel: Ilsa, Haremkeeper of the Oil Sheiks)

Herstellungsland:Kanada (1976)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Abenteuer, Erotik/Sex, Splatter
Alternativtitel:Arab Woman Prison: The Devil of the Harem
Bödeln från Arabien
Harem Keeper of the Oil Sheiks
Ilsa - Gardienne du harem
Ilsa - Gardienne du harem des rois du pétrole
Ilsa - Haremswächterin des Ölscheichs
Ilsa la belva del deserto
Ilsa: Haremkeeper of the Oil Sheik
Ilsa: Haremkeeper of the Oil Sheiks
Ilsa: Haremkeeper of the Oilsheiks
Ilsa: Haremkeeper to the Oil Sheiks
Ilse - Haremmets slavepisker
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,78 (18 Stimmen) Details
inhalt:
Ilsa kehrt zurück. Die ehemalige Lagerkommandeurin hat einen neuen Job, als gnadenlose Wächterin eines orientalischen Sklavenharems für einen reichen Scheich. Zusammen mit ihren brutalen lesbischen Wächterinnen sorgt sie für Ordnung und duldet keinerlei Widerstand in den sündigen Gewölben, in denen sich mächtige Männer alle heimlichen Wünsche erfüllen. Erst als ein amerikanischer Diplomat hinter die Machenschaften der brutalen Aufseherin kommt, ist ihre Herrschaft in Gefahr. Doch Ilsa entfacht einen blutigen Kampf um die Macht und diesmal lässt sie sich von niemandem aufhalten.

Dyanne Thorne schlüpft nochmals in eine ihrer bekanntesten Rollen als gnadenlose, verführerische und tödliche ILSA. Die klassische Eploitation-Mischung aus Sex und Gewalt sorgen auch beim zweiten Teil der ILSA-Reihe für etliche Schockmomente.
eine kritik von dicker hund:

Zwei Jahre nach "Ilsa - She Wolf of the SS" drehte Don Edmonds den Ableger "Ilsa - Harem Keeper of the Oil Sheiks" (Originaltitel), für welche er Dyanne Thorne einen Ausflug in den mittleren Osten unternehmen ließ, wo sie den Harem des Despoten El Sharif (leger: Jerry Delony) in gewohnter KZ-Manier führt. In diesen werden überwiegend Frauen verbracht. Der Versand erfolgt im Geiste der Emanzipation in Kisten, während für eine artgerechte Haltung in Käfigen gesorgt ist. Dort sind die Damen, unter ihnen die Russ-Meyer-Schwedin Uschi Digard als Inga, unbekleidet bis auf den Keuschheitsgürtel, der natürlich auch nicht lange geschlossen bleibt. Schließlich will die Duldung der sexuellen Ausbeutung trainiert sein.

Noch immer wird dieses seltsam gebrochene Englisch gesprochen. Damit empfiehlt sich erneut Richard Kennedy (hier als Dr. Kaiser), wenn er das Wort "diplomacy" wie "de plome as e" ausspricht und sich später köstlich darüber echauffiert, dass ihm ein Lustknabe aufs Zimmer geschickt wird. So hat er das doch nicht gemeint, als er sagte, er will kein Freudenmädchen! Zu derlei offener Ironie gesellt sich ein enormer Trash-Faktor voller unfreiwilliger Komik (Humor 4/10). Wenn zum Beispiel ein Nackedeikampf nicht nur vor eingeölten schwarzen Möpsen, sondern noch durch seine illustre Choreografie glänzt, dürfte kein Auge trocken bleiben. Nicht weniger meschugge ist der Plot um den James Bond für Arme Adam (playboymäßig: Max Thayer in der ersten von inzwischen 46 Rollen seines Lebens), der eine Agentin aus der autoritären Hölle zu befreien trachtet, dafür aber natürlich zunächst einmal auf der dicktittigen Oberaufseherin herumrödeln muss (Sex 8/10).

Das Ergebnis wäre eine seichte Erotikkomödie, wenn da nicht wieder das undemokratische Justizsystem wäre. Ungehorsam wird mit drastischer Folter beantwortet. Die Grausamkeiten können aber ebenso gut als reine Machtdemonstration oder aus einem Fetisch heraus verübt werden (Gewalt 7/10). Manchmal erscheint das unterhaltsam grotesk, zum Beispiel bei der seltsamen Muttermundbombe (sic!). Eine gewisse Schockwirkung kann den Verhören in den dreckigen Verliesen allerdings nicht abgesprochen werden (Horror 5/10). Effekttechnisch bleibt das Niveau konstant, so dass einige Schauwerte zu verzeichnen sind, die für eine Indizierung locker gereicht haben.

Häufig wird "Ilsa - Haremswächter des Ölscheichs", wie er zu deutsch heißt, einfach als "Ilsa - Die Hündinnen vom Liebeslager 7" ohne Nazis beschrieben. Das trifft den Gehalt dieser kleinen Perle des vielleicht-doch-nicht-so-einwandfreien Geschmacks ziemlich genau auf die sieben Punkte. Die klischeeüberhäufte Geschichte ergibt mal wieder überhaupt keinen Sinn, erzählt die enthaltenen Wendungen aber in einem gefälligen Pacing. Die meiste Zeit versucht sie, den Zuschauer mit ansehnlichen Brüsten und makabren Schmerzzufügungsideen bei der Stange zu halten, was für Subgenreverhältnisse erstaunlich zielführend geschieht.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Doom
dicker Hund
8/10
Inglorious
dicker Hund
4/10
Inglourious
dicker Hund
8/10
die neuesten reviews
So
TheMovieStar
8/10
Monster
McGuinness
9/10
Terminator:
Kaiser Soze
7/10
Outside
Ghostfacelooker
Perfect
Kaiser Soze
8/10
Ohne
TheMovieStar
6/10
Star
sonyericssohn
6/10

Kommentare

29.11.2020 13:40 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.904
Diese erste Fortsetzung fand ich schon etwas schwächer als das Original. Ist allerdings Ewigkeiten her, als ich sie zuletzt sah.

Was den "Folterzug der geschändeten Frauen" von heute morgen betrifft: Ja, den empfinde ich als ähnlich schwach wie Du; "Porno Holocaust" ist in meinen Augen dann aber nochmals gurkiger. Doch auch hier habe ich wieder ein kleines Problem mit den Titeln. Nicht falsch verstehen. Irgendwie liebe ich diese ranzigen Bahnhofskino-Wortkonstruktionen. Die triggern mich ja immer und animieren zum Antesten der dazugehörenden Schlonzwerke! Dennoch gibt's erneut Ähnliches. Nämlich "Die Folterranch der gequälten Frauen" (übrigens von Lee Frost inszeniert, der 1969 mit "Love Camp 7" einen der ersten Nazi-Trash-Exploiter schuf). Ich brauche da immer etwas Zeit, um die dazugehörigen Filme auseinanderhalten zu können. Egal, an einem solch trüben Sonntagnachmittag schauen wir eh lieber "Mary Poppins" :)

PS:
Oh klar! Sicher würde auch ich liebend gerne die letzten drei übriggebliebenen "Grindhouse"-Trailer abendfüllend umgesetzt sehen... sabberlot! Ich hoffe, da kommt noch was ;D

29.11.2020 14:43 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 20
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 8.516
Na das passt ja für den 1. Advent 😅

30.11.2020 11:14 Uhr - Mr.Tourette
1x
User-Level von Mr.Tourette 2
Erfahrungspunkte von Mr.Tourette 63
Die Zusammenstellung des Harems klingt durchaus einladend...;)

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)